Produkt: Treble Booster im Test
Treble Booster im Test
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G.A.S.-Pedal

Test: Ernie Ball VP Jr. Tuner

(Bild: Dieter Stork)

Das bekannteste unter den passiven Volume-Pedalen dürfte das von Ernie Ball sein. Mit seinem massiven Alugehäuse ist es nicht nur das Stabilste seiner Spezies, sondern dank langlebiger Kevlar-Schnur mit PVC-Ummantelung, Zugfeder und hochwertigem Poti garantiert es geschmeidigen geräuschlosen Pedallauf. Kürzlich hat die etwas verkleinerte Variante VP Jr. mit dem VP Jr. Tuner Zuwachs bekommen.

Über die stirnseitigen Anschlüsse In, Out, FX Send und FX Return lässt es sich zur Master-Volume- (post Effects) oder zur Gain-Kontrolle einsetzen (pre Effects). Betrieben wird es per externem DC9-18V/150mA-Netzteil. Die stirnseitige blaue Status-LED hätte sich Ernie Ball eigentlich sparen können, denn 1. sieht sie der User ohnehin nicht und 2. übernimmt das HD-Display diese Aufgabe zur Genüge.

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Highlights des VP Jr. Tuner sind neben der gewohnt präzisen Lautstärkeregelung der 51 x 87 mm große, mittig und leicht versenkt auf der strukturierten rutschhemmenden Oberfläche angeordnete HD-Touchscreen. Dieser ist nicht nur im Tuner-Betrieb aktiv, sondern zeigt auch die Lautstärkeeinstellungen des Pedals grafisch von 0-10 an, wobei jeder Skalenwert noch einmal in 5 LED-Stufen unterteilt ist.

(Bild: Dieter Stork)

Fährt man das Pedal in eine Position unterhalb von 1, tritt das bordeigene Stimmgerät in Aktion. Das Gitarrensignal verstummt jedoch erst dann vollständig, wenn die Pedalwippe den Fersenanschlag erreicht hat. Neben den Betriebsarten Volume + Tuner, Volume Only und Tuner Only kann die Referenzstimmung schrittweise von 432-447 Hz variiert werden.

Zum Ändern der Settings muss die interne Sicherung aufgehoben werden (unlock). Dazu hält man das links unten im Display abgebildete Schloss einige Sekunden gedrückt und bestätigt die Eingabe. Durch Doppeltippen auf die obere Display-Hälfte erreicht man den erwähnten Menue Mode, zweimaliges Tippen auf die untere Hälfte aktiviert den Pitch Screen, wo die Referenzfrequenz gewählt wird. Abschließend können die Settings wieder gesichert werden und bleiben auch nach Unterbrechen der Stromversorgung erhalten.

Während das Display im Volume+Tuner-Betrieb je nach Stellung des Pedals wechselweise den Ausgangspegel und den Tuner anzeigt, informiert es bei Volume Only ausschließlich über die Pegeleinstellung. In der Betriebsart Tuner Only arbeitet das Volume-Pedal weiterhin, während das Tuner Display dauerhaft aktiv ist.

Volume
Tuner

Die informative aber keineswegs überladene Anzeige gibt im Tuner Mode gleichzeitig Auskunft über Lock/Unlock, Referenzfrequenz, Stimmnote (Halbtöne mit #), Stimmlage (Oktave), Feinjustierung (+/- 50 Cent) sowie Flat und Sharp Tuning (Pfeilanzeigen). Verstimmungen (flat/sharp) signalisiert ein großes blau leuchtendes Feld, eine weiße virtuelle Nadel zeigt die aktuelle und das grün leuchtende Hauptfeld die korrekte Stimmung an. Drop- oder Capo-Tunings bietet das VP Jr. Tuner nicht.

Während das Volume-Pedal im Bereich von 1-8 gleichmäßig agiert, scheint die Regelkurve ab 8 etwas stärker anzusteigen und eignet sich damit bestens für Swell-Effekte. Die Qualitäten des Tuners liegen in seinem großen, leuchtstarken Display und breiten Kalibrierspektrum, vor allem aber in seiner ungemein entspannend agierenden Anzeige. Unbedingt sollte Ernie Ball diesen Tuner als separates Kompaktpedal anbieten! Lieferbar ist das Volume-Pedal in den Farben Silber, Schwarz, Weiß und Rot.

www.ernieball.de

Preis (UVP): ca. € 295

PLUS

● Konzept
● großes leuchtstarkes HD-Display
● Arbeitsweise des Tuners
● präzise Pegelanzeige
● geschmeidige und gleichmäßige Pegelkontrolle
● Verarbeitung
● Hand- & Fußhabung

(erschienen in Gitarre & Bass 11/2020)

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