Lagebericht zur Debatte

Fender-Stratocaster-Urteil: Kein Grund zur Panik?

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(Bild: Dieter Stork)

Es gibt Diskussionen in der Gitarrenwelt, bei denen sich die Lager innerhalb von 24 Stunden einbetonieren. Die aktuelle dreht sich um Fender, die Stratocaster, ein Urteil aus Düsseldorf – und die Frage, wem die wohl bekannteste Korpusform der E-Gitarre gehört.

Kurz zur Faktenlage: Das Landgericht Düsseldorf hat am 22. Dezember 2025 per Versäumnisurteil entschieden, dass der Korpus der Stratocaster in Deutschland urheberrechtlich als Werk der angewandten Kunst geschützt ist. Beklagt war ein chinesischer AliExpress-Anbieter, der sich nicht verteidigt hatte. Weil das Urteil im Ausland vollstreckt werden sollte, musste es nach § 313b ZPO ausführlich begründet werden – was es nach außen wuchtiger wirken lässt, als es prozessual ist: Das Gericht hat ausschließlich Fenders unwidersprochenen Vortrag geprüft, ob er schlüssig ist. Auf dieser Basis verschickt die Kanzlei Bird & Bird seit Frühjahr 2026 Cease-and-Desist-Schreiben, also Abmahnungen, an Hersteller Strat-ähnlicher Gitarren weltweit – inklusive Rückruf- und Vernichtungsforderungen.

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Und dann passiert das, was immer passiert: Internet. Plötzlich stehen wir knietief in Kommentaren, in denen die „Pre-Lawsuit-Era“ beschworen wird, Japan-Retrospektiven aufploppen, Halbwissen und Fachwissen sich liebevoll ineinander verhaken – und irgendwo dazwischen die ganz große Frage: Dürfen wir jetzt alle keine Strats mehr spielen? Kurze Antwort: doch. Lange Antwort: auch doch.

Was dabei gerne untergeht: Fender ist nach deutschem Recht lediglich Inhaberin der Verwertungsrechte – nicht Urheberin. Eine juristische Person kann nach deutschem Recht ohnehin nicht Urheber sein. Im Verfahren wurde der Korpus als Schöpfung Leo Fenders allein behandelt – obwohl Fenders eigene Historie Freddie Tavares, Rex Gallion und George Fullerton als wichtige Beteiligte nennt. Und: Leo Fender war erklärtermaßen Tüftler und Praktiker, kein Künstler. Das Gericht beschreibt seinen Korpus im Urteil als Werk, das Assoziationen an „einen weiblichen Rumpf bestehend aus Hüfte, Taille und Armen“ wecke, dessen linkes Horn „erinnernd an einen Arm“ nach etwas Fernem greife, und die Gitarre neige sich „wie eine zur Seite geneigte Tänzerin“ leicht nach rechts. Ob Leo Fender das so gedacht hat … ?

Ron Bienstock, der Fender 2009 im US-Trademark-Verfahren bereits erfolgreich gegenüberstand, ist inzwischen wieder im Spiel. Er weist unter anderem darauf hin, dass Bird & Bird in ihrem eigenen Schreiben das chinesische Modell aus dem Düsseldorfer Verfahren offenbar mit einer echten Fender Strat verwechselt habe – sofern sich das bestätigt, ein bezeichnendes Detail.

Niemand muss übrigens Identkopien und Fakes verteidigen – dass Fender gegen offensichtliche 1:1-Plagiate vorgeht, ist nachvollziehbar. Die Frage ist nur, wie weit sich das tragen lässt.

Für alle, die eine S-Style-Gitarre besitzen oder kaufen möchten: kein Grund zur Panik. Legal verkaufte Instrumente gehören ihren Käufern. Und es wurde wohl mittlerweile klargestellt, dass Doublecut-Designs grundsätzlich weiter zulässig bleiben, solange sie sich hinreichend von der Strat unterscheiden. Ob sich aus einem Versäumnisurteil gegen einen chinesischen AliExpress-Anbieter ein flächendeckender Anspruch gegen die gewachsene S-Style-Welt ableiten lässt, steht auf einem ganz anderen Blatt. Nicht jeder Aufreger-Post bildet die Sachlage seriös ab – weder die euphorische Variante („endlich Schluss mit Plagiaten“) noch die alarmistische („Ende aller Strat-ähnlichen Gitarren“). Beides geht an der Realität vorbei. Pferde ruhig halten. Wir berichten weiter.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Schön, dass ihr das Thema endlich aufnehmt. Ich suche bereits seit Tagen nach einem kleinen, lokalen Instrumentenbauer, der alternative Stratocaster-ähnliche Gitarren baut. Was Fender immer noch davor rettet, mein Gitarren-Portfolio umzuschichten: niemand baut so schöne Kopfplatten wie sie.

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    1. Realguitars, Leverkusen, kann ich nur empfehlen

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    2. Hallo Dominik,da wirst du wohl aktuell kaum noch Jemanden finden,der nun zukünftig weiterhin noch Strat-ähnliche Nachbauten nach Wunsch anfertigt. Und dieses Thema polarisiert die aktiv orientierten Menschen ja z. Zt. so stark,daß ich vermute,daß der allgemeine Hang nach Strats weiterhin verblassen wird. Eigentlich schade,und obendrein eine ehemalig bedeutende Ära,die sich nun jedoch anscheinend alsbald verabschieden darf. Mein Tipp: Desweiteren existieren bei einem kleinen deutschen Gitarrenbauer momentan noch einige wenige Gitarren in Formgestaltung eines hochwertigen Stratocaster-Nachbaus. Leider darf ich dir hier die aktuelle Adresse des einheimisch regionalen Guitar-Luthiers nicht nennen,dies tut mir sehr leid. „Vielleicht“ durchsuchst du aber einfach mal das globale Internet nach derzeitigen Gitarrenbauern,die noch derartige,bereits fertiggestellte Gitarren zu moderaten Preisen ab 1.ooo,-€ (auch Lefthand-Versionen!) anbieten. Zu 1oo% in reiner Handarbeit (ohne CNC-Fräse!) und bester Hardware.-sowie guten Hölzern gebaut. 😉 Und am besten direkt vor Ort antesten und dann evtl. kaufen. Alles Gute! Viel Glück! 🍀Viele Grüße aus Brandenburg/Landkreis Oberhavel.

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      1. Instrumentenbauer hier! Dein Kommentar ist, in Teilen, eine falsche Tatsachenbehauptung. Ist es ein Kundenwunsch, darf ich alles bauen. 1:1 Kopien, Replikas – einfach alles! Ich hab mich rechtlich beraten lassen. Wobei eine gezielte Recherche das gleiche Ergebnis liefert.

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    3. Dann sollte Fender mal besser nachdenken, welche Konsequenzen es hat, diese Kanzelei mit dieser unverschämten und absurden Abmahnungswelle zu beauftragen.
      Als Werbemaßnahme für ihr eigenes “Kunstwerk” und ihr Unternehmen im Allgemeinen taugt es sicherlich nicht.

