Fokus auf Berlin und Webshop

JustMusic schließt Filialen in Hamburg, München und Dortmund

Der MI-Einzelhändler JustMusic wird im Laufe des ersten Quartals 2021 die Filialen in Hamburg, München und Dortmund schließen. Die Gründe liegen vor allem in der aktuellen Wirtschaftslage und den seit Jahren fortschreitenden Besonderheiten des MI-Marktes. JustMusic wird die Standorte nach langer und reiflicher Überlegung der Gesellschafter und auf Grundlage freier unternehmerischer Entscheidung auflösen.

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JustMusic ist einer der führenden Einzelhändler im deutschen MI-Markt und bereits seit über 40 Jahren erfolgreicher Marktteilnehmer. Das Unternehmen nimmt nun konzeptionelle Veränderungen in seiner Marktstrategie vor und wird sich verstärkt auf Europas größtes Musikhaus in Berlin – den JustMusic FlagShipStore im Zentrum Berlins – und den in 2019 neu gelaunchten Webshop fokussieren, der in 2021 auch europäisch ausgebaut wird.

Alle laufenden Aufträge werden in den Standorten planmäßig erfüllt. Service und etwaige Gewährleistungs- und Garantieansprüche können über den Standort in Berlin und Online auch weiterhin und in Zukunft abgewickelt werden.

Geschäftsführerin Lilli Stock: „Wir bedauern die Filialschließungen, sehen hierin aber auch die Chance, mit einer neuen Marktstrategie die langjährige JustMusic-Marktpräsenz erfolgreich fortsetzen zu können.“

www.justmusic.de

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Service und fachliche Beratung online? Oje. Ich bestell ne Gitarre doch nicht im Netz wie nen Haarfön. Vielleicht dämmert jetzt, dass Präsenz und Gespräch unersetzlich sind, auch wenns ein paar Cent mehr kostet

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    1. Mir tun die Mitarbeiter leid😥 bemühen sich jeden Tag den Laden am laufen zu halten und dann so etwas , wie ein Schlag ins Gesicht

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      1. Während AMAZON & CO. täglich Milliardenumsätze einfahren, müssen Einzelhändler und nun sogar große Geschäfte, die an eine “Kette” gebunden sind, ihre Pforten schließen. Betrüblich und alarmierend zugleich. Zumal viele Musiker als Mitarbeitende in Musikgeschäften oftmals ein finanzielles Standbein besitzen. Sie sind doppelt gestraft. Keine Gigs, kein Job. Eine katastrophale Situation.

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        1. Letztlich entscheidet der Kunde darüber. Wenn er, weil er 10 Euro sparen will, sein Zeug online bestellt, gibt’s irgendwann keine vor-Ort-Händler mehr. Ich habe noch nie bei Amazon bestellt und bin stolz drauf.

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    2. Das stimmt! Insbesondere alles von hohem Niveau geht dabei verloren. Duesenberg, Maybach, Höfner, Framus, Musicman, Gretsch, Rickenbacker … Mesa Boogie, Soldano, Gladius etc. Mein Equipment hätte ich ohne Einzelhandel nie gekauft. Liebe Grüße Michael alias Musell

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    3. genau so ist es, der musik markt geht den bach hinab, das ist schon lange abzusehen, ich kenne die gürnde aber die gitarrenfirmen werden immer mehr , innovative entwicklungen……..fehlanzeige alles nur kosmetische veränderungen nichts im wesentlichen, dann die gitarristen werden langsam weniger, weil auch die auftrittsmöglichkeiten immer weniger werden u. das hat nichts mit corona zu tun. thoman wirds wohl überstehen auch wenn ich u. die leut die ich kenne nie dort was per internet kaufen würden. tja so ist es eben alles hat ein ende.

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    4. Hallo Freunde der Beat-Musik,

      hat sich hier schon mal jemand die wirkliche Schuld-Frage gestellt???
      Wir, die wir hier jammern (ich bin 60 Jahre alt und mache weit mehrals mein halbes Leben Musik) haben doch die letzten 20 Jahre nur bei Thomann & Co. bestellt. Es gibt gute Gründe dafür, deshalb handeln wir so. Die Folge dieser Bequemlichkeit ist das Sterben des Einzelhandels. Punkt. Wir HATTEN das als Käufer mal in der Hand und haben wohl falsche Entscheidungen getroffen.
      Aber keine Panik, es kann nur schlimmer werden.

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      1. Ich möchte die Schuld-Frage nicht stellen, aber anmerken, dass ich schon desöfteren zu Justmusic im “Bunker” in Hamburg gefahren bin, weil ich das Teil gleich haben wollte und es auch vor dem Kauf mal antesten wollte. Ich gebe zu, dass ich auch bei Thomann online bestellt habe ebenso bei Kirsten und andere Händler, aber die größten Investitionen habe ich bei Justmusic in Hamburg getätigt, weil dort die Beratung und der Service gestimmt haben. Die Schließung in 2021 wird eine große Lücke bringen, die nur schwer zu schlie0en sein wird.

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        1. Ich wohne am Chiemsee wenn ich ehrlich bin kaufe ich auch meistens bei thomann weil es mir zu umständlich ist für ein bis 2Teile zu just music zufahren wenn ich in München Mitte was zu erledigen habe da ist mir die Zeit zu schade in der U Bahn zusitzen.

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      2. Ergänzend ist auch schon mal zu beleuchten , dass es nicht nur Bequemlichkeit ist, sonder so , dass es im kleinen Laden auch nur das zum Antesten gibt was gerade da ist? Wer braucht denn schon „Beratung“ von irgend einem dahergelaufenen regionalen Verkäufer, außer vielleicht Schüler / Beginners? Kaufen ohne Umtausch- / Rückgabe-Option ist das Geheimnis des Rückstandes des Einzelhandels! Diesem Geschäftsmodell ist nicht nachzuheulen. Bestellen und bis zu 4 Wochen testen auch unter Livebedingungen ist doch ehrlich gesagt genial und Dies begründete doch auch den Erfolg und Wachstum der Großen nebst dem dass der Markt von China Korea usw. den Bedarf weit überflutet, und Qualitätsunterschiede immer geringer werden zu den gehalten Vintage Modellen. Und dies wird dann auch ohne Wehmut vom ewig suchenden Musiker der immer klamm ist auch schamlos genutzt – Alles Andere wäre Verklärung der Veränderungen über die Zeit.
        Außerdem blüht ja parallel auch noch der Second Hand Markt der ständig Suchenden, bei dem die Option Ausprobieren im fremden Wohnzimmer oder Kauf auf Risiko besteht . Bei temporärem Gefallen und doch nicht Gefallen wird das Teil dann halt wieder abgeschoben. Diese Option der Annäherung an persönliche Klangvorstellungen kann mit ausschließlicher fachlicher Beratung und fehlender intensiven Gelegenheit zum experimentieren keinesfalls abgedeckt werden – Stil und Ausdruck findet sich nur mit eigener Erfahrung und nicht im Laden.

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        1. JustMusic hat bzgl. Preis und Rückgabefristen schon lange mit Thomann gleichgezogen. DESWEGEN mußte also niemand zu Thomann wechseln!
          Aber vielleicht war genau DIES das Problem: gleiche Preise und Bedingungen wie Thomann, aber höhere Kosten für Miete und Personal => kein Gewinn.
          Ist aber nur Spekulation meinerseits.

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          1. Wir sind seit Jahren schon Stammkunden beim JustMusic und wurden immer gut und vor allem freundlich beraten, man hat immer das Gefühl gehabt willkommen zu sein, was man bei der Konkurrenz in der Sonnenstraße nicht gerade behaupten kann! Wir kamen gerne, auch um ab und zu mal einen Blick in die Bassabteilung zu werfen. Oft haben wir dann einen neuen Bass gekauft obwohl wir nur zum schauen kamen. Wo sollen wir jetzt hin gehen? Ich bin sehr traurig. 😞

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          2. Das sehe ich auch so. Preislich wurde mir immer soweit entgegen gekommen, dass Online kaufen gar kein Thema war. Aber vor allem : ich hatte im Just Music über 20 Jahre wunderbare Stunden, alles mögliche auszuprobieren (meistens Pianos) und zu vergleichen , und dies in einem Umfeld mit allermeist wirklich nettem Personal. Schon allein deshalb hatte ich ausschließlich dort gekauft, das war meine Maxime. Mir tut die Schließung wirklich leid.

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          3. Ich wohne in Hamburg und habe den Laden im Bunker in der Nähe. Ich kann von keinem positiven Besuch berichten. Meiner Meinung nach lebt ein. Geschäft immer von Mitarbeitern die einem Laden das Gesicht geben. JustMusic im Bunker habe ich besonders in den letzten Jahren als größere “Klimperhalle” wahrgenommen, als eine Art Selbstbedienungladen.it Sicherheit wird es schwer werden ein Geschäft mit derartiger Instrumentenvielfalt zu finden aber ansonsten ist die Schließung für mich kein Verlust. In meinen Augen hat sich JustMusic überflüssig gemacht. Online würde ich nicht teuer bei JustMusic kaufen sondern bei Thomann etc. Stationär kaufen ich in Musikläden mit Seele und Beratung. Warum also in den Bunker fahren?

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        2. Du zählst wohl eindeutig zu den ZALANDO- Idioten, die es für eine gute Idee halten, Klamotten und Schuhe probezutragen und 50% der Ware gebrauchen zurückzuschicken!
          Wenn dann alle lokalen Händler ausgerottet sind, kann der online—Handel in Ruhe Preise und Geschäftsbedingungen diktieren – nur weil Ihr den Arsch nicht hochbekommt.
          Aber mit den Internetjüngern kann man’s ja machen. Vom echten geerdeten Musikern seid Ihr so weit weg wie die Erde vom Mars!

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      3. Du sprichst mir aus der Seele!
        Leider zu spät!

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    5. Ich habe die letzten Jahre reichlich bei Just Music eingekauft – wenn die Sachen denn dort verfügbar waren, was allerdings nicht immer der Fall war und bestellen kann ich dann auch von Zuhause, dafür muss ich nicht 50 km in den Laden fahren.

      Beratung habe ich allerdings kaum bekommen, die Tätigkeit beschränkte sich mehr darauf die Ware vom Lager zu holen und die Rechnung zu erstellen. Vielleicht hatte ich aber auch nur Pech, dass die jeweiligen Mitarbeiter keine Lust oder zufällig gerade keine Ahnung vom Thema hatten.

      Wenn ich mir alle Informationen im Netz besorgen muss, dann ist doch klar, dass ich dann auch dort kaufe – zumal Rückgabe bei Nichtgefallen viel einfacher wäre (was ich aber noch nie hatte – weder im Laden, noch im Internet).

      Grundsätzlich nehme ich einen teuren Kauf gerne in die Hand und hole mir nochmal eine fundierte Meinung dazu ab. Das könnte vor Ort viel angenehmer sein aber leider ist das Kauferlebnis nach meiner Erfahrung immer unbefriedigender geworden. Das ist auch bei anderen, z. B. Session nicht besser – leider. Also wird es wohl nicht die letzte Ladenschließung werden. Die “Schuld” daran, sehe ich allerdings nicht alleine beim Kunden.

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    6. Das ist ja blöd, dass immer mehr Einzelhändler vor Ort schließen.

      Das können wir alle nur hoffen, dass der geniale Brassboulevard in der Mitte Deutschlands noch viele Jahre durchhält !!!

      Alles gute für Euch.

      Vielleicht schaffe ich es mal nach Berlin…..

      Gruß, Rudi

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  2. Ja,Leute,so kommt es dann schließlich,wenn Ihr selbst immer schön „günstig“ eingekauft habt,Bonusrabatte bis zur Schmerzgrenze eingefordert werden mußten,vornehmlich Gitarren bei anderen zweifelhaften Billigstanbietern im globalen Internet geordert wurden,und dann mitten drinnen in der nervenden Corona Pest Pandemie die einst etablierten Musikinstrumenten Händler in eurer Nähe aufgrund eures Verhaltens ihre Läden für immer schließen müssen.Mich kotzte es damals schon lange vor der Corona Epidemie an,wenn ich mitbekam,daß es so miese gewissenlose „Kunden“ gibt,die stundenlang etliche Gitarren vor Ort ausprobierten,die Just Music Beschäftigten mit unzähligen Fragen nervten,aber letztendlich dann doch heimlich grinsend bei dubiosen Gitarrenverkäufern via Internetkauf ihre begehrte Gitarre bestellten,weil es doch so schön einfach und viel kostengünstiger war.Und zudem bei Nichtgefallen sofort wieder zurückgeschickt werden konnte.Daß es dem Einzelhandel nun so dreckig geht,ist auch der „Verdienst“ eurer rücksichtslosen Mentalität.Merke,wo nichts beim Händler um die Ecke eingekauft wird,findet kein Umsatz statt,der Einzelhandel stirbt unweigerlich.
    Ich war sehr häufig bei Just Music im Berliner Flagship Store im Bezirk Kreuzberg/Mitte,wurde von den dortigen Mitarbeitern immer sehr gut beraten,war bereits langjähriger Stammkunde,und hoffe nun innigst,daß zukünftig wenigstens dieser einst größte Berliner MI Store mit all seinen freundlichen und stets hilfsbereiten Mitarbeitern (besonders die in der Gitarren-Etage!) ihren Job behalten! Ich bete für euch!
    Ich will hier nur mal verständlich machen,daß dieses egoistische Verhalten so mancher „Kaufinteressenten“ massiv dazu beitrug,daß vornehmlich der kleinere und mittlere Einzelhandel in die Knie gezwungen wurde!
    Und kommt uns jetzt nicht mit dem heuchlerisch dummen Spruch,daß es euch sehr leid tut! Dies glaubt euch sowieso niemand!

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    1. Sehr emotional, aber auch sehr richtig. Das Geld bleibt in der Stadt und nicht im Netz. Der Service den diese etablierten Händler geben kostet halt Geld, sorgt aber auch dafür, das wenn etwas nicht so gut läuft, der Verkäufer am nächsten Tag wieder ansprechbar im Laden steht!

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    2. Mein Geld wächst leider nicht am Baum, deswegen kauf ich da, wo es günstig ist. Das ist leider die Kehrseite der Medaille und so werden noch so manche andere Läden dicht machen. Ich finde ja den Online Service bei allen Namhaften, ganz ordentlich. So tue ich was für den Versandanbieter.

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      1. Marcel, den Versandanbietern brauchst Du nicht zu helfen. Denen geht es prinzipiell hervorragend. Leute, die solche Einstellungen wie Du vertreten, sorgen halt leider dafür, dass die Einzelhändler vor Ort kaputtgehen. Ist denn individueller Sevice und persönliche Beratung im Geschäft nichts mehr wert?

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        1. Nein, so einfach kannst du es auch nicht sehen. Die Situation im Einzelhandel sieht meist so aus, dass die “persönliche Beratung” aus Vorlesen des Datenblatts oder Aufklebers (bspw. bei weisser Ware), dem Hervorheben eine Marke (bei Tests dann nicht unbedingt die besten aber vermutlich die bessere Marge bzw. Provision für den Verkäufer) besteht.
          Ahnung auch was Haltbarkeit angeht meist nicht mehr vorhanden. Warum? Werkskundendienste und Abholung vor Ort von defekten Geräten verschleiern dem Einzelhandel die wahren Defekte.

          Was auch oftmals noch zu beobachten ist: Unglaublich gelangweilte Verkäufer nach dem Motto: (Auf Produke zeigend) “Das und das haben wir da, sonst kann ich ihnen nicht weiterhelfen.” oder “Extra bestellen könnte ich es Ihnen aber dann müssen Sie es auch nehmen”

          Zusammengefasst: Den individuellen Service gibt es (meist) nicht mehr und die o.g. Erfahrungen ziehen sich durch viele Läden vom Elektrofachgeschäft (Trocknerkauf), diverse Fahrradhändler (Fahrrad und Anhängerkauf) bis zum lokalen Musikaliengeschäft mit auch sehr geringer Auswahl (Saiten und anderes Zubehör)

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          1. Vollkommen richtig.
            Meist ist der Service regionaler Händler erbärmlich. Meist…nicht immer…..

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          2. Das deckt sich leider zu 100% mit meinen Erfahrungen.

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          3. Das muss ich leider so bestätigen.

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          4. Häufig kenne ich Specs, Angaben, Materialien und Herstellungsart etc. deutlich besser als der Verkäufer gegenüber. Schwierig wird es auch dann, wenn der vermeintliche “Service” am Instrument von mir selber besser ausgeführt werden kann als in der Werkstatt. Trotz einiger negativen Erfahrungen kaufe ich trotzdem meine Instrumente lokal beim Händler. Preislich gebe ich lieber etwas mehr aus für Instrumente die ich testen kann. Manchmal gibt’s auch noch Verhandlungsspielraum. Saiten und Kleinkram kaufe ich aber nur im Akutfall stationär. Dafür ist Kleinkram dann oft deutlich zu teuer.

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      2. Gute Instrumente wachsen auch nicht am Baum!!!
        Echter Service schon gar nicht!
        Was hast du denn wirklich immer so “gespart”??? 5, 10, 15.-€???
        Wenn erst der letzte Vor- Ort- Händler weg ist, wirst du merken, das keiner mehr deine Gitarre repariert, einstellt oder aufbereitet!!!
        Oder eben nur zu horenden Kursen.
        Sie wird dann zum WEGWERF- Artikel!!
        Ist es das, was du willst?
        Wenn du erst das dritte Mal zur Post fahren musst um wieder “kostenlos” zu tauschen, hast du schon “richtig gespart”…

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    3. Ja, vieles von dem, was du schreibst, ist richtig. Der Internethandel ist zu großen Teilen die Ursache für den Niedergang des Einzelhandels. Übrigens nicht nur zu beobachten bei Musikinstrumenten, sondern in vielen Einzelhandelsbranchen. Früher gab es Rundfunk und Fernsehfachgeschäfte oder Fotofachgeschäfte in fast jeder Stadt – heute mit viel Glück noch einen Media Markt auf der grünen Wiese. Aber selbst diese Dinosaurier haben inzwischen schwer zu kämpfen. Ich gehöre zu der Generation, die noch als Schüler beim örtlichen Musikhändler kaufen musste, weil es kein Internet gab, mit der Folge geringer Auswahl und und überteuerter Preise. Die meisten Instrumente waren damals unbezahlbar und gute Kopien aus Fernost noch nicht auf dem Markt. Da half nur gebraucht kaufen beim örtlichen Händler. Ein Marktsegment, das die meisten Händler im Laufe der Jahre übrigens völlig vernachlässigt haben, obwohl auch dies zu einer Kundenbindung gehört. Nur ein Beispiel von vielen, was der Handel alles selbst falsch gemacht hat.
      Ich lebe in Hannover und habe zum Glück noch mehrere gute Musikhändler zur Auswahl. Musikbrunnen, PPC, Musikcorner. Ihre Stärken liegen vor allem auch in der Kooperation mit Musikschulen und Schulen, in denen es Musikklassen gibt. Daneben bieten einige gebrauchte Instrumente an oder haben guten Reparaturservice. Also bitte nicht nur die Kunden verantwortlich machen für den Niedergang des Musikhandels. Vielfach ist es auch das Konzept, das auf den reinen Verkauf ausgerichtet ist.

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      1. Zum Thema Gebraucht kann ich euch was erzählen: Der Grund warum die meisten keine gebrauchten Instrumente verkaufen ist auch wieder der Kunde – denn als Händler (anders als der eBay-Verkäufer) muss 1 Jahr Garantie auf das Instrument geben. Würdest du von jemandem ein gebrauchtes Instrument kaufen und eine Garantie darauf geben ohne zu wissen wie es vorher behandelt wurde? Das ging früher weil die Preise nicht verglichen wurden (kein Internet oder noch nicht so wie heute). Heute rennt halt jeder Lappen mit dem Smartphone rum und reibt es dem Händler unter die Nase wenn es irgendwo billiger zu haben ist. Ich würde nie ein Ebay Instrument spielen das ich nicht vorheri n der Hand hatte….
        Dazu kommt noch was, nämlich der zwang der Eigenmarken. Jeder Instrumentenhändler hat inzwischen seine eigene billig Marke weil die Leute nicht bereit sind zu bezahlen was die Qualität nun mal kostet. Die Margen sind und das weis ich aus Erfahrung so dermaßen gering dass du schon Masse absetzen musst um überhaubt deine Kosten zu decken. Kabel, Sticks, Saiten oder Felle… alles zeug das man da haben muss aber mit dem kein Geld mehr verdient wird. Highend-Intrumente werfen noch ein bisschen was ab aber an Einsteigern oder Mittelklasse Instrumenten verdienst man schlicht zu wenig. Deshalb die Eigenmarken gerade im Einsteigerberreich. Ich meine, viele sind ja schon zu geizig sich original Schrauben mitzunehmen weil sie 1,50€ mehr kosten. Kaufen die aber dann öfter weil sie das Chrom verlieren, anlaufen oder das Gewinde schnell kaputt ist.
        Und ein Wort zur Erwartunghaltung mancher “Kunden” die ich hier auch lesen konnte. Durchschnittlich verdient an in einem Einzelhandelsladen 1700 bis 1900€.(Brutto!!!) Es gibt Ausnahmen und Abteilungsleiter verdienen meinetwegen etwas mehr. Dazu die Lautstärkebelastung in manchen Abteilungen und man ist den ganzen Tag auf den Beinen. Da kann man verstehen dass man auch mal nicht so gut drauf ist, wie jeder andere auch. Nur kann man sich im Verkauf nun mal nicht hinter seinem Schreibtisch verkriechen und mal die Tür schließen wenn man keinen Bock auf Kontakt hat. Dazu samstags arbeiten und das ohne Betriebsrat der einem den Gesetzlichen freien Samstag im Monat auch wirklich ermöglicht. Fragt euch doch mal selbst ob ihr da immer Fresh hinterm Tresen stehen könntet.
        Alles in allem wird das so weiter gehen, in alles Segmenten nicht nur in der Musikinstrumentenbranche. Diese war und ist sehr angespannt schon die letzten 10 Jahre und wenn die Mentalität sich nicht ändert (von Kunden und Herstellern wie Vertrieben und Händlern) wird es nicht besser. Der Kuchen wird unter immer weniger Teilnehmer aufgeteilt, und das war noch nie gut. Ich bin kein Thomann hater, aber wir kaufen hier keine Autoreifen oder Luftfilter…
        Musik ist etwas emotionales und das beginnt beim Unterricht und der Instrumentenwahl und beim Instrumentenkauf. Du hast das Instrument in der Hand und drückst Gefühle und Stimmungen damit aus. Es ist doch so dass du es spielst und recht schnell weist “Ja, das ist es”. Oder “Wow, das hätte ich nicht gedacht”. Das passiert vor Ort unter gleichgesinnten oder seinem Kumpel und nicht auf der Website “bunti bunti klicki klicki”.

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    4. Danke für deine ehrlichen Worte, sehe das im Grunde genauso!

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    5. Welch ein Schwachsinnskommentar. Deine angeblich so dubiosen Internethändler sind in erster Linie Thomann und der Musicstore. Beide sind ebenfalls lokale Händler, haben es im Gegensatz zu justmusic allerdings frühzeitig geschnallt, dass es auch einen Online Absatzmarkt gibt. Justmusic hat es einfach verpennt, hier eine relevante Rolle zu spielen. Nicht die Kunden sind schuld, wenn vor Ort nicht mehr gekauft wird, sondern das Angebot und der Service vor Ort. Ich kenne leider genügend kleine Händler, die unterirdisch arbeiten und ihre Kunden nur zu gerne abzocken. Da ist es doch klar, dass man sich Alternativen sucht.

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      1. So isses! In den Preisen hat man sich kaum unterschieden, nur fehlt bei MI ein klare Onlinestrategie, eine differenzierte Sortimentsstrategie und die Anpassung an die sich ändernden Zeiten. Welche das sein könnte will ich hier nicht nennen, denn das sprengt den Rahmen. Trotzdem ist es sehr schade, dass wichtige Teile der Musikalienversorgungsinfrastruktur ersatzlos wegbrechen. Ich drücke den betroffenen Mitarbeitern alle Daumen, dass sie schnell neue Jobs finden!!!

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      2. So ist es! Jahrelang hat man mir vor Ort erzählt, die Preise aus dem Internet kann man nicht machen. Klar hätten Sie die machen können, waren aber zu gierig.
        Mittlerweile können sie die Preise aus dem Internet doch machen. Für viele Geschäfte ist es aber zu spät.

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        1. Die Preise aus dem Internet kann ein Händler tatsächlich nicht immer machen. Und wenn doch, dann ist es meistens so, dass dieser Preis einfach nicht mehr rentabel ist. Das ist kein Verkäufergewäsch, sondern die Wahrheit, zumindest in der MI-Branche.
          Ware trägt sich erst ab einer gewissen Marge selbst, und erst ab einer etwas höheren Marge bringt sie Gewinn. Und dass die Händler an der MI-Branche viel Gewinn an der Ware hätten, wie es teilweise in anderen Branchen ja der Fall ist, ist ein Irrglaube.

          Ich habe selbst in einem Musikladen gearbeitet. Der Mitarbeiterpreis, der auf Basis des Einkaufspreises errechnet wird, fällt in der Regel sogar höher aus als der Netzpreis – das zeigt, wie extrem schlecht die Margen in der Branche sind. Schuld daran ist a) der Internethandel, der durch seine größere Reichweite mehr einkaufen kann, was ihm bessere Hersteller-Konditionen und damit die Möglichkeit, den Preis zu senken, ermöglicht, und b) der Kunde, der Vor-Ort-Service nicht wertschätzt und oft trotz Beratung keine 5€ mehr ausgeben möchte (ich spreche hier von Service und Beratung wie ich sie von meiner Arbeitsstelle kenne, also ausführlich, freundlich und kompetent).

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        2. Du bist auch ein Kandidat der keine Ahnung hat und nur seine Sicht erzählt und für die reine wahrheit hält.
          Je Menge die abgenommen wird (Einkaufsvolumen im Jahr) rutscht man in einen Rabatt. Das muss jährlich neu verhandelt werden mit den Herstellern oder den Vertrieben. Es gibt Hersteller, (ich nenn jetzt keine Namen) die setzen sich an den Tisch und sagen “Wenn ihr den Rabatt vom letzten Jahr wollt müsst ihr heute für 2Mio einkaufen, sonst beliefern wir euch nicht mehr!”.
          Große Händler wie Thomann kaufen ganz andere Mengen und haben dadurch die Macht zu sagen welchen Preis sie bereit sind zu bezahlen. Du siehst, eine ganz andere Ausgangssituation. Du hast als kleiner Händler also einen höheren EInkaufspreis vor Steuer und sollst mit dem Onlinehändler mithalten der die Sachen Containerweise kauft und ganz andere Preise bezahlt hat? Das hat mir Gier nichts zu tun!

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    6. Ich glaube das hat nicht immer nur mit schön günstig kaufen zu tun.
      Just Music ( Berlin ) fährt schon lange die Strategie: Zeig mir wo die Gitarre etc… günstiger ist und du bekommst sie zu diesem Preis!
      Ich habe fast alle meine Gitarren bei Just Music in Berlin gekauft.
      Natürlich habe ich auch andere Geräte Online woanders gekauft.
      Thomann ist ja kein Geheimnis. Das liegt aber zum größten Teil daran, weil Thomann meiner Meinung nach den besten Online Shop hat. Keiner der großen Player in diesem Segment und schon gar nicht Just Music kommt da ran. Und der Oberhammer ist die Logistik bei Thomann, gestern Vormittag bestellt und am nächsten Tag halte ich das Produkt bereits in den Händen. Davon träumt Just Music. Ich kann nicht immer nach Berlin zu Just Music ( 60 km ) fahren um das zu kaufen was ich brauche.

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    7. Leider stimmt jedes Wort, gut beschrieben !Aber, es betrifft leider den Einzelhandel insgesamt und nicht zuletzt haben die ” Großen” mit ihrer Werbung und dem günstigsten Preis die Situation so hergeführt.

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    8. Ja, leider auch das gehört zu der grauenvollen Realität, viele haben es schamlos ausgenutzt, Corona hat den Schließ-Prozess nur etwas beschleunigt. Fach Geschäfte-was ist das eigentlich? Einfach traurig, aber wahr.

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    9. Du spricht mir aus dem Herzen.
      Danke für diesen Kommentar.
      Gruß Hagen

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    10. Kann Haseppio nur 100 % beipflichten. Die Schmerzgrenze ist längst erreicht für die Geschäfte mit Internet – Konkurrenz . Und vergesst nicht, Fachgeschäfte bilden AZUBIS aus. Das macht ein Billigstanbieter ganz sicher nicht. Es muss auch für den Endkunden eine Schmerzgrenze geben die er bereit zum zahlen ist beim Fachhändler und nicht immer Geiz ist Geil!!

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    11. Man kann dieses berufsvernichtende Zeitgeschehen auch als global bezeichnen. Wir alle tragen eine Mitschuld. Wie hat es denn angefangen? Der kleine Lebensmittel Händler an der Ecke wurde durch den ersten Discounter ersetzt. Der Elektrohändler, bei dem noch Birnen und Sicherungen etc zu erwerben waren, wurde durch „Geiz ist geil“ von Saturn und Co verdrängt. Allgemein verdrängten Ketten die Einzelhändler. Nun werden aber auch diese Größeren Elemente von den „Supermolochs“ wie Amazon durch Preisdumping zerstört und Bezos hat dabei keinerlei Skrupel. Fazit: Die „Dagobert Ducks“ dieser Welt zerquetschen damit ganze Gesellschaften

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      1. Die Analysen der Kommentare treffen alle zu. Der Internethandel erscheint im 1. Moment praktisch, preiswert und bequem. Hast du dann ein Problem mit deinem Instrument mußt du es aufwändig in unbekannte Hände geben. Die Zusteller, genervt von den Arbeitsbedingungen, werden mit Sicherheit nicht zimperlich mit schwerer Ware umgehen. Also müssen wir künftig eine Reise nach Just Music nach Berlin antreten. Bei der Gelegenheit Plektrons, Kabel und Blues Harps einkaufen. Der Weg muß sich ja lohnen. Schöne neue Musikerwelt. Man kann Scheiße einfach nicht schön reden.

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    12. Sehr sehr sehr gut …….
      Besonders der letzte Satz spricht mir aus der Seele!
      BassAxel

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  3. Das ist sehr traurig für Hamburg. Kenne noch den Vorganger Amptown. Aber so ist das Leben.

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    1. gute Zeiten waren noch mit Music City auf der Reeperbahn, Vorgänger von allen. Da kauften wenigstens noch die Beatles. Lang lang ist es her.
      Trotzdem schade um JM, werde meine Besuche im Bunker Bass Shop vermissen.

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    2. Sehr schade, ich Grüsse Frank, Mark und die anderen amptowner und hoffe, dass ihr abgesichert seid. Toddy S.

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  4. Ganz schlimm , mein absoluter nr.1 Ausstatten für meine 3 Tonstudios. immer einen guten Kaffee und eine faire Preis-Verhandlung auf Augenhöhe. Mitarbeiter die mir schon vor 20 Jahren bei Amptown in Wandsbek meine zukünftigen Geräte zum testen mitgaben . Geschäftspartner die mal ein Zahlungsziel hochsetzen weil die eigenen Kunden gerade nicht zahlten. mir tut es sehr sehr leid um Marc, Thorsten und seine Kollegen … ich wünsch denen alles erdenklich gute

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  5. Habe in gut 4 Jahrzehnten einiges bei J M in Hamburg gekauft, und mit dem Laden alt geworden.
    Auch einiges reparieren lassen, viele gut Tips und einen Kaffee bekommen, mit vielen Musikern geklönt, und einiges mehr.
    Das nun zu hören trifft mich dann schon hart.

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  6. Die einstmals tolle Gitarrenabteilung in Hamburg, insbesondere als es noch amptown war, ist schon urig lange Vergangenheit. Tolle Gitarren abseits von günstig und nur Fenser und Gibson gabs kaum.
    Ich war schon lange kein regelmässiger Kunde mehr.
    Schade. Hamburg hat einen tollen Laden versient. No1 ist auch nur ein Fenser Ausstellungsraum. Beispielsweise Ibanez oder ESP oder PRS findet man nicht mal bei Musik Produktiv. Man hat Thomann und Co das Feld kampflos überlassen.

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    1. Hallo Malte, beim No.1 Guitar Center findest Du durchaus neben Fender und Gibson noch PRS, Ibanez, Charvel, Gretsch, FGN, Cort, Jackson und viele andere Marken. Und ja – ich glaube, ich kann das Sortiment ganz gut beurteilen, denn ich habe früher bei Amptown in der Wandsbeker gearbeitet, dann anderthalb Jahrzehnte im Bunker und bin mittlerweile Arbeitnehmer beim No.1 Guitar Center.) Vielleicht magst Du ja einfach mal auf einen Kaffee vorbei gucken und fachsimpeln, testen und stöbern bei uns. Es könnte sich mehr lohnen, als Du ahnst. 😉 ganz liebe Grüße, Nils

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      1. Oh, du bist jetzt bei No.1? Gut zu wissen! 👍

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        1. Hallo Björn, ja – seit 01.08.2019 schon. Wir bauen hier unser Sortiment strategisch aus und zeigen hier auch viele der Neuheiten in den Bereichen Gitarrenverstärker und Effekte (Marshall, Fender, Vox und ENGL, Diezel, Fryette, Friedman, Fortin, Mesa (große Auswahl!), GoldSuper, Orange uvm. sowie eben auch Pedale von sehr vielen Herstellern.) – das soll zwar kein zweites Amptown werden, aber dennoch stehen die wirklich interessanten Sachen antestbereit zwischen den alten Sammlerstücken aus den 50ern/60ern 😉

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      2. Ja, eben, das kriegst du nicht im MS und auch nicht bei T.oder anderen Versendern. Das (Fach-) Schwätzchen an der Kaffeebar (unbezahlbar)

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    2. Leider ist bei vielen Kritikern wie dir nicht volles Wissen vorhanden!
      Das ein kleineres Geschäft z. B. keine Gibsons oder andere im Geschäft haben, liegt nicht an der Auswahl des Händlers allein, sondern zum Größten Teil an der Geschäftspolitik der Hersteller. Die Träumen davon, jedes Geschäft mit Knebelverträgen zu kriegen, bei denen für horende Summen Abnahmen jenseits der Wirklichkeit vorgenommen werden sollen….

