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PAF-Vergleichstest: WCR Goodwoods

WCR Goodwoods
FOTO: Udo Pipper

Jim Wagner und seine Firma WCR (Wagner Coil Rewind) sind in den USA längst kein Geheimtipp mehr. Er gehört neben Seymour Duncan oder Lindy Fralin bereits in die Riege der Pickup-Gurus. Natürlich wickelt er alle Pickups selbst in Handarbeit und geht mit Engelsgeduld auf individuelle Kundenwünsche ein. Wagner hat das Unternehmen PAF-Replika aufgrund der starken Unterschiedlichkeit der Vorbilder längst zu den Akten gelegt. Seine Modelle beruhen jeweils auf bestimmten Aufnahmen, die Les-Paul-Klänge „mit großem Ruhm“ hervorbrachten. Diese speziellen Sounds sollen möglichst authentisch nachgeformt werden. Ein Ansatz, der sein Konzept wirklich einmalig macht.

Die Goodwoods sind seine „Allround-Interpretation“, obwohl er einräumt: Die Goodwoods sind wie PAFs, nur von allem etwas mehr. Und damit hat er Recht. Sie klingen etwa so kräftig wie die 57 Classics von Gibson, haben aber mehr Boden und Komplexität. Die Bässe tönen straffer und knackiger, die Tonentwicklung ist schneller und vor allem blumiger, die Höhen glatter und damit etwas schöner.

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Der Grundcharakter ist warm und rund, ideal zum Kompensieren von etwas zu hell klingenden Gitarren. Auch hören wir hier zum ersten Mal jenen sagenhaften „Bloom“, der plötzlich Klangfarben auffächert, die den Spieler dermaßen motivieren können, dass man glaubt, die Gitarre spielt mit dem Gitarristen und nicht umgekehrt. Jim Wagner hat leider noch keinen deutschen Vertrieb, so dass man die Pickups direkt in USA bestellen muss. Das wird sich vermutlich bald ändern. Eine gelungene Interpretation, die noch runder und wärmer als das Original klingt.

  • Ausführung: einadrig mit getrennter Schirmung

>>> Zum großen PAF-Vergleichstest geht’s hier entlang! 

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