Produkt: Testbericht: Yamaha SG1801PX Phil X Signature
Testbericht: Yamaha SG1801PX Phil X Signature
Die Yamaha SG1801PX Phil X Signature im Test von Gitarre & Bass!
Aus dem neuen Heft

Test: Diezel Amplification VHX

(Bild: Dieter Stork)

Diezel steht für Röhrenboliden moderner, aber dennoch alter Schule. Es sorgte daher für lautes Raunen im Wald der Amp- & Gitarristen-Gemeinde, als Peter Diezel seine neueste Schöpfung ankündigte – Röhrentechnik, aber mit digitalen Elementen. Ein potentieller Gamechanger für die ja ansonsten eher konservative Röhren-Amp-Landschaft?

Neben dem Great Old One, dem geschätzten Diezel VH4, der nunmehr seit über 26 Jahren das Flaggschiff in der Verstärkerflotte von Peter Diezel und Peter Stapfer darstellt, ist sicher­lich der Diezel Herbert das zweite große Aushän­geschild, und bisher schien es so, als würde die Qualität der Produkte aus Bad Steben auf diesem Zenit stagnieren, denn fast alle neueren Diezel-Verstärker sind zwar keineswegs schlechter als diese beiden Boliden, aber eben auch nicht objektiv besser, vielseitiger oder musikalischer. Sie sind allesamt eher Varianten des bereits bekannten aber eben auch sehr beliebten Diezel-Sounds.

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Eingefleischte und langjährige Diezel-User sind sich scheinbar weitestgehend einig – es ist tatsächlich gar nicht so einfach, überhaupt einen Gitarrenverstärker zu finden, der in derselben Liga spielt, wie ein VH4, wenn es um pragmatische Belange im Sound-Design geht. Genau jetzt wird es aber spannend, denn Peter Diezel hat unlängst sein neues Flagship-Model, den Diezel VHX, fertiggestellt.

Das Konzept zu diesem Verstärker ist mindestens fünf, sechs Jahre alt, denn schon damals hat Peter im Freundeskreis eine kleine, repräsentative Umfrage gemacht, um herauszufinden, welche Kanäle, Schalter und Optionen an Verstärkern von seinen Stammkunden, Endorsern und Freunden wirklich genutzt werden. Die Liste war lang. So lang, dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass diese Feature- Schlacht irgendwann einmal Realität in Form eines neuen Produktes werden würde. Ich muss zugeben, ich habe mich geirrt.

KONZEPT

Der VHX ist selbstverständlich, wie alle anderen Diezel Amps, ein echter Röhrenverstärker. Zusätzlich befindet sich allerdings ein moderner Prozessor mit enormer Rechenleistung und vor allem sehr hoher dynamischer Auflösung und extrem niedriger Latenz im Signalweg, der eben nicht nur Speicherplätze für eine Handvoll Sounds zur Verfügung stellt.

Die aktuellen Features sind sowohl prozessorgesteuerte Effekte, speicherbare Potiwerte für jeden Kanal, zwei serielle, schaltbare Einschleifwege, Bright und Gain-Structure-Switches, Mid Cut, Deep und Presence pro Preset speicherbar, ein dritter, ebenfalls schalt­barer Einschleifweg (allerdings vor der Vorstufe, um zum Beispiel den Lieblings-Tube-Screamer oder einen Fortin-33-Booster einschleifen zu können), ein Stimmgerät, ein Noisegate und etliche digitale Effekte, sowie eine Bluetooth-Antenne für eine mögliche iPad-App oder ähnliches, als auch eine USB-Schnittstelle sowie eine umfangreiche Midi-Anbindung. Einzig die ursprünglich gewünschte, eingebaute Kaffeemaschine fehlt.

BEDIENELEMENTE

Beim Layout der Frontplatte des VHX fällt neben dem sehr gut ablesbaren Farbdisplay auf, dass es eigentlich nur zwei, für Diezel typische, diagonal verlaufende Regler-Reihen gibt. Diese jeweils fünf Regler links und rechts des Displays sind gerasterte Endlos-Potis, deren Einstellungen in den bis zu 99 Presets des Verstärkers abgespeichert werden können. Zu diesen zehn Hotkey-artigen Reglern gesellen sich ein weiterer Preset-Wahl-Regler oben links neben dem Instrumenteneingang und den Send- und Return-Buchsen des Pre-Loop, sowie On/Off- und Standby-Schalter, als auch ein analoger Master-Volume-Regler, der im Gegensatz zu allen anderen Potiwerten nicht abspeicherbar ist.

Die vorderseitigen Anschlüsse für Gitarre und Pre Loop werden auf der Rückseite um einige Möglichkeiten ergänzt. (Bild: Dieter Stork)

Rückseitig finden wir fünf Lautsprecherausgangsbuchsen, wie man es schon von VH4, Hagen, Herbert und Co. kennt: jeweils zweimal 4 und 8 Ohm und einen 16-Ohm-Ausgang. Direkt daneben befinden sich die Send- und Return-Buchsen von gleich zwei seriellen Einschleifwegen, die pro Preset ebenso abspeicherbar sind, wie der frontseitige Pre-Loop. Neu für ein Diezel-Produkt ist die Headphones-Out-Klinkenbuchse, an der das Signal des symetrischen XLR-Recording-Out parallel zu diesem ausgegeben wird.

Ebenfalls neu ist die eingebaute…

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