Produkt: Gitarre & Bass 6/2019
Gitarre & Bass 6/2019
Neoclassical Bluesrock: Yngwie Malmsteen+++Strat, Style, Strings, Sound: Jimmie Vaughan+++Glam-Metal 2019: Steel Panther+++Auf langer Abschieds-Tour: Rickey Medlocke & Lynyrd Skynyrd
Lauschangriff!

Test: Gamechanger Audio Plasma Pedal

(Bild: Dieter Stork)

Wenn einer wie Herr Kruspe irgendwelche Gerätschaften lobt, kommt Rumoren in die Gemeinde. O-Ton: „…tolles Gerät, macht echt, echt viel Spaß…, coole Sache.“ Zack, schon ist die mysteriöse schwarze Kiste geadelt. Klar, üble Neugier jetzt. Was da wohl da angeflogen kommt? Normal ist jedenfalls fast nichts da dran.

Über die Fähigkeiten des Gamechanger Audio Plasma Pedals gibt mein ausführlicher Testbericht in der aktuellen Ausgabe unseres Gitarre&Bass-Magazins detailliert Auskunft. Ich habe außerdem – wie immer bei solchen Tests – einige Soundclips eingespielt, die einen Eindruck von den tonalen Eigenheiten des Distortion-Pedals vermitteln.

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Hinweise zu den Soundfiles:

Für die Aufnahmen kam ein Kondensatormikrofon mit Großflächen-membran zum Einsatz, das C414 von AKG, nahe platziert vor einem Celestion Vintage30 in einer konventionellen 4×12-Box. Den Grundsound lieferte der Clean-Kanal meines Diezel VH2-Head.

Die Clips wurden pur, ohne Kompressor und EQ-Bearbeitung über das Audio-Interface Pro-24DSP von Focusrite in Logic Pro eingespielt und abgemischt. Das Plug-In „Platinum-Reverb“ steuert die Raumsimulationen bei.

Die Instrumente sind eine Fender-CS-Relic-Strat-1956 (m. JB-Humbucker v. Seymour Duncan am Steg) und eine Steinberger GL4T (EMG-aktiv, aber m. passivem Humbucker v. Seymour Duncan am Steg).

Die Verzerrungen des Pedals sind krass, allein schon wegen der beißenden Höhen. Außerdem braucht das Signal eine minimale (Latenz-) Anlaufzeit nach dem Attack. Mischt man das Plasma-Signal mit dem Clean-Anteil so kommt letzteres zunächst allein quasi als Attackpeak zu Ohren. Wegen der Anlaufzeit und der gerne im Moment des Attacks etwas „krümeligen“, instabilen Ansprache wirken zuweilen Passagen, die timing-fest gespielt sind, labil, wie unpräzise gespielt.

Die Soundclips sprechen ansonsten für sich selbst. Nur dies zur Erklärung: Sustain in Clip 6 meint „Ausklingphase“ – an deren Ende hört man wie mit dem Abnehmen der Signalstärke die Plasma-Distortion nicht mehr getriggert wird und sie brüchig und dann abrupt verendet.

Ich wünsche viel Vergnügen! Wenn möglich, bitte laut anhören – über Boxen, nicht Kopfhörer! 😉

Fragen, Anregungen und ja, auch Kritik sind wie immer stets willkommen. Nachrichten bitte an frag.ebo@gitarrebass.de. Es klappt nicht immer, aber ich werde mich bemühen möglichst kurzfristig zu antworten.

 

Text + Musik: Ebo Wagner (GEMA)

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