Q&A of today:

Fender Super Twin als Bass-Amp komprimiert schon bei wenig aufgedrehtem Gain

Q: Ich hab einen Fender Super Twin, der von einem Vorbesitzer als Topteil umgebaut wurde. Jetzt soll er als Bass-Amp an einer 410er dienen. Die 180 Watt Röhrenendstufe und die aktive 5-Band Klangregelung sind sowieso eher Bass-Amp-typischer als für Gitarrenamps. Ich spiele einen Ibanez Aktivbass und der Amp komprimiert (ohne zu verzerren) schon bei wenig aufgedrehtem Gain vor allem, wenn man auf der tiefen E-Saite spielt. Es fehlt mir auch etwas Low-End. Die Endstufenröhren sind möglicherweise schon älter, ich weiß nicht ob es evtl. an denen liegt, oder ob die Schaltung des Amps grundsätzlich nicht für Basswiedergabe geeignet ist. Lohnt es sich, von einem Techniker den Amp so modifizieren zu lassen, dass er als Bass-Amp taugt, oder ist das zu aufwendig? Könnte es also doch nur an den Röhren liegen?

Andreas Opitz (G&B-Leser)

Anzeige

(Bild: Fender)

A: Falls der Verstärker einfach nur zu empfindlich für einen aktiven Bass ist, müsste sich das Problem durch simples Zurückdrehen des Volume- Reglers am Bass lösen lassen. Aber laut Beschreibung tritt ja auch keine Verzerrung auf, sondern der Amp geht unter Belastung einfach in die Knie, was tatsächlich auf stark verbrauchte Röhren oder einen Netzteilfehler hindeutet. In jedem Fall lohnt sich eine Überprüfung und Überholung durch den Techniker, weil es keinen schaltungstechnischen Grund gibt, diesen leistungsstarken Röhrenverstärker nicht auch mit dem Bass zu benutzen.

Dirk Groll


Aus Gitarre & Bass 06/2017

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren: