Dritte Generation der Fender-Topserie aus Corona

Fender American Professional: Neue Pickups, Brücken und Potis für Strat, Tele & Co.

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(Bild: Fender Musical Instruments Corporation)

Sechs Jahre nach der American Professional II erneuert Fender seine Topserie aus Corona, diesmal ohne Ziffer im Namen. Zehn Gitarren- und Bassmodelle bekommen neue V-Mod-III-Pickups, überarbeitete Brücken, neue Potis und Push-Push-Schaltungen. Neu im Programm sind Jaguar und Hotshot Telecaster.

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2016 löste die American Professional Fenders American-Standard-Reihe ab, 2020 folgte die American Professional II. Die dritte Generation heißt nun wieder schlicht American Professional, nur die Pickups tragen das Kürzel „III“. Gebaut wird weiterhin im kalifornischen Corona. Zur Serie gehören Stratocaster, Stratocaster HSS, Telecaster, Hotshot Telecaster, Jazzmaster, Jaguar, Precision Bass und Jazz Bass, die Bässe jeweils auch als Fünfsaiter.

Jaguar und Hotshot Telecaster fehlten in der Pro-II-Reihe, beide gibt es aber bereits in der 2025 vorgestellten American Professional Classic. Telecaster Deluxe und Fretless Jazz Bass tauchen in der Ankündigung dagegen nicht mehr auf. Lackiert wird die Serie in acht Farben: Olympic White, Black, 3-Color Sunburst, Natural, Aged Cherry Burst, Oxblood und Dark Night, die beiden Teles gibt es zusätzlich in Butterscotch Blonde. Welche Farbe mit welchem Griffbrett kombinierbar ist, hängt vom Modell ab. Die Preise (UVP) liegen zwischen 2.199 und 2.399 Euro. Linkshänder-Versionen von Stratocaster, Telecaster, Precision und Jazz Bass sollen im Frühjahr 2027 folgen.


Was sich bei allen Modellen ändert

Kern des Updates sind die V-Mod-III-Pickups, die Fender für jedes Modell eigens abgestimmt hat. Sie sollen ausgewogener im Output sein, die Saiten klarer trennen und feiner auf den Anschlag reagieren. Bei Strat, Tele und Jazzmaster soll die Staffelung der Magnete zudem enger dem Griffbrettradius folgen.

Auch an den Brücken hat Fender gearbeitet. Die Strats bekommen Radial-Saitenreiter aus gebogenem Stahl, deren versenkte Schrauben beim Abdämpfen nicht mehr stören sollen. Die Teles erhalten eine Brücke für Top-Load oder String-Through mit kompensierten Messingreitern, Jazzmaster und Jaguar eine J-Bridge mit Panorama-Vibrato und die Bässe eine überarbeitete HiMass-Brücke.

(Bild: Fender Musical Instruments Corporation)

Neu sind außerdem ClassicGear-Precision-Potis, die gleichmäßiger regeln sollen, und ein Push-Push-Schalter im Tonregler jeder Gitarre. Was er freischaltet, unterscheidet sich je nach Modell. Die Gitarren haben durchweg ein Deep-C-Halsprofil, Precision und Jazz Bass ein Medium- bzw. Slim-C, alle mit abgerundeten Griffbrettkanten. Der Korpus besteht je nach Lackierung aus Erle oder Esche, ein Formkoffer liegt jeweils bei.

(Bild: Fender Musical Instruments Corporation)


Stratocaster – ca. € 2.199–2.249

Die Stratocaster hat drei V-Mod-III-Singlecoils und ein Zwei-Punkt-Vibrato mit Stahlblock und den neuen Radial-Reitern. Mit dem Push-Push-Schalter kommt in den Schalterstellungen 1 und 2 der Hals-Pickup hinzu, so sind auch Steg plus Hals und alle drei Pickups zusammen möglich. Fender bietet sie in sieben Farben mit Ahorn- und fünf mit Palisandergriffbrett an.

(Bild: Fender Musical Instruments Corporation)


Stratocaster HSS – ca. € 2.249–2.299

Bei der Stratocaster HSS sitzt am Steg ein neu entwickelter V-Mod-III-Humbucker, der mehr Druck liefern soll. Der Push-Push-Schalter im zweiten Tonregler schaltet ihn auf Singlecoil, laut Fender ohne Lautstärkeverlust. Die Ausführung in Aged Cherry Burst hat einen Eschekorpus, alle anderen Farben Erle.