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      1. ich kann es nicht nachvollziehen das die Welt sich über Fender aufregt. Es gibt gute Kopien. Ja. Allerdings auch Kopien um 150 Euro die absoluter Schrott sind und so mit den Ruf Fender schädigen. Und sollte das alles tatsächlich kommen das alle Kopien nicht mehr verkauft werden dürfen wäre das ein Chance das Fender wirklich anfängt im Squier Programm richtig gute Gitarren anbietet und kein na ja geht. Auch USA Modelle müssen top werden und es besteht die Möglichkeit das die Stratocaster Modelle im Preis fallen. Die Preise für Gitarren Made USA sind seit einigen Jahren überteuert. Es gibt Hersteller die top Kopien bauen für um 4-5000 Euro. Das ist für mich nicht nachvollziehbar. Dieser Markt geht bald kaputt wenn die Regierungungen weiter die Bürger in die Armut treiben. Oder auch Firmen pleite gehen bzw. aufgeben. Es gibt einen großen Händler in Deutschland der schon seit Jahren dafür verantwortlich ist das das Musikgeschäft in vielen Städten aufgeben musste oder pleite ging. Denn die Preise die der große vorgab konnten andere nicht umsetzen. Größere Geschäfte gelten diesen Preiskampf nicht stand. Sehr unbeliebt machte sich der große im Musikalienhandel. So er ist der größte in Europa? Er bekam natürlich alle Instrumente im Einkauf günstiger als die kleineren. Internet shopping tat sein restliches dazu. FRAGE : WER HAT DA EINEN BOYKOTT AUSGERUFEN? Niemand. Nun macht Fender von seinen Rechten Gebrauch. Die Welt ist nicht mehr die selbe wie vor 5 Jahren. Geld und Macht spielen due größte Rolle. Viele kleine Firmen gingen und gehen kaputt. Tendenz steigend. Arbeitslosigkeit steigt. ich sehe das hier alles als normaler Werdegang der Firma Fender. Darfst du heute anfangen einen Golf nachzubauen Kopieren in Serie? Wohl kaum.

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        1. Da der Golf vier Räder hat ist dies laut Fender schon eine illegale Kopie des ersten Benz. Der hatte nämlich sein Auto aus künstlerischen Gründen mit vier Rädern ausgerüstet um auf die vier Jahreszeiten anzuspielen. Also müssen alle Golfhändler die verkauften Exemplare zurückrufen und nachweislich vernichten.
          Nur weil eine Gitarre ein abgerundeten Body hat um den Gurtpin zu befestigen und das Spielen in hohen Lagen zu ermöglichen ist das noch keine Kopie.
          Erst nachdenken, dann kommentieren.

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          1. der erste Benz hatte nur drei Räder….
            … Gottlieb Daimler war der Künstler, der das 4. Rad am Wagen erfunden hat :-))

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      2. Genau meine Meinung !!!

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      3. Egal wie diese Juristisch Aktion von Fender auch gemeint war , unter den Strich haben die sich selber massiv geschadet

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    4. Fender und SCHÖNE KOPFPLATTEN?! 😀 Die sind mit ihrem unförmigen Knubbel so gerade schöner als JamesJamesJames TylerTylerTyler. Schönheit liegt zwar im Auge des Betrachters, aber es gibt ja trotzdem Linienführung und goldenen Schnitt…

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      1. Die große Stratocaster-Kopfplatte finde ich genial. Ich habe mir für meine Patchwork-Strat sogar ein Paddle-Hals gekauft und diese Kopfplatte sehr ähnlich nachgeschnitzt.

        Der goldene Schnitt wurde von Fender bei dieser Kopfplatte übrigens über die Länge sowie über die Breite angewendet. OK, so etwas kann auch aus versehen passieren. Aber dass die Proportionen richtig sitzen, merkt man, sobald man etwas an dieser Form verändert.

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    5. Real Guitars Leverkusen. Echter Custom Shop!!!

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    6. Was immer noch eine legale Alternative sein könnte: Warmoth USA bietet Fender licensed Necks und Bodies, und zwar in allen erdenklichen Ausführungen. So kann man sich eine Gitarre zusammenstellen, die ein für die eigenen Hände und klanglichen Vorstellungen optimal angepasstes Werkzeug ist. Hälse von dünn bis dick, breit bis schmal, diverse Halsprofile oder conversion für LP Mensur auf S oder T Style Gitarren, die mit Bundierung letztlich nur in etwa so viel kosten, wie hierzulande eine Bundierung allein. Bodies in vielen Holzarten, nach Gewicht auswählbar, Routing nach Wunsch. Ich habe eine F Clapton Strat, deren Hals mir nicht gefiel und habe ihn gegen einen gebrauchten Warmoth mit 6105 SS getauscht, da ging die Sonne auf. Die Teile kann man natürlich auch durch einen lokalen Gitarrenbauer zusammenbauen lassen (oder selbst schrauben, ist gar nicht so schwer und macht Spass).

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    7. Man könnte mit dem Gitarrenbauer vereinbaren, dass man das gute Stück unter Anleitung selbst gebaut hat und er nur für die Beschaffung des Materials verantwortlich zeichnet. Dann kommt noch das eigene Decal auf die Kopfplatte, und schwupps ist es, weil nur für den Eigenbedarf und nicht für den Handel bestimmt, vom Urheberrecht befreit. Man kann auch andere vom Urheberrecht geschützte Produkte herstellen, wenn kein Veräußerungsgedanke dahinter steht. Theoretisch auch Kopien von berühmten Malern. >>>>
      Die Herstellung von urheberrechtlich geschützten Produkten für den Eigenbedarf ist unter strengen Auflagen des § 53 UrhG (Privatkopieschranke) erlaubt, gilt aber nicht für Unternehmen.
      Private Vervielfältigung (Natürliche Personen)
      Erlaubnis: Natürliche Personen dürfen geschützte Werke für den privaten Gebrauch vervielfältigen, solange dies nicht unmittelbar oder mittelbar Erwerbszwecken dient.
      Umfang: Es dürfen nur so viele Kopien angefertigt werden, wie für den privaten Zweck notwendig sind. Nach älterer Rechtsprechung (BGH) sind dies maximal sieben Kopien.
      Einschränkungen: Es dürfen keine technisch geschützten Werke (z. B. durch DRM) ohne Erlaubnis kopiert werden. <<<

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    8. Es gibt eine Gitarrenbauwerkstatt in Wuppertal mit Strat-ähnlichen Gitarren. Die kleine Firma heißt “Delago”. Eine Gitarre von denen kostet ungefähr 1999 Euro. LG Karl

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    9. Kauf dir die benötigten Komponenten einzeln, es gibt doch so viele Anbieter. Auf diese Weise erhälst du dein Wunschinstrument quasi aus eigenen Händen, sofern du dir einen fachmännischen Zusammenbau zutraust, oder lass die Teile von einem Gitarrenbauer deiner Wahl montieren. Das kommt dich in jedem Fall günstiger als eine Custom-Anfertigung.

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  2. Bei all der Aufregung geht irgendwie unter, dass die besagte Silhouette der Strat ja ursprünglich vom Precision Bass kommt, wenn ich mich nicht irre. War die Entwicklungschronologie nicht Esquire/Tele – Preci – Strat? War der Bass dann der Vortänzer?
    Nur mal so nebenbei…

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  3. Vielen Dank für den objektiven Zwischenbericht bezüglich der Thematik um den Fender Korpus Gerichtsbeschluss. Zwar gibt es hier offensichtlich leider auch noch nichts brandaktuell Neues zu berichten,aber trotzdem danke,daß auch ihr euch von der G&B-Redaktion diesem doch extrem brisanten Thema endlich angenommen habt. Eigentlich sind momentan zumindest eben noch keine weiteren Neuigkeiten bekannt. Abwarten ist ja durchaus angebracht,jedoch sind etliche Leute,die direkt oder zumindest indirekt von diesem Problem betroffen sind,total verunsichert. Schließlich geht es doch um hohe Geldsummen und die,-man kann es derzeit überhaupt nicht fassen,-um die geforderte Zerstörung sämtlicher Nachbauten,bzw. vieler Plagiate,die zumindest einen Korpusumriß einer Fender-Stratocaster besitzen. Also,ist demnach gegenwärtig noch alles offen,und weiterhin ungeklärt. Nervig ist es allemal,und das Image ist bei Fender offensichtlich sowieso dauerhaft total ruiniert,egal,wie auch immer die neuesten Entscheidungen hierzu ausfallen werden.