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    3. Moin Malte,
      dann solltest Du Dich mal ins Auto setzen und nach Ibbenbüren fahren!
      Bei M P Findest Du die Marken, die Du dort vermisst!
      Habe dort sebst schon eine Ibanez und auch eine ESP persönlich gekauft…
      Zu No.1…
      Dort scheinst Du auch noch nicht gewesen zu sein… Fender, Gibson in allen Preiskategorien… Da kann ich Nils zustimmen, bin dort auch jahrelanger Kunde!
      Zum Bunker…
      Das ist traurig, ja, aber das hat seine Gründe! Z.B. der Service, Kulanz und Nähe zum Kunden haben dort die letzten 10 Jahre dermaßen nachgelassen… Vielleicht auch auch Schuld der Geschäftspolitik, das will ich nicht behaupten, dvon habe ich keine Ahnung und Einblick…
      Auf alle Fälle waren die Mitarbeiter immer sehr nett aber auch durch irgendwelche Gründe demotiviert…
      Habe kürzlich den Kulanzfall an einer US Strat miterleben dürfen, von meinem Bandkollegen… Von Kulanz !!keinerlei!! Spur… sorry, das geht nicht… dann laufen die Kunden weg🤷‍♂️
      Mein Tip:
      Lese Dir den Kommentar vin Nils in Ruhe durch, er ist ein guter Musican und Fachmann!
      Glg
      Michi

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    4. Hallo Malte,

      ein E-Piano oder Effektgerät könnte man ja, sofern man diesen Verkaufsmodell unterstützen will, evl auch online kaufen, aber mal ehrlich: Gitarren (gerade Western- oder Klassik Modelle) selbst in gleicher Serie, unterscheiden sich doch teilweise sogar massiv.
      Ich würde niemals eine Gitarre online bestellen. Die muss doch getestet werden, ob sie klanglich den Geschmack trifft. Ich hatte noch nie zwei Gitarren einer Reihe, die gleich klangen.

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  7. Gebe Haseppio recht.
    Genau so ist es.
    Ich habe mir am Samstag bei Just Music erst ein neues Instrument gekauft.
    Habe knapp 3000€ auf den Tisch gelegt.
    Das habe ich aber gerne gemacht.
    Immerhin bin ich da seit 33 Jahren Kunde (damals noch Amptown).
    Ich bin sehr schockiert da drüber das sie die Läden schließen.
    Dann wird es keine gute Beratung mehr geben.
    Kein antesten der Geräte usw.
    Hätte mir das Gerät natürlich auch aus dem netzt bestellen können.
    Aber preislich liegen die alle fast gleich.
    Und selbst wenn es 50 oder 100€ mehr kostet, hätte ich es auch bezahlt.

    Ich glaube aber auch das Corona einen großen Teil dazu beigetragen hat.
    Just Music lebt nicht nur vom Verkauf von Instrumenten oder Zubehör.
    Sie verleihen auch Equipment für Konzerte, Auftritte ect.
    Das ist nun seit einen guten halben Jahr komplett eingebrochen.
    Natürlich kommt der Geiz ist geil komplex nich dazu.
    Ich bin echt traurig das sie dicht machen.
    Es wird immer weniger den richtigen Einzelhandel geben.
    Online Store ist leider leider auf den vormarsch.
    Ich hoffe für die netten Mitarbeiter das sie schnell wieder einen gut bezahlten Job bekommen.
    Ach man… ein Jammer 😢

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  8. Das ist so so traurig: ich habe erst vor knapp 3 Jahren angefangen, Gitarre zu spielen. Fast genau so lange bin ich Kunde im JustMusic Store in München. Ich habe noch nie so engagierte und hilfsbereite Mitarbeiter gesehen, wie dort. Hatte nie das Gefühl, dass es um das Geschäft ging, sondern man hat jede Minute gespürt, dass die Menschen dort ihr Hobby zum Beruf machen haben und mit Freude Ihre Erfahrungen mit den Kunden geteilt haben. Jedes Mal wenn ich dort war, waren alle bemüht und haben sich teilweise Stunden Zeit genommen, mir Produkte vorzuführen, mein Verständnis zu schärfen und mein Interesse zu wecken. Das ist wirklich besonders und ich werde das wirklich vermissen. Es gibt m.E keine Branche, in der die Leute so engagiert sind, wie in der Musikbranche…… Und preislich steht JustMusic in nichts hinterher und selbst wenn ein Preis mal höher als im Netz war, war es dieser, aufgrund der hervorragenden Beratung, mehr als gerechtfertigt….

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  9. @Hassepio: sehe ich genauso

    Ich mache es mittlerweile so, dass ich grundsätzlich so viel wie möglich bzw alles was verfügbar ist bei meinem lokalen Musikhändler in meiner Stadt kaufen, wenn es da nicht verfügbar ist, suche ich mir aus dem Netz ebenfalls einen Händler mit stationärem Laden und kaufe da, die großen zwei meide ich weitgehend aber auch nicht kategorisch.

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  10. Tja, es erscheint mir nicht sehr schlau, seine eigenen Geschäfte bereits ein halbes Jahr vorher totzusagen. Gerade in Hamburg in der misslichen Bunker – Baustellensituation wird das nicht zum Gelingen für die letzten Monate beitragen. Andererseits ist der langsame Niedergang ja schon jahrelang zu beobachten, aber es schien nie Folgen zu haben, außer das die Gehälter der Mitarbeiter klein blieben. Um die tut es mir wirklich leid, denn einige von denen leben für das Geschäft.

    Es ist mir auch unbegreiflich, einen Standort wie Hamburg zu räumen, wo es weit und breit kein ähnlich aufgestelltes Geschäft gibt. Ich glaube nicht, dass die Hamburger jetzt nach Berlin fahren werden und der Internet – Handel wurde von Just Music lange Zeit ebenfalls tief und fest verschlafen. Mich als Hamburger interessiert der auch nicht mehr.

    Schade, binn gespannt, ob Just Music in fünf Jahren überhaupt noch existiert …….

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    1. Tja. Bis hier hab ich die Kommentare gelesen. Und zuerst zum Hamburger: Ihr müsst dann nach Rendsburg fahren, da gibts nen erstaunlich gut aufgestellten Händler. (Musikmarkt RD) Erstaunlich gut, wenn man bedenkt, dass Rendsburg ja eigentlich nicht als Musikmetropole bekannt ist, mir jedenfalls nicht.
      Ansonsten: Ich gehöre auch zu den Trauernden. Nachdem hier in Dortmund zuerst der Laden in der Innenstadt geschlossen hatte, habe ich gerade den im Außenbezirk entdeckt. (für Eingeweihte: Früher immer “Die Börse” genannt) Da hab ich mich wohl gefühlt. Egal, ob Kleinkram (Plektrum, oder Sax-Blättchen) oder auch mal n Teil für etwas mehr Geld: Das Personal war immer kompetent, nett und auf Augenhöhe. Wenn man für n paar Euro Sax-Blätter kauft, und dann aber noch tolle Tipps kriegt, wie man die als Anfänger mal so der Reihe nach ausprobieren sollte, worauf zu achten ist und :”Wenn Du die getestet hast, komm doch noch mal und erzähl, wie es lief”….Oje. Alles verloren, vorbei.
      Naja, dann eben zukünftig im Bedarfsfall mal nach Treppendorf oder Rendsburg fahren, oder auch Berlin, dann. Kostet ja nur 1,20, der Liter Super… 🙁

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  11. Kann nur zustimmen, Wurde in München immer bestens bedient. Fachkundig, engagiert und immer freundlich. Ob Gitarren oder Keyboards, war immer sehr zufrieden mit der Beratung und habe gerne dort eingekauft. Auch die Reparaturabt. immer mit Spitzenservice. Vielleicht gibt es noch eine kleinere Lösung. Das Internet kommt für mich nicht in Frage!

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  12. Ich bin doch wirklich sehr erstaunt über die vielen ehrlichen Reaktionen bezüglich der bevorstehenden Just Music Ladenschließungen in den Städten Hamburg,Dortmund und München.
    Daß viele Musiker mit mir einer Meinung sind,stimmt mich trotzalledem traurig,denn JM ist ja mittlerweile nicht der einzige MI Händler in Deutschland,der seine besagten Filialen schließen wird.Hier im Raum Berlin und Brandenburg sind bereits lange vor der verdammten Corona Pest Pandemie etliche kleine Gitarrenshops für immer von der Bildfläche verschwunden.Leider nur sehr wenige in der Berliner City haben sich bis heute halten können.Es ist aber doch fraglich,ob sie uns auch zukünftig erhalten bleiben können,denn der Verkauf von Musikinstrumenten (speziell bei Gitarren!) stagnierte schon vor einigen Jahren,und nun sinken die Verkaufszahlen (mittendrin in der Corona Pandemie) weiterhin drastisch.
    Bei den regionalen Gitarrenbauern in Germany sieht es auch nicht viel besser aus,denn auch diese Handmade Custom Guitar Shops sind sehr stark von der (Corona) Krise betroffen.
    Wir wissen alle,daß es durch die strikten Edelholz Einfuhrverbote (Rio Palisander & Co.) für Gitarrengriffbretter und der enormen Verteuerung bestimmter Materialien für die Herstellung einer guten Gitarre bei den Luthiern in Deutschland nicht leichter geworden ist.
    Verfolgte man als Verbraucher einmal die starke Überschwemmung der eiligen Serienfertigungen aus Asien,die durch ihre (Lohn)Dumpingpreise weltweit alle Rekorde brachen,so wird man unweigerlich feststellen,daß der ruinöse Absturz der Einzelhändler gerade in Europa bereits vorprogrammiert war.
    Billiglohnländer wie China,Mexico,Indonesien und Korea produzieren seit jeher „preisgünstige“ Massenware,das hat jetzt mittlerweile Jeder erkannt.
    Daß diese „Billigheimer“ aus Asien häufig nicht so super klingen können,wie beispielsweise hochpreisige Edel Custom Handmade Guitars,das ist natürlich auch einleuchtend.Beste Hölzer und solide handgefertigte Zubehörteile für die Gitarren gibt es eben nicht zu Discountpreisen!
    Bleibt noch zu hoffen,daß vielleicht doch noch „irgendwann ein Wunder geschieht,und dann werden alle Träume wieder wahr!“ Zitat aus:Zarah Leander/Liedtext.
    In diesem Sinne alles Gute für die armen „Teufelchen“ in der knallhart umkämpften Saiteninstrumentebranche! Wir beten für euch Alle da draußen!
    Beste Grüße vom Haseppio.

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    1. auf ein wunder kannst du lange warten, das gibt es im geschäftsleben nicht. der spruch “geizistgeil” paßt zu deutschland perfekt das haben manche branchen ausgenutzt u. daher ist der asienmarkt hier so dominant. es interessiert kein schwein das menschen in fernost menschenunwürdig behandelt u. ausgebeutet werden, “hauptsache mir gehts gut” in kann nur jedem raten mal nach england od. irland od. frankreich zu fahren u. sich dort mal nach dem preisgefüge umzuschauen nur als beispiel war ich einige male in der Londoner Denmark Street……………dort stoppte mir der atem bei den preisen, u. wer was verkaufen od. inzahlung geben will der muss bald noch was drauflegen. ich wollte mal einen orig. F- Jazzbass Bj. 1963 abgeben
      u. mir ist die zornesröte ins gesicht gekommen was die mir dort geben wollten……….eine frechheit echt aber man zahlt das 10fache wenn man das glück hat ein original zu finden.. wenn zukünftig hierzulande keine änderung der mentalität gibt dann wird das was jetzt auf vielen ebenen passiert auch nach corona continuirlich weitergehen.

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  13. Leute Amptown hat in den 70zigern – an der SBahn Station Alte Wöhr in Hamburg in einem kleinen Bunker angefangen Equipment – Instrumente zu verkaufen, welch ein genialer Laden war das damals – dann ging es weiter und Amptown zog in die Wandsbeker Str.- Amptown alles unter einem Dach, Electro Acoustic, Cases, Verleih, Lichttechnik etc. wie geil war das damals ! Die geilsten professionellsten Verkäufer standen dort am Tresen. um nur einige zu nennen- Schmidl, Hansi, Mark, Frank, Fahed, Petra, – das war die Amptown DNA. Die ging aber nach und nach leider verloren als Ampton zu Just Music wurde und auseiander brach in unterschiedliche Geschäftmodelle an unterschiedlichen Standorten in Hamburg, leider, leider es bricht einem das Herz soetwas zu lesen, als ehemaliger, langjähriger Mitarbeiter bei Amptown Cases und Musiker. Geht wieder zurück an die alte Spielstätte, spezialisiert euch, nehmt den alten Namen wieder an AMPTOWN !! Bietet Thomann paroli. Mein Herz schlägt für alle Mitarbeiter in Hamburg. All the best Heiko

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  14. Ich finde es auch schade, das Musikläden schließen…aber ich muss auch sagen, dass der Flagship Store selbst in Berlin kaum wirklich gute Oberklasse Konzertgitarren im Angebot hatte. Selbst dort waren eher Hanika nur im Unterpreissegment… ich war enttäuscht von der Auswahl…kein Wunder das dann Leute sich lieber zu Thomann aufmachen…oder bestellen…
    Justmusik war für mich enttäuschend…aber trotzdem schade das sie schließen…

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    1. Zu dem (noch existierenden!) Berliner Just Music Flagship Store muß ich sagen,daß ich hier immer top beraten wurde,die vielen Gitarrenmodelle,egal ob nun elektrisch,semi-akustisch oder auch rein akustisch,gab es optisch gut geordnet als preisgünstige Anfänger Instrumente oder in edelster Custom Limited Edition für Kenner und „Feinschmecker“ in separaten,sehr ansprechenden Räumlichkeiten vor Ort im Denkmalgeschützten „Elsner Haus“ in der Gitarren-und Baßabteilung im 3. Stockwerk.
      Mag sein,daß die eine oder andere gewünschte Gitarre,ob günstig oder hochpreisig,evtl. manchmal nicht sofort in Berlin-Kreuzberg verfügbar war.Ein kurzes Gespräch mit einem Mitarbeiter der freundlichen JM Crew,und schon wurde die begehrte Gitarre aus dem Lager vor Ort,bei einer anderen JM Filiale bestellt,oder direkt beim Anbieter kurzerhand via Auftrag ad hoc geordert.Alles gar kein Problem bei JM in Berlin.Vielleicht war damals nicht das ganze Hanika Modellsortiment vorhanden,kann ja mal vorkommen,schließlich knallte man sich logischerweise auch bei JM nicht die Lager bis unter die Decke voll,warum auch,macht ja überhaupt keinen Sinn,aber aus eigener Erfahrung weiß ich sehr genau,daß z.B. Edelmarken wie Martin,Taylor,Gibson etc. in einer beachtlichen Vielfalt direkt im Berliner JM Store zum Verkauf am Haken hingen,wie auch preiswertere gute Eastman,Fender,Ibanez,Yamaha und andere namhafte Hersteller vertreten waren.
      Und bei den E.-Gitarren sah das übrigens nicht viel anders aus,PRS,Custom Fender,Custom Gibson und etliche weitere Gitarren wie Epiphone,Düsenberg,Guild u.s.w. waren stets vor Ort im Store antestbereit.Habe so einige Elektrische und Akustische sehr gern bei JM in Berlin am Moritzplatz gekauft,war immer zufrieden,wurde stets korrekt bedient und bekam die jeweilige Gitarre zu einem sehr fairen Preis! Und bezüglich „Angebote“ bei Hanika Akustikgitarren,muß ich sagen,daß sich „Angebote“ bei JM meist im niedrigeren Preissegment oder aber als Vorführ-oder Auslaufmodelle befanden.Dies ist also meine positive Erfahrung bei JM in Berlin-Kreuzberg/Mitte.Negative „Erfahrungswerte“ habe ich beim besagten JM Store in Berlin nie gemacht,was mich verständlicherweise auch nicht dazu veranlaßte,z.B. bei Thomann in Treppendorf per Mouseclick zu bestellen!
      Schöne Grüße aus Berlin-Kreuzberg.

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      1. Kriegste eigentlich Geld von denen, nur toll ist immer ziemlich verdächtig …

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        1. Nee,Jörn,“kriege“ kein Geld von „denen“.Schildere hier objektiv lediglich meine positiven Erfahrungen mit dem Just Music Flagship Store in Berlin!
          Merkwürdig,und mir völlig unverständlich,weshalb es leider immer einen Skeptiker gibt,der das in Frage stellen möchte.
          Tut,mir aber sehr leid für dich,daß ich als langjähriger JM Stammkunde hier nicht deine Vermutung bestätigen kann,weil es eben so ist,wie es ist! So ist es nun mal,auch wenn es dir vielleicht nicht gefällt,ha,ha,ha.
          Schöne Grüße aus Berlin.

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          1. Jetzt muss mal einer die Wahrheit schreiben.
            JustMusic in Hamburg war/ist der größte Drecksladen den ich je gesehen habe.
            Wer kauft da gerne eine Gitarre. Alles verstaubt, verdeckt. Totales Chaos. Kein Vergleich zu Session, Musicstore, Thomann usw.

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      2. Also ich wollte und will JM auch keineswegs schlecht machen… ich habe mir einfach mehr Angebot an wirklich gute Nylon-Akustikgitarren vorgestellt in einem Flagshipstore. Und auch per Nachfrage nach hochpreisiger Oberklasseinstrumente wurde ich eher enttäuscht…im Lager war nichts..aber vielleicht ist es dann eben dann auch besser in wirklich spezialisierte Shops zu gehen…die großen Läden sind zu groß aufgestellt um wirklich spezielle Wünsche zu haben zum Ausprobieren… ich denke man bekommt eben in solchen Shops eher das günstigere los. Im Hannover habe ich jetzt ein Laden ausgemacht der wirklich in dem Bereich mehr zu bieten hat…also wer Hanika Gitarren kennenlernen will … Musikbrunnen…

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        1. wer Hanika gitarren richtig kennenlernen kann ich nur empfehlen zur firma nach baiersdorf zu fahren.

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  15. Das ist ein echter Schlag in die Magengrube. Ich habe 1988 meine komplette Konfirmationskohle bei Amptown in HH-Wandsbek gegen eine metallicblaue Yamaha-Strat und einen Peavey-15W-Amp getauscht, bin seitdem Stammkunde und habe quasi mein ganzes Equipment der letzten 30 Jahre bei Amptown/JustMusic erworben – immer mit exzellenter Beratung und mega-kulantem Service (“Ich komm mit der Hagstrom-Bridge beim Palm Muting irgendwie nicht klar…” “Kein Ding, nehmen wir zurück, Geld kriegste sofort wieder.”). Equipment (Pleks, Kabel und Saiten mal ausgenommen) online bestellen, ohne das vorher persönlich angecheckt zu haben? Jenseits meiner Vorstellungskraft. Ach Mann, das macht mich echt traurig. JustMusic, I owe you a living! ✊

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  16. Zuletzt wird nur mehr Thomann übrig bleiben.
    Thomann hat schon seit Jahren eine kritische, Markt beherrschende Größe erreicht und nutzt das auch aus. Ich war 2 Mal in Treppendorf, aber vom Personal irgendwie enttäuscht. Da sitzen 6 Leute an ihren Computern und man wird 5 Mal weitergereicht zu einem Mitarbeiter, der nicht einmal weiß, wie man ein Helix startet. Auch bei online Bestellungen habe ich schon mehrmals mein blaues Wunder erlebt, bis zu Beschimpfungen gegen meine Person von Thomann Mitarbeitern.
    Ich wohne in der Nähe von Wien und hoffe, dass zumindest die Klangfarbe überlebt. Wenn die auch noch zusperren, wird´s finster in Österreich.
    Der Musikalienhandel steht momentan vor seiner größten Krise und ich glaube kaum, dass sich das in den nächsten Jahre bessern wird.

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    1. Das man bei Thomann schlecht behandelt wird…sorry das kann ich überhaupt nicht bestätigen. Wenn was nicht funktioniert, nimmt Thomann das ohne weiteres zurück (das machen nicht alle), man kann sich klasse austauschen mit den Mitarbeitern über das was man will-schon vor dem Kauf! Und sie Thomann hat eben auch alles. Das ist das was sie eben auch zur derzeitigen Nummer one macht. Es geht eben auch um das Angebot, Preise und und…
      Wenn andere es nicht haben was ich will, bleibt eben nichts übrig als da zu bestellen wo ich es bekomme… so ist das eben… justmusic hat es dann eben nicht gehabt! Ich finde auch nicht, das die Angestellten keine Ahnung haben!

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      1. Ich finde absolut nicht, dass thomann alles hat. Ganz im Gegenteil. Im Akustikgitarren-Bereich sind sie sehr beschränkt. Qualitativ gute Marken zu humanen Preisen führen sie oft gar nicht (Eastman, Sigma…). Ich kann auch überhaupt nicht nachvollziehen, wie man eine Gitarre im Internet kaufen kann. Ein Instrument muss man anspielen, weil selbst bei ein und demselben Modell Unterschiede auftauchen.

        Ich denke, dass der Umsatz bei justmusic in den Filialen nicht allein der Grund ist. Anscheinend will man sich ja bewusst in Richtung Onlinehandel bewegen.

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    2. Komisch,
      die schlechten Erfahrungen, die Du bei Thomann beschreibst, kenn ich eigentlich nur von Just Music.
      Mein Mitleid hält sich in Grenzen – in Sachen Service, Kulanz und Beratung habe ich zumindest in München äußerst mäßige Erfahrungen gemacht. Zudem hat JM die letzten 15 Jahre den Internethandel einfach verpennt, ein großes unternehmerischer Fehler. Ob das jetzt noch was wird – i doubt it…

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    3. also ich bin seit mind. 15 jahren thomann kunde und könnte nicht sagen, dass ich auch nur einmal grund zur beanstandung gehabt hätte. im gegensatz dazu im örtlichen musikhandel hab ich immer das gefühl ein bittsteller zu sein und die elitären verkäufer in ihrem tun mit meiner anwesenheit zu stören. gängige anwort: „hab ich nicht, muss ich bestellen“. und bestellen kann ich es selber eben auch. da die sprache auf die klangfarbe gekommen ist: ich bin noch nie in einem geschäft derartig herablassend und arrogant behandelt worden wie dort, niemals würde ich bei denen auch nur einen cent lsssen… generell hab ich das gefühl, dass der musikeinzelhandel einfach den übergang zum online-shopping verschlafen hat.

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    4. …zum Glück haben die meisten Großhändler doch noch mitbekommen, wie wichtig der “kleine Laden” ist!
      So können die auch mit den gleichen Preisen anbieten.
      Und das eben mit “echtem” Service vor Ort!!
      Was Thomann und Co. in ihren Hochregallagern haben, können kleine Händler in drei Tagen auch da haben. (ausgenommen, was durch Corona nicht ausgeliefert wurde)… zum ebenso günstigen Preis…

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    5. Sorry – aber das deckt sich kein Bischen mit meinen Erfahrungen bei großen T.
      Ich kaufe dort, eben weil der Service so gut funktioniert.
      Beratung am Telefon immer extrem kompetent und freundlich; egal ob in der Fachabteilung oder bei der Auftragsabwicklung. Logistik super – in den fast 20 Jahren die ich dort einkaufe gabs nur einmal Chaos und Verzögerungen beim Versand. Elektronikreparatur innerhalb einer Woche inkl. Versandlaufzeit repariert (kein Austausch) wieder auf meinem Tisch.
      Und das eine mal im Shop war die Beratung auch sehr ok, inkl. mal eben ein Teil zum Anschauen aus dem Lager anfordern. Und das obwohl die Bude gerade MEGA-voll war (wir waren nicht die Einzigen, die einen Fenstertag zum Besuch für eine gute Idee hielten).

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  17. Da frage ich mich doch jetzt ernsthaft,welche Internet Gitarrenanbieter,egal ob nun in Treppendorf,Köln,Bochum,Hamburg,Berlin oder sonst wo in Deutschland selbst als Großunternehmen in diesem Unterhaltungszweig mitten in der globalen (Corona) Krise auf Dauer noch „überleben“ werden,wenn die Absatzmärkte immer weiter in die Tiefe rutschen? Habt ihr euch alle das mal gefragt?
    Es liegt doch auf der Hand,daß die Gewinne,bzw. die Verkaufszahlen,selbst in der Automobilindustrie in dieser schwierigen Zeit extrem stagnieren.Kurzarbeit,Entlassungen und das alles auf unbestimmte Zeit rollt auf jedes Unternehmen,egal ob Groß-oder Einzelhandel in rasender Geschwindigkeit auf uns alle zu!
    Dies sind keine „Verschwörungstheorien“ aufgrund der „Corona Pandemie“,sondern einfach „nur“ Fakt.
    Mir wird sichtlich übel,wenn ich mir vorstelle,wie öde,einsam und verlassen die Welt ohne Gitarren und ohne Amps aussehen würde.
    Ein absolut düsteres Horrorszenarieo,das zukünftig hoffentlich nicht real werden wird.
    Eigentlich müßte ich euch allen nun eiligst dazu raten sämtliche,noch geöffnete Gitarrenläden zu besuchen,und alle derzeit noch verfügbaren Saiteninstrumente zu kaufen,aber macht das überhaupt noch Sinn,wenn die Weltwirtschaft bereits zusammengebrochen ist? Wäre sehr interessant zu erfahren,was ihr Gitarristen/innen da draußen meint!?! Wie könnte es sich, realistisch gesehen,wieder bessern?

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  18. Man kann ne Dose Tunfisch im Internet Shop kaufen, aber nicht ein Keyboard oder Gitarre !
    Die nette Beratung von dem Mitarbeitern wird mir fehlen.
    Hoffentlich bekommen alle Mitarbeiter weiterhin eine Aufgabe, damit die lieben Leute nicht ohne Arbeit sind. Kenne den Laden auch schon seid vielen Jahren. Damals noch in der Bramfelder Straße. Schade !!! Wieder ein Stück Hamburg Kultur verloren.

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    1. Keyboards sind überall gleich.
      Gitarren eben nicht!!!
      Selbst Dosenthunfisch schmeckt unterschiedlich.

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  19. Jeder der jetzt Betroffenheit äußert sollte nachgucken, ob er ein Kundenkonto beim großen T hat. Das dürften die allermeisten sein. JustMusic ist übrigens kein Unternehmen, das 40 Jahre am Markt war, sondern ein Notdach von einzelnen Musikalienhändlern (Musicshop, Amptown, etc.), die schon vor zig Jahren erst über die Treppendorfer lachten und dann böse aufgewacht sind. Wenn die jetzt anfangen wollen, ihr Onlinegeschäft zu professionalisieren, kann ich nur den Kopf schütteln. Das wäre vor 20 Jahren nötig gewesen, da hat es ein anderer gemacht. Und der kriegt bessere Konditionen als der Mitbewerb im Land, darauf wird man sich verlassen können. Zum Auschecken muss man dann demnächst 6 Klampfen bestellen, 5 zurückschicken und die beste behalten. Macht Arbeit, aber wenn es nicht mehr anders geht, dann halt so.

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    1. Nein. 5 Gitarren bestellen und 4 zurücksenden macht der T und auch der Musikshop Köln nicht mehr so einfach. Ich habe genau das machen müssen als Linkshänder. In den kleinen Shops sind die guten Leftys auch nur Mangelware.
      Mein T Konto wurde deshalb gesperrt. Ich bestelle seit Jahren nur noch in UK. Das wird sich jetzt mit Brexit auch bald erledigen.

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  20. Ich kann eigentlich nur Hammond-Orgel spielen 🙂 möchte aber die Gelegenheit nutzen, hier etwas zu schreiben…

    Auch ich bin etwas aufgewühlt, weil mit den Schließungen das “Musik erleben” für mich verloren geht. Ein Geschäft mit fühlbaren Instrumenten und buntem Klanggewusel ist jedes Mal ein besonderes Erlebnis. Und mich hat es mehr als nur einmal dazu verleitet, ein tolles Instrument mit nach Hause zu schleppen.

    Mich hat es auch dazu verleitet, völlig neue Instrumente wahr- und mitzunehmen, die ich vorher gar nicht auf dem Schirm hatte. Ein einfacher Bass zum Beispiel und eine edle Gretsch gehören auch dazu. 🙂

    Menschen können einem sympathisch sein oder nicht. Bei den Gitarren laufen immer die Coolen rum, bei den Tasten die Langweiler oder Synthie-Freaks mit Lötkolben.
    Die Mitarbeiter von JustMusic fand ich aber in jeder Abteilung und jedem Standort gleichermaßen engagiert – egal ob in Dortmund, Hamburg, Berlin oder München.
    Einer schrieb mir sogar eine Mail und entschuldigte sich für den defekt meiner neuen Gitarre.
    Ein anderer blühte am Telefon in einem Informationsfeuerwerk auf, so dass ich sofort losfahren musste, um mir dieses besagte Keyboard anzusehen.

    Auf Websites gibt es so etwas nicht.
    Auch Hochglanzvideos schaffen das nicht so sehr wie der persönliche Kontakt.

    Vielleicht wollen wir zu viel: Ein großes Auto, ein paar Reisen für Instagram, das dicke Smartphone, den Kaffee-Vollautomaten, den Saugroboter oder die Fitnessuhr. Und deswegen muss alles so billig wie möglich sein.

    Vielleicht sickert aber von unserem Arbeitgeber auch nicht mehr so viel auf unser Konto und wir sind gezwungen uns anzupassen.

    Vielleicht ist aber auch die Ladenmiete so hoch, dass sie durch die Kundenbesuche nicht aufgewogen werden kann. Dann zumindest könnte man doch aber über genügsamere Standorte nachdenken!

    Bei mir sind die Entfernungen zu JustMusic 100, 200, 400 und 600km. Bis 200km fahre ich “einfach so zum Gucken”. Alles andere wird mit einem Wochenend-Urlaub verbunden.

    Wenn jetzt nur noch 400km für mich übrig bleiben, dann überlege ich mir schon sehr genau ob ich “einfach mal so” nach Berlin fahre…
    Und plötzlich ist die Situation gekommen in der jeder andere Internetanbieter eine Alternative für mich wird.
    Genau da geht der wesentliche Vorteil von JustMusic verloren.

    Ich drücke allen Mitarbeitern die Daumen und hoffe, dass man wenigstens noch einmal über alternative Standorte nachdenkt.

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  21. Hallo,

    ich lebe seit über 30 Jahren in Dortmund und habe mir in der Zwischenzeit diverse Gitarren, E-Gitarren und Bässe sowie anderes Equipment zugelegt.
    Jedoch habe ich keines dieser Dinge bei JustMusic, bzw. damals noch Jellinghaus zugelegt. Der Grund hierfür ist einfach. Als ich in den frühen 90er Jahren anfing mich dem Musizieren zuzuwenden, und hierfür Jellinghaus in Do. betrat, um mir einen groben Überblick über das dortige Sortiment und die zu erwartenden Kosten zu verschaffen, wurde ich von einem dortigen Mitarbeiter nicht wie zu erwarten wäre mit: “Kann ich Ihnen helfen?”, sondern mit : “Hier wird sich aber nicht aufgewärmt!” begrüßt. Eigentlich hatte ich zwar vor, mich dort fachgerecht beraten zu lassen und entsprechend auch dort zu kaufen (Internet gab´s ja noch nicht). Hiervon habe ich nach der, für mich sehr unangenehmen Begrüßung aber schnell wieder Abstand genommen und bin zum damaligen Mitbewerber Musikhaus Pomerin (damals noch auf der Straße Kuckellke) gegangen, wo ich sofort freundlich mit Rat und Tat begrüßt wurde. Dort habe ich dann auch meine instrumentelle Erstausstattung erworben.

    Um mich auf Vorredner zu beziehen, die ausführen, das es Kunden gibt, die sich hier beraten lassen und dort kaufen, kann ich nur entgegnen, das das nunmal das Risiko ist, das man eingeht, wenn man ein solches Geschäft betreibt. Wenn die Geschäftsführung oder die evtl. provisionsabhängigen Mitarbeiter ihren Frust aber an anderen Kunden ablassen und diese wie o.g. behandeln, müssen diese sich nicht wundern, das die Kunden ausbleiben.
    Eins ist mal sicher, wenn ich Kunden im stationären Handel wegen zugegebenermaßen anderer “schlechter Kunden” schlecht behandele, mache ich etwas falsch. Ich m u s s jeden Kunden beraten, das ist mein Job, oder habe ich was wichtigeres im Ladenlokal zu tun, als den Versuch zu unternehmen, die Ware an den Kunden zu bringen. In dieser Situation ist ein Satz, wie: “Aber nicht hier beraten lassen und woanders Kaufen!” explizit Gift für die Kundenzufriedenheit, unterstellt sie dem Kunden schon im Vorfeld negative Absichten. Wer lässt sich schon gern von vornherein üble Absichten unterstellen und ist dann noch gewillt sich auch noch eine weitere Minute im Ladenlokal aufzuhalten?! Also ich nicht.

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    1. So etwas hatte ich nur bei Schlüter erlebt. Bei Jellinghaus in Dorstfeld hatte ich nie Probleme. Bin da als Teenie oft hin, wenn ich mal laut spielen wollte. Die einzige Maßgabe war “wenn ein Kunde kommt machst Du Pause”. Jellinghaus Innenstadt war ja eher für die klassischen Instrumente zuständig. Dort hatten mir meine Eltern als ich mit dem Spielen anfing meine Konzertgitarre gekauft.

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  22. Ich hoffe sehr, die Schließung in Dortmund bezieht sich nur auf die bereits vollzogene (und ebenso traurige) Schließung des Innenstadt-Stores (Jellinghaus)!!!
    Was ist denn so toll am Internet-Kauf??? Ich muss mindestens einen ganzen Tag zu Hause bleiben, um den Paket-Fuzzy nicht zu verpassen. Sollte ich gerade unter der Dusche gestanden haben, muss ich 2 Tage später zu irgendeinem Lager fahren, um mein Zeugs abzuholen. Und das, um eine 2000,-€ Gitarre vielleicht für 1980,-€ zu bekommen??? Geht’s noch???
    Ich bete, dass der Laden in Dortmund Dorstfeld bestehen bleibt!

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    1. Dem Gebet schliesse ich mich an. Jellinghaus in Do-Dorstfeld ist seit Jahrzehnten eine, wenn nicht die Alternative zu Beyers Music in Bochum, sonst sieht es im östlichen Ruhrgebiet ja inzwischen übel aus. Hoffe, der Laden überlebt in irgendeiner Form, schon alleine für die Mitarbeiter.

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      1. Leider ist das nicht der Fall. Die Meldungen beziehen sich auf die mittlerweile zusammengelegte Filiale in Dortmund, sprich Do-Dorstfeld. Anscheinend wird da aber eifrig nach einem potenziellen Nachfolger gesucht, der “Jellinghaus” weiter führt. Nach einem Gespräch mit den Mitarbeitern dort ist das die einzige Option, die Mitarbeiter alleine können den Laden wohl finanziell nicht stämmen. Hoffen wir, dass da jemand kommt und den Laden weiter führt.

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      2. Was ist mit Earny in Witten und Lüdke in Castrop, gibts die noch?

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  23. Soso, nur Thomann wird übrig bleiben?
    Ich mache seit 1978 Musik und habe noch nie etwas bei Thomann gekauft.
    Ich habe überhaupt nur ein einziges neues Instrument in enem Online-Shop gekauft, weil das in den Läden nämlich nicht zu kriegen war.
    Wie habe ich das bloß hingekriegt?
    Und dabei noch drei Kinder ernährt?

    Ich kaufe auch seit über 10 Jahren nichts mehr bei Amazon. Das bleibt auch so, bis die mindestens ihre Angestellten ordentlich bezahlen und gut behandeln.

    Mit Fachgeschäften ist es genauso wie mit Clubs, Kinos oder Theatern – zu schreien, wenn sie schliessen, ist schlicht zu spät.
    Wer will, dass es so etwas gibt, muss eben hingehen und dort ein bisschen Geld ausgeben.
    Fachgeschäfte zu benutzen, um Sachen auszuprobieren und sich beraten zu lassen, um dann beim billigsten Online-Anbieter zu kaufen, ist m.M.n. asozial.
    Und mein Geld wächst beileibe nicht auf Bäumen.

    Macht euch klar, dass der Geldschein in euren Portemonnaie genauso mächtig ist wie euer Stimmzettel für Wahlen – vielleicht sogar mächtiger, weil direkter und auch international wirksam.
    Nutzt eure Konsumentenmacht dazu, die Welt in die Richting zu bewegen, in der ihr sie bewegt haben möchtet. Und wenn das mal 50 Cent, 5 Euro oder auch 50 Euro mehr kostet, dann überlegt, ob es nicht ok wäre, noch einen oder zwei Monate auf ein neues Stück zu sparen.
    Die Allermeisten von uns haben sowieso weit mehr Gear, als sie brauchen und wirklich nutzen – ich übrigens auch.

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  24. Es ist immer schade, wenn Musikläden schließen. Ich denke das Problem ist einfach, daß es so gut wie keine Lifemusik mehr gibt. Es gibt quasi keine Verdienstmöglichkeiten durch Auftritte mehr, Geld, das man vor Corona sehr gern wieder in Instrumente investierte. Auch offene Jam-Sessions gibt es nicht mehr. Und jemand, der nicht live spielt, braucht natürlich viel weniger Equipment, keine gleichwertige zweite Gitarre z.B. . Ich denke, da werden leider noch einige Läden folgen, vielleicht wird es letztlich auch Thomann treffen. In der Meldung steht, daß es eine freie unternehmerische Entscheidung war. Das heißt für mich, die Geschäfte werden geschlossen, obwohl es noch nicht zwingend notwendig ist. Die Eigentümer halten nicht zu ihren Angestellten und versuchen, die Krise zu überstehen, sondern retten vermutlich lieber ihre Privatvermögen.

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    1. Dafür spricht auch, dass direkt fast alle Läden geschlossen werden. Das sieht nicht nach wirtschaftlicher Notwendigkeit aus, sondern vor allem nach einer firmenpolitischen Entscheidung.

      Ich jedenfalls finde ich es schade. Mit der Dortmunder Filiale geht auch ein Teil meines Lebens baden, da ich dort seit beinahe 20 Jahren und somit mein gesamtes Musikerdasein immer wieder gekauft habe. Vom Kabel bis zur USA Gibson war alles dabei.

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  25. Da ich viel unterwegs war, war ich Kunde bei Amptown, dann Just Music, Jellinghaus, dann ebenfalls Just Music Dortmund (dort hat man gerade erst umgebaut und Jellinghaus Akustik mit dem Just Music Store zusammengelegt) wie auch Just Music München. Hamburg und Dortmund hätten ohne die Übernahme durch Just Music wahrscheinlich nicht mehr lange überleben können, weil der Online- Markt sie abgehängt hätte. Leider gab und gibt es zu wenige Kunden wie einige Schreiber hier und mich, die Beratung und Fachsimpelei, Ausprobieren vor Ort und die Atmosphäre schätzen und auch dort kaufen. Mich hat bei der Übernahme der Läden in Hamburg und Dortmund gefreut, dass die Stammbelegschaft bleiben durfte, denn die waren und sind die Seele des Geschäfts! Auch der Reparaturservice oder die Möglichkeit, mal schnell vor einem Gig eine Sonderanfertigung für irgendetwas zu bekommen, waren super, zumal die Mitarbeiter meist selbst Musiker sind.

    Wir Kunden bestimmen mit den Füßen und dem Portemonnaie, welcher Händler überlebt. Wenn wir dann aus Geiz ist geil nur noch einem Monopolisten zur Allmacht verhelfen, wird er uns zeigen, dass er die Preise nach Belieben auch wieder hoch setzen kann… Nur haben wir dann keine Alternative mehr.
    Ich bete nicht, ich kaufe jetzt etwas beim nächsten noch offenen Händler in der Nähe.

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    1. Hallo Bernd4Rock,da steckt schon eine Menge Wahrheit drinnen,von dem was du hier schreibst.Allein durch das Wegfallen wegen der lästigen Corona Pandemie finden ja auch keine Live Event Auftritte,also gar kein Gitarren/EquipmentVerkauf/Verleih mehr statt.Ich kenne leider eine Menge ehemalige Veranstalter,die jetzt total pleite sind.
      Es ist richtig,daß aufgrund der JM Store Schließungen die Vermutung nahe liegt,daß es letztendlich vermutlich nur noch einen einzigen MI-Großhändler gibt,der ganz allein durch sein Monopol Status die Verkaufspreise bestimmen kann,und somit der Kunde dem Großhandel völlig unterlegen ist.
      Preisvergleiche und Rabatte,Beratungen und das Antesten der Gitarre vor Ort wird dann wohl sicher gänzlich der Vergangenheit angehören.
      Kann mir sehr gut vorstellen,daß das dann der blanke Horror für alle Kunden wäre.
      Einem einzigen „Machthaber“ der die gesamte MI Branche und die Preise allein bestimmt,will garantiert kein Käufer unterlegen sein.
      Ob momentan der Gedanke,bzw. die Umsetzung ab sofort ausschließlich und in Zukunft nur beim (noch) bestehenden kleinen Einzelhändler ganz in der Nähe einzukaufen Sinn macht,weiß ich nicht genau,es wäre toll,würde evtl. vielen kleinen Gitarrenshops kurzzeitig helfen,wäre da nicht der zweite Lockdown der Corona Pest Pandemie,der uns allen hoffentlich erspart bleiben wird,denn wir tragen ja alle brav unsere lustigen „Schnauz-Maul-Masken“.
      Diese nervige Corona Pest ist sowieso auf Dauer für alle Lebewesen auf dieser Welt unerträglich! Für immer vorbei mit: „I want a Rock & Roll and Party every Day?“ dem kultigen Fetensong von den einstigen KISS Music Clowns? Irgendwie geht es ja immer weiter.
      Am Ende wird dann doch noch alles gut.🤘🏻💋

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    2. Das ist durchaus korrekt, aber für mich nur die halbe Wahrheit.

      Der Markt im gesamten hat enorm zu kämpfen. Konzerte werden immer mehr zu Rentnerveranstaltungen und der Nachwuchs scheint sich immer weniger für Musik und das Musizieren generell zu interessieren. Social media, tik toi, fortnite und Netflix sind wichtiger geworden.

      Das spiegelt sich auch bei den Läden und können die immer älter werdenden Bestandsmusiker kaum ausgleichen. Zumal man irgendwann auch alles hat und nicht mehr jedes Jahr ein neues Instrument braucht.

      Es ist also längst nicht nur der Internethandel, auch wenn der natürlich seinen Teil dazu beiträgt.

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  26. Hallo Leute
    Ich habe mir jetzt die ganzen Kommentare zur Schließung der JustMusic-Filialen durchgelesen und muss nun auch was dazu sagen.
    Ja! Das JustMusic diese Entscheidung getroffen hat ist unschön! Die Mitarbeiter sind bei solchen Entscheidungen IMMER die Leitragenden! Aber es ist eine unternehmerische Entscheidung, die aus davor gehenden unternehmerischen Entscheidungen getroffen wurde! Ob das Einkaufsverhalten der Kunden, die Corona-Pandemie oder schlichtweg Gewinnorientierung der Besitzer/Gesellschafter der Grund ist, spielt keine Rolle! Die Entscheidung ist getroffen!
    Und ansonsten, ich oute mich jetzt mal als Hobbymusiker, habt ihr (entschuldigt bitte!) ein echtes Luxusproblem! Ich wohne in einer Kleinstadt am Rande der Lüneburger Heide. Der nächste MI-Händler ist 30 km weg und hat nur, seinem Geschmack entsprechend, eine seeeehhr begrenzte Auswahl, was Instrumente angeht. Und über Equipment brauchen wir nicht reden! Ich müsste mind. 120km nach Hannover, 125km nach Hamburg und 250km nach Berlin fahren! Also sind Thomann, Musikstore und die anderen Online-Händler für mich die einzige Möglichkeit an Instrumente, Verstärker oder anderes Equipment zu gelangen!
    Natürlich ist es immer Sinnvoll den örtlichen Einzelhandel zu unterstützen, wenn es ihn dann gibt!
    Also bitte, verteufelt nicht den Online-Handel! Für eine große Masse an Musikinteressierten ist das die einzige Möglichkeit, für einen vernünftigen Aufwand, ihr Hobby zu betreiben!

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    1. …ich wette, in deiner näheren Umgebung (Lüneburg, Buchholz, Soltau, Tostedt, u. a.) gabs auch mal ein MI-Geschäft…

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  27. Traurig, ich sage immer noch Amptown statt JustMusic und konnte mal netterweise einen Amp zum testen aus der Alten Wöhr mit nach Hause nehmen. Letztes Jahr noch ne Sigma gekauft. Das Geschäft wird in HH fehlen. Aber vielleicht ist beides richtig: einerseits hat sich der Markt und das Käuferverhalten leider wie so oft verändert, andererseits hat sich Just Music vielleicht zu spät um die Online-Möglichkeit gekümmert. Kann ich nicht beurteilen. Aber sehr bedauerlich. Aber letztlich die Konsequenz. LEIDER! Alles Gute für die engagierten Mitarbeiter !

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  28. Es ist einfacher traurig, dass diese Kultläden schließen. Es tut mir sehr Leid für die Mitarbeiter, die so einige Umstrukturierungen mit erlebt haben. Corona und die Dauerbaustelle beim Bunker in Hamburg blieben nicht ohne Auswirkungen. Vielleicht passiert ja noch was und in Hamburg und weiteren Städten springen Investoren ein und ermöglichen noch ein Kauferlebnis vor Ort. Die Mitarbeiter besitzen viel know How über das viele normaler Online-Händler nur bedingt bis gar nicht verfügen. Wer tauscht oder repariert mal eben ein Instrument, wenn gar nichts mehr geht? Der Gesetzgeber ist zum Teil mit Schuld, dass viele Einzelhändler vor Ort aufgeben. Es bedarf neuer Steuerkonzepte, um die Händler vor Ort zu stärken. In einigen Ländern wird der Onlinehandel z.B. höher besteuert. Die Möglichkeit der Vernichtung von Neuware als Rückläufer gehört ins Steinzeitalter. Zu guter letzt: WER BILLIG KAUFT, KAUFT ZWEIMAL. Da ist was dran.

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  29. Das wundert mich gar nicht. Hier wurde enorm viel Geld in den Laden in Berlin gesteckt, aber nicht in kompetentes Personal. Irgendwie haben die das hier in Berlin mit ihrem Flagshipstore auch nicht richtig verstanden. Wenn ich da 3x hingehe und ein simples Ersatzteil oder gängige Saiten nicht vorrätig sind, dann bestelle ich das halt das nächste Mal bei Thomann. Ich geh da doch nicht hin um TShirts zu kaufen. Wie es richtig geht, kann man direkt nebenan bei Modulor sehen. Kompetente Beratung, die Sachen sind verfügbar und ich kann ständig neue Sachen entdecken. Sorry, aber ich geb dem Laden in Berlin dann auch nur noch ein Jahr. Übrigens gehe ich dann lieber wirklich in den kleinen Gitarrenladen bei mir um die Ecke.

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  30. Als der Music-Shop in München-Schwabing aufgelöst wurde sind viele der Mitarbeiter zu justmusic “transferiert” worden – und waren vor der Arbeitslosikeit gerettet. Die meisten Musikgeschäfte in München existieren heute nicht mehr, und auch ich bestelle ab und an im Internet. Trotzdem habe mich bemüht weiterhin vor Ort zu kaufen und im Laufe der Jahre ist bei justmusic doch einiges zusammen gekommen. Sehr schade, Du kannst nun keine Gitarre mehr in die Hand nehmen, über Amps philosophieren oder Dich über sonstiges Equipment austauschen. Ich drücke die Daumen dass die Mitarbeiter einen neuen Job finden.

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  31. Ich kann die Kommentare nicht verstehen, die darauf abzielen, dass die “bösen” Eigentümer von Läden diese schließen wollen/müssen (wie bei Just Music jetzt scheinbar) und die von einigen hier angegangen werden. Die Frage ist doch, wenn ich keine Idee habe mein Geschäft zukunftsträchtig auszurichten und permanent Verluste mache, warum sollte es dann eine wie auch immer geartete Verpflichtung geben, den Laden weiterzubetreiben? Wenn jemand eine bessere Idee hat, kann der sich sicherlich gerne einbringen. Wer soll denn das Geld zuschießen, dass mit höchster Wahrscheinlichkeit sich kurz darauf verabschieden wird? Wenn man sich überlegt, wieviel Umsatz x Marge abzgl Einkommensteuer ein Laden machen muss, dass es irgendwie klappen kann, dann ist das eine ganze Menge oftmals. Nicht jeder Kunde, der kommt kann sich eine Custom Shop für 3k+ gönnen, woran evtl noch etwas verdient wird.
    Auch wenn es traurig ist, aber wenn das Marktumfeld + Geschäftsmodell es nicht hergeben, dann ist es leider eine rationale Entscheidung einen Ladne zu schließen. Dass dies insbesondere bei einma emotionalen Thema wie Musikläden besonders weh tut, ist klar. Ich bin “nur” Hobbymusiker, nichtsdestotrotz habe ich meine sämtlichen Gitarren entweder in lokalen Läden oder über ebay kleinanzeigen von anderen gekauft, schon auch wegen der UNterstützung wegen.
    Ich denke trotzdem, dass die Konzentration von Läden weitergehen wird. Auch wenn sie oft so hoch gelobt werden, aber bei kleinern Läden ist eben so, dass die Auswahl dementsprechend klein ist und oftmals auch nur höherpreisige Gitarren im Angebot sind. Für einen Hobbymusiker wie mich bringt das nicht viel, da ich zunächst mal ein paar Gitarren ausprobieben will (oder muss, weil ich mich eben nicht so gut auskenne) und dann aber nicht gezwungen werden will, entweder die für 1900EUR oder die andere für 2500EUR zu nehmen, vielleicht noch in einem FInish, das mir gar nicht unbedingt zusagt.
    Zum Thema Internet: Jede Branche, die es nicht schafft im Vergleich zum Internetverkauf einen Mehrwert zu bieten, wird es schwer haben. Ich weine keinem “Geiz ist geil” Laden hinterher mit ihrer schlechten und unwilligen Beratung mit oftmals schlechten Preisen. Beim Thema Musikinstrument kann ein lokaler Laden schon punkten meines Erachtens und es sollte niemand die Kraft des eigenen Geldbeutels unterschätzen (wie bereits erwähnt in diesem Thread): Wenn es jemand wichtig ist, dann kauft auch wirklich lokal, ich glaube viele predigen das nur aber machen es nicht wirklich.

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  32. …im Netz gekauft- drei Mal getauscht, weil nicht gefallen (is ja “kostenlos” möglich)… immer wieder schön verpackt (und dafür im kleinen Laden nach Gitarren- Kartons gefragt, weil aus Platzmangel zu früh entsorgt), drei Mal zur Post gefahren… toll… was hab ich jetzt gespart????

    Instrument runter gefallen, umgekippt, zerbrochen, Verstärker defekt, oder benötigt neue Röhren…
    Keiner mehr da, der das repariert… oder zu Preisen, das es neu gekauft werden könnte…
    Kein kleiner Laden mehr da, wo ich die Sachen mal antesten kann und dann billiger im Netz besorgen, weil 5.-€ weniger…

    Und dann wacht ihr auf und der Albtraum ist REALITÄT!!!

    Guten morgen ihr 5.-€ Sparer…

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    1. seit 30 jahren bin ich autodidakt am lernen wie man gitarren baut u. auch repariert, ich verdiene damit kein geld es ist lediglich ein ambitioniertes hobby, aber sicher stehen jetzt schon leute wie z,B. der waldenmeier in münchen in den startlöchern um sich in dieser situation zu engagieren. ich brauch kein just musik, schade ist nur das man keinen laden mehr hat um mal sich anzuschauen was der markt so neues anbietet.

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      1. Hallo Johnny,
        Kein Laden kannn es sich leisten nur dafür da zu sein “um mal sich anzuschauen was der markt so neues anbietet”…
        Es muss dort auch gekauft werden!
        Ansonsten gibt es ja fast täglich, von allen Herstellern, Infos von Neuheiten über instargam…
        Und auch der “waldenmeier ” bekommt nicht täglich Instrumente zur Bearbeitung geliefert. Auch der muss Miete zahlen. Und die Arbeitsstunde wird dann auf Sicher mit steigender Nachfrage teurer!
        Es ist wie überall;
        Weniger Anbieter- höhere Preise!

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      2. Ja, hallo. MM aus HH
        Es ist immer sehr schade einen Laden zu verlieren den man in 30 Minuten erreichen kann. In Hamburg ist es glücklicher Weise so dass man mehrere Möglichkeiten hat.
        Ich war kein große Kunde in der Feldstrasse. Andere schon. Voll toll war z. B. die kollegiale Hilfe für ein paar sehr coole open stages.
        Aber ergibt ja wie gesagt andere, kleinere Einzelläden, Inhaber geführt.
        Ich denke hier ist die chance für Hobbykünstler, Schüler und und Profis.
        Also an alle Musiker : ab zu den Stand alone Stores. Einfach mal googeln und finden auch wenn die Anfahrt länger als 30 Minuten dauert. Kompetenzenstreit da vielleicht sogar noch fette.
        MM aus HH

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  33. Wir Gitarristen sind ja irgendwie auch Romantiker. Anders ist es auch nicht zu erklären, dass die Industrie uns im Prinzip die gleichen Gitarren immer wieder verkaufen will. Es gibt z.B. nur ca. 600 59er Les Pauls (wenn nicht ein Teil schon geschrottet wurde) also baut der Custom Shop die 59 nach und das zu satten Preisen – ist ja eine 59er… Dann werden die Gitarren noch in der Produktion “kaputt” gemacht und als geaged verkauft. Wir Gitarristen sind da schon ziemlich bekloppt. Man Stelle sich nur beim Autokauf vor, dass der Verkäufer dem Neuwagen kräftig in die Tür tritt bei der Uebergabe mit den Worten…”so, jetzt isser vintage!” 😉 Ok, ein anderes Thema.
    Auf den Onlinehandel zu schimpfen bringt nichts, da wir das mit unserem Geld ja selber so treiben. Wir bestimmen wo wir kaufen. Der Service von einigen Online-Haendlern ist teilweise richtig klasse und Thomann ist nicht alleine auf der Welt. Ich lebe in England und auch hier gibt es grosse Online-Händler, die übrigens auch nach D liefern:-) Die Preise bei Thomann sind naetuerlich meistens gut, aber auch nicht immer. Man muss halt immer schauen und recherchieren. Aber ist schon Wahnsinn. Als ich z.B. in Mexiko gewohnt habe, hatte ich nachgefragt, und die hätten meine Taylor fuer 50Euro dort hingeschickt! Ich habe die dann aber direkt von Bonn Taylor bekommen, da der Laden in Guadalajara die Gitarre nicht an Land bekam. So viele Stories…
    Jetzt aber mein eigentlicher Punkt. Auf Corona kann man nicht alles schieben. In England wurde vom Guitarist Magazine beispielsweise beschrieben, dass die Gitarrenerkaeufe im Lockdown gestiegen waren, da die Leute mehr Zeit zum Ueben hatten und einfach mehr gespielt haben. Nicht in den Clubs oder Pubs, aber eben zu Hause. Aber die Bedeutung der Gitarre in der Musik ist gerade rückläufig. Hoert man Radio 1 in UK (den Sender fuer die jungen Leute, die die neuesten Trends spielen) dann hört man da nur noch ganz wenig Gitarren. Wir können mal davon ausgehen, dass die gitarrenbetonte Rockmusik in gar nicht so ferner Zukunft das gleiche Nischendasein fristen wird wie der Jazz das heute tut. Ich halte das nicht fuer verwerflich, sonders so entwicklen wir uns nunmal. Dafür spiele ich weiterhin auf meinen Klampfen und schreibe Stücke… Will heissen, die Umsätze fuer Gitarren werden langfristig fallen und das bei steigenden Angeboten…
    Nun verkauft JustMusic ja nicht nur Gitarren. … und will den Online Handel verstärken. Wenn man spät dran ist, dann ist der Markt schon vorangeschritten. Auch bei Onlinegeschäften brauchst Du fachkundiges Personal, was Auskunft geben kann und Kunden betreut. Das ist mitnichten so, dass das völlig anonym abläuft. Das wird weiterhin von Menschen abhängen, die die Plattformen und Shops betreiben. JM ist halt spät dran.
    Die steigende Digitalisierung wird das ganze weiter vorantreiben. Schulen sollen z.B. weiter digitalisiert werden. Damit lernen die Kids doch schon den ganz anderen Umgang mit den Medien und wie man sich wo was anschafft.
    Ich denke uebrigens auch, dass z.B. im Autohandel auch die Autohäuser bald verschwinden werden, da die OEMs auch nur noch per Online die Fahrzeuge vertreiben werden. Da sehe ich schon den nächsten Aufschrei kommen.
    So, jetzt habe ich viel philosophiert, aber letztendlich entscheidet jeder Kunde mit seinem Geld, bei wem er wie einkauft und eben welches Geschäftsmodell er unterstuetzen will, oder?
    In diesem Sinne…
    Da ich als Gitarrist nicht ganz unromantisch bin, gefällt mir der Gedanke von Läden, die aufgeben müssen auch überhaupt nicht. Mitarbeiter sollten aber nach Möglichkeit fuer den Onlinehandel uebernommen werden.
    Letzte Story: Ich war in London in der berühmten Denmark Street in einem Gitarrenladen und war auf eine Gitarre scharf. Ich habe dann gefragt, ob der Besitzer preislich was machen kann. Ich bin von dem Ladenbesitzer dann übel beschimpft worden, wohin uns dieser ganze Online Handel bringt, und dass nur noch das billigste Angebot zählt. Er hat mir dann doch etwas Nachlass gegeben (nicht so viel, wie ich Online bezahlt hätte). Mir war der Kerl trotzdem sympathisch, ich habe dann noch ein T-Shirt (yep, I’ve been there, done it, got the T-shirt) gekauft, Saiten… und dann, nach einem längeren Gespräch durfte ich noch in das hintere Haus von seinem Laden!!! Das war die Wohnung, in der die Sex Pistols (graded Building) gewohnt hatten und wo noch die Original Zeichnungen Malcom McLaren etc. an den Wänden waren!!! Ich war hin und weg! So was erlebt man nur in einem alten Ladenlokal und nicht im Online Shop!
    Jetzt aber…

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    1. Moin Ringo,
      ich habe lange im Einzelhandel/ Großhandel mit IT Abteilung (Shop) gearbeitet. Du kannst davon ausgehen, das der größte Anteil dieser Händler keinen Service vor Ort hat. Der Auftragnehmer sitzt an seinem PC und nicht im Warenlager mit direktem Zugriff auf dein bestelltes Instrument.
      Wenn du im Netz etwas bestellst, geht es nur noch automatisch weiter!
      Die Gitarre/ Trommel oder was auch immer du bestellst, wird dann von einer Maschine aus dem Hochregallager gezogen, in einen Verkaufskarton geschoben, ettiketiert und geht dann in die Post.
      Es kann keinen echten “Service” geben, daher heißt es auch Online”!
      Die großen Versender haben es auch gar nicht im Preis mit einkalkuliert, zu prüfen.
      Infos in den Shops werden von den Herstellern übernommen.
      Greeetzzz
      Dafür kannst du es ja im Notfall tauschen…

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  34. Wahrscheinlich träumt Just Music davon, dem großen T. Konkurrenz zu machen, weil sie ihren Flagship-Store mitten in Berlin haben.
    Ich war ca. 30 Jahre lang in Hamburg Kunde und seit 2 Jahren in Berlin.

    Der Hamburger Just Music Laden ist deutlich besser: die haben fast immer alles da, die Sachen sind kundenfreundlich präsentiert. In Berlin sind haufenweise Waren noch nicht einmal ausgezeichnet oder in kleinen Glasbunkern eingeschlossen.
    Die Akkustik in den Testräumen für Bässe ist so unterirdisch schlecht, dass selbst die besten Sachen Sch*isse klingen.
    Ich mag den Laden in Berlin auch, aber wenn sie ihren besten Laden behalten wollten, wäre es sicherlich nicht der Flagship-Store in Berlin.

    Habe gehört, dass JM nur Mindestlohn zahlt, während Thomann übertariflich zahlt. Ich hoffe, dass Zweiteres stimmt und Ersteres nicht.

    Eine Krise im Absatz von Musikinstrumenten gibt es nicht. 2008/2009 gab es mal einen Tiefpunkt im Verkauf von Gitarren und Bässen. 2019 wurden fast doppelt soviel Gitarren und Bässe verkauft wie noch vor ca. 10 Jahren.
    Die Branche ist eine der wenigen, die von der “Pandemie” profitiert hat. Der Kameramarkt z.B. hat fast 50% eingebüßt, der Verkauf von Instrumenten, Interfaces etc. hat zugenommen.
    Viele Sachen sind selbst beim T. nicht zu bekommen: mehr Nachfrage trifft auf nachwirkende Probleme mit den Lieferketten (China etc.).

    Wahrscheinlich glaubt Just Music, wenn sie in Berlin mehr vorrätig haben, werden durchaus Leute bereit sein für < 30,- Euro mit dem IC nach Berlin zu fahren und zurück (die einzelne Fahrt dauert ohne Umsteigen weniger als 100 Minuten) und die ICs fahren ab nächstem Jahr im 30 Minuten Takt.
    Bin gespannt, ob die Rechnung aufgeht.

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    1. Deine Annahme ist falsch.

      Denn wer braucht derzeit eine PA, Veranstaltungselektronik oder schlicht große Gitarren- oder Bassverstärker? Oder “richtige” Schlagzeuge. Oder Keyboards für Alleinunterhalter. Oder Blasinstrumente bzw. überhaupt Orchesterinstrumente. Selbst DJ-Equipment wird derzeit eher nicht gebraucht, da es keine Veranstaltungen gibt. Dementsprechend gibt es bei einem Vollsortimenter wie JustMusic, ganz sicher keine Umsatzsteigerungen, sondern abseits von Akustikgitarre und am Rande noch E-Gitarren, absolut keinen Umsatz. Das rettet bei den heutigen Minimalkalkulationen kein Ladengeschäft mit Mieten für mehrere tausend Quadratmeter und einigen Dutzend Mitarbeitern.

      Dein Satz: “Eine Krise im Absatz von Musikinstrumenten gibt es nicht” ist schlicht falsch. Den “Musikinstrumente” bestehen halt nur zu einem kleinen Teil aus “Gitarren” 😉

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  35. Früher gab es für viele Geräte, Musikinstrumente einen Gebietsschutz und vom Hersteller vorgeschriebene Preise.
    Man konnte bspw. seinen Dynacord Verstärker in einem gewissen PLZ Raum also nur bei diesem Händler zum vorgegebenen Preis erwerben.
    Der Händler konnte also max. noch ein kostenloses Kabel dazu legen.
    Natürlich spricht das gegen den Wettbewerb, aber ganz so schlecht war es halt auch nicht….

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  36. Es würde schon fast alles gesagt – nur noch ein kleiner Gedanke:
    meidet in eurem eigenen Interesse generell Firmen die miserable Sozialstandards haben, schlechte Löhne zahlen, in Deutschland keine Steuern bezahlen und alle anderen unterbieten. Sonst bleiben die irgendwann als Einzige übrig und man “muss” dann dort einkaufen wenn man ein bestimmtes Produkt haben will. Bis dann die schlechten Arbeitsbedingungen und die miese Bezahlung euren Arbeitsplatz erreichen ist dann im Prinzip dann nur noch eine Frage der Zeit. Auch kostenloser Versand ab EUR 10.- Bestellwert ist ein Unding. Kein Paket bewegt sich für umsonst.
    Unterstützt eure lokalen Händler solange sie noch da sind, die Zahlen im besten Falle auch noch Steuern für unser aller Infrastruktur.
    Das alles könnte man jetzt noch im Detail ausführen – aber keiner hier möchte an dieser Stelle ein Buch lesen.

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  37. Musikinstrumentenhändler gehörten ganz kurz nur zu den Gewinnern der Pandemie. Die Leute kauften und übten – aber natürlich brach das Bandgeschäft ein. Dafür boomte recording. Aber insgesamt so die Prognosen geht der Umsatz um jährlich 1 bis 2 Prozent zurück. Was uns das sagt? Der stationäre Handel muss jetzt nach ordentlichen aber nicht begeisternden Onlineumsätzen erst wieder wachsen. Aber kein Mensch sollte ein Drumset oder einen Amp-Tower online bestellen und eventuell als Retoure zurücksenden (wollen). Und macht das eigentlich auch nicht. Das Zeug sollte man sehen, probieren ist ja eher schlecht. Auch derzeit, aber auch generell, denn wer will schon ausgetestete Instrumente kaufen – soll ja alles neu sein. Schwierig, keine Frage. Aber der Online-Shop von justmusic war und ist kein Gamechanger. Er hat so gut wie keine Kundenmeinungen (da toppt leider thomann, wen auch oft sehr unqualifiziert), er hat nur die Artikelbeschreibungen der Hersteller. Keine Videos. Das angebliche Wissen der Mitarbeiter hätte man in Produktbeschreibungen, nützliches Zubehör (UpSell) und andere Informationen stecken können, denn die Zeit wäre ja da. Morgens ist es eher mal mau in so einem Store und während der Ladenschließungen aufgrund von Corona hätte man auch daran arbeiten können. Infos in den Store, Aktion zum Kauf dann stark auch in den Laden legen. Aber bei schlechten Onlinestores – wie Musik Produktiv, jetzt justmusic – kommt nur der Tod auf Raten. Die Konzentration auf einen Standort, die Übernahme durch einen Mitbewerber – das ist Licht aus mit Ansage. Es ist aber kein Hobby, es ist Handel, mit durchaus beeindruckenden Margen. Handel ist Wandel – Einzelhandel handelt einzeln. Da hilft das Gejammer nichts – wenn die Hersteller erst ihre eigenen Onlinestores eröffnen, kommt das ganz große jammern. Fender legt vor, Sonor versteht man nicht – könnte schon lange online sein. Musikmessen würden dann als Publikumsmesse wieder sehr wichtig. Aber so ist es etwas dumm – vor allem für den, der eigentlich den lokalen Handel unterstützen will. Aber die Frage darf auch lauten, unterstützt mich der Handel, wenn er sich aus der Fläche zurückzieht? War er wirklich für mich da? Der Kunde ist nie alleine schuld, der kann nicht mehr als kaufen. Der Handel muss handeln oder eben schließen. Aber die Dortmunder Geschichte ist übelst – erst raus aus der City (mit dem zweiten Geschäft), dann raus aus NRW – hier leben ja nur 19 Millionen. Musicstore – Musicworld Brilon – tja dann eben mit Ausflug nach Kölle oder ins Sauerland. Ich habe die kleinen Läden alle vergessen aufzuzählen – denn die spielen und handeln in einer anderen Liga – in ihrer Nische vielleicht und hoffentlich erfolgreich. Die Zukunft sind die Onlinestores der Hersteller – warum die noch zögern, ist eher unverständlich. Thomann, musicstore – mit den wie auch bei justmusic gerne billigen Duplikatangeboten vertreiben sie auch eher den Markenhersteller. Schauen wir mal – praktisch gesehn, habe ich jetzt Ersatzfelle und Kleinteile daheim zu lagern, mal eben nachkaufen und ersetzen ist nicht. Schade – und wie doof, dass ich die letzten Jahre immer aus solchen Gründen zu jm gefahren bin.

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  38. Ich bin seit 1971 Bandmusiker in der damaligen DDR.
    Instrumentenläden gab es nur in Großstädten. Musikinstrumente gab es nur mit Beziehungen, oder für unsagbar viel Geld auf dem Schwarzmarkt!
    Den ersten Musikladen durfte ich 1998 in Dortmund besuchen und war überwältigt.
    Ich bin Stammkunde bei Just Music in Dortmund und dem Vorgänger Musik Jellinghaus, kenne auch Ibbenbüren.
    Ich sage nur: Schade, sehr schade!
    Viele Kommentare treffen zu, aber halt nicht alle.
    Mal schnell ein paar Saiten, ein Microkabel, ein paar Plectrum’s……ect. holen? Es geht nicht nur um die großen Instrumente. Ja und eben das antesten! Alle meine Istrumente und eine PA inclusive Mischpult habe ich dort gekauft, alle wurden für mich bestellt, für alle bestand kein Kaufzwang!
    Die PA habe ich zum ausprobieren, bis zur Lieferung der neuen, kostenlos mitbekommen. Ob das so im Internet-Handel möglich wäre?

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    1. Ist bei mir ähnlich. Seit bald 20 Jahren habe ich locker jeden zweiten Kauf bei Jellinghaus/JM in Dortmund erledigt. Erst dieses Wochenende war ich wieder dort und habe einen geringen dreistelligen Betrag dort gelassen.

