Zweifellos praktisch

Die Endstufe stets dabei: Rockboard Power MOD im Test

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(Bild: Dieter Stork)

Es könnte so einfach sein: Pedalboard und Gitarre vom Beifahrersitz nehmen und im Club oder Proberaum an die dort vorhandene Box anschließen. Ein klassischer Verstärker soll mit den Power-Mod-Modellen von Rockboard nicht mehr nötig sein. Vielmehr ist dieser platzsparend direkt im Pedalbrett verbaut.

Die Logistik ist für Musiker ein relevanter Kostenfaktor. Ob eine Band mit einem PKW oder einem Kleintransporter anreist, macht bei einem Club-Gig durchaus einen Unterschied. Oft helfen Modeler bei der Verschlankung des Equipments. Allerdings möchte nicht jeder Musiker auf seine Pedale verzichten, die es in großer Auswahl gibt und die individuelle Sounds garantieren. Ebenso beliebt ist der schiebende Sound aus einer dedizierten Box im Rücken, selbst wenn diese direkt aus dem Club vor Ort stammt. Das Bindeglied zwischen Pedalen und Box ist die Endstufe. Entsprechende Produkte im Pedalformat gibt es von Seymour Duncan, Harley Benton und Lichtlärm Audio. Rockboard bietet eine solche Lösung zum Einbau in die eigenen Pedalboards an!

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MECHANIK UND TECHNIK

Die Pedalboards der Reihen Tres, Quad und Cinque verfügen jeweils über mindestens einen sogenannten Mod-Slot. In diesen können unterschiedlichste Erweiterungen ergänzt werden, etwa für zentrale Anschlüsse, einen Sender oder ein Pedal-Netzteil. Mit den Power-Mods finden nun auch Verstärker ihren Platz. Grundsätzlich lassen sich die Testgeräte aber auch in Kombination mit Pedalboards anderer Hersteller verwenden.

Hinter den Einschüben verbergen sich leichte Mono-Class-D-Transistorendstufen, die sowohl typische Gitarrenboxen als auch Fullrange-Monitore ansteuern können. Eine Simulation einer Gitarrenbox ist zuschaltbar. Tatsächlich könnte man die Testgeräte auch als Verstärker bezeichnen, denn sie verfügen über eine Klangregelung und lassen sich direkt mit einer Gitarre betreiben.

Die volle Leistung liefern beide Endstufen bei vier Ohm. Diese liegt bei der Power Mod 75 bei 50 Watt und bei der Power Mod 150 bei 118 Watt, jeweils bei 1 % THD. Beide Modelle lassen sich aber auch mit weniger Leistung an acht Ohm betreiben. Die Leistungsangaben beziehen sich auf den linearen Betrieb. Bei aktivierter Boxsimulation ist der Frequenzgang beschnitten, weshalb Leistung und Spitzenpegel in der Realität höher ausfallen.

(Bild: Dieter Stork)

AUSSTATTUNG

Frontseitig regelbar sind die Ausgangslautstärke sowie die drei Bänder der Klangregelung. Hinzu kommen Schalter für eine Mute-Funktion und besagte Boxensimulation, die den Frequenzgang in Richtung einer 4×12″-Box mit Vintage-30-Bestückung und einer Mikrofonierung mit Shure SM57 modifiziert.

Die Box lässt sich ebenfalls an der Frontseite über eine 6,3-mm-Klinkenbuchse verkabeln. Zusätzlich gibt es Anschlüsse für einen Kopfhörer (3,5 mm) und einen externen Zuspieler (3,5 mm). Über den XLR-DI-Ausgang kann das Signal der Simulation zudem für die Beschallung oder Aufnahmen abgegriffen werden. Das mitgelieferte Netzteil wird hingegen auf der Modulrückseite angeschlossen. Dort befindet sich auch der Input.

Die kompakte Baugröße der MOD-Slots fordert ihren Preis. Die Endstufen benötigen ein passendes Netzteil, das den nötigen Strom liefert. Dieses findet unter dem Pedalboard seinen Platz und ist weltweit einsetzbar. Aufgrund der unterschiedlichen Leistung fallen die Netzteile unterschiedlich groß aus: Einmal werden 24 Volt Gleichstrom mit 2,25 Ampere und einmal 36 Volt mit 4,16 Ampere geliefert. Das Gewicht der Kombi liegt jeweils bei 0,84 kg.

Praxistest und Resümee auf Seite 2

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