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  4. endlich geht mal jemand gegen diese Produktpiraterie vor, ich sag nur BRAVO FENDER, weiter so!!

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    1. Da bist du weltweit wohl der einzige Beführworter dieser paradoxen Aktion! Aber in Wahrheit verbuchte dieser nun sehr unbeliebt gewordene Fender Konzern seit Jahren garantiert finanzielle Einbußen,und obendrein drängten einfach mal qualitativ viel bessere und bedeutend günstigere Strat-Nachbauten aus Asien und Europa auf den heiß umkämpften Gitarrenmarkt! Das ist die Realität! Ich war beispielsweise doch höchst unangenehm darüber erstaunt,wie schlampig und mit etlichen Lackfehlern versehene Original Fender Mexico/Ensenada Strats in den Verkauf landeten. Da orientierten sich zweifellos nicht wenige ehemalige Fender Käufer an ganz andere Konkurrenten,wie in erster Linie HENRY‘S,Harley Benton,Jet,u.s.w. Nur die naiven Fender Kunden schwören vermutlich weiterhin auf die faktisch qualitativ schlechteren und merklich teureren Fender Stratocaster Gitarren,deren angeblich „neue“ Modellvarianten sich stets und ständig wiederholten. Fender hin oder her,dieser Konzern hat bereits sämtliche Sympathie und Freude an seinen Strats unwiederbringlich verspielt! Ich kaufe jedenfalls gar nichts mehr von diesem unliebsamen Konzern mit dem Firmensitz in den U.S.A. Die Mehrzahl der Leute sind wirklich restlos „bedient“ und total angwiedert von Fender. Was ja aufgrund dieser Tatsache nicht zu verdenken ist! Auch so könnte ein ehemaliger Riesen-Konzern für immer in der Versenkung verschwinden,denn auch potentiell wohlhabende Gitarristen verzeihen solche groben Fehler heutzutage nicht mehr.

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      1. Wenn jemand ein per Forschung&Entwicklung aufwendig gestaltetes Produkt einfach nur abkupfert und 1:1 nachbaut, sehe ich das durchaus problematisch. Man stelle sich vor, der 911 Porsche, als er noch in seiner Urform ikonisch daherkam, wäre von asiatischen Autobauern einfach komplett kopiert worden? Oder abstrakter: professionelle Verwerter/Merchandiser übernehmen vorhandene Motive (ob als Melodien, Texte, Bilder, Formen oder dezidierte Inhalte) und bringen solche gewinnbringend mittels Massenfertigung auf den Markt. Wir müssen auch die Urheber schützen, die Erosion unserer westlichen Wirtschaft durch Plagiate unter Ausnutzung billiger Kostenfaktoren (Arbeiter, Standortkosten, Umweltstandards) ist schon viel zu weit fortgeschritten und vermutlich auf lange Zeit unumkehrbar.

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    2. Ay , wenn ich diese ganzen Kommentare hier so durchlese und dann auch noch jemand ( Peter ) meint : Bravo weiter so …muss ich fragen ist das lobenswert ein Fass aufzumachen und Millionen zu verschwenden wegen sogenannter Produktpiraterie die seit Anbeginn der Menschheit existiert und dazu geführt hat dass sich Vielfalt und Forschung etablieren konnte? Sind wir so kleingeistig geblieben uns über die Kirschen aus Nachbars Garten vor Gericht streiten zu müssen und hat uns die Gier nach Geld schon so verblödet,dass wir vergessen haben was der eigentliche Sinn eines Instruments ist, nämlich Freude zu machen und diese auch weiterzugeben egal welcher Name drauf steht?

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      1. Einigen Argumenten stimme ich zu, aber inwiefern Produktpiraterie und Kopieren zu mehr Vielfalt führen soll, verstehe ich nicht. Abkupfern sorgt doch dafür dass vieles gleich aussieht. Hersteller, die eigene Designs entwickeln, schaffen Vielfalt und Innovation.

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  5. Dann sollte Fender mal besser nachdenken, welche Konsequenzen es hat, diese Kanzelei mit dieser unverschämten und absurden Abmahnungswelle zu beauftragen.
    Als Werbemaßnahme für ihr eigenes “Kunstwerk” und ihr Unternehmen im Allgemeinen taugt es sicherlich nicht.

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  6. Es wird für den Fender Konzern garantiert sehr eng werden,und damit nie wieder so sein,wie es vor diesem aggressiven Warenkrieg einmal war. Paradox ist das Ganze,weil Fender so extrem massiv gegen alle Stratbody-Nachahmer vorgeht,-einschließlich dem vermutlich einstigen Fender Großhandel in Eiropa,-sowie sämtlichen Käufern von Plagiaten! Das Vertrauen und die Kauflust zu Fender wird merklich einbrechen. Als Resultat daraus,werden andere Gitarrenfabrikanten ihre Instrumente global deutlich besser mit hohen Gewinnmargen verkaufen können. Ein echtes Dilemma,aus dem der einstige Gitarren-Gigant nie wieder heraustreten kann. Vielleicht aber auch sogar der endgültige „Todesstoß“ für diesen Konzern. Getreu dem Leitsatz: „ist der Ruf erst ruiniert,ist der Absturz garantiert.“ Dieses Thema werden weltweit enorm viele Leute weiterverfolgen,das ist sicher.

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    1. Weltweit enorm viele? Ganz bestimmt nicht. Da regen sich bestenfalls die Leute in Foren (und selbst da sind die “Fronten” nicht so einheitlich, wie mancher Hater das gerne darstellt) drüber auf. Man mag es kaum glauben, aber das stellt mitnichten die Mehrheit dar. Die meisten Leute kriegen davon nichts mit, schon gar nicht zukünftige Käufer, die heute noch nichts mit Musik zu tun haben.

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    2. Vertreibst du selbst Plagiate? Fänd ich dann auch doof! 😎

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      1. Also,gut gemachte „Plagiate“ sind mir dann doch viel lieber,als dermaßen überteuerte,total langweilige,und zudem qualitativ miese Original Strats ohne jedes Set-up! Es geht immer etwas besser und preisgerechter! Ich spiele seit Jahrzehnten ausschließlich E.-Gitarren der Marken Ibanez und Yamaha,-da stimmt die Qualität und der faire Preis!!!

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        1. Jo, hab ich auch, 70er und 80er Ibanez und Yamahas und einige Originale. Allesamt tolle Instrumente. Und nun? Die beiden Mitbewerber haben es damals ja auch zu Eigenständigkeit gebracht. Ich rede von Plagiaten, nicht S-Typen und Jaromirs Kommas und Rechtschreibung ließen in mir den Gedanken keimen, er sei vllt selbst an der Quelle des plagiierenden Versandhändlers zu verorten. Es klang alles so „weltanschaulich“. Naja, muss ich wohl paranoid sein, wir lassen uns ja sonst auch nicht veräppeln 😉

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    3. Mir egal… Dann kauf ich mir halt ne Ibanez AZ. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist sowieso besser.

