Das 12.000€ Masterpiece

Jäger HardCandy im Test

Beim Schreiben dieses Tests zeigt sich der Winter vermutlich zum letzten Mal in diesem Jahr von seiner besten Seite: Blauer Himmel, Sonne, frisch gefallener Schnee … Das erscheint selbst in Norddeutschland wie ein Gedicht. Heute ist der perfekte Tag, um über die Jäger HardCandy zu schreiben.

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(Bild: Dieter Stork)

Die Jäger HardCandy kommt nämlich aus einer der schneereichsten Regionen Deutschlands, aus dem Allgäu. Denn Florian Jäger, 1972 geborener Gitarrenbaumeister, hat seine Werkstatt in den Bergen um Oberstdorf. Aber es bedarf auch eines besonderen Tages, um über eine besondere Gitarre zu schreiben.

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Der Weg ist das Ziel

Florian Jäger befand sich jahrelang auf einer Reise, auf der Suche nach dem idealen Ton einer Gitarre. Zwei bis drei Initialzündungen dienten ihm dabei als Wegweiser auf einem Weg, der bis dato mit sogenannten Bavarian Makeovers vieler Gibson-Custom-Shop-Les-Pauls gepflastert war. Bei diesen Makeovers geht es darum, die neuzeitlichen Custom-Shop-Gitarren mit den historisch korrekten Details zu versehen, die die alten Les Pauls auszeichnen. Dabei hätte es eine Menge zu lernen gegeben, meint Jäger. Z. B. wie man etwas machen kann, aber auch, wie man etwas besser nicht machen sollte. Wichtiger für seinen Weg erscheinen im Rückblick jedoch die vielen Restaurierungen alter Instrumente aus den 1950er-Jahren.

Eine besondere 1953er Gibson Les Paul Goldtop stellte eine der oben angesprochenen Initialzündungen dar, denn deren Ton haute Jäger im besten Sinne des Wortes einfach um! Diese Gitarre hätte ihm die Tür zu den Zwischenwelten geöffnet, erzählt er. Ihr Ton wirkte dermaßen körperlich, dass er in seiner Intensität und Vollkommenheit durch Mark und Bein ging. Dieses Erlebnis wieder neu zu erschaffen mit einer Gitarre, die er selbst gebaut hat – das war nun das erklärte Ziel. Und an diesem Ziel steht nun diese HardCandy! In ihr sammeln sich alle Erfahrungen, die Jäger auf seiner Suche nach DEM Ton machen durfte.

Von Honduras nach Versailles

Hals und Korpus der HardCandy sind aus echtem Honduras-Mahagoni, das bereits in den 1940er-Jahren gewonnen wurde. Also dem Mahagoni, das durch die beständigen Winde, die in diesem mittelamerikanischen Land permanent wehen, gleichermaßen leicht und stabil ist. Dieses Holz ist natürlich getrocknet – ohne Stress, sondern mit aller Zeit der Welt, und draußen an der frischen Luft. Die nach klassischen Gibson-Vorgaben korrekt gewölbte Decke ist aus Ahorn der Güteklasse AAAAA geformt und wurde von Jäger selbst in Michigan ausgesucht. Also dort an der Grenze zu Kanada, wo das Ahorn unter klimatisch harten Bedingungen aufwächst und dementsprechend feinjährig gemasert ist.

Das bestklingende Griffbrettmaterial für klassische E-Gitarren-Sounds ist nach wie vor brasilianisches Palisander, dessen Gewinnung und Handel längst verboten ist. Wie gut, dass dem Gitarrenbaumeister Florian Jäger (nicht nur) in diesem Fall der Flötenbaumeister Christian Jäger zur Seite stand. Florian Jägers Vater hatte etwas Rio-Palisander von seinem Lehrmeister geerbt, der es wiederum von seinem Vater bekommen hatte. Demnach stammt das verwendete Rio-Palisander also etwa aus dem Jahr 1910. Natürlich liegt der Gitarre eine amtliche CITES-Bescheinigung dabei, die besagt, dass das Holz für das Griffbrett aus einem Bestand stammt, der vor 1992 bereits in der EU gewesen ist. Ab dem Zeitpunkt gilt bekanntermaßen das Schutzabkommen und damit das Importverbot für Rio-Palisander in Europa.

