Produkt: Kemper Amp Special
Kemper Amp Special
Der große Kemper Amp Testbericht! Kemper Amp – High-Tech in neuer Evolutionsstufe
Konsequent High Gain

Test: Synergy Fryette Pittbull Ultra-Lead & Deliverance Module (& Interview mit Steven Fryette)

Synergy Fryette Pittbull Ultra-Lead und Deliverance Module(Bild: Dieter Stork)

Dass ein Steven Fryette, der unter anderem mit 19-Zoll-Verstärkern seinen Durchbruch in der Musikinstrumenten-Industrie erlebte, nun passende Preampmodule für Synergy Amplification baut, ist gut nachvollziehbar. Er weiß genau, wie eine modulare Vorstufe aufgebaut sein muss, um optimal mit einer Endstufe zu interagieren.

Steven Fryette ist nämlich ursprünglich mit der Marke VHT Amplification und vor allem deren Röhrenendstufen im Rack Format bekannt geworden; eine Firma, die er in den frühen Zweitausendern dann in Fryette Amplification umbenannte, und aus dieser Zeit stammen auch die beiden Verstärker, deren Vorstufen nun passend zum Synergy System erhältlich sind. Hierbei handelt es sich einerseits um den Preamp des Fryette Pittbull Ultra-Lead, mit seinem markanten graphischen Equalizer, sowie den des Fryette Deliverance 120 II, der als 60- und 120-WattTopteil in Insiderkreisen schon einen Legendenstatus hat.

Anzeige

KONZEPT

Synergy Amplification haben vor einem knappen halben Jahrzehnt die Idee aufgegriffen, die auch schon Randall Amplification mit den hauseigenen MTS-Modulen und den RM50- sowie RM100- Endstufen etablieren wollte – ein Modular System, ähnlich einem 19″-Rack, nur mit kleineren Vorstufen, die dann mit unterschiedlich kräftigen Endstufen kombiniert werden können.

Im Gegensatz zu Randall war es Synergy aber wichtig, dass die Vorstufenmodule auch tatsächlich von namhaften Amp-Designern entworfen werden, denn man wollte hier nicht schlichtweg Kopien legendärer Verstärker, sondern eben Originale anbieten, und so sieht man auf der Synergy-Amplification-Homepage unter der Kategorie „Brands“, dass nicht nur Steven Fryette persönlich seine Vorstufen für dieses System anbietet, sondern auch Industriegrößen wie Bogner, Engl, Diezel, Soldano und Friedman beim Synergy System mitmischen.

Steven Fryette ist im Übrigen mit Synergy bestens vertraut, war er doch schon als Designer der Syn-5050-Endstufe und auch der Syn-1- und Syn-2-Preamp-Modul-Housings für Synergy tätig.

PITTBULL ULTRA-LEAD

Der Pittbull, im Original ein mehrkanaliger 100-Watt-Verstärker mit umfangreichen und teilweise einzigartigen Features, avancierte in den Neunzigern zum Aushängeschild von – damals noch – VHT Amplification. Das wohl wichtigste und vor allem augenfälligste Feature war ein graphischer 6-Band-Equalizer und eben dieser findet sich selbstverständlich auch im Synergy-Modul wieder und kann entweder für beide Kanäle oder nur für den roten Kanal genutzt werden.

Die Frequenzbänder um 100Hz, 200Hz, 630Hz, 1200Hz, 2500Hz und 5000Hz lassen sich hiermit um bis zu 12 Dezibel anheben oder absenken, was sich nicht nur für ein Fine-Tuning, sondern auch für einen ausgesprochen kreativen Sound-Findungsprozess durch beherzte Eingriffe in die Fader anbietet.

DELIVERANCE

Der um 2005 als puristischer Master-Volume-High-Gain-Amp entwickelte Deliverance ist der wohl konsequenteste Fryette-Amp und das spiegelt sich auch im Synergy-Modul wider, das mit einer schaltbaren Variante der aktiven Presence- und Depth-Klangregelung des Originals ausgestattet wurde. Zwei Crunch- bis High-Gain-Kanäle mit Drei- oder Vier-Trioden-Gain teilen sich einen klassischen Equalizer und können pragmatisch und schnell für Rhythm- und Lead-Gitarren aufeinander abgestimmt werden.