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    4. Thomann soll Fender einfach kaufen.
      Dann ist Ruhe im juristischen Tunnel !

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      1. 😁 vorher noch Bieterstreit mit Uli Behringer und dann Kartellaufsicht!

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  7. … entspricht in etwa der Kommentierung auf GUITARMANIACS. de “FENDER-Gate – FENDER gegen alle – to be continued”. Fazit – abwarten.

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  8. Der Gitarrenbauer Gregor Olbrich hat unter der Bezeichnung Thorndal sehr schöne und handwerklich erstklassige S Style Gitarren auf Custom Shop Niveau gebaut. Bereits vor vielen Jahren wurde er von Fender verklagt verbunden mit einer hohen Schadenersatz Zahlung . Das hat diesen Gitarrenbauer finanziell fast komplett ruiniert. Gott sei Dank hat er sich nach Jahren wieder davon erholt und baut weiterhin gute Gitarren, aber weit entfernt vom S-Style Design. Also statt F**** Masterbuilt zu kaufen besser vorher die hiesige Gitarrenbauer-Szene in die Kaufüberlegungen mit einbeziehen.

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    1. Bei Gregor´s S-Styles war damals halt die Kopfplatte das Problem welche eins zu eins kopiert wurde obwohl diese damals schon rechtlich geschützt war. Wenn das dann auch noch im öffentlich rechtlichem Fernsehen mit Glanz und Gloria dokumentiert wird muss man sich nicht wundern wenn die Fender Anwälte dann auf der Matte stehen…..

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  9. Aktuell von der amerikanischen Zeitschrift Guitar World entnommen:

    Fender hat nun erstmals öffentlich zu seiner Cease-and-Desist-Strategie Stellung genommen. Die Botschaft lautet sinngemäss:

    Fender will nicht alle Double-Cut- oder Two-Horn-Gitarren angreifen. Ziel seien nur Gitarren, die das exakte Stratocaster-Design sehr nahe oder vollständig kopieren.

    Das ist wichtig, weil viele in der Gitarren-Community befürchtet hatten, Fender wolle pauschal gegen alle S-Style-Gitarren oder alle doppelhörnigen Gitarren vorgehen.

    Was Fender konkret sagt:

    Fender erklärt, dass es nicht um alle Gitarren mit zwei Hörnern oder Double-Cutaway-Form geht. Solche Gitarren seien grundsätzlich weiterhin unproblematisch, solange sie sich klar genug von der Stratocaster unterscheiden. Drittanbieter dürften also weiterhin Gitarren bauen, die eine ähnliche Grundidee haben, aber nicht wie direkte Stratocaster-Klone wirken.

    Die zentrale Aussage von Fender beziehungsweise Bird & Bird lautet sinngemäss:

    Alle dürfen weiterhin Double-Cutaway- oder Two-Horn-E-Gitarren herstellen und verkaufen, sofern sie ausreichend anders gestaltet sind als eine Fender Stratocaster.

    Es geht eher um das Gesamt-Design, nicht nur um die Korpusform

    Interessant ist, dass Fender den Fokus offenbar etwas verschiebt. Es geht nicht nur um die reine Korpusform, sondern um das gesamte Stratocaster-Design. Guitar World weist darauf hin, dass dazu möglicherweise auch Dinge wie Pickguard-Form, Kontrolllayout und andere typische Strat-Elemente gehören könnten. Fender selbst sagt aber nicht ganz genau, welche Merkmale im Detail entscheidend sind.

    Das ist ein wichtiger Punkt: Fender versucht offenbar, die Debatte weg von “jede S-Style-Form ist verboten” hin zu “direkte Stratocaster-Klone sind problematisch” zu lenken.

    Keine Massenvernichtung von Gitarren geplant:

    Ein weiterer wichtiger Abschnitt: Fender dementiert oder relativiert die Sorge, dass man massenhaft Lagerbestände vernichten lassen wolle.

    Laut Fender sei das Ziel, mit den betroffenen Firmen praktische Lösungen zu finden. Wo Firmen kooperieren, seien Übergangsfristen, Auslaufphasen oder Zugeständnisse bei Geldforderungen möglich. Vernichtung von Inventar sei laut Fender nicht das Ziel, sondern ein rechtliches Mittel für Fälle, in denen eine mutmassliche Verletzung weitergeführt werde und keine Bereitschaft zur Lösung bestehe.

    Kurz gesagt:
    Fender versucht jetzt, die Eskalation kommunikativ abzumildern.

    Gespräche laufen bereits im Hintergrund:

    Fender bestätigt laut Guitar World, dass bereits Gespräche mit mehreren betroffenen Firmen stattfinden. Einige Adressaten der ersten Schreiben hätten sich gemeldet und seien in Vergleichsgespräche eingestiegen. Die Grundlage dieser Gespräche sei offenbar, dass diese Firmen künftig keine Stratocaster-Klone mehr herstellen oder verkaufen.

    Das bedeutet: Hinter den Kulissen passiert bereits etwas. Es ist also nicht nur PR, sondern es laufen offenbar konkrete Verhandlungen.

    Fender-CEO Edward “Bud” Cole sagt sinngemäss:

    Fender habe grossen Respekt vor der Gitarren-Community, unabhängigen Herstellern und der Kreativität der Branche. Gleichzeitig habe Fender die Verantwortung, ikonische Designs und die Markenidentität weltweit zu schützen. Man wolle konstruktiv mit Partnern und Firmen in der Branche umgehen und das Erbe der Marke schützen, ohne die Zukunft von Gitarrenbauern und Musikern zu beschädigen.

    Das ist eine klassische Deeskalationsbotschaft: Fender will nicht wie ein aggressiver Konzern wirken, sondern als Hüter der eigenen Markengeschichte.

    Neue Frist: 8. Juni

    Sehr wichtig: Bird & Bird hat die Frist für betroffene Firmen offenbar bis zum 8. Juni 2026 verlängert. Bis dahin sollen sie reagieren. Guitar World erwartet weitere Korrespondenz zwischen den Parteien.

    Das heisst: Der nächste wichtige Zeitpunkt ist nun 8. Juni 2026.

    Meine Einordnung:

    Das ist eindeutig eine kommunikative Schadensbegrenzung von Fender.

    Fender hat gemerkt, dass die Community den Schritt sehr negativ aufgenommen hat. Deshalb betont Fender jetzt:

    Nicht alle S-Style-Gitarren sind Ziel.
    Nicht alle Double-Cut-Gitarren sind Ziel.
    Man wolle keine Massenvernichtung.
    Man sei offen für Gespräche.
    Es gehe nur um sehr nahe Stratocaster-Klone.

    Trotzdem bleibt ein Problem: Fender sagt weiterhin nicht ganz klar, wo genau die Grenze verläuft. Was ist noch “ausreichend anders”? Reicht eine andere Kopfplatte? Ein anderes Pickguard? Eine leicht andere Korpusform? Ein anderes Kontrolllayout? Genau diese Unschärfe bleibt für Hersteller gefährlich.