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Jäger/Amber-P50-Pickup mit Kappen aus französischem Buchsbaum. (Bild: Dieter Stork)

Während der Entwicklung der HardCandy kam Florian Jägers Vater ein weiteres Mal ins Spiel, als Vater und Sohn über die zu verwendete Hardware diskutierten. „Wenn es silbrig klingen soll, dann nimm doch Silber für die Brücke“, soll Vater Jägers einsilbriges Statement gewesen sein, als Florian Jäger über Materialien wie Stahl, Glockenmessing, Aluminium und andere dozierte. Und stiftete gleich einen Barren uraltes 999er Feinsilber, aus dem die Firma ABM in Berlin nun nach Jägers Angaben die Brücke für die HardCandy fräsen konnte – wie bei ABM gewohnt aus dem vollen Stück.

Die Einschlaghülsen und Schrauben zur Befestigung der Brücke stammen von einem Schmied aus Norddeutschland, der die Teile aus sehr altem Stahl herausfräste. Nicht nur alt, sondern sogar prähistorisch wird es, wenn es um das Material für den Sattel und Toggle-Knopf geht. Hier kam Elfenbein zum Zuge, das von einem im sibirischen Permafrostboden gefundenen Mammut stammt. Der nähere Osten lieferte das Material für den einzigen Potiknopf der Gitarre: Bernstein aus der Ostsee, aus dem ein Oberstdorfer Künstler den Knopf von Hand drechselte und die Skalierung per Lupe und Hand auftrug. € 380 habe er für diesen Poti-Knopf bezahlt, und was den Schalterknopf aus Elfenbein anginge, wären bei der Herstellung vier kaputt gegangen, bis der fünfte dann hielt, erzählt Jäger.

Die Ostsee kommt erneut ins Spiel, wenn wir uns um die Pickups der HardCandy kümmern. Denn die wurden von AmberPickups, bekanntlich auf dem Darß beheimatet, speziell für Jäger gebaut. Dabei dienten die P90s der sagenhaften 1953er Les Paul als klangliches Vorbild und wurden in allem vermessen, was es zu vermessen gab, um ebenso gut klingende Aggregate bauen zu können. Doch Jäger hatte auch spezielle Vorstellungen von der Größe der Pickups. Frei nach dem Motto Andreas Kloppmanns ‚Was gut aussieht, klingt auch gut!‘, ließ er seine sogenannten P50-Pickups von Wolfgang Damm/AmberPickups kürzer als übliche P90s, aber länger als übliche Humbucker bauen. Was in der Tat gut aussieht.

Bei den Überlegungen zum Material für die Tonabnehmerkappen riet Christian Jäger seinem Sohn wieder zu einem Material aus dem Flötenbau: Französischer Buchsbaum. Aus diesem Holz werden bei Querflöten die Mundstücke hergestellt. Gesagt, getan, könnte man meinen. Doch es stellte sich als eine überraschend schwere Aufgabe dar, diesen Buchsbaum in der nötigen Stärke zu finden, um daraus Pickup-Kappen herstellen zu können. Erst nach vielen Wochen Suche stieß Jäger auf die InternetSeite eines Holzhändlers, der sich auf Buchsbaum spezialisiert hatte und ihm passendes Material liefern konnte – direkt aus den Gärten von Versailles! Denn nur dort wächst der französische Buchsbaum in der erforderlichen Stärke.

Man kann sich vorstellen, dass dieses Holz exorbitant teuer war. Erschwerend kam noch hinzu, dass man eine gewisse Mindestmenge abnehmen musste. So besitzt Florian Jäger nun ein Kontingent, aus dem sich sechs Sets à zwei Kappen herstellen ließen und das ihn um ca. € 1000 erleichtert hat. Alle Leimstellen der HardCandy sind mit Knochenleim ausgeführt, und die gesamte Gitarre mit dem in der „Makeover“-Szene legendären Jäger-Nitrocellulose-Lack versiegelt. Dieser Lack, der von einem kleinen Familienbetrieb in Bayreuth hergestellt wird, beinhaltet keinen Weichmacher, härtet kristallin aus und bekommt in sehr kurzer Zeit die amtlichen, authentischen Side-toside-Risse, die auch einer neuen Gitarre das beliebte „Brokenin“-Erscheinungsbild einer alten Gitarre geben.

Auch die Mechaniken, offene, gute Waverlys, sind leicht ge-aged.

