Produkt: 30 Jahre Gitarre & Bass – James Hetfield & Metallica
30 Jahre Gitarre & Bass – James Hetfield & Metallica
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Mahagoni für Einsteiger

Test: Takamine GN11MCE-NS

Takamine GN11MCE-NS(Bild: Dieter Stork)

Mitte der 60er-Jahre am Fuße des Berges Takamine gegründet, schwang sich der japanische Hersteller zu einem maßgeblichen Pionier der E-Acoustic und Global Player auf.

Beeindruckend: Das Takamine-Team war immer wieder in wichtige Episoden der Acoustic-Geschichte involviert. So baute es z. B. die legendären Günstig-Modelle namens Sigma für die C.F. Martin Co. oder brachte unter Mitwirkung von Ry Cooder und Lloyd R. Baggs der E-Acoustic-Gitarre entscheidend voran. Profis und Einsteiger waren stets gleichermaßen im Fokus. Die heutige Testgitarre ist Letzteren gewidmet.

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Mahagoni-Optik

Die Korpusform unserer Probandin nennt der Hersteller NEX. Ein hauseigenes Format, irgendwo zwischen Dreadnought und Jumbo – in diesem Fall mit einem Venezianischen, also rundlich geschnittenen, Cutaway.

Fast das gesamte Instrument, (nämlich Decke, Zargen, Boden und Hals) ist aus Mahagoni gefertigt, was natürlich sowohl optisch als auch klanglich den Charakter der Gitarre maßgeblich prägt.

Zwecks Vermeidung von Palisander, wurde für Steg und Griffbrett Indisches Laurel verwendet, das sehr ähnliche Eigenschaften wie Rosewood haben soll, wohl aber etwas schwerer zu verarbeiten ist. Das schwarz eingefasste Griffbrett sieht jedenfalls sehr schön aus, und ist mit kleinen Dot-Inlays an den üblichen Positionen, sowie 21 wirklich tadellos eingesetzten eher flachen Bünden versehen.

Die Saiten ruhen bei einer Mensur von 644 mm auf Stegeinlage und Sattel aus Kunststoff und finden an der Takaminetypischen Kopfplatte bei den verchromten geschlossenen Mechaniken sicheren Halt.

Und was wäre eine Takamine ohne Pickup? Es ist natürlich einer an Bord: Ein Piezo-Tonabnehmer unter der Stegeinlage liefert die Signale an den TP4T-Preamp, der ganz vorne in die obere Zarge eingelassen ist. Dieser bietet in sehr übersichtlicher Weise einen Volume-Drehregler, mittig rastende Fader für Bass, Middle und Treble sowie ein Stimmgerät – auch der 9-Volt-Block zur Stromversorgung ist hier leicht zugänglich platziert.

Takamine GN11MCE-NS(Bild: Dieter Stork)

Mahagoni-Sound

Die Takamine liegt dank ihrer stark taillierten Korpusform sicher und bequem auf dem Schoß, die beiden günstig positionierten Gurtpins sorgen dafür, dass auch stehend alles im Lot ist. Als ich mich gerade am griffigen Halsprofil erfreuen will, merke ich, dass die Saitenlage doch sehr rustikal eigestellt ist. Keine große Sache: Ein Inbusschlüssel liegt bei, den Halsstellstab erreicht man im Schallloch unterhalb des Griffbrettendes.

Man muss nicht mal die Saiten lockern, um den viel zu lockeren Trussrod etwas anzuziehen – schon ist der Spielkomfort tipptopp. Und das gilt, dank Cutaway, auch für die hohen und höchsten Bünde.

Der Klang dieser Steelstring wird eindeutig vom hohen Mahagoni-Anteil bestimmt. Eine gewisse warme holzige Note in den Bässen und Mitten mischt sich mit einer silbrigen Klarheit in den Höhen. Die laminierten Hölzer können dabei freilich nicht in dem Maße Dynamik, Lautstärke und Detailtiefe liefern, wie das ein vollmassives Instrument vermag. Der Grundsound erfreut aber ohne Wenn und Aber – und macht neugierig auf Takamines Kernkompetenz.

Was kann die GN11 über Anlage? Ganz wichtig: Die Saiten werden ausgewogen und gleichlaut verstärkt. Der Grundklang des Instruments wird stimmig ins elektrische übertragen und ist hier dann sehr gut formbar. Die Klang-Fader arbeiten nämlich sehr effektiv, da lässt sich – je nach Geschmack und Situation – eine Menge machen. Es sei erwähnt, dass beim stehend Spielen die Sicht auf den sehr weit vorne platzierten Preamp nicht sonderlich gut ist. Im Tuner-Display hilft da aber der farbliche Wechsel von Rot auf Grün, wenn eine Saite „in tune“ ist.

Resümee

Takamine bietet hier ein tadelloses Einsteiger-Instrument mit schönem Mahagoni-Look und -Sound, guten Parts und einem bewährten Pickup-System. Mit diesem G-Serie-Modell macht man sicher überall eine gute Figur – auch auf der Bühne wird einen die GN11MCE-NS nicht im Stich lassen.

Plus

  • Design
  • Verarbeitung, Finish
  • Hardware
  • schöne A- und E-Sounds

Minus

  • Saitenlage ab Werk
  • sehr spitzer Blickwinkel auf Regler und Stimmgerät

Takamine GN11MCE-NS Übersicht


(erschienen in Gitarre & Bass 09/2019)

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