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    1. Irgendwie total „lustig“ und enorm irreführend das Ganze! Das erinnert typisch (wie es vermuten lässt) an den dort in den Staaten zur Zeit regierenden Donald T. ,der anscheinend auch nicht immer so genau weiß,was er vor etwa 1 Stunde als wirres Statement an die Weltpresse mitgeteilt hatte. Da fällt doch auf,daß dieses besagte Land fast ausnahmslos von „unwahrscheinlich unberechenbaren Kreaturen“ bevölkert wird. Auweia,das grenzt ja schon an echten „Wahnsinn“. Oder ist der hausgemachte „Wahnsinn“ bereits überschritten? Dies wäre wirklich fatal! Wer bitte,soll denn Fender sein???- sorry,habe ich noch nie gehört! Eher doch den Slogan „Europe first!“ and „make Europe Great again.“ thank‘s a lot.

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  10. Die Forderungen Fenders werden nie und nimmer durchgehen. Das Landgericht ist ja nur dem blumigen “Frauenkörpermärchen” gefolgt, weil sich der chinesische Händler nicht “verteidigte” bzw. dem das Thema wahrscheinlich am Hintern vorbeigeht. Glorreiche Ideen wie z. B. die Forderung Fenders nach Herausgabe von Kundendaten dürften, zumindest in Deutschland, aufgrund der Datenschutzbestimmungen Wunschdenken bleiben. Abmahnungen an die Händler/Hersteller werden mit deren juristischer Wucht in der Hinterhand schnell vom Tisch sein und Fenders Suizid damit Fakt.
    Die Frage ist eigentlich was Fender damit erreichen will. Ich vermute mal eine monetäre Abgabe pro Instrument anderer Hersteller/Händler bei formaler Anlehnung an den “Frauenkörper” 😉

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    1. Ja,Dorni,so sehe ich das auch. Schließlich gibt es ja (noch) den Datenschutz und die Privatspähre in Deutschland. Ich finde,daß eine Gibson Les Paul Singlecut einem „Frauenkörper“ optisch gesehen bedeutend näher kommt,als der Korpus einer einfachen Strat. Fender stand bei mir persönlich eigentlich nie auf dem Zettel. Und nun ja noch weniger.

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      1. Da bin ich voll bei Dir. Bin selbst eingefleischter “Paula-Fan”, und die Form finde ich “erotischer” als die der Strat, wenn wir schon bei der Prosa sind 😉 Fender ist allgemein auch nicht so mein Ding.

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    2. Diese Experten haben wohl noch keine Jumbo Akustikgitarre gesehen. DAS nenne ich mal eine starke Assoziation an feminine Kurven! Was Fenders juristischen Rundumschlag betrifft, kann man sich ernsthaft fragen, ob Donald Trump bei denen im Vorstand sitzt. Der schießt ja auch bekanntlich gerne mit Kanonen auf Spatzen und was er heute großspurig vom Stapel lässt, wird schon morgen wieder zurückgenommen oder zumindest stark abgemildert. Denn Herr Trump möchte ja niemanden vernichten! Ihm geht es nur darum, Deals auszuhandeln. Und nach Fenders Ankündigung wird vermutlch auch vom großen F zurückgerudert, wenn man in der Chefetage erst mal die weltweiten Reaktionen und Kommentare zur Kenntnis genommen hat.

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  11. Das Ganze hat auch ganz besonders ein “Geschmäckle”, weil es NUR um Europa geht. In USA hat Fender dieses Forderungen im Rechtsstreit VERLOREN ! Die Strat gilt dort fortan als allgemeines Kulturgut und kann nicht geschützt werden. Außerdem hatte Fender über 70 Jahre Zeit dafür …
    Und es geht NICHT um Stratocaster Design im Prozess, sondern NUR um dem Korpus … und NUR in Europa. Sonstwo auf der Welt besonders in USA hat Fender KEIN Einfluß, wer solche Gitarren baut und verkauft.
    Es geht auch NICHT um Plagiate ( also mit gefälschtem Fender Logo ), das ist eh klar … da kann Fender natürlich mit Recht dagegen vorgehen.

    Fender will lediglich die Konkurrenz klein halten mit ein paar Tricks, weil sie leider schlechte Qualität anbieten. Dazu kommt noch, daß Fender extrem schlechte Konditionen für Händler anbietet … sowas wie entweder kauft ihr so und so viele Gitarren von Fender auf einen Schlag oder ihr bekommt keine von uns, wie auch die Preispolitik. Daher gibts hier und da auch schon Händler ( kleinere ), die genau deswegen KEINE Fenders im Angebot haben.

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    1. Jep…und genauso sieht´s aus!
      Ich besitze selbst eine Fender Tele und drei Fender Strats.
      Leztendlich ist das T…ismus😒und der Kunde entscheidet sowieso selbst, was als nächstes am Verstärker hängt.
      Schaun mer mal…die Globalisierung hat die Welt verändert, der
      Konzern tut sich langfristig damit keinen Gefallen.

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    2. Auf derselben Schiene fährt seit vielen Jahren auch Yamaha. Die Händlerkonditionen von Yamaha sind für die allermeisten Musikhäuser praktisch nicht zu erfüllen. Sie werden daher nicht beliefert, obwohl sie gerne – in weitaus geringeren Stückzahlen – Instrumente von Yamaha einkaufen würden.

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  12. Erinnert mich alles an die CITES/Riopalisander Diskussion. In Deutschland läuft sofort der moralische Bedenkenträgermotor heiß, während es in anderen Ländern der EU inkl GB keinen Interessiert.

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    1. …genau so ist es. Heute noch ein großer Aufreger, nächstes Jahr redet keiner mehr drüber. Und Fender verkauft natürlich weiter als ob nichts gewesen wäre.

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  13. Bin ich jetzt naiv, wenn ich mir tatsächlich die doch recht dreist kopierten Angebote von Alibaba und Temu anschaue dazu der Meinung bin, dass sehr vieles bis alles was dort angeboten wird, wirklich ne 1:1-Kopie sind ? Und ich einen Hersteller doch verstehen kann, dass das nicht sein Niveau ist und sich davon abheben möchte?

    Schaut Euch die Angebote dort mal an, ob eine ESP Snakeskin Explorer, PRS, Gibson alle Modelle, und noch viel mehr. Teilweise optisch nett anzusehen, qualitativ unklar aber eben nicht das Original und eben doch zu einem Spottpreis Angebote – dass man dagegen vorgeht, bekommt mein Verständnis. Auch mein Arbeitgeber hat mir China sehr viel zu tun und lässt die dortigen Produkte (Fahrzeuge) hierzulande nicht erscheinen, hat das Thema “geregelt”.

    Warum man Fender diese klare Intention gegen China und Internet-Plagiate krumm nimmt, verstehe ich nicht. Wenn es gegen kleine Anbieter mit gewisser Qualität und einem zu nahen Design geht, bin ich auch eher pro Gitarrenbauer, der sicher nicht auf ein Plagiat aus ist. Sondern ein sicher etabliertes Konzept mit einem Hauch eigener Note übernimmt. Aber diese Liebhaberei ist eben nicht Absicht der Alibaba-Anbieter und Angebote, da steht die volle Kopie im Vordergrund – und bestellt man sich so ein Teil, kannst Du ein wenig Glück haben, aber in der Regel bekommst Du schlechte Ware. Die per Urteil zu verteufeln, da sehe ich nichts Verwerfliches drin.

    Und um mehr geht es hier auch nicht, right ?! Wozu die Lagerbildung wieder, mitsamt heftigsten Diskussionen und Shitstorms ? Meine Meinung.

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    1. Du bist sicher nicht naiv, allerdings wäre das Vorgehen dagegen ein völlig anderes. Aliexpress, temu oder wie sie sich auch immer nennen wollen sind Plattformen für “Produktpiraten” die ihre 1:1-Kopien direkt an den Endkunden versenden. Der Zwischenhandel ist raus. Somit wäre der Zoll gefordert und zugleich überfordert. Der Rundumschlag von Fender ist anders gelagert, da hier dem Zwischenhändler/Hersteller, der definitiv keine 1:1-Kopien verkauft, ans Bein gepinkelt wird. Und mal ehrlich, derjenige der sich “Raubkopien” für einen schmalen Taler kauft ist kein potenzieller Kunde für’s Original. Er will sich kostengünstig “schmücken”. Somit entgeht dem Hersteller des Originals schon mal kein Umsatz. Ich gebe zu, ich habe auch ein “aliexpress-Teil”, aber damit stellst Du Dich nicht auf eine Bühne, dafür ist sie zu mies. Allenfalls im stillen Kämmerlein spielbar oder als Bastelobjekt zu missbrauchen. Rufschädigung für’s Original sehe ich auch nicht, denn jeder der etwas Vernünftiges möchte kauft das nicht, der Rest soll es kaufen wenn’s ihn glücklich macht. Zu meiner Ehrrettung muss ich sagen, dass ich über 90 Originale von günstig bis Custom-Shop besitze und eben nur eine 1:1-Kopie weil ich neugierig war.

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    2. Das finde ich nicht naiv, sondern sehr richtig und reflektiert!

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  14. Thema Fender ist für mich erledigt. Egal wie’s ausgeht.

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  15. Es ist schon höchst unfein was Fender sich geleistet hat. Aber bei aller Liebe zum Boykottaufruf. Muss ich eine neue Fender haben? Fender hat sich schon durch seine unsägliche Modellpolitik ins Knie geschossen. Eine low budget Fender ist m.E. keine Fender sondern nicht besser als der von Fender beklagte Fernostmist. Stammt wahrscheinlich aus demselben Werk.
    Wer unbedingt eine vernünftige Fender in seinem Fundus haben will sollte sich auf Musikerflohmärkten, Kleinanzeigen und sonstigen Plattformen umsehen. Die Generation die Fender im Fundus hat stirbt langsam aus (zu dieser Generation gehöre ich auch). Die jungen Musiker behalten vom Vater oder Opa eventuell eine Gitarre als Andenken, der Rest wird verkauft. Es stehen also genügend Instrumente auf dieser Welt zur Verfügung und dies nicht nur zu Mondpreisen.
    Ansonsten gilt für mich: Eine Gitarre sucht sich den Gitarristen aus, nicht umgekehrt. Also so lange Gitarren antesten bis man sein Instrument gefunden hat und dabei ist die Form ziemlich egal. Außerdem gilt nach wie vor: Es gibt Gitarren zum anfangen und Gitarren zum aufhören. Die zum Anfangen machen Spaß und Lust auf mehr spielen und üben, die zum aufhören stellt man nach dem ersten Kontakt in die Ecke und da spielt die Form auch keine Rolle.

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  16. Nachtrag: Gitarren sollte man grundsätzlich in die Hand nehmen bevor man sie bezahlt. D.h. Käufe in der Bucht oder bei Kleinanzeigen funktionieren nur wenn man die Gitarre vor Ort antesten kann. Viel Spaß beim suchen und testen.

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  17. Genau das was dieser Artikel grade rücken wollte wird in manchen Kommentaren schon wieder krumm gekloppt… einfach mal den ganzen Text lesen, bevor der Federkiel der Entrüstung ausgepackt wird.

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    1. der Artikel rückt leider nichts “gerade”, sondern behauptet viel Blödsinn. So kann eine juristische Person via Verwertungsrecht sehr wohl urheberrechtlich geschützte Sache verwerten, wenn sie diese vom Urheber erworben hat. Jede Plattenfirma funktioniert so …

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    2. Im Netz gibt es mittlerweile schon haufenweise besser recherchierte und besser geschriebene Artikel zum Thema. Die löbliche Absicht allein, für Klarheit sorgen zu wollen, reicht hier leider nicht aus.

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  18. Wer von all den Beklagten immer noch nicht bei seinem Anwalt war, hat sich bestimmt schon einen Termin geben lassen!

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  19. Ich wünsche den Turbo-Kapitalisten von Fender den Untergang.
    Macht kaputt, was euch kaputt macht.
    #boycottfender

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    1. Hallo Roma,da bin ich vollständig deiner Meinung! Dieser extrem geldgierige Fender Konzern sollte nun durch ein striktes Boykott endlich deutlich spüren,daß er uns Gitarristen nicht zum Spielball seiner bedrohlichen Situation machen kann! Keine Sorge,seinen finanziellen Absturz hat sich Fender bereits selbst zugefügt. Wer dennoch diesem
      Konzern die zukünftige Treue hält,hat wohl noch immer nicht verstanden,wie skrupellos und machtgeil dieser Gitarrenfabrikant agiert.

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    2. Rio Reiser spielte auch Strat…offenbar ein Fehler in der Matrix!

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  20. Dass hier einige über die überteuerten und angeblich grottenschlechten Fender Gitarren wüten, finde ich befremdlich. Erstens hat Fender für wirklich jeden ein finanziell leistbares Modell im Angebot und zweitens brauche ich als Rockmusiker nicht wirklich eine Gitarre mit AAA Decke u.ä. Ich selbst spiele übrigens eine Road Worn Tele, die ich als Esquire umbauen habe lasse und die mir rund € 1000,- gekostet hat. Der Gitarrenbauer meinte, dass er bisher nur sehr wenige Gitarren in der Hand hatte, die derart resonant waren

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  21. Ay liebe Musiker wie wäre es sich mit der Musik zu beschäftigen statt sich über Dinge wie Plagiate oder Machtgierigen Unternehmern aufzuregen und sich an guten Instrumenten egal welcher Marke zu erfreuen denn es macht immer noch der Ton die Musik….

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  22. Steile, aber falsche Thesen als seltsame Beruhigungs-Rhetorik. Schiss vor Anzeigenkunde Fender?
    Natürlich kann der Inhaber der Verwertungsrechte von einer urheberrechtlich geschützten Sache profitieren – auch als juristische Person. Dazu sind es ja “Verwertungsrechte”. Schonmal was von Musikverlagen gehört?
    Entsprechend zielt das Abmahnschreiben auch keineswegs nur auf 1:1-Kopien – einfach mal genau durchlesen!

    Und seit wann gibt es eine Definition dafür, wer “Künstler” ist? Als Bedingung dafür, ob etwas ein “Werk” ist? Dann fällt “Ace Of Space” nicht unters Urheberrecht, weil Lemmy nie Kunst studiert hat? Sprich: Leo Fender konnte juristisch sehr wohl Kunstwerke schaffen.

    Sollte die Nummer mit dem “Werk” wirklich durchgehen (Stichwort “Schöpfungshöhe”), ist das durchaus gravierend. Dann genügt es fürs Verbieten quasi, dass man das Original in der Variante ausreichend erkennt – analog zu einer Coverversion. Bläst man “Enter Sandman” schief auf dem Kamm, gehört die Gema trotzdem Metallica. Fragt mal PRS …

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  23. Man darf sich schon wundern, mit welch blumigen Worten die Richter den Strat-body beschreiben. Und das, wo sie bei einem Versäumnisurteil absolut gar nichts hätten beschreiben müssen. Was die Fender law bender den wohl eher ahnungslosen Richtern wohl zu rauchen gegeben haben?
    Oder haben sie im Düsseldorfer Juristenheer vielleicht den einen absoluten Strat-Fan gefunden, der ihnen dann gern die Hand gereicht hat? Spielt bei einem Versäumnisurteil eigentlich auch keine Rolle.
    Es sei denn, Fender ging es von Anfang an nicht um den verklagten Chinesen und dessen copy-Klampfen für Germany. Sondern um ein maßgeschneidertes Urteil, das zwar jenseits der deutschen Grenzen ziemlich wirkungslos ist, mit dem man aber in God’s own country den Konkurrenten drohen kann.
    Und natürlich auch den Gitarristen, die deren Strat-ähnliche Instrumente spielen. War da nicht mal was mit kopierten Rickenbackers, die bei der USA-Einreise gleich am Flughafen konfisziert und vernichtet werden sollten?
    Vielleicht rutscht der verkannte Künstler Leo F. jetzt unruhig in seinem Grab hin und her. Sieht seine Strat mit ihrem kurvenreichen Korpus doch einer noch älteren Klampfe von Bigsby irgendwie ähnlich. Wer also hat das Kopieren nun erfunden? Womöglich hofft Leo, dass niemand das den neuen Eigentümern seiner alten company erzählt…

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    1. “Man darf sich schon wundern, mit welch blumigen Worten die Richter den Strat-body beschreiben. Und das, wo sie bei einem Versäumnisurteil absolut gar nichts hätten beschreiben müssen.”
      Doch, mussten sie. Auch bei einem Versäumnisurteil ist nämlich nicht die rechtliche Beurteilung des Klägers zu unterstellen, sondern nur die von ihm behaupteten Tatsachen. Im nächsten Schritt müssen die Richter sehr wohl prüfen, ob diese Tatsachen auch das beantragte Urteil rechtfertigen. Wenn in der Klageschrift also steht, dass der Strat-Body künstlerisch vom weiblichen Körper abgeleitet wurde, und es von keinem Beklagten bestritten wurde, dann MUSS das Gericht das 1. für bare Münze nehmen, und 2. genau das auch in die Begründung schreiben, ob die Richter es selber glauben oder nicht. Das Landgericht war also der Ansicht, dass man – auf dieser Basis, und nur deshalb! – von einem Werk ausgehen muss. Vielleicht haben sie es sogar mit Bedacht hineingeschrieben, denn Juristen lesen das so: “Aha, das war ein ganz entscheidender Punkt, und das Gericht sagt uns, dass das Urteil auch nur dann so ausfallen muss, wenn man diesen Unfug als wahr unterstellt oder wenn Fender das – bei Bestreiten durch einen Gegner – dann auch beweisen könnte.”. In dem Punkt dürfte es ganz, ganz schwer werden. Erst recht, weil ein Beweis der angeblich lückenlosen Übertragung der Nutzung der Urheberrechte bis zum heutigen Konzern ebenfalls alles andere als banal ist. Auch diese Übertragung muss Fender behauptet haben, sonst wäre die Klage auch ohne Gegner abgewiesen worden. FMIC selbst kann als juristische Person nicht selbst der Urheber sein, nur Nutzungsrechte eingeräumt bekommen. Bestreitet das jemand, muss die gesamte Vertragskette vorgelegt und überprüft werden, von 1965 bis heute. Steht irgendwo nicht ausdrücklich die “Nutzung der Urheberrechte” drin, wars das.

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  24. Ich bin mit Fender bereits schon seit einigen Jahren durch, da ich nicht bereit bin überteuerte Instrumente nach dem Kauf erstmal stundenlang optimieren und nachbearbeiten zu müssen, weil ich doch mal wieder so dumm war, halt mal wieder das “Original” haben zu wollen.
    Was Fender bspw. derzeit in der Preisklasse um und unter 1.000.- Euro anbietet ist schlicht eine Frechheit. Messerscharfe Bundkanten und ein grottiges Setup, insbesondere bei der neuen Fender Standard Stratocaster.
    Natürlich bekommen die YouTube “Tester” optimierte Exemplare zugeschickt, um dann zu berichten, wie toll doch diese Gitarren sind.
    Leider hatte ich auch schon Custom Shop Gitarren in der Hand, die üble kratzige Bundkanten hatten. Mehr bezahlte Kohle heißt nicht zwangsläufig bessere Qualität.
    Ich baue mir lieber für die Hälfte des Preises den ich für eine Fender bezahlen müsste meine persönliche Custom Shop Strat mit ausgesuchten Komponenten, die ich so optimiere, wie ich sie wahrscheinlich selbst nicht bei einer Fender Custom Shop Strat bekommen würde.
    Und daneben gibt es wirklich viele Anbieter von Strat Type Gitarren, die zu einem deutlich faireren Kurs qualitativ bessere Instrumente bauen mit einem deutlich besseren Setup.
    Mir ginge Fender nicht im geringsten ab, wenn sich als Konsequenz aus deren Verhalten Händler und Gitarristen von diesem Unternehmen abwenden würden.

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  25. Zitat des Autors: ” … solange sie sich hinreichend von der Strat unterscheiden.” Genau da liegt aber das Problem, denn ‘hinreichend’ ist ein ziemlich dehnbarer Begriff. Ab welcher Abweichung in Millimetern vom Original-Korpus ist man auf der sicheren Seite? Und hat nicht Fender auch selber in der Vergangenheit die Korpusmaße der Strat in geringem Umfang modifiziert, oder warum steht auf manchen ‘Original Contour Body’ und auf anderen nicht? Die Diskussion ist noch lange nicht zu Ende.

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  26. Das Einzige, was Fender heute noch mit Leo Fender verbindet, ist aus meiner Sicht der Name. Ansonsten handelt es sich um einen Konzern, der nach wie vor stark von den Entwicklungen Leo Fenders profitiert. Mir ist nicht bekannt, welche vergleichbar einflussreichen Innovationen das Unternehmen seitdem hervorgebracht hat. Soweit ich weiß, hat selbst Leo Fender das Design der Kopfplatte nicht vollständig neu erfunden, sondern bestehende Vorbilder aufgegriffen.

    Viele der später vom Unternehmen entwickelten Modelle waren kommerziell deutlich weniger erfolgreich als die klassischen Stratocaster- und Telecaster-Designs. Deshalb wundert es mich, dass Fender erst jetzt verstärkt gegen andere Hersteller vorgeht. Die S- und T-Modelle werden schließlich seit Jahrzehnten von zahlreichen Firmen in ähnlicher Form angeboten.

    Ich selbst besitze eine ältere Stratocaster und plane derzeit keinen weiteren Kauf bei Fender. Meiner Meinung nach bauen viele kleinere Gitarrenhersteller in Deutschland Instrumente und Verstärker von mindestens vergleichbarer, teilweise sogar höherer Qualität.

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  27. Hm, als Musiker sollten wir doch eher auf der Seite des Urheberrechts stehen, oder?
    Die Community reagiert aber wie ein Kind, das glaubt, dass ihm sein Spielzeug weggenommen wird.