SOUNDS

Bei vielen Synergy-Modulen findet man auf der Platine einen kleinen, recht gut versteckten Schiebeschalter mit der Funktion „Cathode Select“. Dieser Schalter beeinflusst die Basswiedergabe der Module, um ein optimales Spielgefühl im Verbund mit dem (von uns zum Test benutzten) Syn-1-Modul, dem Syn-2-19″-Zoll-Rahmen mit zwei Modulschächten, der Syn-5050-Endstufe und den anderen Synergy-Produkten zu gewährleisten. Steven Fryette hat sich eben genau diesen Schalter sparen können, da er beim Design der Endstufe auf seine altbewährten Schaltungen zurückgreifen konnte, und hat somit seine beiden Vorstufenmodule einfach direkt passend zum technischen Design der Syn-5050 entworfen.

Wir testen den Pittbull und auch den Deliverance mit einem Syn-1- Preamp-Steckplatz sowohl an einer sehr traditionellen, eher weich und bluesig klingenden Endstufe eines Marshall JTM 45, als auch, zum direkten Vergleich, an der tighten und trockenen Endstufe eines Fryette Deliverance 60 II.

Ab der ersten Sekunde wird klar, dass wir es hier mit zwei extrem modernen, extrem auf High-Gain-Sounds ausgelegten und äußerst tight abgestimmten Vorstufen zu tun haben.

Synergy Fryette Pittbull Ultra-Lead und Deliverance Module(Bild: Dieter Stork)

Das Pittbull-Modul erinnert in seinem trockenen Mittenbild sofort an die glorreichen Hardcore-Metal-Sounds der Neunziger, und obwohl man es in beiden Kanälen mit defensiven Gain-Regler-Einstellungen und deaktiviertem High-Gain-Schalter auch für einen leichten Crunch bemühen kann, zeigt sich sofort, dass die trockene Zerrstruktur dieser Fryette-Vorstufe nicht wirklich klassisch nach altem Marshall- oder Fender-Crunch klingt. Hier soll nach Herzenslust Vollgas gegeben werden, und eher sportliche, perkussive Spielweisen werden belohnt. Das Attack ist trocken und – typisch Fryette – das damit verbundene Spielgefühl ist knallhart und gnadenlos. „Sandpapier am Finger“ trifft es ganz gut, um dieses spezielle Timbre zu beschreiben.

Der Ultra-Lead schreit nach mehr Gain, ist kompressionshungrig und möchte gerne sehr aktiv bespielt werden und nicht beiläufig als Jam-Session-Sound dem Gitarristen unter die Arme greifen. Mit lauten Humbuckern und Mahagoni schließt das Ultra-Lead-Modul schnell Freundschaft, und mit seinem 6-Band-Graphik-EQ lässt sich dieser Kantholz-Sound dann an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Soundmäßig ist zwischen Metal-Zone-Pedal, Dimebag und Petruccis Mark IV alles machbar, wenn man nur etwas Geduld hat und bestenfalls eine Vergleichsmöglichkeit danebensteht. Die beiden Kanäle sind ähnlich abgestimmt und offenbaren mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Der erste Kanal versteht sich hierbei eben nicht als Clean-Kanal, sondern darf gerne als High-Gain-Rhythmus-Sound betrachtet werden, zu dem sich dann der zweite Kanal als passende Option für Leadgitarren gesellt. Andersherum funktioniert es auch.

Synergy Fryette Pittbull Ultra-Lead und Deliverance Module(Bild: Dieter Stork)

Das Deliverance-Modul ist dem Pitbull-Modul ähnlich, jedoch eigenständig genug, um eine echte Alternative zum Ultra Lead zu sein. Hier findet der Gitarrist sowohl mit Singlecoils als auch mit Humbuckern sofort die „richtigen Mitten“ für technisch anspruchsvolle Lead- und auch Rhythmusgitarren-Sounds, ohne dass das Modul klein, boxy oder unangenehm eng klingt.

Die aussagekräftigen, gutmütig komprimierten Tiefmitten des Deliverance, die sogar mit einem 52er-Tele-Bridge-Singlecoil dicht und dick bleiben, werden mit zunehmendem Gain mit einem ordentlich Schuss Haaren garniert, um die nötige Geschwindigkeit in das Plektrum zu bringen. Es spielt sich leicht, schnell und vor allem aggressiv. Dieser Sound ist offensiv und das gilt, wie auch schon beim Pittbull, auch beim Deliverance für beide Kanäle des Moduls. Cleane Fender-Sounds, leichten Crunch und bluesige Marshall-Mitten sucht man hier vergebens.

