Dusty Hill

Alle Infos zu Dusty Hill, dem Bassisten von ZZ Top, findest du hier! Wir haben Workshops zum Nachspielen seines Blues-Rocks und ein großes ZZ Top-Special mit Interviews & noch mehr Stories!

ZZ Top Billy Gibbons und Dusty Hill

<<< Inhaltverzeichnis >>>

Dusty Hill & ZZ Top

Dusty Hill über ….

… seinen Bart

… seine Obsession für Fender-Bässe

… das überzogene 80er-Jahre-Image

… den Humor von ZZ Top

… den Erfolg von ZZ Top

… den kommerziellen Rücklauf von ZZ Top

Dusty Hill Diskografie

Mit ZZ Top

Mit American Blues

Dusty Hill & ZZ Top

Dusty Hill wurde am 19. Mai 1949 als Joe Michael Hill in Dallas geboren. Mit 13 bekam er seinen ersten Bass geschenkt. Zusammen mit seinem älteren Bruder Rocky gründete er mehrere Bands, in der er sang und Bass spielte. Aus den Bands wurde Anfang der 1960er Jahre American Blues, zu der Frank Beard als Schlagzeuger stieß. Da sein Bruder jedoch mehr zum Blues als zum Rock tendierte, verließ er die Band. Billy Gibbons stieß 1969 als Gitarrist dazu und brachte den Namen ZZ Top mit.

Mitte der 1970er-Jahre legten sich Gibbons und Hill Vollbärte, Trenchcoats und Sonnenbrillen zu und diesen Markenzeichen bleiben sie bis heute treu. Auch live bleiben sich ZZ Top seit Jahrzehnten treu: Drei Mann, zwei Bärte und feuriger texanischer Blues-Rock aus der Grenzregion zu Mexiko, wie er noch immer die Massen verzückt.

Schon mit Vollbart: ZZ Top 1975

Wer schnaufende Büffelherden erwartet oder knapp bekleidete Bunnies in Playboy-Outfit erhofft hatte, wird bei ZZ Top zunächst enttäuscht. Meist gibt es nur die drei Musiker selbst (im Falle dieser Band klingt das Wort „nur“ allerdings geradezu blasphemisch) und auch nur ein auserlesenes Sortiment an Gitarren.

Zitat von Dusty Hill

Die weiße „Flokati“-Explorer, dazu zwei Les Pauls und die rote Gretsch Custom, das war’s. Dennoch (oder gerade deswegen): Der Sound ist vom Feinsten. Billy Gibbons spielt auf der Bühne eine überaus moderate Lautstärke, bevorzugt einen sehr trockenen, knorrigen Sound mit wenig Höhen. Seinen Spielstil zu erklären hieße Eulen nach Athen tragen. Nicht das was er spielte, sondern die Art wie er einzelne Saiten anschlug, wie er lange Töne stehen ließ, wie er Obertöne erzeugte und quasi übergangslos Riffs und Akkorde mit Singlenotes und kleinen Läufen verband, machen seine Klasse aus. Der gereifte Gibbons weiß in jedem Moment, was er tut, genießt jede Sekunde und würzt sein Spiel mit kleinen Gimmicks und humorvollen Einlagen.

Auf der Mescalore-Tour zeigte er all seine Stärken eines Slowhand-Blues-Stils:

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Interessant auch, mit welch minimalistischem Show-Aufwand die Herren Gibbons und Hill einen ganzen Abend bestreiten können. Da werden mitunter im Formationstanz die Instrumente geschwungen, da grinsen sich die beiden Frontmänner augenzwinkernd zu und dokumentieren mehr als nur einmal ihren Spaß. Diese Band lebt zurzeit vom Spartanischen, visuell und musikalisch.

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Für Dusty Hill hat sich seine Sicht auf die Welt trotz der immensen Erfolge von Topsellern wie ,Eliminator‘ (1983) oder ,Afterburner‘ (1985) nie geändert. Auch heute noch ist der Bassist von ZZ Top der puristische Blues-Musiker, der am liebsten sein Instrument in der Hand hält und bevorzugt Töne statt Worte für sich sprechen lässt.

Im Rig Rundown erfährst du mehr über das Live-Equipment von Dusty: 

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Dusty Hill über ….

 

… seinen Bart

Ich habe keine Ahnung, wie ich darunter aussehe – und will es auch gar nicht wissen. Wenn ich mich wirklich mal rasiere, dann privat – aber das wird eh nie passieren. Kann sein, dass uns die Leute wegen der Bärte für verrückt halten, aber nach all den Jahren ist es doch ganz legitim, ein bisschen exzentrisch zu sein, oder?