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    1. Guter Punkt! Vllt schreiben hier einfach wenige Musiker ihre Kommentare sondern eher konsumierende Gitarristen? 🤔😚
      Man könnte sich ja auch über das Urteil selbst, sprich Entscheidung des Gerichts aufregen anstatt über den Kläger.
      Immerhin hat Fender die Strat auf den Markt gebracht und mindestens ein Mensch mit Staatsexamen erkennt die Forderung nach Schutz vor Plagiaten an.
      Dass Fender jetzt den Rundumschlag versucht ist sicherlich hart und eine ordentlich Kampfansage aber jedes große, internationale Unternehmen würde so handeln, wenn es die Möglichkeit hat und auch der Hersteller der Handys auf denen wir diesen Text lesen und der Konsumgüterriese von dem wir unsere Hygieneprodukte kaufen. Traurig aber wahr!
      Wer also die ersten Steine wirft, müsste schon sehr viele andere Produkte und Marken boykottieren oder sich online so echauffieren, damit er sich nicht unglaubwürdig macht. Na, wer ist der Opa der nackt an der Kirchenglocke zappelt? Hypocrites!
      Vllt noch ergänzend zur „Community“: das Bild, das die Kommentierenden hier abgeben ist wohl nicht repräsentativ.
      Zum Spielzeug: Ich würde noch die Attribute „mit Weichmachern und verschluckbaren Teilen“ ergänzen. Das passt so gut zu den Artikeln auf besagten Plattformen.

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  28. Kein Grund zur Panik, da eine Versäumnisurteil keine Bindungswirkung über das betroffene Verfahren hinaus bedeutet. Aber man kann damit prima eine Drohkulisse aufbauen für Abmahnungen mit dem Ziel der Abgabe einer strafbewehrten Verpflichtungs- und Unterlassungserklärung, die dann auch die Zahlung einer mindestens mittleren vierstelligen Summe an die von Fender beauftragte Rechtsanwaltskanzlei bedeutet. Man kann dem auch besser über den eigenen Anwalt widersprechen und wenn man gewinnt, ist es gut man zahlt nichts und wenn man verliert zahl man den eigenen Anwalt, den von Fender und die Gerichtskosten. Das ist dann eine fünfstellige Summe.

    Die Begründung im Versäumnisurteil ab Seite 11 / Randnummer dürfte kaum dem bisherigen und von Fender über 70 Jahre durchgehaltenen Narrativ entsprechen.

    Die Chance sehen vielleicht so aus: „ Schutzfähigkeit der klassischen Stratocaster-Korpusgestaltung ist möglich; Schutzbereich wegen Funktionalität, Branchenüblichkeit, TTAB/Suhr-Material, Fender-eigener Variantenbreite und Superstrat-Entwicklung eng. Unterlassung nur bei nahezu identischer Übernahme des klassischen Formkerns, nicht bei eigenständigen Superstrats oder deutlich modifizierten S-Style-Instrumenten.“

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    1. Wenn die genannte Chance Realität würde, fänd ich das ok. Da wird eine rel. klare Grenze gezogen und man weiß woran man ist.

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  29. Pferde ruhig halten, nö, wieso denn? Die Art, wie Fender vorgeht, finde ich nicht ok, viele andere auch nicht – das kann aufs Tablett. Muss man nicht die Füße still oder den Mund halten. Das ist das schöne an social media, und an der modernen Welt, dass nicht alles totgeschwiegen wird. Wieso auch. Da gibts auch gar nichts zu argumentieren, zu erklären, warum man das doof findet. Es gibt jetzt auch schon genug YouTubes darüber. Wenn Fender sich unbeliebt macht, ist Fender unbeliebt. Man muss sie nicht mehr mögen. War vielleicht ja mal überfällig. Zeit für frischen Wind, der alte * Wirtschaftsmänner wegpustet, die sich auf 70 Jahre alten, trockenen Lorbeeren ausruhen.

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  30. Ich verstehe Fender schon und sei es nur, wenn es ihnen darum geht, den chinesischen Billigmarkt einzudämmen. Ich würde das auch versuchen und weiß, das andere Branchen das auch machen.

    Als Fender wäre ich auch gegen PRS vorgegangen, da es meiner Meinung nach PRS nur darum geht, Fender Marktanteile bei den höherpreisigen Instrumenten abzugraben mit einem Instrument, das nah genug an der Fender Stratocaster vom Korpusdesign her liegt und von der Spielbarkeit und klanglichen Ausrichtung ganz klar auf den Markt der Fender Stratocaster zielt.

    Fender hat zwar über 70 Jahre das Argument der angewandten Kunst bei der Entstehungsgeschichte nicht verwendet, sondern stets den Teamgedanken und den Austausch mit Musikern zwischen 1952 und 1954 betont und damit bisher in erste Linie die Funktionalität der Korpusform betont. Aber wenn ein findiger Rechtsanwalt das Kunst-Argument jetzt aufgreift, die Beklagte nicht vor Gericht erscheint, dann ist das eine Steilvorlage für Fender, dieses Argument in einem Versäumnisurteil zu verwenden. In Fussballersprache: „Freistehend vor dem Tor, kein Abseits, kein Torwart in Sicht.“

    Das heißt nicht automatisch, dass ein anderes Gericht diese Argumentation in einem anderen Gerichtsfall übernimmt. Grundsätzlich kann sich jeder Abgemahnte vor seinem zuständigen Gericht gegen die Abmahnung, dass wird eine Standard strafbewehrte Verpflichtungs- und Unterlassungserklärung wehren. Man muss auch nicht den Text, den einem Fender vorgelegt hat, unterschreiben, sondern ist mit seiner Antwort frei. Wenn Fender die Antwort ‚zu frei‘ ist, werden sie sicher klagen.

    Irgendjemand, der von Fender abgemahnt worden ist, hat die Anwälte und das Geld, das Thema zum BGH zu treiben und dort bekommen wir dann eine gut akzeptierte Rechtsprechung, so wie das bei ähnlichen Themen auch passiert ist.

    Ja, ich spiele Gitarre und habe Jura studiert. Das gibt‘s…

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    1. …und damit einen wunderbar sachlichen und beruhigten Kommentar verfasst! Sehr gut!👍

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    2. Ich möchte zu dieser sachlich und fachlich guten Kommentierung eine Meinung hinzufügen, ja, ausdrücklich Meinung:
      Fender wurmt immer noch das Markenrechts-Urteil des “Trademark Trial and Appeal Board (TTAB) des US-Patent- und Markenamts” aus 2009. Die Vermutung liegt nahe, dass Fender jetzt möglichst in USA auf einen streitbaren Hersteller wartet, der jetzt dort gegen die Abmahnung gerichtlich vorgeht. Dann könnte nämlich ein US-Amerikanisches Gericht vielleicht doch in einem völlig neuen Gerichtsverfahren der Fender-Argumentation (“Kunstwerk”) folgen. Das Urteil hätte dann nämlich deutlich höher zu bewertende Auswirkungen. Und wenn Fender dann schlau wäre, würden die alle Streitigkeiten anbieten zu beenden, wenn die Beteiligten sich verpflichten würden, künftig pro Body einen Lizenz-Beitrag entrichten.

      Ansonsten ergänze ich noch folgenden Aspekt: Wenn Fender tatsächlich mit den “Thomanns” dieser Welt vor Gericht ziehen will (was unklar und somit nicht sicher ist), dann könnte Fender selbst zugrundegehen, denn wenn keiner mehr Fender in großem Umfang in den Markt bringen würde, wie z.B. Thomann, dann könnte man sich ausrechnen, wie die Fender-Umsätze einbrechen. Dasselbe könnte aber auch eintreten, wenn Fender etwaige größere jetzt provozierte Prozesse in diversen Ländern verlieren sollte… Dann könnten andere Hersteller – wie nach dem oben zitierten Urteil aus 2009 seinerzeits geschehen – erstrecht Stratocaster-Body-Formen in den Markt bringen…
      Mit musikalischen Grüßen. Heino aka MrHKBlues aka gitte-varii

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