Workshop

Americana: Guitar Party with Mr. Smith

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(Bild: Shutterstock / Blainet)

Bevor wir uns dem nächsten musikalischen Themenblock widmen, ist es mal wieder Zeit für ein komplettes Stück. Da ich diesen Workshop einen Tag nach dem Guitar Summit schreibe und drei Tage voller Gitarren, Amps, Pedale, Workshops, Konzerten und Gesprächen mit Kollegen und alten Bekannten hinter mir habe, fühlt sich der Song gerade sehr passend an…

GUITAR PARTY – DER SONG

Geschrieben habe ich diesen Titel vor fast 20 Jahren. Nach Musikstudium und diversen Jazz-, Blues- und Rockbands hatte ich den Twang wiederentdeckt und mich ausgiebig mit Surf, Rockabilly, Country und Instrumental-Rock der späten 50er- und 60er-Jahre beschäftigt. ‚Guitar Party With Mr. Smith‘ kombiniert alle diese Einflüsse in einem knackigen Titel, der hoffentlich nicht nur für Gitarristen interessant klingt, sondern auch Normalsterbliche zum Tanzen animiert.

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Der Song besteht aus zwei Akkordfolgen

Intro/A-Teil:

A7 | A7 | D7 | D7 |
B7 | E7 | A7 | A7 E7 |

Prinzipiell eine simple I-IV-V-Verbindung in A-Dur, die durch die bluesigen Septakkorde und die Zwischendominante B7 etwas aufgepeppt wird.

B-Teil:

D | Dm | A | F#7 |

B7 | E7 | A7 | A7 E7 |

Im B-Teil geht es dann zur Stufe IV, die erst als Dur- und dann als Mollakkord gespielt wird – ein typisches Fifties-Klischee. Mit F#7 führt dann eine weitere Zwischendominante zurück zu den letzten vier Akkorden, die auch schon im A-Teil auftauchen.

THEMA

Eingeleitet wird der Song durch eine Boogie-Figur, die schon die Akkordfolge des A-Teils vorstellt. Ich spiele das Pattern mit Wechselschlag der rechten Hand, damit es nicht zu heavy klingt. Die Melodie im A-Teil beginnt mit einer tiefen Phrase, die etwas an den Stil von Duane Eddy angelehnt ist und dem Akkordgrundton durch Bending und die Verteilung auf zwei Saiten melodische Qualitäten verleiht. Über den D7 wird die gleiche Melodie nach oben transponiert. Über den B7 spiele ich ein Country-Steel-Lick, bevor ich wieder auf dem Boogie-Pattern des Intros lande.

Im B-Teil kommen zuerst Terzen auf E- und H-Saite zum Einsatz, die dem jeweiligen Akkord angepasst werden. Über den B7 und E7 spiele ich eine Figur, die ein E-Dur-Arpeggio umspielt. Die Leersaiten zwischen den Tönen sorgen für einen Rockabilly-Sound, bevor es zurück in den A-Teil geht. Nach dem Thema folgt ein achttaktiges Drumsolo. Ich hatte das Glück für die Aufnahme den amerikanischen Drummer Dusty Watson gewinnen zu können, der schon mit Größen wie Dick Dale, The Sonics, Jon & The Nightriders und Slacktone gespielt hat. Auf dem Playalong hörst du den Original-Drumpart inklusive einiger rasanter Drumfills, die mit verschiedenen A7-Voicings umrahmt werden.

Wenn dir das recht zackige Tempo von 180 bpm Schwierigkeiten bereitet, lass dir einfach Zeit und übe den Song zuerst in halber Geschwindigkeit und gehe dann in 5-bpm-Schritten an Metronom oder Drumcomputer nach oben. Nach einer Weile fühlt sich dann auch das Originaltempo entspannt an. Soundfiles zu diesem Workshop findest du wie immer unter www.gitarrebass.de.

 

(Die Noten können durch Anklicken vergrößert werden!)

(erschienen in Gitarre & Bass 11/2022)

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