Q&A: Es gibt Bands, da spielt ein Musiker zwei Sounds - Bass und Gitarre. Wie geht das?

Bass- und Gitarren-Sounds mit einem Instrument erzeugen

Q: Es gibt Bands, meistens Duos, da bedient der Gitarrist Bass- und Gitarren-Sounds gleichzeitig. Mit einem Instrument über zwei oder mehr Amps. Wie machen die das? Über Splitter und Oktaver? Hier ein paar Musikbeispiele, wie es klingen könnte, wenn das System funktioniert: DŸSE / Royal Blood / Coilguns /Closet Disco Queen

Tillmann

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A: Hallo Tillmann! Ich selbst habe auch mal in einer Band Gitarre gespielt und gleichzeitig das Frequenzspektrum vom Bass mit abgedeckt. Das habe ich wie folgt gemacht: 1x Gitarren-Amp, 1x Bass-Amp. Über einen Lehle Dual wurde das Signal aufgetrennt und von da durch zwei Pedalboards geschickt – eins für Gitarre, eins für Bass. Auf dem Bass-Board saß ein Exar Oktaver, ein Bass-Fuzz und eine Loop-Station, auf dem Gitarren-Board das übliche Geraffel – also Verzerrer, Delay etc.. Dank des Lehle Dual konnte ich sowohl Gitarre als auch Bass-Sounds einzeln spielen, aber auch beide gleichzeitig. Mit der Loop-Station habe ich dann manchmal Bass-Linien eingespielt und laufen lassen und konnte dann dazu Gitarre spielen. Was aber nicht ging: Akkorde spielen – denn dafür war der Exar Oktaver nicht gebaut. Das brauchte ich aber auch nicht.

Will man aber auch Akkorde tiefer legen, sollte man sich um solche Gerätschaften wie POG, Pitchfork und Microsynth (alle von Electro Harmonix), aber auch um das Digitech The Drop kümmern. Sicherlich hat der Markt auch noch andere Geheimtipps bereit – wenn einer der Leser mehr weiß, bitte hier unten kommentieren! Wichtig ist natürlich, das Tracking zu beobachten – ob es ein noch natürliches Spielgefühl erlaubt oder eben nicht. Ich denke, dass das Tracking wichtiger als der Sound-Faktor ist, denn den Sound bekommt man immer irgendwie so eingestellt, dass es zusammen mit der Gitarre ein richtiges Brett ergibt. Ich denke, dass man einiges an Equipment probieren muss, um es an seine Spielweise und seine Instrumente optimal anzupassen.

Im Internet gibt es von jedem Gerät mehrere Demos – go to YouTube please!

Andrej von der Band DŸSE hat uns dies geschrieben: “Ich splitte das Eingangsignal mit einem Lehle Splitter auf einen Gitarren,- und einen Bassverstärker. Zusätzlich steht die Sechssaiter im Grundton Cis, dem Sonnenton :-). Mit beiden Verstärkern bekommt man tatsächlich einen sehr bissigen, satten Sound, den man schon nahezu als Fullrange bezeichnen kann. Jedoch gibt es weitere viele kleiner Faktoren, die den Ton dann letztendlich formen. Aber das Grundgerüst sieht eigentlich genau so aus.”

Die besten Tipps & Tricks bekommst du persönlich von den Experten – wie und wo? Auf dem Guitar Summit in Mannheim! Hier hast du die Möglichkeit dich mit Herstellern, bekannten Artists und Gleichgesinnten über Gitarren, Basses, Pedals, Amps und mehr auszutauschen. Sichere dir jetzt dein Ticket!

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Das ist ja cool, dass es bei euch so einen Artikel gibt. Ich bin Gitarrist/Bassist bei Eternal Engine und ich habe zum oben genannten noch einen kleinen Trick im Ärmel. Ich habe einen speziellen Halstonabnehmer, der nur die tiefe E- und A-Saite abnimmt. Den leg ich auf den Ring einer Stereo-Buchse und dann raus auf den Pitchfork und danach in den Bass-Amp. So sind auch Akkorde mit dem Grunton auf der A-Saite kein Problem.

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    1. Ich mache das mit dem Range-Regler des Boss OC-3. Bei Powerchords muss man trotzdem etwas aufpassen. Mit einem EQ könnte man auch alle hohen Töne filtern (Siehe Artikel über Mantar). Das habe ich allerdings noch nicht ausprobiert. Bei mir läuft der Bass Amp parallel zu einem Wet Dry Wet Setup. Der Gesamtsound kommt also aus vier verschiedenen Richtungen. Probiert es aus. Macht total viel Spaß. So braucht man als Gitarrist nur einen Drummer.

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