Die Verarbeitung der HardCandy ist vorbildlich. Und muss es bei einem Preis von € 12.000 auch sein. Lediglich die Kerben im Sattel könnten für meinen Geschmack noch eine Idee tiefer sein, aber das ist mit dem Kunden wohl so abgesprochen worden. Die Gitarre wirkt als Ganzes in der Tat „broken in“, ohne dabei künstlich gealtert rüberzukommen. Obwohl man weiß, dass es sich um eine neue Gitarre handelt, entsteht sofort das Gefühl, eine bereits gespielte Gitarre in den Händen zu halten. Und auch diese Vertrautheit, der man normalerweise nur bei älteren, persönlich bekannten Gitarren begegnet, ist hier bereits nach wenigen, gegenseitigen Streicheleinheiten vorhanden. Sehr schön!

Ambigramm

Doch nicht genug der Besonderheiten der HardCandy! Sieht man sich das Logo der Firma Jäger an, wird man auf den zweiten Blick feststellen, dass es sich dabei um ein so genanntes Ambigramm handelt. Also ein Schriftzug, der sich auf dem Kopf stehend genauso liest wie aus normaler Sicht. Das Jäger-Logo hatte seinerzeit John Langdon entwickelt, der wohl bekannteste und beste Ambigramm-Künstler der Welt (www.johnlangdon.net). Langdon, der u. a. durch die Illustration von Dan Browns ‚Illuminati‘ bekannt wurde, zeichnet nun auch für das Ambigramm-Logo der HardCandy verantwortlich.

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So und so gleich: Das Ambigramm-Logo von Logo und Modellbezeichnung (Bild: Dieter Stork)

Das macht durchaus Sinn, denn auch der Sinn des Wortes HardCandy ist auf seine Weise wie ein Ambigramm. HardCandy steht für Süß und Sauer, hart und weich, für Yin und Yang, im Prinzip für das Leben an sich. Aber auch für das angestrebte Klangideal dieser Gitarre, die gleichermaßen süß wie hart klingen soll. Die Inspiration für diesen Namen bekam Jäger übrigens durch den gleichnamigen Song von Chris Knight, in dem es genau um solche Ambivalenzen geht.

Mehrwert und Frequenzen

Und wo wir schon bei Candy sind: Die sogenannten Case Candies sind auch von einer besonderen Art. Da gibt es zum einen den wunderbaren Rindsledergurt der Krefelder Firma Art and Sole – mit Kalbsleder gefüttert und geschmackvoll verziert. Und dann natürlich ein Zertifikat, gerne auch CoA genannt (Certificate of Authenticity). Und das nicht etwa auf Papier gedruckt, sondern in ein smartphonegroßes Stück Aluminium eingeätzt, das in einer rindsledernen Hülle steckt, deren Größe individuell, weil passend zum Smartphone des Kunden, ausgeführt wird.

Und eine allerletzte Besonderheit entdeckt man auf der Abdeckung des Stahlstab-Zugangs, der sogenannten „Glocke“ auf der Kopfplatte. Hier finden sich die beiden Zahlen 446.3 und 392.2. Was ist das? Nichts anderes als die beiden Eigenresonanzen, in denen die HardCandy schwingt. Jäger hat mit einer sensiblen Messapparatur auf seinem Weg zur HardCandy heraus gefunden, dass alle außergewöhnlich gut klingenden, alten Les Pauls zwei Eigenresonanzen aufweisen. Dass seine HardCandy dieses Verhalten nun auch an den Tag legt, ist für Jäger ein Hinweis, dass er beim Bau dieser Gitarre alles richtig gemacht hat. Und eine Bestätigung für all die Tries & Errors auf diesem Weg.

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Edles Zubehör: Ein prächtiger Ledergurt und ein Zertifikat, das in eine Alu-Platte geätzt ist. (Bild: Dieter Stork)

Praxis

Ich habe noch nie einen Les-Paul-Typ in der Hand gehabt, der derart leicht gewesen ist! Was mit gutem, altem Holz alles möglich ist, zeigt aber nicht nur das geringe Gewicht. Da ist eine verblüffend hohe akustische Lautstärke, ein Hinweis darauf, dass die gesamte Konzeption extrem schwingungsfreudig ist. Das Sustain ist lang, die Ton springt trotzdem schnell an, die Transparenz ist sehr hoch ausgebildet und die gesamte Spielbarkeit exzellent. Jeder Ton auf jeder Saite erklingt in jeder Lage in absoluter Gesundheit, auch im Bereich des Übergangs zum Korpus. Allerdings ohne Kraftmeierei, sondern eher in sich ausgewogen und ebenmäßig, was den Tonverlauf angeht. Dem zugrunde liegt ein insgesamt freudig federndes Spielgefühl, denn man bekommt von dem, was man in die Gitarre hinein gibt, sehr viel wieder zurück. Es herrscht einfach ein großartiges Geben und Nehmen, was natürlich die Spielfreude ungemein anstachelt.