Bei heruntergeregeltem Gain-Steller zeigt diese Deliverance-Vorstufe klar ihre Gene auf. Ein Sound City SC120 und vor allem ein Hiwatt DR103 standen Pate für dieses Voicing, nur dass der Deliverance drei, vier Mal soviel Gain liefern kann und dabei unglaublich tight und definiert bleibt. Da zum Test ebenfalls ein Fryette Deliverance 60 II und ein Deliverance 120 Masterbuilt in der alten Version, aber mit werksseitig nachgerüstetem Einschleifweg, zur Verfügung standen, hat sich der Direktvergleich mit den Originalen geradezu aufgedrängt.

Hier zeigte sich, dass das Deliverance-Modul etwas enger klingt als der echte Preamp. Tauscht man jedoch die zwei ARS 12AX7 im Synergy-Modul auf die Werksbestückung der großen Fryettes (hier mit einer Tung-Sol Highgrade im ersten Röhrensockel und einer Ruby 12AX7 Selected im zweiten Röhrensockel), lässt sich dieser sehr kleine Klangunterschied der beiden Produkte nochmals verringern.

(Bild: Dieter Stork)

ALTERNATIVEN

Für beide Module gibt es keine nennenswerten Alternativen im Synergy-Sortiment. Hier haben beide Vorstufen ihre Daseinsberechtigung.

Bis auf die originalen Amps von Steven Fryette, gibt es tatsächlich wenige Verstärker, die so klingen. Ähnlich wie ein Deliverance 60 II und auch das Synergy-Deliverance-Modul, kann ein BluGuitar Amp 1 Iridium klingen, und ein Mesa Boogie Mark IV sowie ein Randall T2 können ähnliche Ergebnisse liefern wie ein Fryette Ultra Lead. Keine dieser genannten Alternativen schafft es, dieses spezielle Spielgefühl ganz genau zu transportieren, für das Fryette Amplification von vielen geliebt und von manchen gehasst wird.

RESÜMEE

Treffer – versenkt! Genauer wird man vermutlich nicht an diese Klassiker herankommen, als mit den beiden Synergy-Modulen, es sei denn, man kauft sich einen echten alten VHT Pittbull Ultra-Lead oder einen Fryette Deliverance 120 II oder 60 II.

Die Abwärtskompatibilität zum Randall-MTS- und Egnater-Modul-System und die umfangreiche Einbindung in den Synergy-Mikrokosmos sind bei beiden Fryette-Modulen absolut überzeugend geglückt. Und auch über eher klassische Röhrenendstufen von Drittherstellern lassen sich mit dem Pittbull Ultra-Lead und dem Deliverance Modul moderne High-Gain-Lead- und -Rhythmus-Gitarren spielen.

PLUS

● extrem authentische Sounds
● 6 Band EQ (Ultra Lead)
● Dual Channel Design
● sehr modern und tight

Interview: Steven Fryette

(Bild: Fryette Amplification)

Steven Fryette ist der Designer der weltbekannten VHT- und später Fryette-Verstärker. Passend zum Test seiner neuesten Produkte sprach er mit uns über die Zusammenarbeit mit Synergy, die technische Umsetzung und mehr …

Steven, was bedeutete der Lockdown für dich als Firmeninhaber, und was ist während der Pandemie bei Fryette Amplification passiert? Vor dem ersten Lockdown haben wir einen starken Anstieg der Nachfrage erlebt, an der Entwicklung neuer Produkte gearbeitet und hatten ein paar zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Es war sehr frustrierend, von jetzt auf gleich alles runterfahren und das Team nach Hause schicken zu müssen. Unsere Mitarbeiter machten sich natürlich Sorgen um die Zukunft und brauchten Gewissheit, dass wir als Firma nicht einfach pleitegehen würden.

Daher richteten wir eine Team-SMS-Gruppe ein, um alle auf dem Laufenden zu halten, bei Problemen und Fragen zu helfen und moralische Unterstützung zu geben. Der Kunden-Support und die Social-Media-Aktivitäten wurden im Homeoffice geleistet. Nachdem sich die Lage beruhigt hatte, entwickelten wir einen Plan für die Wiedereröffnung, um möglichst schnell wieder auf die Beine zu kommen und die unglaublich hohe Anzahl an neuen Aufträgen zu bewältigen. Denn nun, ein Jahr später, wächst die Nachfrage nach Fryette-Amps und unseren anderen Produkten tatsächlich stetig weiter. Wir hatten sehr viel Glück!

Fryette Amplification ist bekannt für Produkte wie die Topteile Deliverance 60 und 120 oder den Power-Station-Attenuator, aber wie genau ist die Zusammenarbeit mit Synergy zustande gekommen?

