Q&A

Wie kann ich den Widerstand einer Box messen?

Q: Ich hab eine 2x 12″-H&K-Box, an der irgendwann vor meiner Zeit schon mal geschraubt wurde. Drauf steht ein JCM 800er Clone, der 4-, 8- und 16-Ohm-Ausgänge bietet. Um das optimale Zusammenspiel der beiden Komponenten zu erreichen, möchte ich die Box einmal nachmessen. Kann mir jemand möglichst kleinschrittig sagen, wie ich das genau anzustellen habe?

Alex

Anzeige

A: Du benötigst ein Ohmmeter, wobei keine besonderen Qualitätsansprüche zu beachten sind. Billige Multimeter mit einfach abzulesender Digitalanzeige, die Widerstände, Spannungen und Ströme messen können, findest du bereits für ein paar Euro – einfach mal „Multimeter“ googeln. Für die Widerstandsmessung wählst du den Messbereich, der dem zu erwartenden Ergebnis am nächsten liegt, beispielsweise 200 Ohm. Ein Prüfkabel muss in der Common-Buchse stecken, das andere in der mit dem Ohmzeichen versehenen Buchse des Multimeters.

Legst du nun eine Prüfspitze an den Plus-Anschluss der Box (Spitze Klinkenstecker), das andere an den Minusanschluss (Steckerschaft), kannst du einen Widerstandswert direkt ablesen. Da die einfachen Geräte aber nicht die Impedanz (Wechselstromwiderstand) messen, sondern den Gleichstromwiderstand, ist die Messung nicht ganz genau und zeigt stets einen etwas niedrigeren Wert an. Bei einem Impedanzwert von 4 Ohm wird so beispielsweise 3 Ohm angezeigt, bei 8 Ohm zum Beispiel 5,6 und bei 16 Ohm Impedanz zum Beispiel 10 Ohm. Da du weißt, dass die Anzeige zu niedrig ist, brauchst du nun nur noch nach oben zur nächsten üblichen Lautsprecher-Impedanz „aufzurunden“. Mit dieser Methode lässt sich ausreichend genau bestimmen, ob man es mit einer 4-, 8- oder 16-Ohm-Box zu tun hat.

Dirk Groll

Kommentar zu diesem Artikel

  1. das ist so annähernd richtig, aber viel einfacher zu rechnen. Da der Cosinus phi einer unkompensierten Spule bei theoretisch 0,5 liegt ist der Phasenwinkel 45°. Nichts anderes ist ein Lautsprecher. Folglich nehmt ihr den gemessenen Wert x Wurzel aus 2.
    Hört sich jetzt noch komplizierter an oder? Ihr werdet an einem 4Ohm Lautsprecher etwas mehr 2,8 Ohm messen. die Wurzel aus 2 ist vereinfacht 1,41. also mal eben 2,8 x 1,41 gerechnet und schon bei 4 Ohm gelandet (letzte Kommastellen einfach aufrunden.
    die 5,6 Ohm für Ohm Impedanz aus dem Text kommen auch hin aber die 10 Ohm sind falsch. Bei einem 16 Ohm Lautsprechern kommen ca. 11,8 Ohm reine ohmscher Widerstand raus

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