Test: Yamaha Pacifica Professional PACP12 & PACP12M
von Michael Dommers, Artikel aus dem Archiv
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Abgerundeter Halsübergang (Bild: Dieter Stork)
WOHLFÜHLFAKTOR 10
Da beide PACP12 perfekt eingestellt bei mir eintrafen, konnte ich sie „right out of the case“, ohne Nachjustieren, anspielen. Sofort wird deutlich: Ergonomie, Tragekomfort, Gewicht (beide bringen exakt 3,57 kg auf die Digitalwaage!), Haptik von Hals und Bünden, Balance am Gurt und auf dem Bein – alles vom Feinsten. Und beide schwingen an Korpus und Hals höchst intensiv. Die satinierten Hälse und Griffbretter bieten glatten, holzig angenehmen Grip.
Hier dürften sich sogar stark schwitzende Hände wohlfühlen, zumal die Medium-Edelstahlbünde vorbildlich bearbeitet wurden und die Vorteile der Compound-Radien in den unterschiedlichen Lagen deutlich werden. Auch klanglich lassen unsere beiden Protagonistinnen nichts anbrennen. Unverstärkt tönen beide kraftvoll, ausgewogen, luftig, lebendig und spritzig. Jeder angeschlagene Ton ist direkt und akzentuiert am Start, entfaltet sich blitzschnell und klingt langsam und gleichmäßig ab. In puncto Sustain überzeugen beide PACP12s gleichermaßen. Zwar kommen die Obertöne zunächst ein wenig defensiv daher, am Amp entwickeln sie jedoch mit Hilfe der Pickups enorme Präsenz. Im direkten Vergleich erscheint das Maple-Neck-Modell etwas knackiger, brillanter und direkter, während die Rosewood mit weicherer Ansprache etwas wärmer klingt.
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Die Singlecoils bescheren diesen modernen Strat-Interpretationen u. a. auch klassische Vintage-Klänge. Die Bässe drücken, und die Mitten perlen definiert und klar aus den Lautsprechern, zeigen perfekte Balance und gut dosierte Wärme. Gleichzeitig brillieren deren Höhen transparent und spritzig, das Ganze gekrönt von reichlichem Obertongehalt. Die durch den Steg-Humbucker in Richtung Hals verschobene Position des mittleren Einspulers liefert etwas mehr Klangfülle als sein traditionell platziertes Pendant, bleibt dabei jedoch wunderbar klar, artikuliert und luftig. Da ich diese Eigenschaften auch dem Halspickup attestieren kann, bringen beide beeindruckende Transparenz und Vitalität ans Ohr, gepaart mit fein reagierender Dynamik. Entsprechend glänzen auch die nasalen In-Between-Sounds beider parallel geschalteten Singlecoils mit Klarheit und Authentizität, wobei der Mittelpickup dank umgekehrter Wicklungen und Polarität (RW/RP) etwaige Nebengeräusche effizient eliminiert.
Der Wechsel zum Steg-Humbucker geht mit einem moderaten, aber dennoch deutlich vernehmbaren Pegelanstieg einher, bei dem alles andere als die erwartete Mittenkeule aufgefahren wird, sondern sich ein kraftvolles, ausgewogenes Klangbild präsentiert. Dabei setzt sich der Humbucker luftig, transparent, spritzig, mit knackigen Bässen, perkussiven Mitten, klaren Höhen und reichem Obertonspektrum in Szene und liefert nicht nur charaktervolle Clean-, sondern auch prägnante, durchsetzungsstarke Crunch-, High-Gain- und Leadsounds, die mit präziser Saitentrennung, hoher Transparenz, exzellenter Dynamik und beachtlichem Sustain punkten. Wenn sich in Schalterposition 2 der Humbucker mit dem mittleren Singlecoil paart, gibt es deutliche Anleihen an die stegseitigen In-Between-Klänge, wenngleich der Doppelspuler hier für mehr Klangfülle sorgt. Zieht man den Knopf des Tone-Potis hoch, verstummt die Stegspule des HH7b, und ich erfreue mich an einer sehr gelungenen und nahe am Original tönenden Kombi der beiden Singlecoils, die 1978 das „Sultans of Swing“ prägten. Ich belasse den Tone-Knopf in dieser Position, schalte auf den Humbucker und höre dessen Stegspule solo. Deren angenehm bissig spritziger Twang dürfte selbst eingefleischten Country-Pickern gefallen. Sämtliche Einzelspulen und deren Kombis kooperieren bestens mit unterschiedlichen Zerrintensitäten, wobei einzeln betriebene Singlecoils naturgemäß Brummgeräusche verursachen.
Beide Potis agieren über ihre gesamten Regelwege wunderbar gleichmäßig und gestatten präzise Feinabstimmung von Gain/Output und Klang. Während der Tone-Regler angenehm leichtgängig daherkommt, rotiert Volume eher zäh, was bei Ein-Finger-Benutzung durch die Rändelung der Knöpfe zumindest etwas kompensiert wird. Als willkommenes Goodie erweist sich die Treble-Bleed-Schaltung, die Höhenverluste beim Reduzieren des Output Levels wirkungsvoll in Grenzen hält.
Dank Gotoh-Locking-Tunern und Tusq-Sattel arbeitet das Gotoh 2-Punkt Vibrato erstaunlich stimmstabil und nimmt sogar extensivere Bendings relativ gelassen hin.
Spoke-Wheel-Halsjustierrad (Bild: Dieter Stork)
RESÜMEE
Die neuen Yamaha Pacifica Gitarren tragen ihren Beinamen „Professional“ zu Recht. Selten treffe ich auf neue Instrumente wie diese, die aus dem Koffer heraus perfekt spielbar sind und dank spezieller, resonanzfördernder Fräsungen und Yamaha-eigenem Einschwingverfahren wie jahrelang gespielt klingen und sich auch so anfühlen, auch wenn sie weder aged, reliced noch distressed wurden. Die Rupert Neve Design Pickups überzeugen auf ganzer Linie und liefern erfrischende, vintage-orientierte wie auch moderne Sounds, die die schwingfreudige Konstruktion vorbildlich überträgt. Top bearbeitete Edelstahlbünde, Tusq-Sattel, Compound-Griffbrett, Halsjustierrad, High-End-Hardware und wertige Elektrikkomponenten, tadellos funktionierendes Vibrato, ergonomische Formgebung, geschmackvolles Finish-Angebot, rundum makellose Verarbeitung. Das alles gibt es zum überaus fairen Preis. Punkt. ●
Kälte-Behandlung gab es ja auch schon: frierendes Holz zittert gut ab (;-)
Im direkten A/B-Vergleich zeigen sich ja auch manchmal wahrnehmbare Effekte, ob das aber im Bandbetrieb aus dem Störteppich (2ter Gitarrist, …) herausragt? Ich denke eher: nein
… trotzdem werden wieder nur wenige Player – wie Chris Buck – zugreifen. Yamaha scheint trotz hoher Qualität die bei Gitarristen eher eine Nische zu besetzten. Dabei hätten Sie doch deutlich mehr verdient. Im Bass-Bereich hat es ja auch geklappt und der DX7 …
Yamaha Gitarren sind tadellos und sehr solide gefertigte Instrumente,die bereits damals bei ihrer Einführung auf dem heiß umkämpften Markt bestehen konnten! Besitze selbst seit vielen Jahren eine auffällig metallic-rote Yamaha Pacifica mit nur einem Pickup,die top klingt,absolut sauber verarbeitet wurde,und bis heute in meiner Sammlung integriert ist. Würde Yamaha endlich in Zukunft auch Autos bauen,so könnte ich mir gut vorstellen,solch ein Fahrzeug in der beliebten SUV-Verbrenner Klasse zu kaufen,-denn wo das Yamaha-Markenlogo drauf steht,wird stets beste Qualität geboten.
Dies sind meine eigenen Erfahrungswerte bezüglich des besagten Gitarrenherstellers. Ich freue mich,daß die aktuell neuesten Yamaha Pacifica E.-Gitarren im G&B-Testbericht so gut abschneiden,was ich allerdings schon vorher vermutete! Vielen Dank!
“Unverstärkt tönen beide kraftvoll, ausgewogen, luftig, lebendig und spritzig.” Ja, und? Wer nimmt denn eine E-Gitarre unverstärkt auf? “Resonanzfördernde Fräsungen …”? Was soll das sein?
