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Fender Stratocaster
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Es werde Licht

Hometraining: Luminlay-Sidedots

Wir kennen das: Wenn das Augenlicht schwächer und es auf den Bühnenbrettern dunkler wird, die Mini-Bundmarkierungen von 1 mm Durchmesser kaum noch erkennbar sind, stellt sich die Frage: Wo befindet sich meine Greifhand?

Im schlimmsten Fall wird die akustische Antwort im starken Kontrast zur allgemeinen Harmonielehre stehen und dafür sorgen, dass sich die Hand- und Fußnägel der Band-Kollegen kräuseln. Eine Lösung bietet Luminlay – im Gegensatz zum komplexen Einbau von LEDs oder simplen Phosphor-Aufklebern finanziell überschaubar und trotzdem permanent. OK, aber dafür darf man sich über ein wenig Bastelaufwand freuen.

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Als Erstes steht natürlich die Beschaffung des Materials an. Entweder bestellt man seinen Bedarf direkt online (luminlay.com), oder man versucht, in der etwas teureren e-Bucht das gewünschte zu fischen. Neben den zur Wahl stehenden Leuchtfarben Blau oder Grün muss man sich noch entscheiden, ob das Inlay solo (60 mm Stab, 2 – 2,5 – 3 mm Durchmesser) oder mit einer weißen bzw. schwarzen Kunststoff-Ummantelung (70 mm Stab, 3mm Durchmesser) verarbeitet werden soll. Da sollte für jedes Empfinden das Passende dabei sein.

(Alternativ gibt es fluoreszierende Sidedots auch bei Framus & Warwick)

Ich hatte mich unter den verschiedenen Varianten für ein 3 mm Inlay entschieden. Das erleichterte mir die Suche nach einem Holzbohrer gleichen Durchmessers. Zudem würde ich mit der 7 cm Version bei etwas Sparsamkeit sogar zwei Griffbretter à 10 Bundmarkierungen fertigstellen können. Direkt auf der Homepage für knappe 20 € inkl. Versand geordert (der Betrag kann mit PayPal in Yen beglichen werden) befand sich mein Stäbchen schon nach knapp 14 Tagen im Briefkasten.

In der Zwischenzeit besorgte ich die benötigten Utensilien: Etwas Klebeband, Hämmerchen (!), ein scharfes Cutter-Messer, Saitenschneider, Sekundenkleber und die Nagel- u. Polierfeile der Mitbewohnerin. Beim ersten Mal hatte ich noch richtig Manschetten, meine Klampfe anzubohren. Deshalb bearbeitete ich zur Übung ein gut abgehangenes Frühstücksbrett, je nach Halsbeschaffenheit aus rohem Holz oder lackiert mit einem tuffigen Bild von Benjamin Blümchen, törööö! Nach erfolgreichen Versuchen ging’s dem heiligen Gral an den Kragen:

• Bild 1: Die vorhandenen Side-Dots werden zentriert angekörnt. Das kann man auch mit dem Holzbohrer kurzerhand erledigen. Mit dem mit Klebeband auf Einschlagtiefe markierten Bohrer werden 3-4 mm tiefe Löcher parallel zur Griffbrettwölbung gebohrt, möglichst zügig und – ganz wichtig – gerade.

(Bild: Al Kay, Josef Urbanek)

• Bild 2: In die Löcher jeweils einen kleinen Tropfen Sekundenkleber zum Fixieren des Inlays geben, Stab hinein, darauf ein leichter Schlag mit dem Hammer. Dann kurz warten und anschließend den Stab dicht am Hals abkneifen. Je näher, desto weniger muss man nachher abtragen.

(Bild: Al Kay, Josef Urbanek)

• Bild 3: Rund um das Inlay den Hals zum Schutz abkleben und mit der Feile das Inlay bis auf das Klebeband runter feilen – alternativ gaaanz vooorsichtig mit dem Cutter Stück für Stück abtragen! Nach Entfernen der Maskierung mit der feinen Nagelfeile (mind. 400 Körnung) parallel zum Griffbrett die letzten erhabenen Stellen entfernen und dann als letzten Schritt mit der Polierfeile dem Ganzen den Glanz wiedergeben.

(Bild: Al Kay, Josef Urbanek)

• Bild 4: Das fluoreszierende Material wird nur ein paar Sekunden mit einer Taschenlampe bestrahlt und leuchtet dann – in der Intensität abnehmend – ca. 20 Minuten . Durch externe Lichtquellen auf der Bühne „lädt“ sich die Substanz aber auch wieder auf, sodass man Erleuchtung für den kompletten Gig zur Verfügung hat.

(Bild: Al Kay, Josef Urbanek)

Ist eine Lightshow eher weniger bis gar nicht vorhanden, hilft man mit einer kleinen Taschenlampe zwischen den Songs einfach nach. Der Unterschied im Dunkeln ist mehr als beachtlich – und das mit der Harmonielehre klappt jetzt erheblich besser. Wer diese Orientierungshilfen ergänzen möchte, findet im Sortiment auch Griffbretteinlagen, Poti-Knöpfe und sogar Bundstreifen für Fretless-Bässe.


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Kommentar zu diesem Artikel

  1. Es gibt noch eine Möglichkeit: Man besorgt sich “Glow in the dark” Pigment Tritart o.ä., gibt es in verschiedenen Farben im Internet, auch in Europa. Gut bewährt hat sich “grün”. Das Pigment wird mit 5 Minuten- Epoxyharz vermischt und in die ausgebohrten Löcher mit Zahnstocher eingebracht. Hat sich schon bei einigen Instrumenten bewährt, auch bei Eigenbau Zigarren Box Gitarren.

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