Bestseller: Fender Standard Stratocaster HSS im Test
von Redaktion,
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(Bild: Dieter Stork)
Die Welt ist vielfältig, nicht zuletzt was die ungemein umfangreiche Modellpalette bei Fender angeht. Dabei verlässt sich der kalifornische Hersteller seit über 70 Jahren nicht ohne Grund auf die frühen Entwürfe seines Namensgebers. Wir schauen uns mit der Standard Stratocaster HSS einen aktuellen Bestseller einmal genauer an!
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Zum Zeitpunkt dieses Tests sind sage und schreibe 315 Modellvariationen allein an elektrischen Gitarren auf der Fender-Website gelistet, die sich auf zehn Serien verteilen. Vom letzten Zugang, der Meteora – einer Neuinterpretation des Jazzmaster-Designs – einmal abgesehen, handelt es sich ausschließlich um unterschiedlichste Auslegungen der allgemein bekannten Designs. Zum Test haben wir uns die Standard Stratocaster HSS, die aktuelle Ausgabe eines Bestsellers aus der preisgünstigsten Fender-Serie, herausgepickt.
FORMVOLLENDUNG ODER STAGNATION?
Wenn es eine Electric gibt, die wohl jeder Gitarrist kennt, dann ist das die Stratocaster. Lang und breit über die Vorteile des Comfort Contour Bodys zu sprechen, können wir uns deshalb natürlich schenken. Das vorliegende Modell aus der erschwinglichen Standard-Reihe kommt mit einem Korpus aus Pappelholz in Standardmaßen. Lackiert ist dieser in Candy Apple Red …? Nein, nur auf den ersten Blick. Diese etwas dunklere Farbe nennt sich Candy Cola.
Saubere Bundierung im Lorbeer-Griffbrett (Bild: Dieter Stork)
Der mit „Satin Urethane” samtweich versiegelte und in klassischer Manier über eine Platte verschraubte Hals aus Ahorn ist mit einem Griffbrett aus Laurel (Lorbeer) mit modernem 9,5″-Radius kombiniert. Traditionell ist wiederum die Ausstattung mit 21 Medium-Jumbo-Bünden und die sind klaglos sauber und kantenglatt verarbeitet. Weiße Dots markieren die Lagen. Die Kopfplatte mit glanzlackierter Front ist mit Fender Standard Cast/Sealed Tuners ausgestattet. Selbstredend schwingen die Saiten mit der üblichen 64,8 cm-Mensur zwischen dem schmalen Sattel aus Micarta und der Standard 2-Point Tremolo Bridge mit Satin Chrome Steel Block Saddles.
Gut klingende Standard Ceramic Pickups (Bild: Dieter Stork)
Elektrik: In HSS-Konfiguration auf einem dreilagigen weißen Pickguard verbaut, finden wir einen Standard Ceramic Humbucking Pickup in Stegposition und dazu noch zwei Standard Ceramic Single-Coil Strat Pickups. Zur Kontrolle stehen ein Master-Volume-Regler sowie Potis für Tone 1 (Neck/Middle Pickups) und Tone 2 (Bridge Pickup) zur Verfügung.
Der Verarbeitung muss man in Summe rundum hohe Qualität in optimierter serieller Industriefertigung zugestehen.
ZEITGERECHTE VERÄNDERUNGEN
Das vorliegende Modell ist mit rund 3,8 kg wohl etwas schwer, bewegt sich aber noch im tragbaren Rahmen und bietet mit seinem bewährten Modern-C-Profil und sauber ausgeführtem Setup mit tief eingerichteter Saitenlage besten Griffbrettzugang.
Die saubere Saitentrennung zerlegt Akkorde in ihre klar definierten Stimmen, die sich harmonisch schlüssig ergänzen. Unten herum trocken und sauber intonierend, oben herum frei und offen ausschwingend. Die Ansprache ist schnell und der fest stehende Ton erfreut mit ebenmäßigem Verlauf.