Jazzgitarre In Deutschland: Wege aus der II-V-I

Trifft der Rocker auf den Jazzer, ist die Liste der Vorwürfe lang: endloses Skalengedudel, verkopft, technisch brillant, aber kein Feeling. Andersherum sieht es nicht viel besser aus: Primitiv, immer die gleichen Akkorde, Songs, die auf für den Massenverkauf tauglichen Formeln basieren und natürlich viiiel zu laut – willkommen im musikalischen Schubladenland, in dem sich die zwei Lager seit Jahren unversöhnlich um die Krone der wahren Musik streiten. Aber muss das so sein? In Amerika wandern Musiker wie Scott Henderson, Bill Frisell, Jim Campilongo und Michael Landau zwischen den Welten, spielen Jazz-Lines mit Rocksound, kombinieren Country, Rock, Bebop und Blues zu ihrem ganz eigenen Stil. Und in Deutschland? Auch da scheint sich was zu tun. Eine Gruppe von jüngeren Jazz-Gitarristen – aufgewachsen mit Rock und Pop, ohne Scheu vor Elektronik, Verzerrung und singbaren Melodien – schickt sich an, den Jazz wieder spannend und auch abseits der Szene hörbar zu machen. Zeit für Gespräche mit drei Protagonisten über ihre Ausbildung, musikalische Motivation, finanzielles Überleben und Vorurteile in der Szene.

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