Amp Lounge: Gute Vöxe – Böse Vöxe

Lange Zeit war es in meiner Werkstatt ruhig geworden in Sachen Vox-Verstärker. Offenbar herrschte kaum noch Interesse an den einstigen britischen Verstärker-Legenden. Lag es an der Größe, am Gewicht und gar an der vermeintlichen Anfälligkeit dieser Mini-Boliden? Wer es mal gemacht hat, weiß, wie nervig selbst die kleinste Reparatur werden kann. Sie werden heiß, geizen nicht mit Nebengeräuschen aller Art oder fallen einfach aus. Verglichen mit einem Fender-Amp aus den Sechzigern sind die Vöxe wirklich etwas sperrig seitens des Layouts. Die Signale scheinen wenig logisch kreuz und quer durch den Amp zu laufen, die Schalt-Boards sind eng und fragil, die Bauteile zweimal durch jede Lötöse gedrillt und daher kaum zu entfernen und dank der Kathoden-Bias-Schaltung oft von der großen Hitze geschädigt. Und dennoch: Ein Vox AC30 oder AC15 klingt in Hochform unvergleichlich gut.

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