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… seine Obsession für Fender-Bässe

Das liegt am Nacken – eben die Art, wie er sich anfühlt. Ich meine, wenn du ihn so betrachtest, kannst du das nicht nachvollziehen. Aber sobald du die Hand darum legst, dann fühlst du es. Das ist der reinste Orgasmus. Auch wenn ich noch viele andere Instrumente in meiner Sammlung habe – ich würde sie doch niemals auf der Bühne einsetzen.

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… das überzogene 80er-Jahre-Image

Was meinst du, warum wir diese lustigen Videos gedreht haben? Weil es gar nicht anders ging! Wir sind eben keine langhaarigen, hübschen Jungs. Also haben wir die Clips sehr textbezogen umgesetzt – und mit allen Dingen, die uns persönlich Spaß machen: Eben Frauen und Autos. Das hat unserer Musik ein Gesicht gegeben und war zumindest eine Zeitlang OK.

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… den Humor von ZZ Top

Die Leute fragen uns immer wieder, ob Billy und ich Brüder wären. Und in den USA gibt es ein altes Sprichwort, das besagt: Wenn man einen Hund nur lange genug besitzt, sieht man irgendwann genau so aus wie er. Und genau so ist das auch bei uns. Wir spielen Saiteninstrumente, stehen zusammen auf der Bühne und haben längst so etwas wie eine Comedy-Routine entwickelt. Aber, Mann, ist diesem Geschäft ist es unglaublich wichtig, einen guten Sinn für Humor zu haben.

Natürlich muss man ab und an mal ein kräftiges Statement ablassen, aber die meisten Leute verlieren halt den Blick für die lustigen Seiten des Lebens. Genau deshalb sind wir, wie wir sind – ein lustiger Haufen.

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… den Erfolg von ZZ Top

Du musst wissen, was du willst und das auch eiskalt durchziehen. Ansonsten hast du keine Chance. Schließlich ist dieses Business unglaublich schnelllebig. Und die meisten Leute, die darin agieren, haben überhaupt keine Ahnung. Weißt du, als die Beatles und Dylan anfingen, ihre eigenen Songs zu schreiben, wurde das plötzlich von jedem Musiker erwartet. Aber das ist doch Blödsinn. Nur, weil jemand ein guter Musiker ist, kann er noch längst keine guten Songs schreiben – geschweige denn singen. Warum tut nicht jeder das, was er am besten kann? Und wer kein Talent hat, der soll es einfach lassen.

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… den kommerziellen Rücklauf von ZZ Top

Das stört mich nicht. Weißt du, natürlich ist es toll, Geld zu verdienen und vor so vielen Menschen zu spielen, aber die Musik an sich ist doch viel wichtiger. Daran musst du Spaß haben und an nichts anderem. Und so lange wir davon leben können, ist das okay. Lasse die Leute reden, was sie wollen.

Im Grunde ist es doch dasselbe wie mit dieser ganze Techniksache, die meiner Meinung nach gar kein so großes Aufsehen verdient … (grübelt) Obwohl: Bei Bob Dylan war es ja nicht anders. Als er von der akustischen zur elektrischen Gitarre wechselte, konnte man meinen, er hätte den Präsidenten erschossen. Mir persönlich hat das gut gefallen, aber all diese Puristen da draußen hätten ihn am liebsten gelyncht. Ich meine, das sind dieselben Leute, die noch nie in ihrem Leben ein Glas Bier angerührt haben, aber Alkohol als Todsünde verteufeln. Deswegen kann ich diese Safttrinker ja auch nicht ernst nehmen – wer noch nie einen Kater hatte, weiß nicht, wovon er redet.

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Dusty Hill Diskografie

Mit ZZ Top

  • ZZ Top’s First Album (1971)
  • Rio Grande Mud (1972)
  • Tres Hombres (1973)
  • Fandango! (1975)
  • Tejas (1977)
  • Degüello (1979)
  • El Loco (1981)
  • Eliminator (1983)
  • Afterburner (1985)
  • Recycler (1990)
  • Antenna (1994)
  • Rhythmeen (1996)
  • XXX (1999)
  • Mescalero (2003)
  • La Futura (2012)

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Mit American Blues

  • American Blues ‘Is Here’ (1968)
  • Do Their Thing (1969)