Außerdem bestehe ich darauf, dass beim nächsten Test eine Analogwaage benutzt wird, denn digital ist böse! 🙂
# Elwood: Da stimme ich hier mal zu! Diese ganze „Modifikation“ bezüglich der „chambered Bodies“ wurde ja seit Jahren von etlichen Gitarrenherstellern praktiziert. Selbst die extrem luxuriösen-,aber auch extrem ansprechenden Marc Minarik E.-Gitarren der Custom Handmade Manufaktur besitzen mitunter einen leicht ausgehöhlten Korpus,was dem Klangverhalten jedoch erstaunlicherweise sehr entgegenkommt. Heftig sind aktuell die hohen Preise vieler Hersteller,-wie z.B. die eiligst neu aufgelegte Gibson „LP Music City“ Anniversary (angeblich auf 650 Exemplare limitiert) mit billigem Pappelkorpus,sehr einfachen Pickups und anstelle eines soliden Hardshellcases wird hier für satte 1.800,-€ gerade mal ein Softbag mit Gibson-Logo Aufdruck angeboten. Da lobe ich mir de facto doch lieber das damalige Gibson Original einer „Marauder S-1“ mit massivem Body und zwei top klingenden Bill Lawrence Tonabnehmern! Aber,da wird die Suche nach der letztgenannten Gibson schon merklich schwieriger werden.
Auch die momentane Gibson Neuauflage der damalig von 1981-1983 leider nur zwei Jahre im Handel verfügbare „Victory MV II“ E.-Gitarre in schöner Candy Apple Red Nitrolackierung mit kunstvoll geschwungener Kopfplatte a la‘ Firebird (Auflage weltweit nur 100 Stück!) kommt anscheinend mit dem Eis-Hockey Headstock bei den Leuten nicht gut an! Dies ist ein Stilbruch erster Güte! Man sollte sich da schon besser an das damalige Gibson Original orientieren! Diese neu aufgebrezelten Gibson Gitarren werden bleischwer in den Lagerregalen liegen bleiben,da bin ich mir ganz sicher. Und es ist doch ganz logisch: wer bitte,spielt eine E.-Gitarre ohne Amp?!? Da hat Elwood ja völlig Recht mit seiner Meinung!
Also, Yamahas sind gute solide Instrumente und hier wurde durchweg mit hochwertiger Hardware gearbeitet, aber vom Preis/Leistungsverhältnis ist die nicht wirklich günstig wenn das tatsächlich der Ladenpreis ist. Bei G&L kann ich mir für das Geld beispielweise eine ähnliche Gitarre zusammenstellen und auch Fender hat da sicher etwas im Programm. Aber muß natürlich jeder selber wissen und wenn die dann im Laden für 1800€ steht findet sie sicher ihre Freunde.
” I.R.A. (Initial Response Acceleration) unterzogen, einem Einschwingverfahren … von Beginn an die Schwingungs- und Sustain-Eigenschaften intensiv eingespielter Instrumente beigebracht werden.”
Was regen sich hier einige über den Preis und die spezielle Holzbehandlung so auf? Wenn es ein Profi-Instrument mit 1a-Sound u. -Ergonomie ist, dann ist der Preis OK. Kann sowieso nicht verstehen, wenn sich jemand sowas neu kauft. Der Gitarrenmarkt ist extrem übersättigt, da sollte so eine Yamaha demnächst (in ca. 1 Jahr) für ca. 1700 gebraucht zu haben sein. Wenn, dann tun mir die Leute leid, die 12000 € für ne Fender masterbuilt by Vincent v. Tright (als Beispiel) ausgeben, obwohl sie vielleicht gar nicht besser klingt als eine gebrauchte „normale“ aus dem Customshop für 3500. Das gleiche gilt für Gibson Custom. Alles extrem overpriced… Hat denn jemand, der hier postet, die Pacifica schon mal angetestet und sich eine eigene Meinung gebildet?
#Colonel Blimb: Danke,du bringst es auf den Punkt! Alles extrem overpriced. Ich besitze ebenfalls eine (bereits leider nicht mehr im Handel verfügbare!) Yamaha Pacifica in metallic red Lackierung mit lediglich nur einem einzigen Seymour Duncan P-Rail Pickup,und würde sie nie wieder hergeben. So viel zu Yamaha Pcifica E.-Gitarren. Yamaha fertigt seit Jahrzehnten sehr gute Gitarren (auch Akustik!) zu erschwinglichen Preisen. Diese neu vorgestellten Yamaha Pacifica Professional Gitarren scheinen wohl ihr teure Geld wert zu sein,-allerdings hätte man anstatt der zusätzlich unnötigen Holzfräsarbeiten am Korpus vielleicht einfach mal leichteres und nachhaltiges Pauwlonia Holz verwendet,dann wäre diese neue Pacifica Collection wohl etwas „günstiger“ zu haben. Hochpreisig sind ja momentan sehr viele Gitarren Modelle geworden,-egal,ob nun Gibson,Yamaha,Ibanez,Fender,PRS,u.s.w. Übrigens: mein regionaler Gitarrenbauer im Landkreis Oberhavel verlangt beispielsweise für eine Handmade Custom E.-Gitarre ab 2.000,-€ und aufwärts…inklusive eines sehr einfachen Softcases.
