Die beiden berühmten Namen Gretsch und Abbey Road wecken die Neugier auf die Ergebnisse einer ungewöhnlichen Kooperation zwischen Gitarrenbau und Aufnahmestudio. Mit der RS201 ist eine Gitarre entstanden, die als erstes Musikinstrument überhaupt eine Abbey-Road-Inventarnummer erhält – eine Ehre, die zuvor nur legendären Studio-Entwicklungen wie dem RS124-Kompressor oder dem RS56-Equalizer zuteilwurde.
Die Firma sagt: „Gretsch ist stolz darauf, gemeinsam mit Abbey Road eine ganz besondere Gitarre in limitierter Auflage entwickelt und auf den Markt gebracht zu haben – die Gretsch Abbey Road Studiomatic Hollow-Body. Mit ihren maßgeschneiderten Filter’Tron-Pickups und einem speziell abgestimmten Rumble-Filter-Schaltkreis, der in Zusammenarbeit mit den Toningenieuren von Abbey Road entwickelt wurde, ist die Abbey Road Studiomatic nicht nur eine Hommage an das fortdauernde Erbe der Abbey Road Studios, sondern auch eine einzigartige und unglaublich vielseitige Gitarre.”
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TRADITIONELLER LOOK – MODIFIZIERTE ELEKTRIK
Das wollen wir jetzt aber mal genauer wissen: Von der ersten Anmutung her haben wir es mit einem klassischen Gretsch-Design zu tun. Chet Atkins, George Harrison und die berühmte Country Gentleman lassen grüßen! Die Abbey Road Studiomatic Hollow-Body verfügt über eine vergleichbare Silhouette und ist auch in der traditionellen Farbe Classic Walnut Stain lackiert.
Lediglich das differierende elektrische Layout und die großzügig geschnittenen und hier auch offenen f-Löcher weisen die Gitarre zunächst als das aktuelle Abbey-Road-Modell aus. Dessen 5,7 cm tiefer Korpus aus laminiertem Ahorn, Decke und Boden in leichte Wölbung gepresst, präsentiert sich vorn wie hinten mit einem dreilagigen Binding eingefasst. Das Top ist mit stabilisierenden, parallel gesetzten Streben unterbaut.
Der Hals mit dem bewährten Classic-„C”-Halsprofil ist in Höhe des 18. Bundes in den Double Cutaway Body eingeleimt. Die mit einer goldenen Plakette mit der Gravur „Abbey Road Studiomatic” besetzte, abgewinkelte große Kopfplatte wurde unterhalb der ersten drei Bünde großflächig angeschäftet. Im weiß eingebundenen Ebenholzgriffbrett mit 12″-Radius finden wir 22 kantenglatt abgefaste Medium-Jumbo-Bünde und die firmentypischen Neo-Classic-Thumbnail-Einlagen zur Markierung der Lagen.
Moderner Bonus sind die ebenfalls goldenen Klemmmechaniken in versiegelten Gussgehäusen, von denen aus die Saiten über den Graph-Tech-TUSQ-XL-Sattel mit 625 mm-Mensur hinüber zur Adjusto-Matic-Bridge auf fixierter Ebenholzbasis geführt werden. Dahinter sind sie in ein klassisches Bigsby B60 V-Cutout Vibrato Tailpiece eingehängt.
Klassisch: Adjusto-Matic-Bridge mit Bigsby B-60 Vibrato (Bild: Dieter Stork)
Elektrik: Zwei in Zusammenarbeit mit den Abbey-Road-Toningenieuren abgestimmte Custom-Filter’Tron-Pickups mit Alnico-5-Magneten lassen sich mit dem 3-Wege-Toggle-Switch auf dem oberen Horn konventionell einzeln oder zusammen anwählen. Zur elektrischen Kontrolle stehen bereit: Master Volume, Tone 1 (Neck Pickup mit Push-Pull für Rumble Filter) und Tone 2 (Bridge Pickup mit Push-Pull für Rumble Filter). Die zwei Stufen der Rumble-Filter-Schaltung werden mit einem auf der Decke neben dem Bigsby platzierten Drehschalter angewählt.
Push/Pull-Funktion in den Tone-Reglern aktiviert zweistufigen Rumble Filter (Bild: Dieter Stork)
Die Studiomatic ist komplett mit Gold-Hardware ausgestattet. Bleiben noch das schwarze Plexi-Pickguard mit goldenem Gretsch-Logo sowie die Strap Locks zu erwähnen. Geliefert wird die Abbey Road Studiomatic in einem besonderen bordeauxroten Hardshell-Case mit exklusiven Case-Candy-Beigaben.