      Und das, wo man erst vor nicht langer Zeit so viel investiert und zusammengelegt hat. Das ist bitter und wird mir fehlen. Da nützt es mir auch nichts, dass es in Bochum, Witten oder Köln noch Shops gibt. Mal eben dahin ist bei keinem davon, wenn man in Dortmund wohnt.

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  39. Ein weiteres Wort zum Thema;
    Des öffteren stand etwas von noch günstiger kaufen über das Netz im Ausland:
    Erstens sind Ausstattungen von Instrumenten im Ausland teilweise anders als in Deutschen Geschäften.
    Desweiteren sollte man sich darüber im Klaren sein, das es auf Grund unterschiedlicher Gesetze zu teilweise ganz anderen Garantiezusagen kommt und eventuelle Klagen dann vor den Gerichten in diesen Ländern abgehalten werden.
    Wer will denn dafür z. B. nach Paris oder London fahren??
    Nicht zu vergessen Zoll und Citesvorgaben!

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  40. Ich finde es sehr gut,daß diese Thematik rund um die JM MI Stores so reges Interesse bei euch allen hervorgerufen hat! Dies zeigt doch ganz klar,daß es enorm viele von euch berührt,betrifft,interessiert und Stellungnahmen,ob pro oder contra in diesem Forum in zahlreichen Posts veröffentlicht wurden.Wirklich beachtlich!
    Niemand von euch wird leugnen,daß Gitarren allgemein sehr ästhetische und
    edle Instrumente sind,darin sind wir uns ja anscheinend alle einig.
    Es stellt sich hier nun überhaupt nicht die Frage,ob neue oder alte Gitarren in etwa 10 Jahren noch weiterhin so aktuell und begehrt sein werden wie momentan.Vielleicht bestaunt und hört man dann zumindest alte und enorm seltene Gitarren nicht mehr live auf der Bühne,sondern still und leise im Gitarren-Museum? Eine beklemmende Vorstellung!!!
    Dies würde allerdings keiner Gitarre gerecht werden,denn sie wollen bespielt werden und in erster Linie gehört werden! Dafür wurden sie gebaut.
    Gitarren werden ganz sicher nicht Vergessenheit geraten,denn dazu sind sie zu bekannt,gefragt und zu schön!
    Gitarren sind ein historisches Kulturgut,und das ist doch schön!
    Wo und wann man zukünftig speziell Saiteninstrumente ordern wird,bleibt abzuwarten.
    Es richtet sich ganz danach wie die Käufer sich verhalten werden.
    Die Mehrzahl der Leute,zumindest hier in diesem Forum,scheint wieder dem Trend zum guten alten Gitarrenladen in der Nähe folgen zu wollen,egal ob aus Solidarität zum freundlich beratenden Einzelhändler,oder vornehmlich aus purer Lust und Freude am Nahkauf in der Region eine neue Gitarre zu ordern.Ob es aber aus geschäftlicher Sicht überhaupt rentabel bleibt,und die Corona Pest Pandemie evtl. nicht sogar für einen zweiten Lockdown sorgt,bleibt abzuwarten.Eine Zwickmühle? Der Untergang? Zukunftsmusik?Verschwörungstheorien?
    Alles bleibt offen,alles ist möglich.Lassen wir uns einfach alle überraschen!
    Ich für meinen Teil plädiere auch weiterhin für einen Kauf beim Händler meines Vertrauens,der ganz sicher aber nicht flüchtig via Internet stattfindet.
    Jedem das seine.

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  41. Dass der Bunker in HH schließt, bekümmert mich sehr- gern habe ich eine Hamburg-Tour mit Besuch bei Amptown bzw. Just Music verbunden. Besonders schade finde ich, dass damit auch der Noten- und Klassikshop auf halber Treppe schließt, wo man hervorragende Beratung, z.B. von Frau Kirsch, bekam und so manche nette Kleinigkeit fand, so dass man eben nicht mit leeren Händen nach Hause fuhr. Und da sind wir auch bei einem Problem, das nur wenig mit dem grassierenden Onlinehandel zu tun hat: Im Hauptgeschäft war die Ware eben nicht so präsentiert, dass man sich mal spontan etwas Schönes für sein “Taschengeld” gegönnt hat. In der Mitte des Eingangsbereichs waren zwar manchmal Angebote und auch Starterpacks zu finden, aber vieles war nicht schön präsentiert und ermunterte auch nicht zu einem Spontankauf. Saiten und anderes Zubehör waren hinter dem Tresen versteckt, und nette Kleinigkeiten fanden sich, wie gesagt, nur im Notenshop.
    Vielleicht haben sich viele MI-Händler auch zu einseitig auf die Sparte “Gitarrenrock” fokussiert, die sich mit ihrem Beharren auf dem Soundideal und der Technik der 50er bis 70er Jahre wenig innovativ und mit ihrer ständigen “VIntage”-Manie auch zu sehr an diejenige Generation gebunden hat, der das alles noch etwas bedeutet. Die Jugend hängt am Smartphone- und dort wird sie auch bleiben, wenn man sich nicht gezielt um sie bemüht.
    Man wird also händlertechnisch die verbliebene Szene an wenigen großen Orten bedienen. Spezialisten für andere Musikgenres wie Jazz, Klassik und Bläser werden auch an kleineren Standorten überleben – schon, weil da nicht jeder alles selbst reparieren kann und will.

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  42. Einfach den kostenlosen Rückversand per Gesetz verbieten und allen wäre geholfen. Und wenn bei euch mal wieder ein Kindergarten schließt oder das
    Schlagloch schlägt. Immer dran freuen das es Treppendorf bestens geht.

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  43. Mit beklemmendem Erstaunen stelle ich fest,daß nun auch die gesamte Gastronomie wegen der Corona Pest Pandemie scheinbar völlig am Ende angelangt ist.
    Damals gab es noch Gastronomen mit guten Live Music Acts.Alles längst Vergangenheit in einer Zeit der Corona Pandemie Auflagen.
    Manche ehemalige Berliner Clubs oder Musikkneipen mit Live Musik existieren zwar noch,jedoch klingt hier leider nur noch langweilige leise Musike aus der Konserve,was logischerweise niemanden mehr wirklich interessiert.
    Somit schließt sich der teuflische Kreis in einer Zeit,die uns allen auf Dauer zu Recht völlig auf die Nerven geht.
    Gibt es zukünftig in den Lokalitäten keine Live Auftritte mehr,werden PA-Verleiherfirmen,Veranstalter und auch Gitarrenshops gleichermaßen pleite gehen,was ja traurigerweise bereits bei vielen Selbstständigen Unternehmen schon geschehen ist.
    Die gesamte Musikbranche stirbt nun unaufhaltsam.
    Wenn das alles zusammenzubrechen droht,hilft auch kein Beten mehr,das ist richtig.
    Momentan freut man sich ja schon darüber,daß derzeit noch in den eigenen,bzw. gemieteten vier Wänden leise musiziert werden darf.
    Eigentlich müßte ausgerechnet jetzt der Verkauf von Akustikgitarren weltweit boomen.
    Aber die aktuelle Wirtschaftslage quittiert uns nun,daß drei JM-Stores schließen werden.
    Ich frage mich ernsthaft,ob der einzige JM Flagship Store in Berlin da noch dauerhaft erhalten werden kann?
    Aber vielleicht bestehen in naher Zukunft bei JM in Berlin die neuesten Musikinstrumente dann sogar aus essbaren Teigwaren,die vollständig und ohne lästige Umverpackungen zu Discountpreisen verzehrt werden können?
    Schöne Grüße aus der kleinen Hauptstadt Berlin.

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  44. Es scheint zwar heute bequem zu sein,im Internet seine Gitarre beim Großhandel zu bestellen,aber im Nachhinein merkt man bei evtl. Nichtgefallen,daß zwar die Modalitäten bei Retourensendungen via Internet-Order allgemein problemlos vonstatten gehen,aber so richtig zufrieden scheinen so manche User dann doch nicht zu sein.
    Entweder gefällt das Klangbild der Gitarre nicht,oder es müssen so gar noch diverse beigefügte Kleinteile mit speziellem Werkzeug an die neu erworbene Gitarre angebracht werden,grobe Transportschäden sind ja wohl auch nicht so selten,und die Haptik der gewünschten Gitarre entspricht vielleicht auch nicht so ganz dem Besteller.Gute Bekannte berichteten mir von eigenen negativen Erfahrungen,die sie mit verschiedenen Internetanbietern bisher machen „mußten“.
    Mit der Garantie oder den jeweiligen Reparaturbedingungen scheint es per Internetbestellung auch nicht so prima zu laufen.
    Alles sehr anonym.Dafür aber recht zügig angeliefert.
    Die Vor-und Nachteile bezüglich Direktkauf vor Ort beim vertrauten Einzelhändler um die Ecke oder die Option,lieber gleich per Internetbestellung beim Großhandel einzukaufen sollte jeder selbst für sich entscheiden.
    Die Empathie für seinen freundlichen Einzelhändler direkt in der Nähe scheint aber hier in diesem G&B Leserforum in der Überzahl zu sein,was mich schlußendlich dann doch sehr positiv überrascht!
    Eventuell geht der Trend zukünftig doch wieder in Richtung persönlicher Beratung und Kauf einer Gitarre zum vertrauten Einzelhändler ganz in unmittelbarer Nähe?

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  45. “Eventuell geht der Trend zukünftig doch wieder in Richtung persönlicher Beratung und Kauf einer Gitarre zum vertrauten Einzelhändler ganz in unmittelbarer Nähe?”
    So optimistisch bin ich leider nicht. Ich denke, der MI-Einzelhandel ist weiterhin auf einem absteigenden Ast, bis nichts mehr oder nur ein einziger Riese übrig ist. Schuld sind, und das ist ein Fakt, der Internethandel, aber auch die Kunden und die Hersteller. Händlerverträge werden immer unattraktiver für stationären Einzelhandel, und die Hersteller verbiegen sich so weit, dass sie selbst ihre eigenen Instrumente so billig an Thomann u.Ä. verkaufen, dass sie selber nur an der Masse einen Gewinn machen. Damit einher gehen dann Konditionen, denen ein stationärer Händler nicht mal ansatzweise beikommen kann.

    Dass das den Kunden nur bedingt interessiert und er in den meisten Fällen nicht bereit ist, auch nur 10 oder 20€ mehr zu bezahlen (die, wenn wir ehrlich sind, bei einem Instrument von 500 oder 1000€ keine Sau interessieren sollten), ist auch klar. Und so sinkt der tatsächliche Gewinn, den ein Händler mit den Waren macht, unaufhörlich.

    Viele Hersteller ermöglichen den Zugang zu ihren Waren nur, wenn eine Mindestmenge X abgenommen wird, oder sogar nur unter der Bedingung, dass im Monat ein Mindestumsatz Y mit seinen Waren erzielt wird – manchmal gar beides. Ohne eine Reichweite und damit einhergehender Kundenzahl, die ein stationärer Laden nun mal kaum haben “kann”, kommt der nicht an diese Waren. Das heißt im Umkehrschluss wieder, dass weniger Kunden kommen, nämlich jene, die sich für genau diese Waren interessieren. Man erkennt, daraus ergibt sich ein Teufelskreis.

    Natürlich machen auch die Händler selbst Fehler: Viele bieten nichts an, wo man nicht auch anders heran kommen könnte, wenige sind spezialisiert. Aber auch da ist es mittlerweile Schwierig, ein Alleinstellungsmerkmal zu finden. Es gibt nur extrem wenig Sachen, die ein Kaliber Thomann nicht bekommen kann, und mit diesen speziellen Ausnahmen ein Geschäft am laufen zu halten, dürfte enorm schwierig sein.

    Das heißt, es gibt mehrere Faktoren, die zum “Aussterben” von Musikläden führen, die aber alle nur dann gefährlich wären, wenn sie zusammen kommen würden – was sie leider tun.

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    1. Hallo „Dem Pott sein Meyer“ da ist wahrhaftig etwas wahres dran.
      Ich war neulich wieder mal in Berlin und Brandenburg unterwegs,und stellte mit großem Bedauern fest,daß in Berlin und Umgebung kürzlich wieder drei (einst etablierte und gut ausgestattete) Gitarren- Einzelhändler dicht machen mußten.
      Es stimmt,die kleineren Gitarrenshops (nicht nur in Berlin und Umland) werden nach und nach für immer schließen müssen.
      Habe aus erster Quelle von einem Berliner Gitarrenladen (der nun auch das Handtuch wirft) traurigerweise erfahren,daß er bereits vor der Corona Pest Pandemie kaum noch neue Ware von seinen deutschen Firmenvertretern/Handelsvertretern für Gitarren aus den U.S.A.,Japan und Korea erhielt.Er mußte sowieso als Berliner Einzelhändler stets in Vorkasse gehen,verkaufte jedoch seit etlichen Monaten kaum noch Neuware an Kunden.Dann kam die brutale Corona Pest,die alles zum Stillstand brachte,und jetzt mittendrin in dieser Krise wollten einige Kunden bei ihm sogar wieder neue Gitarren bestellen,aber derzeit können die verbliebenen Handelsvertreter ihm keine Ware mehr liefern,weil es akute Engpässe in den Herstellerländern und beim Vertrieb in Deutschland gibt.Seine ehemaligen Stammkunden werden jetzt beim Großhandel im Internet ordern,das sagten ihm zumindest vier seiner einstigen Kunden.Ein total brutaler Teufelskreis,eine Zwickmühle aus der er nicht mehr herauskommen konnte.
      Dies war dann schlußendlich der „Todesstoß“ ,seinen Laden im Herzen Berlins gibt er nun auch auf.Er tut mir wirklich sehr leid,ich habe ihm viele Jahre die Treue gehalten,und kaufe jetzt garantiert erst recht nichts vom Gitarren-Großhandel! Als er mir seine herzzerreißende Story detailliert erzählte,kullerten verzweifelte Tränen an seinen Wangen herunter.Er ist Familienvater,hat zwei liebe Kinder im Grundschulalter und eine junge Frau,die aufgrund ihrer Krebserkrankung neulich ihren Job verlor.Ich hätte gleich mitheulen können,mir brach es das Herz.Verdammt,was ist bloß los in dieser kaputten Welt? Empathie von Seiten der Internet Einkäufer totale Fehlanzeige,der gigantische Großhandel schluckt den kleinen Einzelhändler und die Kunden finden es anscheinend auch noch „echt cool“.
      Es sieht jetzt fast überall so bitter aus.Da bleiben Emotionen einfach auf der Strecke.Keine Gnade,ultra brutal wie es zuvor noch nie war.

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  46. Wie es bei JM in Hamburg mit der Kunden Kommunikation,der persönlichen Beratung,der optischen Präsentation der Gitarrenmodelle vor Ort,der Verfügbarkeit und der Sauberkeit aussieht,blieb mir bisher leider verborgen,da ich eben „nur“ den JM Flagship Store in Berlin kenne.Sorry,dies entzieht sich leider meiner Kenntnis.
    Aber es erstaunt mich jetzt wirklich,daß bei JM in Hamburg alles verdeckt,verdreckt,verstaubt und total chaotisch ist.Gut,daß ich darum bisher noch nie bei JM in Hamburg war.Es blieb mir einfach verborgen,daß in der besagten Hansestadt anscheinend bei JM so rein gar nichts glatt lief.
    Interessant,daß die Unterschiede ausgerechnet zwischen der JM Filiale Hamburg und dem großen JM Flagship Store in Berlin-Kreuzberg doch so gravierend sind,bzw. waren.
    Hätte ich wirklich nie gedacht.
    Thomann kenne ich nur von seiner Werbung (habe dort noch nie bestellt),Session ebenso (finde die Session Videos bei YouTube aber teilweise ganz nett),und bei Musicstore etc. auch nur die Werbeanzeigen sporadisch verfolgt,aber dort ebenfalls auch nichts geordert.
    Möchte hier aber anmerken,daß bei JM in Berlin auch nicht jede einzelne Gitarre vor Ort bisher korrekt eingestellt war,jedoch kamen die Beschäftigten in Berlin stets problemlos der Bitte nach,bei echtem Kaufinteresse ein komplettes Set-up der Gitarre vor Ort bei angemessener Wartezeit kostenfrei durchzuführen.
    Häufig wurden in Berlin sogar noch auf Wunsch des Kunden die Saiten gewechselt,die gesamten Bünde poliert und das Ebenholz/Palisander Griffbrett ohne Aufpreis geölt.So zu sagen als aufmerksamer Kundenservice zu verstehen.Und bei JM in Berlin war der Preis immer verhandelbar.Hier hatte nie das Gefühl zu teuer eingekauft zu haben.War z.B. werksseitig kein Hardshellcase für die jeweilige Gitarre inklusive,bekam ich einen passenden Markenkoffer preisreduziert dazu.
    Soweit mir bekannt,ist dies keinesfalls auch bei anderen Händlern üblich.Vorrangig liegt es wohl an der Aktivität/Mobilität/Kulanz/Flexibilität eines jeden Unternehmens und seiner Beschäftigten.
    Klar,jeder Kunde wird jetzt behaupten,daß dieser kostenlose Kundenservice eigentlich Voraussetzung beim Neukauf einer Gitarre sei,und stets erwartet wird.
    Doch die Realität sieht oft ganz anders aus,dies nimmt der Besteller beim Großhandel dann auch von vornherein in Kauf.Ist ja schließlich auch alles „viel billiger“ beim Großhandel.
    Bei Internetbestellung beim Großhandel ist es gewöhnlich doch so,daß die gewünschte Gitarre im einfachen Umkarton aus Pappe nach der Bestellung mit dem Gabelstapler aus der gigantischen Lagerhalle des modernen dem mehrstöckigem Hochregal entnommen wird,korrekt mit Adressenbeschriftung gescannt wird,danach auf eines der vielen Fließbänder landet um dann mit dem jeweiligen Versanddienstleistungsunternehmen via Lkw zu dem Empfänger auf die Reise zu gehen.Der oft schlechtbezahlte Paketfahrer trifft dann mit der Sendung beim Empfänger ein,und die georderte Gitarre erreicht somit den Kunden,der das notwendige Set-up seines neu erworbenen Saiteninstruments dann selbst durchführen darf,vorausgesetzt,er besitzt auch das nötige Feinmechanik-Werkzeug und die fachmännische Erfahrung.
    Da lobe ich mir doch das freundliche und immer hilfsbereite Fachpersonal eines kleinen Einzelhändlers in meiner unmittelbaren Entfernung,kurz gesagt,den Gitarrenshop meines Vertrauens der routiniert das Gitarren Set-up durchführt! Und nochmals nein,ich bekomme hier absolut keinerlei Sondervergünstigungen für meine Statements von JM Berlin,dies sind meine persönlichen Erfahrungen!
    Aber ich respektive auch die teils recht harschen,jedoch objektiven Meinungen/Kritiken die hier zu den anderen JM Filialen besagter Städte bis dato gepostet wurden.Es herrscht Meinungsfreiheit,und das ist richtig so.Bleibt nun eiligst zu hoffen,daß die derzeitige(n) Betreiber/in bei JM in Berlin diese Meinungen hier beim Gitarre&Bass Leserforum aufmerksam lesen,und zukünftig,bei berechtigten Kritiken folglich VeränderungenVerbesserungen vornehmen werden,so lange die bekannten Filialen noch existieren.Der Berliner JM Store scheint ja bei vielen Kunden vermutlich nicht so arg betroffen zu sein,wie in diesem Forum zu erfahren ist?!?

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  47. “Alles wird immer billiger”, nicht erst seit einem Wettermann-Song, der nun schon über 10 Jahre alt ist. Irgendjemandem die Schuld für das Ladensterben zuzuweisen, ist so einfach wie: Das Publikum zahlt nur für bekannte Stars, die schlecht bezahlten Basiskultur-Musiker haben wenig Geld und kaufen in China, weil dort der Staat auch noch Zoll und Porto drauflegt. Wem es noch nicht aufgefallen ist: die Welt wird gerade aufgeteilt zwischen einigen wenigen Despoten/Diktatoren und einigen wenigen Konzernen. Unterschiede zwischen ihnen sehe ich nur in der Wahl der Mittel. Musik dient in der gewollten Welt eh nur noch zur Berieselung und Ablenkung. Nachdenken ist ebensowenig gewünscht wie die Revolution, für die der Rock’n’Roll mal angetreten ist. Die Ära ist beendet, finden wir uns damit ab – alle großen Epochen sind einmal vorbei.

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  48. Wir sind auf der Seite von Gitarre und Bass – nöch. Da wird jedes Billigangebot von thomann als super bewertet, weil ja zufällig mindestens eine doppelseitige Anzeige in jedem Heft ist. Für 79 Euro ne Gitarre bauen, verschiffen und mit Gewinn inkl. kostenlosem Versand verkaufen? Da fängt das Problem wahrscheinlich ganz woanders an. Aber warum nicht kaufen, wenn man als Band auch von jedem Veranstalter mit der Gage nach unten gedrückt wird? Der Markt besteht aus der Masse – das sind dann eben zunehmend die Eigenmarken – und der Klasse: Nicht musikalisch, sondern einkommenstechnisch. Das sind die Zahnarzt-Gitarristen, die sich Samstags im Shop vor Ort mal eben was für ein paar Scheine gönnen. Die hätten sich die kleinen Händler warm halten müssen, aber weil sie als ehemalige Rocker damit überfordert waren und am liebsten an tätowierte Rockstars verkaufen wollen, war dann eben Sense. Diese Zahnärzte zahlen – wie hier diskutiert – gerne was mehr und buchen dazu eine Kaffee-Therapiestunde. Die anderen spielen, da gehen Sachen kaputt, dann muss das möglichst preiswert wieder her. Oder repariert werden – und dann sieht es gaaaanz düster aus. Und irgendwann kaufen sich Leute nen neuen Bass, weil der billiger ist als ein Satz Saiten. Und zusammengefasst ist das ne ganz große Sch…. JustMusic ist aber so zwischen doof und dämlich, dass es darum eigentlich nicht geht. Schon zu groß und mit Justin-Produkten genau so ein Billigheimer wie Musicstore und thomann, aber online leider wie ein Kaufhauskatalog der 80er. Das war ja auch das Problem von Musik Produktiv, die an session verkauft wurden, weil es auch in der Größe darum geht, eine Marke, ein Versprechen und einen Händlerstatus auszubauen. Die Zeit dreht keiner mehr zurück, der kleine Laden ist Geschichte. Geschichte gibt es im Museum oder im Filmarchiv: Schaut euch den Film über den kleinen gelben Musikladen in Münster an. Und für nachhaltige Instrumente und Käufer müssen ganz andere Konzepte und Rahmenbedingungen her – mit hoffentlich neuen Akteuren.

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  49. Hallo an alle Musikbegeisterten, ich habe gerade die Petition „Für den Erhalt der JustMusic-Filiale in Hamburg” unterschrieben und freue mich über alle, die mitmachen. Ziel ist es, möglichst viele Unterschriften zu sammeln und die Schließung der Filiale zu verhindern.

    Hier geht es zur Petition: http://chng.it/tyyQc6Khgd

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  50. Hört auf zu jammern… wir alle hatten es selbst in der Hand. Mit etwas Nachdenken müsste doch jedem klar werden, dass nur da, wo wir unser Geld lassen, der Markt erfolgreich und beständig sein kann.

    In den 80gern hat MediaMarkt/Saturn zum Angriff geblasen, und wir sind alle zum Geiz-ist-Geil-Laden gelaufen. Und haben uns gewundert, dass die kleineren Einzelhändler doch tatsächlich kaputt gegangen sind.

    Als das Internet endlich eine Verkaufsplattform wurde, hat Amazon sich aufgestellt… und auch dort haben wir uns verführen lassen und sind hinterher gelaufen. Und wieder stellen wir verwundert fest, dass jetzt die Discounterketten der 80ger in Bedrängnis geraten.

    Und immer sind die Mitarbeiter die größten Verlierer. Dann kommt lange nichts… und erst dann wir Kunden.

    Das exakt gleiche Spiel läuft beim Ausbluten der Innenstädte, Fleischkonsum und Klimawandel. Aber das würde hier zu weit führen.

    Also nochmal: hört auf zu jammern und ändert lieber etwas! Für JM ist es jetzt zu spät, aber der vielleicht noch existierende Händler um die Ecke, bei dem man Ware noch anfassen kann, überlebt nur mit unserem Geld!

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    1. Das ist alles korrekt. Es gibt zu viele Musiker, die aus Prinzip bei Thomann bestellen, weil es so bequem und billig ist. Da ist ein Problem für lokale Händler und ein Problem für unsere Wirtschaft. Wobei Thomann hier immer noch ein kleines Übel ist, verglichen mit Amazon, Alibaba und Co.

      Nichtsdestotrotz ist das nur die eine Saite des Griffbretts. Ich habe nun alle Kommentare durchgelesen und hier wurden weitere Aspekte genannt, die mindestens ebenso zu Buche schlagen und für die der Kunde wenig bis nichts kann:

      Hersteller, die immer knebeligere Verträge schnüren, immer weniger Nachwuchs/Interesse am Musizieren generell, bis hin zum Kneipensterben, Corona und firmenpllitischen Entscheidungen der konkreten Firma.

      Das alles ist ebenso wichtig und nichts davon liegt in der Hand des Kunden. Schwarz/weiß ist die Welt selten. So auch hier.

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  51. Die Kritik am Onlinekunden, der sich im Laden beraten lässt, aber insgeheim bereits beim Antesten vorhat, woanders online zu kaufen, ist berechtigt, greift aber zu kurz. Justmusic hat selbst einen Onlineshop, der aber erst sehr spät (zu spät?) auf Userbelange angepasst und aufgehübscht worden ist. Zudem bereitet die Transparenz des Internets für wirklich interessierte MI Nutzer der Beratung vor Ort Konkurrenz. Und der Onlinehandel führt die Beschwerde zu recht, dass Kunden mehrfach bestellen um ein Instrument schließlich zu behalten. Unvergessen jedoch teilweise auch die Arroganz, mit der einem seinerzeit bei noch Amptown oder danach bei Justmusic in den einzelnen Fachabteilungen in Hamburg begegnet wurde. Da hatte man teilweise das Gefühl, dass man musikalisch unerkannte Genies mit profanen Kundenfragen aus dem kreativen Flow reißt. Woran die Schließung tatsächlich liegt, wird nur Justmusic selbst wissen. Es wird eine Mischung aus der Rentabilität der Profitcenter Drums, Recording, Gitarre und PA sein, der Standortwahl und dem zu späten reagieren auf das Konzept des großen “T”.

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  52. Ich kann nur als Lefthand Gitarrist sprechen.
    Ich kaufe nur noch Second hand. Da gibt es genug gute Gitarren. Der Markt ist halt auch mal gesättigt. Ich habe auch 5 Gitarren und 3 Amps und 5-6tsd Eur im JM Munich Shop gelassen.
    Aber Justmusic, Musicshop, Session & Co haben nicht das Lefthand Angebot eines Thomann.
    Bei Thomann habe ich mir 3 Gitarren zusenden lassen und 2 zurück gesandt. Das habe ich 2 x gemacht dann hat Thomann mir das Konto gekündigt. Begründung: ich sollte mich vorher beraten lassen… tsss… als ob ein auf Umsatz getrimmter rechtsspieler Verkäufer mir die passende Gitarre raussuchen und in der Ferne für mich anspielen könnte…
    Änlich ging es mir beim Musicstore….

    Das letzte Jahrzehnt habe ich Gitarren nur gebraucht oder in im Ausland bestellt. Da hab ich immer passende Leftys erhalten und konnte kostenlos und ohne Mecker zurücksenden. Mit dem Brexit wirds teurer werden aber jetzt isses mir wurscht. Jetzt hab ich das was ich haben wollte.
    Die letzten Jahre hat JM München den Internet Preis mitgemacht. Auch mit Rückgaben wurde JM kulanter.
    Denke die Führungsetage hat über 10 Jahre gepennt und konnte das nicht mehr aufholen.
    Leider zu spät für die Abteilungsjungs. Für die tut es mir leid !
    Aber einen Shop mit Gewalt sponsoren widerspricht dem freien Markt und geht auf Dauer nicht gut.
    Ich habe in 10Jahren trotzdrm 5-6tsd Euro im JM München gekauft.
    Der Fisch fängt immer vom Kopf an zu stinken ! Wg. Manager die ihren Job nicht gemacht haben oder konnten, müssen jetzt kleine Leute darunter leiden…

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  53. Zu JM Hamburg gibt es in der ganzen Stadt keine Alternative, verkehrstechnisch 1a gelegen und die größte Auswahl an 08/15-Markenprodukten der Stadt. Schnell mal Saiten, Kabel, Pleks, Kapo, Geburtstagsgeschenke für Musikerfreunde oder Noten geholt und nach 15 min. schon wieder in der U-Bahn. Allein dafür sind jedes Jahr n paar Hunnis da geblieben. Beim Umzug in den Bunker haben sich doch alle, auch die Mitarbeiter, gefragt, ob das gut gehen kann mitten in der Stadt, in der gigantischen Größe. Dafür ging’s ziemlich lange gut. Schon kurz nach dem Umzug ist man die Preise von T mitgegangen, aber einschl. Ausstellungsraum und Beratung. Beachtenswert! “Mit T kommen wir gut klar, nur die Online-Händler, die’s nicht können, den Markt mit noch niedrigeren Preisen fluten und dann wieder vom Markt verschwinden, bereiten Sorgen.”
    Z..B. für PA-Equipment wüsste ich überhaupt keine Alternative. Kann doch nicht für’n Mikro 60 km nach NMS fahren und kann ich da 20 verschiedene Modelle ausprobieren? Die kleineren Händler hier sind eher spezialisierter, wohl auch Dank JM. Wenn die nicht schlafen, werden sie wohl einen Teil der Lücke schließen, die JM hinterlässt, aber halt nur einen Teil. Mir blutet jedenfalls das Herz, auch wegen der Mitarbeiter, die allesamt sympathisch und kompetent sind. Bye bye, JM !!!
    Vor kurzem war der Laden jedenfalls mitten in der Woche gespenstisch leer, was wohl auch nicht nur an Corona liegt. Es ist wohl eine strategische Entscheidung, aber wohl auch der Marktentwicklung geschuldet.

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  54. Schade, schade, schade.
    Die Welt befindet sich in ständigem Wandel und mit ihm NATÜRLICH auch die Musik- Industrie.
    Zu meiner Jugend erschien das Musikinstrument unglaublich teuer. All das änderte sich im Zuge der wachenden Internationalisierung und Globalisierung.
    Mittelmäßige, bis zum Teil gute Gitarren sind mittlerweile für kleines Geld zu haben.
    Aktuell unterbieten sich die großen Musikalien-Händler mit irren Rabatten und Angeboten.
    Wohin soll das führen? Klar, dass nicht alle in diesem hart umkämpften Markt bestehen können.

    Provokant ausgedrückt: Hat Just-Music den Anschluss der Wettbewerbsfähigkeit verpasst? Man weiß es nicht.

    Ich werde euch jedenfalls vermissen, liebe Just Music Mitarbeiter. Ihr hattet zwar nicht immer die beste Laune, dennoch hab ich euch im Rahmen meiner finanziellen Möglichkeiten gerne unterstützt. Vielleicht zu wenig- sorry!!
    Jetzt muss sich jeder AUCH an die eigene Nase packen.
    Das nächste Mal vielleicht nicht bei Amazon kaufen?
    Geiz ist eben nicht immer geil.

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  55. Jetzt bin ich aber wirklich sehr traurig.
    Gerade die Jungens hier aus Dortmund-Dorstfeld haben mir als Gitarrenbauer und Bastler sehr oft mit kleineren Teilen (Die sie auch erst in vielen Krabbelkisten suchen mussten) geholfen. Hatten immer Zeit für mich und werden mir deshalb sehr fehlen.

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  56. Ich kaufe sowohl direkt beim Händler, wie aber auch Online ein. Dabei ist es mir egal, ob der Online-Händler Just-Music, Thomann, Music-Store oder Kirstein heißt. Für ein oder zwei Satz Bass-Saiten setze ich kein Auto in Bewegung um aus dem Sauerland nach Just-Music in Dortmund zu fahre. Das lohnt einfach nicht (Benzinkosten, Zeit auf der Bahn, etc.). Aber alle Anschaffungen wurden beim Händler vor Ort gemacht. Da ist mir Antesten wichtig. Und das am besten mit dem Equipment, welches ich zuhause spiele. Leider waren meine letzten Fahrten zu Just-Music und auch zu Musik Produktiv zum Antesten eher kontraproduktiv, da die Bässe nicht vor Ort waren. Nur Online verfügbar war in einem Shop mal die Aussage. Sorry, aber dann kann ich auch online beim günstigsten Anbieter bestellen und wieder retour schicken. Und ich bin noch nie aus einem Shop wieder raus, ohne etwas gekauft zu haben, und wenn es nur der Satz Saiten war, der demnächst mit Sicherheit wieder fällig ist. Und durch die Schließung der Filiale in Dortmund werden die Fahrten wohl länger. Damit fällt der Familienausflug ins Musikgeschäft weg. Schade…

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  57. Habe gestern noch mit den Leuten von JM in Dortmund am Martener Hellweg telefoniert und ‘ne Fender Bass Box bestellt – wie immer freundlich und hilfsbereit.
    Warum dort:
    1. Habe schon nach guter Beratung meinen ersten Fender Bass dort gekauft.
    2. Als ich 2018 einen Rickenbacker 4003 in Fireglow suchte, war europaweit keiner zu kriegen – also auch nicht bei den “ganz Großen”. Außer bei den Leuten von JM; die haben sich gekümmert und zwei Wochen später war das Teil in Dortmund abholbereit.
    3. Bin kein Freund von schicken lassen und zurückschicken.
    4. Wenn ich im Laden war, hatte ich alle Optionen: Entweder in Ruhe alleine ausprobieren oder um Rat und Hilfe bitten.
    Fazit: Wirklich schade drum!!!!

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  58. Ich besitze gesamt zehn Gitarren. E und Akustische, eine Resonanzgitarre und zwei Ukulele. Ale diese Instrumente habe ich bei Roland gekauft sowie PA, drei Combos und zahlreiche Bühnen- Accessoires ausschließlich bei JustMusic. ( vorher noch im Musicshop ) Wie soll dass weitergehen ? Seiten, Kabels okay aber eine Gitarre wie Jumbo vom Guild oder zwölfseitige Takamine über Internet ? Unvorstellbar

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