Produkt: Stevie Ray Vaughan Special
Stevie Ray Vaughan Special
Interview, Workshops, Testberichte: Stevie Ray Vaughan auf über 80 Seiten!
Aus dem neuen Heft

Test: Fender Mustang & Duo-Sonic

(Bild: Dieter Stork)

Spätestens Kurt Cobain holte die bis dahin nicht sonderlich beliebten Fender-Modelle Mustang und Jaguar aus ihrem Schattendasein. Aber auch die schlichte und kurzhalsige Duo-Sonic hatte mit Patti Smith, Liz Phair oder David Byrne durchaus prominente Spieler.

Historie: Von der 1956 als Schülermodell eingeführten Duo- Sonic gab es zwei Versionen, eine mit 57 cm und eine mit 61 cm Mensur. Billiger war nur noch die baugleiche Music­master mit nur einem Pickup. Bei diesen einfachen, aber funktio­nal gradlinig entworfenen Gitarren handelt es sich vom ganzen Bauprinzip her um typische Fender-Gitarren, also um ein Korpus­brett mit aufgeschraubtem Ahornhals. 1964 wurde das noch von Leo Fender selbst mitentwickelte Modell Mustang vorgestellt.

Anzeige

Entworfen um die Lücke zwischen den Einsteigergitarren und den teuren Modellen zu schließen, verschaffte man ihm ein Vibratosys­tem ähnlich dem der Jaguar und der Jazzmaster und auch eine ähnliche elektrische Schaltung. Der Korpus entsprach dem der Duo-Sonic und ebenfalls beließ man es bei den zwei Single Coils mit weißen Kappen. Analog zur Duo-Sonic kamen anfangs zwei Versionen der Mustang mit kurzer und mittlerer Mensur auf den Markt. Die mit 57-cm-Mensur verschwand aber schnell wieder aus dem Programm.

ART OF SIMPLICITY

Die aktuellen Versionen der Mustang und der Duo-Sonic aus der Players Series wurden den heutigen Anforderungen angepasst und sind dank Fertigung in Mexiko natürlich immer noch dem Segment der preiswerten Fender-Gitarren zuzuord­nen. Hier zunächst die wichtigsten Spezifikationen im Rough Mix …

Mustang: Korpus aus Erle, aufgeschraubter Hals aus Ahorn mit Standard-C-Halsprofil. Griffbrett aus Pau Ferro von 9,5″ Radius mit 22 Medium Jumbo Bünden und weißen Punkt-Positionseinlagen. Skunk Stripe aus Nussbaumholz am Rücken (bei aufgeleimtem Griffbrett eigentlich nicht nötig – standardisierte Produktion). Zugriff auf Halsstab vom Kopf her. Große Kopfplatte mit „Transition“-Logo und Standard-Cast/Sealed-Mechaniken.

Die Saiten schwingen zwischen dem Sattel aus syntheti­schem Knochen und der 6-Saddle-Strings-Through-Body-Strat-Hardtail-Bridge mit gebogenen Saitenreitern aus Stahl in einer Mensurlänge von 610 mm.

6-Saddle String Through Body Strat Hardtail Bridge (Bild: Dieter Stork)

Auf ein drei-lagiges Mint-Green-Schlagbrett montiert, finden wir zwei schräg gesetzte Mustang-Singlecoil-Pickups in weißen Kappen. Master Volume und Master Tone auf kurzer Metallplatte mit Anschlussbuchse plus vorn unten auf das Schlagbrett gesetzten 3-Position-Toggle (anstelle der zwei früheren Schiebeschalter).

Der Korpus ist hochglänzend in Firemist Gold lackiert (Polyester), der Hals erhielt ein Satin Finish (Urethan). Alternativ ist die Gitarre auch noch in Sienna Sunburst und Sonic Blue zu haben. Überdies gibt es auch noch eine Mustang-Version mit zwei MP-90-Pickups.

Duo-Sonic: Korpus aus Erle, aufgeschraubter einteiliger Hals aus Ahorn mit schwarzen Dot-Griffbretteinlagen und Skunk Stripe aus Nussbaumholz am Rücken, C-Halsprofil, Griffbrettradius 9,5″,22 Medium-Jumbo-Bünde, kleine Kopfplatte mit „Spaghetti“-Logo und Standard-Cast/Sealed-Mechaniken. Sattel aus synthetischem Knochen, String-Through-Body-Strat-Hardtail-Bridge mit geboge­nen Saitenreitern, Mensur 610 mm.

Die komplett auf ein einlagi­ges Gold-Anodized-Pickguard montierte Elektrik umfasst zwei Duo-Sonic-Singlecoils mit weißen Kappen (Steg gerade, Hals, schräg angeordnet), Master-Volume- und Master-Tone-Regler, sowie den vorn unten auf das Schlagbrett positionierten 3-Wege-Schalter.

Der Korpus der Duo-Sonic ist in der Farbe Desert Sand hochglänzend deckend lackiert, ihr Halsrücken ist mit Satinlack, die Greiffläche mit Hochglanzlack versiegelt. Erhältlich ist das Modell auch in den Farben Tidepool und Seafoam Green. Es liegt auch noch eine Version mit HS-Pickup-Konfiguration vor, also Humbucker am Steg inklusive Split-Funktion.

KOMPAKT UND EIGEN

Diese speziellen Kurzhalsgiraffen haben ja doch ihren ganz eige­nen Charme. Natürlich standen sie wegen eingeschränkter Spiel- und Klangmöglichkeiten immer etwas hinter den großen Model­len zurück, die vor allem von solistisch orientierten Spielern mit Recht bevorzugt wurden und werden.

Strat und Tele machten also große Karriere, Jazzmaster und Jaguar taten sich da schon schwe­rer, gewannen aber wegen explodierender Preise der großen alten Modelle am Vintage-Markt zunehmend an Boden und selbst die ehemaligen Anfängergitarren mauserten sich.

Sie erlangten in alternativ musizierenden Kreisen sogar einen gewissen Kultsta­tus, da sie sich leicht spielten, ja durchaus auch anders klangen und man mit ihnen – Kurt ahead – dem etablierten Musikbetrieb irgendwie auch den Mittelfinger zeigen konnte. Schauen wir also mal, was die aktuellen Auflagen dieser viel zu oft auch als Girls’ Guitars geschmähten Kurzhalsmodelle zu leisten vermögen: …

Produkt: Fender Stratocaster
Fender Stratocaster
Die 15 legendärsten Fender Stratocaster im Gitarre & Bass-Test! Hol dir das kostenlose Special!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte dich auch interessieren