Leserfragen: Asbest in Marshall-Amps / Park-Verstärker 1210

Ich habe mit Interesse eure Bewertungen der Marshall-Verstärker gelesen. Leider vermisse ich die Park-Verstärker „1210”, die ja auch zu Marshall gehören. Da wüsste ich auch gern, was das Gerät auf dem Foto für einen Wert hat. Alles ist original und funktionsfähig.

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F. Lamminger

Hallo Herr Lamminger, vielen Dank für das Foto. Das Halfstack stammt etwa aus den Baujahren 1978/79. Diese Amps sind ganz ähnlich den Marshall-JCM800-Modellen und klanglich sicher ebenbürtig. Den Wert würde ich komplett momentan mit € 1800 bis € 2200 beziffern. Bei gebrauchtem Equipment entscheidet über den Preis allerdings immer die Angebot- und Nachfrage-Situation, da diese Verstärker ja per se keinen Gebrauchtpreis haben.

Udo Pipper


Ich besitze einen voll funktionsfähigen Marshall-Röhren-Verstärker mit Lautsprecherbox aus den 1960er- oder 1970erJahren und habe zum Thema Marshall-Verstärker folgenden Artikel auf Ihrer Webseite gefunden: FAQs zu Marshall-Amps von Udo Pipper. Deswegen hätte ich eine Frage an Herrn Pipper als Fachmann: In vielen elektrischen Geräten dieser Zeit wurde Asbest verbaut und manche emittieren Asbest beim Betrieb (z.B. der 16mm-Filmprojektor P5 von Bauer). Ist in den Marshall-Verstärkern dieser Zeit ebenfalls Asbest verbaut? Wenn ja, wird Asbest beim Betrieb infolge von Erwärmung emittiert?

Heinrich Adolf

Hallo Heinrich, da kann ich dich beruhigen. In Marshall-Amps kam kein Asbest zum Einsatz. Das betrifft hauptsächlich Fender-Tweed-Verstärker bis Baujahr etwa 1961. Hier findet man das Asbest als Schutzbeschichtung auf der Innenseite des Rück-Panels. Im Laufe der Jahre wird das Asbest brüchig und löst sich auf, wodurch feine Partikel oder Staub in die Umgebung abgegeben werden können, was man natürlich vermeiden möchte.

Udo Pipper

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