Lauschangriff!

Tube-Amp und Cab: Morgan PR12 + 112 Cab

Morgan – wer den Namen hört, denkt zuerst vielleicht an edle britische Oldtimer-Sportwagen. Dass unter dem Namen Gitarren-Amps auf dem Markt sind, wissen/wussten bislang u. U. nur die Gearheads der Gemeinde. Made in USA mit viel Handarbeit: Morgan-Verstärker und -Boxen sind auf ihre Art nicht minder exklusiv als die zitierten Automobile.

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Joe Morgan ist wie so viele andere amerikanische Boutique-Companys über das Reparieren und Tunen dazugekommen, eigene Produkte auf den Markt zu bringen. Das Programm stützt sich auf klassische Amp-Designs von Vox, Marshall und Fender. Die Derivate sind natürlich in verschiedenerlei Hinsicht optimiert und den heutigen Ansprüchen angepasst. Es handelt sich jedoch durchweg um gradlinige, einkanalige Konzepte. Wie es eben auch unserem Testkandidaten zugrunde liegt, der von Fenders Princeton „inspiriert“ ist.

Ausführlich Auskunft über die Fähigkeiten des Morgan PR12 und des dazu empfohlenen 112 Cab gibt mein Testbericht in der aktuellen Ausgabe unseres  Gitarre & Bass-Magazins. Ich habe außerdem –wie immer bei solchen Tests- einige Soundclips  eingespielt, die einen Eindruck von den tonalen Eigenheiten des Topteils vermitteln.

>>>Den ausführlichen Test findet ihr in unseren aktuellen Ausgabe<<<

Hinweise zu den Soundfiles.

Für die Aufnahmen kamen zwei Mikrofone mit Großflächenmembran zum Einsatz, ein AM11 von Groove-Tubes/Alesis und ein C414 von AKG, beide nahe platziert (ca. 2 mm off-axis) vor dem G12H-75 Creamback/Celestion des Combos.

Die Clips wurden pur, ohne Kompressor und EQ-Bearbeitung über das Audio-Interface Pro-24DSP von Focusrite in Logic Pro eingespielt und gemastert. Das Plug-In „Platinum-Reverb“ steuerte die Raumsimulationen bei.

Die Instrumente sind eine Fender-CS-Relic-Strat-1956 (m. JB-Humbucker v. Seymour Duncan am Steg) und eine und eine Signature Les Paul „Lee Roy Parnell“ aus Gibsons Custom Shop.

Der PR12 ist einkanalig ausgelegt, ganz traditionell. Clean und Crunch im direkten Wechsel kann man nicht von ihm bekommen. Entweder Clean-Overdrive, oder Overdrive-Crunch,  gesteuert durch das Guitar-Volume, für eine der beiden Ebenen muss man sich entscheiden. Das OD-Anzerren  macht der Amp sehr feinfühlig mit einer schönen Koloration der Höhen. Bei voller Distortion wird der Bassbereich ziemlich schmutzig, wie man in Clip 8 hört.

Clip 9 präsentiert den Federhall des PR12, sehr gediegen, nicht wahr?

Im Clip 10 hören wir mein Referenz-Riff“ (RefRiff), das ich mit jedem Test-Amp/-Distortion-Pedal einspiele, damit man den Charakter der von uns getesteten Produkte quasi auf einer neutralen Ebene vergleichen kann. Zuerst die Les Paul, dann die Strat: Ja, man wundert sich, die Strat klingt hier weicher als ihre dicke Schwester, nur weil am Amp die Höhen ein bisschen zurückgedreht sind – so kommen Klischees ins Wanken.

Ich wünsche gute „Unterhaltung“ und…,  wenn möglich, bitte laut anhören, über ordentliche Boxen, nicht Kopfhörer!

Fragen, Anregungen  und  ja, auch Kritik sind wie stets willkommen. Nachrichten bitte an frag.ebo@gitarrebass.de.  Es klappt nicht immer,  aber ich werde mich bemühen möglichst kurzfristig zu antworten.

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