Wir hatten schon vor dem Start des Synergy-Projekts eine gute Geschäftsbeziehung mit Boutique-Amps-Distribution und als sich die Gelegenheit ergab, an der Entwicklung des neuen, modularen Systems mitzuwirken, war es eine logische Entscheidung, von Anfang an dabei zu sein, denn dadurch erhielten wir wertvolle Einblicke in das technische Design der Synergy-Hardware. Wir wussten damals schon, dass dies für die spätere Entwicklung unserer Fryette-Module extrem wichtig sein würde. Und unser Insider-Wissen ist letztendlich auch entscheidend für den Erfolg der Synergy/Fryette-Deliverance- und Ultra-Lead-Module, die nun wiederum die Marke Fryette noch bekannter machen werden.

Was war die größte Herausforderung, als es darum ging, den typischen Deliverance-120-Sound in ein Synergy-Modul zu übertragen?

Der technisch anspruchsvolle Teil war durch die gemeinsame Entwicklung des Hardware-Designs des Syn-1, Syn-2 und des Syn-5050 bereits erledigt. Wir konnten also sicher sein, dass der Klangcharakter der Deliverance- und Ultra-Lead-Module korrekt umgesetzt werden kann. Der eigentlich schwierigste Aspekt des Modul-Designs war vielmehr die visuelle Ästhetik und die Ergonomie auf die Module zu übertragen.

Fryette-Verstärker sehen speziell aus und fühlen sich speziell an – einige visuelle Design-Merkmale sind unseren Kunden sehr vertraut und wichtig. Unser Augenmerk lag also darauf, dass unsere Stammkunden mit der Bedienung der Module sofort zurechtkommen. Der Nutzer soll sofort mit der Erkundung neuer Sounds beginnen können, die seine eigene Erwartungshaltung an das Produkt möglicherweise sogar übertreffen. Wenn das klappt, ist der schwierigste Teil der Produkteinführung für uns als Firma geschafft.

Der gute Ruf der Firma Fryette beruht aber eben auch auf der Fähigkeit, an die technischen Grenzen zu gehen und Risiken einzugehen, die andere Hersteller vielleicht lieber meiden. Die Module sollten unserem Renommee gerecht werden und einige Überraschungen bieten, denn jedes Produkt, das wir herstellen, muss sich abgrenzen und eine Daseinsberechtigung haben. Deshalb gibt es zum Beispiel eine aktive Presence- und Depth-Regelung beim Deliverance-Modul und auch der Graphic-EQ des Ultra-Lead-Moduls ist eher ungewöhnlich – nicht nur für ein Synergy-Modul. Wir mussten andere Regler verwenden, damit wir den grafischen EQ überhaupt auf einer Fläche von 20×40 Millimetern realisieren konnten.

Du bist ein sehr von Blues und Rock’n’Roll inspirierter Musiker und nicht so sehr Metal-Gitarrist. Welche Bands und Produktionen haben dich besonders geprägt?

Da ich alle Arten von Musik liebe, fällt es mir schwer, so richtige Favoriten zu nennen. Natürlich liebe ich Gitarristen wie Hendrix und Clapton, weil sie den Grundstein für die Idee gelegt haben, dass Verstärker und Gitarre zwei Bestandeile eines Instruments sind und erst zusammen das Gesamtbild ergeben. Albert King ist ebenso ein grundlegender Einfluss für mich wie Robert Fripp, Joey Ramone, Duane Eddy, Luther Perkins und Leigh Stephens. Es geht weniger um Stil, Technik und Ton, als um Energie und Haltung. Wenn die Musik meinen Herzschlag erhöht, ist sie gut. Wenn sie laut gut klingt, umso besser. Einige für mich wichtige Alben wären ‚Band of Gypsies‘, ‚Red‘, ‚Fresh Cream‘, ‚Getting Ready‘ (von Freddy King). Ich finde die Produktion von ‚This Was‘ (Jethro Tull) klasse, genau wie das frühe Mick-Abrahams-Zeug, das total von britischem Blues durchdrungen ist.

Warum sind deine Produkte bei Rock- und Metal-Gitarristen so hoch angesehen?

Das ist sowohl Zufall wie auch gutes Timing. Rack-Systeme waren früher groß im Trend und wir hatten die neueste und beste 19-Zoll-Endstufe auf dem Markt. Unsere Endstufen ließen anspruchsvolle Racks voll und sehr artikuliert klingen – der Gitarrist konnte alles ganz genau hören. Unsere Endstufe hatte einen Presence-Regler und einen neuartigen Regler namens Depth – ein Feature, das ich Mitte der 80er erfunden hatte. Das überraschte sogar Randall Smith, der damals glaubte, seine Kunden seien an solchen Features nicht interessiert – bis unsere Produkte auftauchten.