im Großen und Ganzen stime ich dir zu. Aber wenn Yamaha in bestimmten Bereichen Neuerungen aus entwicklungstechnischen Gründen durchführt, werden sie sich was dabei gedacht haben. Ob’s das letztlich ist, bringt nur ein Vergleich mit entsprechenden nichtmodifizierten Gitarren zu Tage.
Wie gesagt, würde da Fender oder PRS draufstehen, wäre es hier totenstill.
Es ist schon erstaunlich, was Markenfetischismus so an verbalen Stilblüten hervorbringt. Einzig Klang und Verarbeitung sind hier das Maß der Dinge. Sind beide auf Customshopniveau, ist die Welt in Ordnung, meiner Meinung nach. Somit wäre auch der Preis gerechtfertigt. Yamaha baut in verschiedenen Sektoren Produkte und mir ist nicht bekannt, dass da jemals mangelhafte Ware dabei war, ob Motoren, Motorräder, Instrumente, HiFi-Elektronik. Übrigens besitze ich seit 1983 einen Yamaha-Verstärker, der ohne Murrren und Knurren seinen Job in hoher Qualität verrcihtet, trotz heutiger Digitalisierung.
Genau,Yamaha fertigt sehr gute Gitarren zu absolut fairen Preisen!
Übrigens: sogar solide Außenbord-Motoren baut dieser große japanische Fabrikant,der aktuell so vielseitig und innovativ ist,daß einem schon recht schwindelig werden kann,und dies meine ich wirklich sehr positiv! Meine alte,futuristisch wirkende Original Yamaha SC 600 mit dazugehörigem Hardshell-Formgitarrenkoffer ersteigerte ich bereits vor 12 Jahren für schlaffe 1.200,-€ in Bestzustand! Habe den Kauf bis dato nicht bereut,da sie top klingt,leicht bespielbar ist,und aktuell bei Gitarrensammlern meistbietend gesucht wird. Fazit: einmal Yamaha,-immer Yamaha.
Vielen Dank G&B und keinen Gruss an all die “Ich hätt da mal ne kritische Anmerkung-Besserwisser”, die an allem was auszusetzen haben mit ihren vermutlich aus tiefer eigener Unzufriedenheit oder Neid rührenden Kommentaren. Und wenn es dann um Wortwahl und Formulierungen geht… oh Mann… nehmt doch bitte Eure Medikamente.
Klar kann man über vieles diskutieren, aber wir bekommen hier etwas geboten, was uns einen vertieften Eindruck zu dem Produkt vermittelt.
Und das wird hier zu sehr großen Teilen hervorragend gemacht!
Daher noch mal: Danke G&B
„Einschwingverfahren wie jahrelang gespielt klingen“
Das ihr diesen Unsinn immer druckt…..
… weil halt dafür auch bezahlt wird …
Kälte-Behandlung gab es ja auch schon: frierendes Holz zittert gut ab (;-)
Im direkten A/B-Vergleich zeigen sich ja auch manchmal wahrnehmbare Effekte, ob das aber im Bandbetrieb aus dem Störteppich (2ter Gitarrist, …) herausragt? Ich denke eher: nein
Plus: ….Preis-Leistungsverhältnis
Naja, ich weiß nicht, bei 2.300€…
genau, meiner meinung nach hat sie keine change in diese preiskategorie
Für das Geld gibt‘s ne Fender Ultra Strat, so werden sie nicht allzuviel verkaufen.
… und das Publikum sah, dass es gut war!
… trotzdem werden wieder nur wenige Player – wie Chris Buck – zugreifen. Yamaha scheint trotz hoher Qualität die bei Gitarristen eher eine Nische zu besetzten. Dabei hätten Sie doch deutlich mehr verdient. Im Bass-Bereich hat es ja auch geklappt und der DX7 …
Yamaha Gitarren sind tadellos und sehr solide gefertigte Instrumente,die bereits damals bei ihrer Einführung auf dem heiß umkämpften Markt bestehen konnten! Besitze selbst seit vielen Jahren eine auffällig metallic-rote Yamaha Pacifica mit nur einem Pickup,die top klingt,absolut sauber verarbeitet wurde,und bis heute in meiner Sammlung integriert ist. Würde Yamaha endlich in Zukunft auch Autos bauen,so könnte ich mir gut vorstellen,solch ein Fahrzeug in der beliebten SUV-Verbrenner Klasse zu kaufen,-denn wo das Yamaha-Markenlogo drauf steht,wird stets beste Qualität geboten.
