Vielseitiger Verzerrer mit hohem Praxiswert

Nostalgie-Meister: Peavey Rock Master Preamp Pedal

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(Bild: Dieter Stork)

Mit dem Rock Master Preamp Pedal dreht Peavey den Temperaturregler der Nostalgiedusche ganz weit auf und erfreut vergangenheitsverliebte Gitarristinnen und Gitarristen mit einer Pedalversion eines hauseigenen Klassikers.

Das Rock-Master-Pedal ist Teil einer Pedal-Familie, die sich mit Peaveys Verstärker- und Preamp-Klassikern der letzten Jahrzehnte auseinandersetzt. Verstärker wie der legendäre Session-LTD 400, der ikonische Bandit-Amp oder eben der Rock-Master-Preamp dürfen hier im Kleinformat noch einmal aufblühen.

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VERGANGENHEITSBEWÄLTIGUNG

Ein kurzer Blick in den Rückspiegel: Wir schreiben die frühen 90er, Hair Metal ist weitestgehend abgewickelt, Grunge steht bereits in den Startlöchern, Metallica krempeln den Heavy Metal auf links und irgendwie erlebt die Gitarrenwelt einen deutlichen Umbruch. Peavey konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen, dass ihr damaliger Bestseller im 19-Zoll-Format, der röhrenbetriebene Rock-Master-Preamp, die Grundlage für spätere High-Gain-Amps wie den JSX oder den XXX bilden würde. Der Preamp war im Grunde alles, was sich Gitarristen zu dieser Zeit wünschen konnten. Mit seinen drei Kanälen, der aufwendigen Gain-Regelung und dem Vier-Band-EQ verfügte das Gerät auch noch über eine global arbeitende Voicing-Sektion. Zudem sorgten sage und schreibe fünf FX-Loops für maximale Vielseitigkeit bei der Zusammenarbeit mit Pedalen oder anderen 19″-Einheiten. Bedenkt man, dass Peavey immer ein Hersteller für das mittlere Preissegment war, ist das eine nahezu atemberaubende Ausstattung.


WÜRFELFORMAT

Fast forward ins Jahr 2025: Weil die 90er Jahre sowieso gerade wieder schwer in Mode kommen, ist die Neuauflage des Rock-Master-Preamps nicht wirklich verwunderlich. Natürlich handelt es sich hierbei um eine deutlich abgespeckte Variante des Ultra-Gain-Kanals des 19″-Gerätes – schließlich soll das Ganze im Pedal-Format ja auch noch bedien- und vor allem bezahlbar bleiben. Neben einer Drei-Band-Klangregelung („Bottom“, „Body“ und „Edge“) verfügt das Pedal über einen Pre- und einen Post-Gain-Regler, der wie ein Master-Volume funktioniert. Außerdem gibt es einen kleinen Shift-Taster, der sich gravierend auf das Voicing des Mitten-Spektrums auswirkt. Neben dem Bypass-Fußschalter gibt es einen weiteren Schalter für eine Extraportion Gain.

(Bild: Dieter Stork)

Das Design atmet den Zeitgeist der frühen 90er Jahre voll und ganz. Das Old-School-Peavey-Logo sowie die Beschriftung und die Potiknöpfe versetzen einen unmittelbar in diese Ära zurück. Das Innenleben gibt lediglich den Blick auf die untere der beiden übereinander montierten Platinen frei. Alles Sichtbare wirkt absolut sauber und tadellos verarbeitet. Die intern auf 30 V hochregulierte Betriebsspannung soll laut Hersteller für maximalen Headroom sorgen.

Soundcheck und Resümee auf Seite 2

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