Metallica: Top-Ten-Workshop mit Nothing Else Matters

Metallica gehört zu den erfolgreichsten Acts im Musikgeschäft überhaupt. Ihre stolze Bilanz: Die ersten acht Alben und eine EP verkauften sich zusammen 60 Millionen Mal, alleine in Nordamerika gingen 40 Millionen Exemplare über den Ladentisch. In über 40 Ländern der Erde hagelte es Gold und Platin. Das Quartett scheffelte Awards im Akkord, darunter vier Grammys, zwei American Music Awards und zwei MTV Music Video Awards.

Der Live-Album-Coup ‘S&M’ brachte die Rocker wieder mit dem Komponisten, Arrangeur und Dirigenten Michael Kamen zusammen. Der hatte schon auf dem mittlerweile legendären schwarzen ,Metallica‘-Album (1991) die Ballade ‚Nothing Else Matters‘ opulent orchestriert, und von ihm kam auch der Vorschlag für die Produktion der DoCD mit dem zweideutigen Titel ‚S&M‘, einer Best-Of-Compilation der besonderen Art. 21 Songs der Band hat Kamen für Orchester und Rock-Band arrangiert, Metallica und das San Francisco Symphony Orchestra spielten das gesamte Material am 21./22. April 1999 im legendären Berkeley Community Theatre, wo schon Jimi Hendrix in den späten 60ern für Furore sorgte – allerdings nur im Trio.

Anzeige

Klar ist, dass Metallicas Standard-Backline plus Monitoring die immerhin 104 Symphoniker von der Bühne geblasen hätte. Die Lösung der Sound-Problematik war deshalb vorgezeichnet: keine Amps auf der Bühne, und für akustische Kontrolle sorgte ein In-Ear-Monitorsystem.

‚Nothing Else Matters‘ war schon bei der ersten Veröffentlichung ein massiver Hit. Und auch als Single-Auskopplung aus ‚S&M‘ verkaufte sich die Ballade hervorragend. Käufer der Maxi-Single machen übrigens keinen schlechten Schnitt: Neben zwei weiteren Songs wird das Hit-Video gleich mitgeliefert.

 


Downloade hier unser großes James Hetfield Themenspecial!

Hetfield-Themenspecial


Das hier vorliegende Arrangement für Akustikgitarre verschmilzt die Urversion des ’91er-Albums mit der neuen und fasst die teilweise zwei Gitarrenstimmen zu einer zusammen. Manche polyphone Stellen (z.B. die Takte 4-11 und 20-22) verlangen deshalb Fingerpicking. Kommen wir zu den Unterschieden der beiden Versionen:

Tempo: Die neue Version wurde etwa sechs bpm schneller eingespielt als die Studiofassung. Ich habe übrigens, um das Notenbild einfacher zu gestalten, in 6/4 notiert.

Klingende Tonart: Für die Live-Version wurden Gitarren und Bässe um einen Halbton nach unten auf Eb gestimmt. Die Studio-Version klingt also einen Halbton höher.

Harmonik: Die Live-Version weist einige kleine Modifikationen auf. In Takt 32 wurde der B7sus4 durch einen B7 ersetzt. Und, jetzt mit deutlicheren klanglichen Folgen, ersetzt Am in den Takten 51, 53 und 55 den Durdreiklang A der Studio-Aufnahme. In dem Interlude (ab Takt 59) wurden die leitereigenen Zweiklänge (Takte 59/60, Zählzeiten 1, 2, 4, 5) eine Oktave nach unten transponiert, da diese sonst auf der Akustikgitarre nicht mehr greifbar sind.

 

Das Gitarrensolo ist eine Transkription der neueren Live-Version. Glaubt man dem Video, dann hat James Hetfield das Solo auf der Akustikgitarre gespielt, und das Signal durch einen Verzerrer gejagt. Allerdings ist ziemlich wahrscheinlich, dass das Video nachgedreht wurde, da die Songs von ‚S&M‘ alle von Michael Kamen dirigiert wurden, auf dem Video aber Wayne Isham den Taktstock schwingt.

Zur Form: Vorsicht! Die eingetragenen Taktnummern stimmen nicht vollständig mit dem tatsächlichen Song-Ablauf überein. Die verschiedenen Parts wurden einfach durchnummeriert. Die an verschiedenen Stellen angesagten Wiederholungen sind in der Transkription eingetragen. Alles auszuschreiben hätte wertvollen Platz verschwendet. Hier trotzdem noch mal ein Ablaufschema:

Takte: 1-58 (wie notiert), dann 25-32 (ab jetzt mit Drums und Bass) und weiter ab 51-74. Dann 25-33, 43-50, 51-55, 52-58. Weiter mit dem Solo, nach dem Solo folgen die

Takte 1-2, und dann die Takte 3-7 viermal wiederholen. Der allerletzte Takt ist ein simpler E-Moll-Akkord.

Der Bass setzt mit dem Schlagzeug ein (siehe oben), sein Part ist komplett ausnotiert.■

Playalongs und Karaoke-Versionen von Metallica-Stücken findest du in unserem Playalong-Shop!

metallica-nothing-else-matters

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren: