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Test: XVive U4 Wireless In-Ear-Monitor

(Bild: Dieter Stork)

Seit geraumer Zeit ist der chinesische Hersteller XVive Audio auch auf dem Wireless-Sektor aktiv und beglückt uns nach den Monitor-Systemen U2 (Instrument) und U3 (Mikrofon) mit dem, na? … U4. Richtig!

Dabei handelt es sich um ein In-Ear-Monitoring-Set, dessen Sender mit dem des U3 identisch ist, es arbeitet ebenfalls im 2,4 GHz-Bereich. Das zum Test zur Verfügung stehende U4R2-Set beinhaltet einen Sender und zwei Empfänger. Um das U4-System auch auf individuelle Bedürfnisse zusammenstellen zu können, sind Sender (U4T) und Empfänger (U4R) auch einzeln erhältlich.

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Aufgrund seiner sechs Übertragungskanäle ist der Betrieb auf sechs unabhängige Monitorwege beschränkt, was für moderne digitale FOH- oder Monitorpulte kein Problem darstellen dürfte. Abhängig von den zur Verfügung stehenden Monitor- oder Pre-Fader-Aux-Wegen können entsprechend viele Musiker in-ear-mäßig individuell versorgt werden. Bei begrenzter Ausstattung des Mixers müssen sich halt zwei oder auch mehrere Musiker einen Monitorweg teilen.

Neben den Hauptkomponenten zählen zum Lieferumfang eines jeden U4-Sets englische und deutsche Bedienungsanleitungen, ein kleiner Kunstlederbeutel für den Sender, ein USB-Y-Ladekabel und ein XLR-Male/Monoklinken-Adapter, der je nach Anschlussform des Pultes (XLR oder Klinke) auf den Sender gesteckt werden kann. Sollte der Mixer-Ausgang horizontal montiert sein, empfiehlt es sich, die Buchse durch das Gewicht von Sender und Adapter nicht übermäßig zu strapazieren.

Bedienfelder & Anschlüsse (Bild: Dieter Stork)

Die robusten kompakten Gehäuse aller U4-Komponenten – Sender aus Spritzguss und ABS-Kunststoff, Empfänger aus Spritzguss – besitzen nur wenige Bedienelemente, was die Inbetriebnahme extrem vereinfacht. Senderseitig lässt sich das Eingangssignal anpassen (Aux -10dBV/Line + 4dBu), eingeschaltet wird per Power/Mute Switch, der Kanal, den ein blauer LED-Ring anzeigt, per Taster angewählt.

Die Empfänger hat man mit On/Off-Schalter, Kanalwahltaster, komfortabel zu handhaben dem Volume-Poti, 3,5 mm Headphone-Buchse und strammem Gürtelclip ausgestattet. LEDs signalisieren den Funksignalstatus und den Ladezustand der Lithium-Ionen-Akkus. Laut Hersteller garantieren diese maximal fünf Stunden Betrieb, eine Vollaufladung dauert etwa zweieinhalb Stunden. Leider sind die Akkus nicht austauschbar – ein echtes Manko, da deren Leistung u.U. mit der Zeit nachlassen kann.

Ladebuchsen (Bild: Dieter Stork)

Mit 107 dB Dynamikumfang, 0,2% Klirrfaktor, weniger als fünf Millisekunden Latenz und bis zu 27 Metern Reichweite zeigt das XVive U4 gute Übertragungsqualitäten. Während des Betriebs sollte auf Sichtkontakt zum Sender geachtet werden, denn schon zwei Wände verursachen deutlich vernehmbare Signalaussetzer.

Kopfhörer werden nicht mitgeliefert, da die Anforderungen der User zu individuell sind. Notfalls funktionieren aber auch handelsübliche Smartphone-Hörer, wobei diese weniger gut nach außen abschirmen. Vor Inbetriebnahme der Empfänger empfiehlt es sich, deren Volume-Regler herunterzudrehen, da die beachtliche Ausgangsleistung bei Rückkopplungen Gehörschäden verursachen kann.

Internet: www.xviveaudio.com

Preise (Street): U4 Set € 239; U4R2 Set € 359; U4R4 Set € 599

PLUS

● Übertragungseigenschaften
● nebengeräuscharm
● Dynamik
● extrem kompaktes Design
● stabile Gehäuse
● Installation & Handhabung
● Sets individuell zusammenstellbar
● Preis/Leistung

MINUS

● Akkus nicht austauschbar

(erschienen in Gitarre & Bass 04/2020)

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