Die P50-Pickups nehmen dies alles auf und transportieren ihn an die Verstärkung – und da wird schnell klar, was solch eine Gitarre anrichtet, wenn sie in einem normal orientierten Gitarrenhaushalt einschlägt. Alle Einstellungen meines Amps müssen erst mal dem angepasst werden, was die HardCandy liefert. Denn da kommen reichlich Höhen, und knackige, wohl geformte Bässe ohne jede Tendenz zur Undurchsichtigkeit. Der Charakter formende Mittenbereich liegt höher als bei meinen mit Humbuckern bestückten Gibson-Gitarren (Les Paul, SG), liefert aber reichlich Druck, um auch mit verzerrten Sounds rocken zu können. Es fällt auf, dass die HardCandy keinen Genre-spezifischen Sound bevorzugt.

Von Clean bis Vollverzerrt wird ein wendiges, jederzeit dynamisch leicht beeinflussbares Klang- und Spielbild erzeugt, das vorbildlich ist und in allen Musikrichtungen funktioniert. Normalerweise bin ich ein absoluter Fan von P90-Sounds. Doch mich würde es außerordentlich reizen, diese Gitarre auch einmal mit guten Humbuckern zu hören, die der Direktheit und Lebendigkeit der P50s einen Schuss Gelassenheit und Gesetztheit entgegen bringen könnten. Übrigens: Die Folgemodelle dieser HardCandy sind natürlich nach Kundenwunsch ohne Aufpreis bestückbar, sowohl was die Tonabnehmer als auch die Anzahl der Potis angeht.

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Die Resonanzfrequenzen der Jäger HardCandy sind in die Trussrod-Abdeckung eingraviert. (Bild: Dieter Stork)

Resümee

An dieser HardCandy hat Florian Jäger etwa anderthalb Jahre gebaut, bis alle seine Sinne mit dem Instrument zufrieden waren. Ein Meisterstück wie die HardCandy stellt immer den Endpunkt einer bestimmten LernPhase dar. Lehrstücke, Gesellenstücke, Meisterstücke – sie alle schließen eine Entwicklung ab, öffnen aber gleichzeitig die Türen zum nächsten Schritt, zur nächsten Phase. So wird es sehr spannend sein zu beobachten, was sich in Florian Jägers Gitarrenbauwerkstatt im Allgäu noch tun wird – abseits von allen Trends und Streams, auf dem Weg zu seinem nächsten Ziel.

Von den verwendeten Materialien hat Jäger noch einiges auf Lager, sodass einige HardCandys mehr gebaut werden können. Für die, die sich solch eine Gitarre leisten können, kann die HardCandy ebenfalls das Ende einer langen Suche bedeuten. Aber auch dem Connaisseur, Sammler oder Investor wird mit der HardCandy ein außerordentliches Objekt geboten, das eine Einzigartigkeit in Qualität und Ton besitzt. Eben ein Meisterstück.

 

Plus

  • Eindruck
  • Ausdruck
  • Erscheinung
  • Haptik
  • Spielgefühl
  • Klänge
  • Zubehör

 

Jäger HardCandy_profil

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Ich frage mich immer, was Berichte wie dieser hier bringen? Wer “von uns” wird jemals solch eine Gitarre spielen? Und dem zufolge könnte der Autor im Prinzip alles schreiben – nur, wozu???

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    1. Das ist ein Artikel, den man lesen soll. Das ist Lesestoff, den man interessant finden kann, der einen unterhält, über den man sich aufregen kann. Genau aus dem Grund werden Artikel geschrieben.

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    2. Na ja, ist diese Sichtweise nicht etwas zu kurz argumentiert? Es geht meiner Ansicht nach nicht darum, ob “wir” uns ein Instrument leisten können oder nicht, sondern zu zeigen, welche Möglichkeiten im Instrumentenbau bestehen und was möglich ist. Ich halte derartige Artikel immer für sehr interessant. Anders herum könnte sonst argumentiert werden: ‘Bitte nur Instrumente bis 500 EUR testen’. Die können wir uns leisten. Das wäre erstens eine zu starke Einschränkung und deshalb zweitens langweilig.

