Big it up, Baby!

Test: Fame Custom ST HSS RW Worn Aqua over Paisley & HH MN Worn Gold over Sunburst

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(Bild: Dieter Stork)

Auch wenn Begriffe wie „Custom” und „Masterbuilt” inzwischen inflationär verwendet werden, lassen sich hinter solch werbetechnisch dreisten Anpreisungen gelegentlich doch bemerkenswert gut ausgestattete und rundum funktionstüchtige Instrumente finden.

Selbstverständlich haben wir es bei Instrumenten in der Preisklasse unter 1.000 € – und nicht nur bei diesen – mit seriengefertigten Produkten zu tun. Niemand wird ernsthaft glauben, dass da ein fernöstlicher Meisterbauer an Hölzer klopft, um das perfekte Paar aus Korpus und Hals zu finden. Und meint „Custom” nicht eigentlich „individuell angepasst”? Nun ja, diese Bezeichnungen sollen schlicht Wertigkeit vermitteln. Innerhalb bestimmter Sortimente greift man immerhin dann doch ins höhere Regal.

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OVER AND OVER AGAIN

Genau das ist bei der Custom-Line-Serie der Fame Masterbuilt Guitars der Fall. Fame, die Hausmarke des Music Store Köln, hat eine ST-Style-E-Gitarre immerhin schon für 299 € im Programm. Für die neue Custom-Line-Serie hat man sich konzeptionell an der sogenannten Power-Strat orientiert.

In der Stegposition ist also immer ein Humbucker zu finden. Die beliebte Schraubhalskonstruktion mit dem bekannt komfortabel gestalteten Korpus ist grundsätzlich mit einer SSH- oder HH-Tonabnehmerkonfiguration ausgestattet. Entweder sind bei Typ 1 zwei auf ein Pickguard montierte Fame-Single-Coil-Pickups in Hals- und Mittelposition mit einem Fame-Humbucker in der Stegposition kombiniert, oder bei Typ 2 sind Fame-Humbucker an Hals und Steg direkt ins Holz geschraubt.

Die unterschiedliche Schaltmimik und die damit erreichbaren Klangvariationen werden wir unten im Detail betrachten. Die Buchse der SSH-Variante befindet sich übrigens auf der Decke, die des HH-Modells wurde auf die Zarge unten hinten gesetzt.

Bemerkenswert ist auf jeden Fall die Holzauswahl, denn alle Modellvarianten verfügen über einen aus zwei- oder dreiteilig gefügtem Mahagoni gefertigten Body (Mahagoni ist schon speziell, aber es gab und gibt es gelegentlich auch bei Fender)! Ein Schritt in die Moderne ist auch der handfreundlich und komfortabel abgeglichene Aufnahmebereich für den Hals. Der Hals selbst mit „Modern C”-Profil ist jeweils aus „Quarter Sawn Maple” gefertigt.

Das Griffbrettmaterial ist entweder Palisander oder Ahorn. Achtbar sauber verarbeitet sind bei beiden Modellversionen die 22 Edelstahlbünde im Jumboformat. Zwischen Kitsch und Cool changierend wurde allen Ausführungen dieser Serie eine Relic „Color over Color”-Farbgebung mit Sunburst- oder Paisley-Untergrund verschafft.

(Bild: Dieter Stork)

Alle Modelle verfügen über ein Tremolo im Vintage-Stil mit Einsteckarm, einem Gussblock aus Aluminium und einer lobenswert glatten Oberfläche der einzeln justierbaren Saitenreiter (ein Pluspunkt!). Außerdem sind alle Gitarren mit Fame-Locking-Mechaniken ausgestattet und der Halsstab ist für Winkelkorrekturen vom Kopf her leicht zu erreichen.

(Bild: Dieter Stork)

Erwähnenswert sind außerdem die Dots aus Abalone im Griffbrett zur Markierung der Lagen und die ebenfalls verbauten Lock-Gurtpins. Uns liegen beide Ausführungen zum Test vor. Abgesehen von der Beschaffenheit ihrer Griffbretter und Pickup-Bestückungen inklusive differierender Schaltvarianten unterscheiden sie sich lediglich durch ihre unterschiedliche Kolorierung.

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Da hat der MusicStore ja mal wieder tolle Instrumente im Sortiment der Hausmarke rausgetan ; und das zu einem klasse Preis! Die 2 Hingucker zum Preis von 2/3tel k€ sind einfach gelungen!

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