Produkt: Van Halen Workshop-Special
Van Halen Workshop-Special
10 praktische Workshops zu Eddie Van Halens Spieltechnik.
Aus dem neuen Heft

Phil X & The Drills

Phil X(Bild: Warwick & Framus)

Den amerikanischen Gitarristen Phil X – bürgerlicher Name: Theophilos Xenidis – live auf der Bühne zu erleben, ist ein Erlebnis der besonderen Art. Der 53- Jährige ist optisch, technisch, rhythmisch und gesanglich ein Ausnahmephänomen und zudem mit einem entwaffnenden Charme ausgestattet. Diese außerordentlich günstige Konstellation hat ihm bereits einige wichtige Türen geöffnet, unter anderem die zu Bon Jovi.

Aber nicht nur der smarte Superstar aus New Jersey schwört auf die Fähigkeiten seines Gitarristen. Die Liste namhafter Künstler, für die Phil X bereits gespielt hat, umfasst weitere Stars wie Alice Cooper, Avril Lavigne, Kelly Clarkson, Apocalyptica, Rob Zombie, Steward Copeland von The Police, Tommy Lee von Mötley Crüe, Soundgardens Chris Cornell, Daughtry oder auch Orianthi.

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Xenidis eigene Band nennt sich Phil X & The Drills und hat gerade ihr viertes Album ‚Stupid Good Lookings‘ veröffentlicht. Auf dem ist eine Vielzahl namhafter Schlagzeuger zu hören, darunter Kenny Aronoff, Liberty DeVitto, Taylor Hawkins und Abe Laboriel Jr. Wir haben den sympathischen Ausnahmemusiker bei einem Workshop getroffen und ihn zur aktuellen Scheibe befragt.

interview

Phil, wie hast du es geschafft, so viele weltberühmte Schlagzeuger für dein neues Album zu rekrutieren?

Das gesamte Prozedere begann 2014. Ich wohnte damals in Los Angeles, und immer wenn man dort endlich mal einen guten Schlagzeuger am Haken hat, ist der bereits in fünf anderen Bands involviert. „Hey Dude, wir haben am Freitag einen Gig!“ „Tut mir leid, da spiele ich schon mit einer anderen Band.“ Also ruft man den nächsten Kandidaten an: „Hör mal, kannst du am Freitag aushelfen?“ „No, sorry, ich trete am Freitag schon mit der Band eines Kumpels auf.“ Also ruft man den dritten Kandidaten an und merkt, dass man eigentlich Drummer A, B, C, D, E, F und G braucht, um handlungsfähig zu sein.

Im Juli hatte ich das gesamte Material fertig und fragte herum: „Kann jemand im Studio die Stücke eintrommeln?“ Aber es hieß überall nur: „Ich bin den gesamten Sommer über auf Tour, aber vielleicht beim nächsten Mal.“ Zu der Zeit arbeitete ich im Studio gerade mit Josh Freese und der meinte: „Wenn du möchtest, trommle ich dir einige der Stücke ein.“ Ich fand das super. Gleichzeitig reifte die Idee in mir, möglichst alle Drummer, mit denen ich in den unterschiedlichsten Konstellationen gearbeitet hatte, auf dem Album spielen zu lassen.

Und so sind jetzt Kenny Aronoff, Matt Chamberlain, der direkt nach dem Ende der Soundgarden-Tour zu mir kam, mein kanadischer Freund Randy Cooke, Liberty DeVitto und Brent Fitz, der für Slash und Gene Simmons gespielt hat, auf der Scheibe zu hören. Wie schon gesagt: Alle meine Drummer spielen in gleich mehreren Formationen. Hinzu kommen Taylor Hawkins von den Foo Fighters, Abe Laboriel Jr. aus der Band von Paul McCartney, Tommy Lee von Mötley Crüe, Ray Luzier von Korn, Ryan MacMillan von Matchbox 20, Glen Sobel von Alice Cooper, Jeremy Spencer von Five Finger Death Punch, Brian Tichy, der quasi mit allen spielt, und – Achtung! – Tico Torres von Bon Jovi.

Phil X(Bild: Warwick & Framus)

Tico Torres war vermutlich der Naheliegendste, oder?

Überhaupt nicht! Wir tourten gerade mit Bon Jovi und ich war mittendrin in meinen Albumaufnahmen. Eines Abends gastierten wir in Las Vegas, wo ich zurzeit lebe, und wir hatten einen freien Tag. Ich weiß genau, wie sehr Tico seine freien Tage liebt. Aber ich fragte ihn trotzdem: „Sag mal, würdest du in mein Studio kommen und für mich eine Nummer eintrommeln?“. Und weißt du, was Tico antwortete? Er sagte: „Hey Mann, ich würde alles für dich tun!“. Also kam er ins Studio und während er trommelte, kam mir der Gedanke in den Sinn: „Was wäre das für ein Album geworden, mit 15 der besten Schlagzeuger der Welt, aber Tico hätte gefehlt?“

Unvergessen soll ja auch die Session mit Liberty DeVitto in einem New Yorker Studio am Tag eines Bon-Jovi-Gigs im Madison Square Garden gewesen sein.

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