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Toto & ZFG: Steve Lukather, Trevor Lukather & Sam Porcaro im Interview

Sam Porcaro, Steve Lukather & Trevor Lukather (Bild: Christian Tolle)

ZFG – Zero Fucks Given – nennt sich die Band von Gitarrist Trevor Lukather und Sam Porcaro am Bass. Komplettiert wird das Quartett von Drummer Josh Devine (One Direction) und Frontmann Jules Galli. Die vier Jungs heimsen derzeit Lob von allen Seiten ein, Gene Simmons von Kiss sieht mit ZFG schon die nächsten Queen am Himmel aufziehen.

Auch Vater Luke ist sichtlich stolz auf seinen Sohn und hat Leuchten in den Augen, dass diese Tour generationsübergreifend in Europa mit ZFG im Vorprogramm stattfindet. Dabei werden ZFG vom Publikum sehr gut aufgenommen, was auch nicht verwunderlich ist. Die nächste Generation Lukather, Porcaro und Co. rockt ordentlich ab, klingt sehr reif und für ein Quartett richtig fett.

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Elf Jahre ist es her, dass wir die Gelegenheit hatten, Trevor und Steve Lukather zum gemeinsamen Interview in Los Angeles zu treffen. Wie man in Gelsenkirchen im Sommer 2019 hören und sehen konnte, ist seither eine Menge passiert, über das es sich zu reden lohnt. Wir trafen Luke, Trevor und Sam zum Roundtable. Und wie es schon zu ahnen war: Vater und Sohn Lukather sind sich sehr ähnlich, während Sam – ähnlich wie sein verstorbener Vater Mike – ein eher ruhiger Zeitgenosse ist. Dabei ging es um ZFG, Toto, das Musikerdasein als solches und auch ums Equipment.

Interview

Trevor und Luke: Wir haben uns vor elf Jahren zum ersten Mal getroffen, um über das Album ,Ever Changing Times‘ zu sprechen …

Trevor: Ja, das war großartig, ich war mit Dad im Studio und habe ein paar Gitarren beigesteuert…

Dabei hast du ursprünglich mit Schlagzeug angefangen, nicht wahr?

Trevor: Das stimmt, als Kind habe ich tatsächlich ein paar Jahre lang Schlagzeug gespielt. Aber als ich Dad auf der Mindfields-Tour sah und wie er beim Opener ,Caught In The Balance‘ zum Solo ansetzte, war ich hin und weg und wollte nur noch „das“ … Ich fragte ihn daraufhin, ob er mir Gitarre beibringen würde. Ich hatte eine unter meinem Bett, die bis dahin nur Staub ansetzte. Dad nahm sie, stimmte die E-Saite auf Drop-D, zeigte mir einen simplen Powerchord und sagte: „Leg los und hab Spaß!“

Luke: Ich wusste nur, dass ich auf keinen Fall den typischen Lehrer geben würde, denn dazu fehlt mir jede Geduld. Aber nach ein paar Tagen kam Trevor zu mir und hatte schon ein paar Riffs geschrieben und auch seine rechte Hand zeigte schon eine bemerkenswerte Koordination. Da wusste ich, er ist auf dem richtigen Weg.

Sam, wie war es bei dir?

Sam: Meine Eltern haben mich und meine Geschwister im Alter von drei oder vier Jahren gezwungen, Piano-Unterricht zu nehmen, obwohl mir das nie Spaß gemacht hat. Wir hatten sogar extra Arbeitshefte zur Musiktheorie mitsamt Hausaufgaben, das war wie Mathe-Unterricht.

Steve Lukather
Trevor Lukather
Sam Porcaro

Luke: Warum tun Eltern ihren Kindern so etwas an? In deinem Fall stellte sich ja glücklicherweise später die Passion für Rock heraus. Aber jemanden in so jungen Jahren zum Unterricht zu zwingen, bringt eigentlich nichts. Um wirklich ein Instrument zu erlernen, braucht es Leidenschaft und man muss es hundertprozentig wollen, sonst ist es eine Qual.

Sam: Mit 13 habe ich die ,Live in Amsterdam‘-DVD gesehen und die hat mich umgehauen. Dad hatte zu Hause einen Fretless-Sechsaiter-Bass. Den habe ich mir geschnappt und angefangen, darauf herumzuklimpern. Ich dachte erst, dass ich das Instrument nicht begreifen würde, aber als Dad nach einer Tour wieder zu Hause war, gab er mir einen Fender Musicmaster Short Scale mit einem Singlecoil-Pickup aus den 70ern. Damit wurde es dann auch einfacher zu lernen, das war mein erster Bass und ich spiele ihn noch heute.

Wie kam es dann, dass ihr beide in ZFG zusammenkamt? Ihr hattet ja vorher auch andere Projekte …

Sam: Meine damalige Band hat öfter für Trevs frühere Band eröffnet, so hatten wir zumindest losen Kontakt. Eines Tages rief Trev mich an, weil ich zusammen mit ihm und der Hardrock-Sängerin Diamante ein paar Wochen auf Tour gehen sollte. Ich hatte nie mit Trev gespielt und bis dato immer ein wenig zu ihm heraufgeschaut.

Trev: Es ist verrückt, dass es 27 Jahre gedauert hat, bis wir endlich mal zusammengespielt haben. Und es hat sich direkt super angefühlt…

Produkt: Gitarre & Bass 7/2019
Gitarre & Bass 7/2019
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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Ich bitte um Hilfe mich hier rechtzufinden.
    Hab mich erstmal angemeldet.
    Gibts hier ein FAQ?
    Bin schon 57 und aaalt!
    Hab die Zeitschrift in den 90er Jahren aboniert und mit Genuss gelesen.
    Ich war damals auch Hobbyrocker:-)
    Also bitte um Infos wie es hier weitergeht.
    Danke

    Auf diesen Kommentar antworten
    1. Hallo,
      wie können wir dir denn weiterhelfen? 🙂
      Beste Grüße

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