Q&A of today:

Unterschiede zwischen günstigen und teuren Warwick-Bässen

Q: Ich habe einen Warwick Rockbass Streamer LX gekauft, der ca. € 600 gekostet hat. Nun gibt es auch solche Streamer-Modelle, die bis über € 5000 kosten. Warum sind die Unterschiede so groß? Würde es sich lohnen, einen teuren Bass zu kaufen oder ist das nur alles eine Frage der Billig-Produktion (China..)?

Arnold Brunekreeft (G&B-Leser)

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E-Bass von Warwick
(Bild: Dieter Stork)

A: Tatsächlich bietet die Marke selbst bei den günstigsten Modellen höchste Qualität, und es kann schon verunsichern, wenn man dort sogar viele Ausstattungsteile findet, die auch auf den teuersten Modellen aus deutscher Fertigung zum Einsatz kommen. Die Unterschiede liegen also, neben dem Kostenniveau von China und Deutschland, hauptsächlich in den Hölzern. Bei den günstigen Rock-Bass-Modellen sind es meist „einfachere“ Holzarten wie Ahorn, Erle, Esche und Carolena, während bei den noblen Spitzenmodellen aus Deutschland exotischere Hölzer wie Wenge, Ovangkol, Bubinga, Tigerstripe Ebony und massiver Riegelahorn verwendet werden. Schon die Holzqualität der China-Modelle ist tadellos und überdurchschnittlich, bei den deutschen Spitzenmodellen zahlt man für ausgesuchte Top-Holzstücke. Ob es sich nun lohnt, fast das Zehnfache für einen attraktiven Edelbass auszugeben, ist eine Liebesfrage. Als anständiger Praxis-Player gibt jeder Rock-Bass eine gute Figur ab, wer sich aber in einen Traumbass verlieben will, muss entsprechend mehr ausgeben. Und wer die Liebe mit der Vernunft kombinieren möchte, findet ja auch ein extrem reichhaltiges Angebot in der Mitte dazwischen.

Dirk Groll


Aus Gitarre & Bass 12/2016

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