Dies sind meine eigenen Erfahrungswerte bezüglich des besagten Gitarrenherstellers. Ich freue mich,daß die aktuell neuesten Yamaha Pacifica E.-Gitarren im G&B-Testbericht so gut abschneiden,was ich allerdings schon vorher vermutete! Vielen Dank!
“Unverstärkt tönen beide kraftvoll, ausgewogen, luftig, lebendig und spritzig.” Ja, und? Wer nimmt denn eine E-Gitarre unverstärkt auf? “Resonanzfördernde Fräsungen …”? Was soll das sein?
Außerdem bestehe ich darauf, dass beim nächsten Test eine Analogwaage benutzt wird, denn digital ist böse! 🙂
# Elwood: Da stimme ich hier mal zu! Diese ganze „Modifikation“ bezüglich der „chambered Bodies“ wurde ja seit Jahren von etlichen Gitarrenherstellern praktiziert. Selbst die extrem luxuriösen-,aber auch extrem ansprechenden Marc Minarik E.-Gitarren der Custom Handmade Manufaktur besitzen mitunter einen leicht ausgehöhlten Korpus,was dem Klangverhalten jedoch erstaunlicherweise sehr entgegenkommt. Heftig sind aktuell die hohen Preise vieler Hersteller,-wie z.B. die eiligst neu aufgelegte Gibson „LP Music City“ Anniversary (angeblich auf 650 Exemplare limitiert) mit billigem Pappelkorpus,sehr einfachen Pickups und anstelle eines soliden Hardshellcases wird hier für satte 1.800,-€ gerade mal ein Softbag mit Gibson-Logo Aufdruck angeboten. Da lobe ich mir de facto doch lieber das damalige Gibson Original einer „Marauder S-1“ mit massivem Body und zwei top klingenden Bill Lawrence Tonabnehmern! Aber,da wird die Suche nach der letztgenannten Gibson schon merklich schwieriger werden.
Auch die momentane Gibson Neuauflage der damalig von 1981-1983 leider nur zwei Jahre im Handel verfügbare „Victory MV II“ E.-Gitarre in schöner Candy Apple Red Nitrolackierung mit kunstvoll geschwungener Kopfplatte a la‘ Firebird (Auflage weltweit nur 100 Stück!) kommt anscheinend mit dem Eis-Hockey Headstock bei den Leuten nicht gut an! Dies ist ein Stilbruch erster Güte! Man sollte sich da schon besser an das damalige Gibson Original orientieren! Diese neu aufgebrezelten Gibson Gitarren werden bleischwer in den Lagerregalen liegen bleiben,da bin ich mir ganz sicher. Und es ist doch ganz logisch: wer bitte,spielt eine E.-Gitarre ohne Amp?!? Da hat Elwood ja völlig Recht mit seiner Meinung!
Also, Yamahas sind gute solide Instrumente und hier wurde durchweg mit hochwertiger Hardware gearbeitet, aber vom Preis/Leistungsverhältnis ist die nicht wirklich günstig wenn das tatsächlich der Ladenpreis ist. Bei G&L kann ich mir für das Geld beispielweise eine ähnliche Gitarre zusammenstellen und auch Fender hat da sicher etwas im Programm. Aber muß natürlich jeder selber wissen und wenn die dann im Laden für 1800€ steht findet sie sicher ihre Freunde.
” I.R.A. (Initial Response Acceleration) unterzogen, einem Einschwingverfahren … von Beginn an die Schwingungs- und Sustain-Eigenschaften intensiv eingespielter Instrumente beigebracht werden.”
Und andere Menschen glauben eben etwas anderes …
Was regen sich hier einige über den Preis und die spezielle Holzbehandlung so auf? Wenn es ein Profi-Instrument mit 1a-Sound u. -Ergonomie ist, dann ist der Preis OK. Kann sowieso nicht verstehen, wenn sich jemand sowas neu kauft. Der Gitarrenmarkt ist extrem übersättigt, da sollte so eine Yamaha demnächst (in ca. 1 Jahr) für ca. 1700 gebraucht zu haben sein. Wenn, dann tun mir die Leute leid, die 12000 € für ne Fender masterbuilt by Vincent v. Tright (als Beispiel) ausgeben, obwohl sie vielleicht gar nicht besser klingt als eine gebrauchte „normale“ aus dem Customshop für 3500. Das gleiche gilt für Gibson Custom. Alles extrem overpriced… Hat denn jemand, der hier postet, die Pacifica schon mal angetestet und sich eine eigene Meinung gebildet?
