Für Hybrid-Setups ohne Re-Amping-Boxen: DAW und Pedalboard enger verzahnen

Electro-Harmonix Effects Interface: Pedale und Plug-ins im selben Signalweg!

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(Bild: ©2025 Anthony Rubolotta)

Mit dem Effects Interface bringt Electro-Harmonix ein Gerät auf den Markt, das sich zwischen Audio-Interface, Re-Amping-Tool und Pedalboard-Zentrale positioniert. Ziel ist es, analoge Effekte und Software-Plug-ins ohne zusätzliche Wandler oder Speziallösungen miteinander zu kombinieren – sowohl im Studio als auch im hybriden Live-Setup. 

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Grundidee: Pegel und Impedanzen im Griff

Der Knackpunkt klassischer Re-Amping-Setups ist bekannt: DAW-Signale kommen mit Line-Pegel und niedriger Impedanz, während Gitarrenpedale genau das Gegenteil erwarten. Das Effects Interface übernimmt hier die Anpassung und erlaubt es, Audiosignale aus der DAW direkt durch ein Pedalboard zu schicken – oder umgekehrt Pedale wie externe Effekte in der DAW zu nutzen.

Drei Betriebsmodi

Das Gerät arbeitet in drei klar getrennten Modi:

(Bild: ©2025 Anthony Rubolotta)

  • Hardware Plug-in Mode
    Pedale werden in eine Loop des Effects Interface eingeschleift und über ein Plug-in in der DAW angesteuert. So lassen sich analoge Effekte auf einzelne Spuren oder ganze Busse anwenden – funktional ähnlich zu externem Studio-Equipment.

(Bild: ©2025 Anthony Rubolotta)

  • Pedalboard Mode
    Hier läuft das Eingangssignal (z. B. Gitarre) durch Plug-ins in der DAW und anschließend zurück ins Pedalboard oder direkt in einen Amp. Plug-ins werden so Teil der physischen Signalkette, was auch klassisches Re-Amping einschließt.

(Bild: ©2025 Anthony Rubolotta)

  • Interface Mode
    Als kompaktes 2-In/2-Out-Audio-Interface lassen sich Gitarre oder Bass direkt aufnehmen. Ein Kopfhörerausgang erlaubt das Monitoring wahlweise vor oder nach der Wandlung, die Hauptausgänge speisen Studiomonitore.

Bedienung und Software

(Bild: A.Rubolotta)

Vier Fader regeln Ein- und Ausgangspegel, ein Fußschalter schaltet das Gerät in den Bypass. Zum Lieferumfang gehört ein kostenloses Plug-in (VST3, AU, AAX), das das Hardware-Konzept in der DAW abbildet – inklusive Dry/Wet-Regler und Pegelkontrollen. Plug-ins lassen sich allerdings nicht direkt auf das Gerät laden; die gesamte Signalverarbeitung erfolgt weiterhin im Rechner.

(Bild: A.Rubolotta)

Praxis und Einschränkungen

Das Konzept richtet sich klar an Gitarristinnen und Gitarristen mit hybriden Setups. Wichtig bleibt das Thema Latenz, insbesondere im Pedalboard Mode, wenn Signale mehrfach durch die DAW laufen. Auch der parallele Betrieb mit weiteren Audio-Interfaces kann – je nach Betriebssystem und Treiberarchitektur – zusätzliche Planung erfordern.

(Bild: ©2025 Anthony Rubolotta)

Das EHX Effects Interface bündelt Re-Amping, Audio-Interface und Plug-in-Integration in einem Pedalformat. Für Gitarrist:innen, die regelmäßig zwischen Pedalboard und DAW pendeln, könnte das Gerät eine kompakte Schaltzentrale darstellen – vorausgesetzt, das restliche Setup spielt latenztechnisch mit.


Preis: € 359

www.ehx.com

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