Mehr Bedienkomfort, mehr Anschlüsse, Akku – und trotzdem Stompbox-Format

Valeton GP-50: Kompakter Multieffekt mit SnapTone/NAM- und IR-Loader

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Ein Akku-Multieffekt im Pedalformat mit SnapTone für NAM-Models, IR-Loader, Audiointerface und einem kurzen Looper, um schnelle Riffs zu jammen: Der neue Valeton GP-50 soll viel bieten, ohne gleich das ganze Pedalboard zu sprengen.

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Pedalformat, aber mit „mehr Bühne“ fürs Handling

Der GP-50 ist Valetons neuester kompakter Multi-Effekt im Stompbox-Format – nun allerdings mit etwas mehr Platz für Bedienung und Anschlüsse. Zentrale Neuerung ist das 1,77″-Farbdisplay, dazu kommen zwei Footswitches und mehrere Direktregler für den Zugriff auf die Parameter.

Valeton positioniert das Gerät als „Standalone“-Lösung (komplette Signalkette im Gerät) oder als Ergänzung fürs Pedalboard.

Der integrierte 1450-mAh-Akku soll laut Herstellerangaben rund vier Stunden durchhalten; geladen wird wahlweise über 9V DC oder USB.

Effekte, Routing und Presets

Im Inneren arbeitet eine Multi-FX-Engine mit über 100 Effekten. Pro Patch lassen sich bis zu 9 Module gleichzeitig nutzen, inklusive Amp- und Cab-Sektion; zudem gibt es 100 Speicherplätze, davon 55 Factory-Patches.

Spannend für die Praxis: Die Effektkette ist klar strukturiert (u. a. Noise Gate, Pre-FX, Drive, SnapTone, Amp, Cab, EQ, Mod, Delay, Reverb) – und Teile der Reihenfolge lassen sich anpassen.

SnapTone/NAM und IR-Loader

Der GP-50 ist nicht nur Multi-FX, sondern auch Loader-Plattform:

  • Cab-IRs: bis zu 20 Impulsantworten speicherbar.
  • NAM (Neural Amp Modeler): via SnapTone lassen sich NAM-Dateien konvertieren und importieren; vorgesehen sind bis zu 80 SnapTone/NAM-Slots, 50 Dateien sind ab Werk dabei.

Looper & Drum Machine: praktisch, aber mit Limits

Für schnelle Ideen ist ein Looper an Bord, der über das gleichzeitige Halten beider Fußtaster aufgerufen wird. Laut Manual beträgt die maximale Aufnahmezeit 20 Sekunden. Wichtig: Das aufgenommene Material ist nicht dauerhaft speicherbar (wird also nicht als Projekt abgelegt).

Die Drum Machine ist ebenfalls integriert. Im Gerät selbst sind 10 metronomartige Patterns verfügbar; weitere Patterns kommen über die App via Bluetooth.

Anschlüsse, Steuerung, USB & MIDI

Auf der Rückseite und an den Seiten sitzen praxisnahe I/Os für verschiedene Setups (Amp-Input, FX-Loop, FRFR/PA, Recording):

  • Input: 6,3 mm TS, 1 MΩ Input Impedanz
  • Outputs L/R: 6,3 mm TS (stereo), plus Kopfhörer 3,5 mm TRS
  • USB-C: Audio/Management; Valeton nennt 2-in/2-out USB Audio inkl. Re-Amp und Kompatibilität mit Win/Mac/iOS/Android
  • MIDI: 3,5 mm TRS MIDI In und MIDI Thru, außerdem USB-MIDI

Dazu kommen EXP/FS-Optionen für Expression-Pedal oder externe Schalter. Im Live-Betrieb lassen sich laut Hersteller/Manual u. a. bis zu 6 Module direkt schalten, Tempo/Sync setzen und Loops starten – ohne ins Menü abtauchen zu müssen.

Ein Detail für Routing-Fans: Der GP-50 bietet Analog-Bypass oder DSP-Bypass – und im Bypass wird laut Manual auch die USB-Audiointerface-Funktion umgangen.


Preis: 119,00 €

www.valeton.net

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Guter, kurzer Bericht. Interessant wäre allerdings gewesen, ob in Valeton 200 gespeicherte und exportierbare Sound-Kreationen in dieses Gerät eingelesen und dort benutzt werden können. Ich vermute mal: nein. Weiß das jemand?

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