#Colonel Blimb: Danke,du bringst es auf den Punkt! Alles extrem overpriced. Ich besitze ebenfalls eine (bereits leider nicht mehr im Handel verfügbare!) Yamaha Pacifica in metallic red Lackierung mit lediglich nur einem einzigen Seymour Duncan P-Rail Pickup,und würde sie nie wieder hergeben. So viel zu Yamaha Pcifica E.-Gitarren. Yamaha fertigt seit Jahrzehnten sehr gute Gitarren (auch Akustik!) zu erschwinglichen Preisen. Diese neu vorgestellten Yamaha Pacifica Professional Gitarren scheinen wohl ihr teure Geld wert zu sein,-allerdings hätte man anstatt der zusätzlich unnötigen Holzfräsarbeiten am Korpus vielleicht einfach mal leichteres und nachhaltiges Pauwlonia Holz verwendet,dann wäre diese neue Pacifica Collection wohl etwas „günstiger“ zu haben. Hochpreisig sind ja momentan sehr viele Gitarren Modelle geworden,-egal,ob nun Gibson,Yamaha,Ibanez,Fender,PRS,u.s.w. Übrigens: mein regionaler Gitarrenbauer im Landkreis Oberhavel verlangt beispielsweise für eine Handmade Custom E.-Gitarre ab 2.000,-€ und aufwärts…inklusive eines sehr einfachen Softcases.
im Großen und Ganzen stime ich dir zu. Aber wenn Yamaha in bestimmten Bereichen Neuerungen aus entwicklungstechnischen Gründen durchführt, werden sie sich was dabei gedacht haben. Ob’s das letztlich ist, bringt nur ein Vergleich mit entsprechenden nichtmodifizierten Gitarren zu Tage.
Wie gesagt, würde da Fender oder PRS draufstehen, wäre es hier totenstill.
Es ist schon erstaunlich, was Markenfetischismus so an verbalen Stilblüten hervorbringt. Einzig Klang und Verarbeitung sind hier das Maß der Dinge. Sind beide auf Customshopniveau, ist die Welt in Ordnung, meiner Meinung nach. Somit wäre auch der Preis gerechtfertigt. Yamaha baut in verschiedenen Sektoren Produkte und mir ist nicht bekannt, dass da jemals mangelhafte Ware dabei war, ob Motoren, Motorräder, Instrumente, HiFi-Elektronik. Übrigens besitze ich seit 1983 einen Yamaha-Verstärker, der ohne Murrren und Knurren seinen Job in hoher Qualität verrcihtet, trotz heutiger Digitalisierung.
Genau,Yamaha fertigt sehr gute Gitarren zu absolut fairen Preisen!
Übrigens: sogar solide Außenbord-Motoren baut dieser große japanische Fabrikant,der aktuell so vielseitig und innovativ ist,daß einem schon recht schwindelig werden kann,und dies meine ich wirklich sehr positiv! Meine alte,futuristisch wirkende Original Yamaha SC 600 mit dazugehörigem Hardshell-Formgitarrenkoffer ersteigerte ich bereits vor 12 Jahren für schlaffe 1.200,-€ in Bestzustand! Habe den Kauf bis dato nicht bereut,da sie top klingt,leicht bespielbar ist,und aktuell bei Gitarrensammlern meistbietend gesucht wird. Fazit: einmal Yamaha,-immer Yamaha.
Vielen Dank G&B und keinen Gruss an all die “Ich hätt da mal ne kritische Anmerkung-Besserwisser”, die an allem was auszusetzen haben mit ihren vermutlich aus tiefer eigener Unzufriedenheit oder Neid rührenden Kommentaren. Und wenn es dann um Wortwahl und Formulierungen geht… oh Mann… nehmt doch bitte Eure Medikamente.
Klar kann man über vieles diskutieren, aber wir bekommen hier etwas geboten, was uns einen vertieften Eindruck zu dem Produkt vermittelt.
Und das wird hier zu sehr großen Teilen hervorragend gemacht!
Daher noch mal: Danke G&B