VHT Amplification wurde 1989 gegründet und schon Ende 1990 benutzten viele große Rock-, Hard-Rock-, Progressive- und Metal-Gitarristen unsere Verstärker im Studio, auf den Bühnen und im Fernsehen. Die Metal-Bands hatten den größten Bekanntheitsgrad und bekamen die meiste Presse, sodass wir sofort eng mit diesem Genre assoziiert wurden. Vor allem Living Colour hat einen großen Teil zu unserer Popularität beigetragen, denn Sie traten live im Fernsehen auf, wobei es eine Nahaufnahme unserer roten 2150er-Endstufe direkt neben Vernon Reids Händen während eines spektakulären Gitarrensolos zu sehen gab. Das hat dazu beigetragen, dass die VHT 2150 zu einer der bevorzugten 19-Zoll-Endstufen für Metal-Gitarristen wurde, obwohl wir sie nie explizit als Metal-Endstufe vermarktet hatten.

Bald darauf spielten Megadeth, Metallica, aber auch die Gitarristen von Cher und Barry Manilow unsere Produkte. Unsere Design-Philosophie und unser Engagement für die Entwicklung der E-Gitarren-Musik hat sich seitdem nicht geändert. Dass wir so hochqualitative Produkte bauen, ist einfach etwas, das alle Gitarristen wertschätzen können, und ich denke, so werden wir uns auch weiterhin den Respekt unserer Kunden verdienen.

Welchen Profi-Gitarristen hast du mit deinen Designs geholfen?

Das ist eine lange Liste zu der Dean DeLeo, Mick Mars, Steve Vai, Steve Lukather, Mike Landau, David Torn, Page Hamilton (Helmet), Aaron Turner (Isis, Sumac), Rob Caggiano (Anthrax, Volbeat), Ken Susi (Unearth), Mudvayne, Slipknot, Offspring, Perfect Circle aber auch Alexi Laiho gehören. Möge er in Frieden ruhen. Unser Equipment wurde auf der „Queen & Paul Rogers“- Tour verwendet und sogar Prince hat einige Produkte eine Zeit lang im Studio benutzt. Es gibt viele, die ich vergesse und wir hören immer wieder von jungen Musikern, die unser Equipment auf ihren Alben und Tourneen verwenden. Die meisten der oben genannten Gitarristen benutzen entweder immer noch unser Equipment oder kommen häufig wieder auf uns zurück und nehmen Kontakt zu mir auf, was natürlich sehr cool ist.

Lass uns noch kurz über die Zukunft sprechen: Woran arbeitest du zurzeit? Und was können wir als nächstes von Fryette Amplification, Synergy oder auch Sound-City-Amplification erwarten?

Eine neue Loadbox namens „Fryette-Power-Load-IR“ und der „Valvulator-GPDI/IR“-Röhrenverstärker gehen gerade in Produktion und werden zeitnah auf den Markt kommen. Letztes Jahr haben wir die Rückkehr der Pittbull-Ultra-Lead- und Deliverance-Series-II-Verstärker angekündigt. Das war allerdings, bevor die Welt durch Covid auf den Kopf gestellt wurde. Seitdem wurden der Deliverance-Sixty-II und der One-Twenty-II veröffentlicht. Der Ultra-Lead wird bald folgen, obwohl ich im Moment noch nicht genau sagen kann, in welcher Form er erscheinen wird.

Sound City ist eine Marke, die ich wirklich innig liebe, und obwohl wir im Team bereits darüber nachdenken, wie es mit der Marke weitergehen wird, habe ich hierzu keine spannenden Neuigkeiten zu verkünden. Noch nicht! Wir werden weiterhin mit Synergy zusammenarbeiten und Produkte releasen, über die ich jetzt noch nicht sprechen kann, aber mindestens eines davon, wird für viele Leute eine echte Überraschung sein. Stay tuned! Bestückte Platinen der Synergy-Module.

Vielen Dank für die umfangreichen Antworten, Steven!

Endstufe & Powersoak in einem: Fryette Power Station
Einer der Klassiker: Der Deliverance One Twenty II
Bestückte Platinen der Synergy-Module
Steven Fryette bei der Arbeit an einem Sound-City-Amp
Fertig: Die Production-Samples der beiden Fryette/Synergy-Module

 

(erschienen in Gitarre & Bass 08/2021)

Produkt: Kemper Amp Special
Kemper Amp Special
Der große Kemper Amp Testbericht! Kemper Amp – High-Tech in neuer Evolutionsstufe

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte dich auch interessieren