(Bild: Fender Musical Instruments Corporation)

(Bild: Fender Musical Instruments Corporation)


Telecaster – ca. € 2.199–2.249

Die Telecaster bekommt zwei V-Mod-III-Pickups, einen neu geformten Halsfuß und die neue Brücke mit drei kompensierten Messingreitern. Per Push-Push werden in der Mittelstellung beide Pickups in Reihe geschaltet, was mehr Output und einen fetteren Ton bringt. Zur Wahl stehen elf Farb- und Griffbrettkombinationen.

(Bild: Fender Musical Instruments Corporation)


Hotshot Telecaster – ca. € 2.249–2.299

Die Hotshot Telecaster ergänzt die beiden Tele-Pickups um einen V-Mod-III-Strat-Singlecoil in der Mitte und schaltet über einen Fünfwegschalter. Auch hier holt der Push-Push-Schalter in den Stellungen 1 und 2 den Hals-Pickup dazu. Erhältlich ist sie in fünf Farben.

(Bild: Fender Musical Instruments Corporation)

(Bild: Fender Musical Instruments Corporation)


Jazzmaster – ca. € 2.299

Die Jazzmaster bekommt zu den V-Mod-III-Pickups die neue J-Bridge, deren gefräste Reiter den Knickwinkel jeder Saite festlegen. Das soll einem bekannten Problem klassischer Jazzmaster-Brücken vorbeugen, bei denen Saiten gern aus den Reitern springen. Der Push-Push-Schalter zapft den Steg-Pickup für einen Vintage-Sound mit weniger Output an. Bemerkenswert ist der Rhythm-Circuit mit eigenen Rollreglern: Laut Fender schaltet er beide Pickups in Reihe, beim Original aktiviert er dagegen nur den Hals-Pickup.

(Bild: Fender Musical Instruments Corporation)

(Bild: Fender Musical Instruments Corporation)


Jaguar – ca. € 2.299

Die Jaguar mit kurzer 24″-Mensur (610 mm) teilt sich Brücke, Panorama-Vibrato, Push-Push-Tap und Rhythm-Circuit mit der Jazzmaster, hat aber eigene V-Mod-III-Jaguar-Pickups. Gewählt werden die Pickups über einen Dreiwegschalter.

(Bild: Fender Musical Instruments Corporation)


Precision Bass und Precision Bass V – ca. € 2.299 bzw. 2.399

Der Precision Bass hat einen V-Mod-III-Split-Coil, ein Medium-C-Halsprofil, 20 Bünde und die überarbeitete HiMass-Brücke. Je nach Farbe besteht sein Korpus aus Erle oder Esche. Der Precision Bass V überträgt das Konzept auf fünf Saiten.

(Bild: Fender Musical Instruments Corporation)


Jazz Bass und Jazz Bass V – ca. € 2.299–2.349 bzw. 2.399

Der Jazz Bass hat zwei V-Mod-III-Pickups mit eigenen Volume-Potis und einer Master-Tonblende, dazu ein schlankes Slim-C-Halsprofil und ebenfalls die HiMass-Brücke. Der Fünfsaiter Jazz Bass V ist entsprechend ausgestattet.

(Bild: Fender Musical Instruments Corporation)

(Bild: Fender Musical Instruments Corporation)


Kampagne mit Dinosaur Jr. und Thurston Moore

Begleitet wird der Launch von Fenders Kampagne „The One. For All.“ mit Dinosaur Jr., der Thurston Moore Group, Marc Ribot’s Ceramic Dog, Steve Gunn, They Are Gutting a Body of Water, Snail–Mail-Frontfrau Lindsey Jordan und Mike Kinsella von American Football. Gemeinsam mit Dinosaur Jr. veranstaltete Fender im September eine Reihe kleiner Konzerte in New York, der Film dazu ist ab 14. Oktober auf fender.com zu sehen. Kapitel in London, Tokio, Shanghai und Sydney sollen noch in diesem Jahr und 2027 folgen.

In der Ankündigung erinnert sich J Mascis, wie er einst zur Jazzmaster kam: Eigentlich wollte er eine Strat kaufen, im Laden standen aber eine Jaguar für 200 und eine Jazzmaster für 300 Dollar. Er nahm die Jazzmaster, weil sich ihr Hals „eingespielt wie ein Baseballschläger“ anfühlte.

www.fender.com

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