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Strom-Mobil

Test: KSE Falken1 Mega Power

(Bild: Dieter Stork)

Inzwischen konnte die Leistung von Lithium-Ionen-Akkus dermaßen optimiert werden, dass sich komplette Pedalboards unabhängig vom Stromnetz versorgen lassen. 

Mit dem Falken1 Mega Power bringt die Bochumer Firma KSE Music eine leistungsstarke Power Bank an den Start, die sogar unterschiedliche Gleichspannungen liefert.

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Mechanik

Unter einem kompakten Stahlblechgehäuse mit verschraubten Seitenteilen aus Aluguss besitzt die Kraftzentrale eine Gesamtkapazität von 12800 mAh und verspricht autarke Spannungsversorgung von bis zu 16 Stunden (verbrauchsabhängig).

Der DC12V/1000mA-, der schaltbare DC18/24V/450mA- und die acht DC9V-Ausgänge (2000 mA) liefern insgesamt 3450 mA. Galvanisch voneinander isoliert sind die Sektionen allerdings nicht. Auf der Oberseite geben vier blaue LEDs Auskunft über den Akku- bzw. Ladezustand.

Die robuste Power Bank wiegt gerade mal 334 Gramm und passt selbst unter kleine Pedalboards. An der linken Chassis-Seite findet man den Eingang für das DC9V-Netzteil, daneben den On/Off-Schalter und einen Reset-Taster. Letzterer reaktiviert das Falken1 nach Ansprechen der automatischen Kurzschlusssicherung.

An der rechten Seite ist der Schalter für den 18/24V-Ausgang zugänglich. Zum Lieferumfang zählen zehn DC-, zwei Polaritätsumkehr- und ein DC5V-USB-Adapterkabel, mit dem u. a. auch Handys geladen werden können.

Unter Stress

Natürlich möchte ich wissen, was das Falken1 unter Last leistet. Zunächst messe ich an der vollständig aufgeladenen Power Bank die Leerlaufspannungen der einzelnen Ausgänge.

  • Ausgänge 1-8 (9V): 9,42 Volt
  • Ausgang 9 (12V): 12,38 Volt
  • Ausgang 10 (18V): 18,29 Volt
  • Ausgang 10 (24V): 23,90 Volt

Um den Stromversorger unter Last und damit eventuelle Spannungsabfälle zu testen, schließe ich folgende Pedale an, die insgesamt 320 mA ziehen: TC Polytune Mini Tuner, Rockett Archer OD, Rockett GTO Distortion, Carl Martin Greg Howe´s Lick Box OD/Booster, TC Flashback Mini Delay und Rockett Boing Reverb. Die Werte:

  • Ausgänge 1-8 (9V): 9,28 Volt
  • Ausgang 9 (12V): 12,28 Volt
  • Ausgang 10 (18V): 18,19 Volt
  • Ausgang 10 (24V): 23,18 Volt

Wie man sieht, gerät das Falcon1 zwar ein wenig ins Schwitzen, beim Test-Setup liegt jedoch noch alles im grünen Bereich. Rechnet man das allerdings hoch, könnte es bei höherer Belastung u.U. mit der Spannungskonstanz Probleme geben.

Und wie lange liefert das Gerät meinem Test-Setup Strom? Bei voller Ladung war nach 9,5 Stunden Ende Gelände, ein wirklich respektabler Wert, vor allem, wenn man berücksichtigt, dass man bei kritischer Akku-Kapazität einfach das Netzteil anschließen kann, während das Falkon1 weiter arbeitet und gleichzeitig geladen wird.

Um die Verträglichkeit mit Wah-Pedalen und damit etwaige Einstreuungen zu testen, bringe ich mein Cry Baby Super Wah/Volume Pedal in die Nähe des Stromspenders und stelle es am Ende sogar direkt darauf. Und? Nix und! Keinerlei Brummen oder ähnliche Störgeräusche!

Resümee

Das Falken1 Mega Power liefert mit seinem leistungsstarken Lithium-Ionen-Akku ausreichend Strom für umfangreichere Pedalboards und kann u. a. auch als Speisung für Handys eingesetzt werden. KSE hat es mit zehn Ausgängen, zwei davon sogar mit 12 bzw. schaltbaren 18/24 Volt Gleichspannung ausgestattet.

Bei maximaler Ladedauer von 4 Stunden liefert das kompakte Kraftpaket bis zu 16 Stunden Saft, unserer Test-Setup brachte es auf 9,5 Stunden, wobei sämtliche Pedale stets aktiv waren. Um Spannungsabfälle zu vermeiden, sollte man jedoch nicht zu viele Stromfresser anschließen. Bei der üblichen Zahl an Pedalen dürfte es jedoch keine Probleme geben.

PLUS

  • lange Betriebszeit
  • keine Einstreuungen durch Wah-Wah
  • stabiles Kompaktgehäuse
  • umfangreiches Zubehör
  • Verarbeitung
  • Preis/Leistung

MINUS

  • Spannungskonstanz bei Extrembelastung

(erschienen in Gitarre & Bass 10/2018)

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