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Kai KCI-90/KTI-90 im Test

Kai Ukulelen

Eine neue Marke präsentiert sich auf der Ukulele-Szene, die jetzt schon eine ganze Weile auf der perfekten Welle surft und sich ungebrochener Beliebtheit erfreut.

Der wohlbekannte deutsche Vertrieb Best Acoustics Reinhardt aus Tübingen bringt diese Instrumente auf den deutschen bzw. europäischen Markt. Gebaut wird das umfangreiche Ukulelen-Sortiment von Kai in der Fabrik, wo auch die Randon-Gitarren entstehen. Bei „Kai“ handelt es sich übrigens nicht um einen deutschen Vornamen, sondern um das hawaiianische Wort für Wasser und die See. So will der Hersteller seine Verbundenheit zu Hawaii, seiner Ukulelen-Tradition und der Südsee ausdrücken – man hat aber auch einen Sinn für zeitgemäße Weiterentwicklung.

mehr löcher!

Bei diesen beiden Modellen der 90er-Serie handelt es sich um eine Concert- und eine Tenor-Ukulele, ich habe beide im Standard-Tuning G-C-E-A getestet. Die Bodies sind komplett aus geflammtem Ahorn (Flamed Maple) konstruiert und das Besondere (bei allen Kai Ukulelen) ist, dass sich auf der Zarge oben vorne ein zweites (ovales) Schallloch befindet, das den Instrumentenklang dem Spieler besonders deutlich zuführen soll.

Die Stege und Griffbretter sind aus Morado, einem südamerikanischen Holz, das sehr an Palisander erinnert. Bei Stegeinlage und Sattel kommt Nubone zum Einsatz. Die Mensur beträgt bei der Concert 376 mm und bei der Tenor 430 mm. Die Hälse aus Nato sind, wie auch die Bodies, offenporig ganz dünn hochglanzlackiert und am 14. Bund an den Korpus angesetzt. Die Morado-Griffbretter sind jeweils mit 18 Bünden versehen, die sauber abgerundet und poliert wurden. Die Kopfplatten sind angeschäftet und schick mit einem Flamed-MapleLayer veredelt. Vier geschlossene verchromte Mechaniken erlauben stressfreies und verlässliches Stimmen der Ukulelen.

mehr klang?

Die spannende Frage ist natürlich: Was bringt das zweite Schallloch für den Spieler? Antwort: Eine gehörige Extra-Portion Klarheit und Lautstärke. Bei den Kai-Ukes ist der Monitor quasi inklusive. Diese Ahorn-Modelle klingen sowieso schon heller und präsenter als etwa Mahagoni-Ukulelen, kommen mit viel Frische und Durchsetzungsvermögen aus den Startlöchern und schicken einen klaren und deutlichen Soundstrahl Richtung Player – und aus Schallloch No.1 natürlich Richtung Zuhörer 😉

Das Handling der kleinen Viersaiter (Gesamtlänge 62/66 cm) ist völlig unproblematisch. Es gibt sogar Gurtpins, obwohl man die Knirpse auch einfach so am Körper halten kann. Saitenlage, Intonation und Bespielbarkeit lassen keine Wünsche offen. Was ich nicht vergessen darf: Die beiden 90er-Serie-Ukes kommen in erstklassigen Gigbags mit Schulterriemen und Außentasche und sind somit immer für alle erdenklichen Einsätze gewappnet. Prima.

resümee

Schöne Optik, gute Verarbeitung und sehr erfreuliche Klangeindrücke lassen das Preis/Leistungsverhältnis äußerst positiv erscheinen. Als Besonderheiten seien hier nochmal das Zargen-Schallloch und das gute Gigbag erwähnt. Kai Ukulelen – ein neuer Name auf der Szene, der beste Chancen hat, sich zu etablieren.

Kai Ukulelen

Kai Ukulelen

(Text: Guido Lehmann)

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