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      1. Volker, Du sprichst mir aus der Seele, danke für den Kommentar. Wir bemühen uns jedenfalls, eine ausgewogene Mischung zwischen “Brot-&-Butter”-Instrumenten und so genannten “Dream Machines” zu bringen. Und ich glaube, dass solche Artikel wie der über die Jäger Hard Candy für jeden Gitarren-Fan genug Stoff enthält, der sich interessant liest. Obwohl die wenigsten in der Tat soviel Geld für eine Gitarre übrig haben.

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  2. Also ich persönlich lese Artikel über Boutique Equipment mit Abstand am liebsten. Interessiert mich persönlich herzlich wenig, was eine EUR 200,- Gitarre oder ein EUR 40,- Bodentreter kann, aber einen Bericht über eine EUR 40.000,- Pagelli Gitarre lese ich mir nicht nur einmal durch. Die Grenzen des Machbaren bis ins kleinste Detail austesten, Perfektion so weit man nur kann sich annähern… das sind doch Prinzipien, die nicht nur bei Gitarren lobens- und erstrebenswert sind, es ist ein Ideal, das ich persönlich in jeder Person enorm schätze und respektiere. Hab mich nach der Jäger Propeller Rezension stunden-, ja wochenlang, mit Geigenbau beschäftigt um herauszufinden was es mit den Proportionen dieses Instrumentes auf sich haben könnte, Stunden über Stunden Nitrolacke recherchiert, Elektronik, vintage pots, Sattelmaterial, … Einen Twingo les ich mir doch auch nicht durch, aber obwohl ich Null Ahnung von Autos habe und sich mich nicht sonderlich interessieren, aber einen Testbericht zu einem Ferrari oder Maybach lese ich mir sehr gerne durch. “Shoot for the moon. Even if you miss, you’ll land among the stars.” Und wenn mal ein unerwarteter Geldsegen daher weht, dann weißt du ja, wie du das Geld investieren kannst! 🙂

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  3. Dieser Bericht über diese Jäger-Gitarre ist leider ziemlich nutz- und sinnlos. Einen Nutzen und Sinn könnte er aber dann erfüllen, wenn er vergleichende H ö r b e i s p i e l e enthalten würde – z. B. diese Jäger-Gitarre mit einer modernen Gibson Les Paul in Verbindung bringen. Selbstverständlich unter Nennung des Verstärkers, dessen Einstellungen und der anderen beteiligten Hardware.

    Hier nur den Klang zu beschreiben ist einfach zu wenig, um sich ein Urteil darüber bilden zu können, ob solch eine Gitarre überhaupt erstrebenswert für einen selbst wäre. Außerdem liegt es in der Natur der Sache, dass die Klangbeschreibung in diesem Artikel genau so nichtssagend ist wie die Beschreibung des Geschmacks eines Apfels, denn süß-säuerlich schmeckt eine Orange auch. So gibt es eben auch eine Vielzahl anderer Gitarren, auf welche die Klangbeschreibung im Artikel genau so zutreffen würde. Deshalb: Im V e r g l e i c h muss man solch ein Instrument hören können, um von dem Artikel wirklich etwas zu haben. So ein Bernstein-Potiknopf stellt im Vergleich zum Klang nur unnötigen Firlefanz dar. Das mag hart klingen – ich habe jedoch schon viele handwerklich sehr schön gearbeitete Gitarren in meinen Händen gehabt, die von den klanglichen Eigenschaften aber leider nicht mit einem 500 Euro-Instrument mithalten konnten.

    Der Artikel macht sich leider auch in der Hinsicht etwas zweifelhaft, wenn dort krampfhaft versucht wird, aus HardCandy “süß und sauer”, “hart und weich” oder “yin und Yang” zu konstruieren. Da bekommt man leider den Eindruck, dass der Verfasser mit aller Gewalt etwas herbeiredet, was nicht den Tatsachen entspricht. Und wenn er sich traut, es bei diesem Beispiel zu tun, bei dem jeder mit selbst geringen Englischkenntnissen bemerkt, dass dies nicht stimmt – wie vorsichtig muss man dann erst werden gegenüber den anderen Aussagen…

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