Das Interview zum Test

Fünf Fragen an Dan Junkins von Empress Effects

In unserem aktuellen Heft haben wir das Echo-System-Pedal von Empress Effects getestet. Ergänzend dazu gibt es hier ein kleines Interview mit Dan Junkins, dessen Posten auf der Firmenhomepage als “VP of Awesomeness” angegeben wird. Viel Vergnügen!

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Was war die ursprüngliche Idee hinter dem Echosystem?

Ursprünglich war die Idee, ein Superdelay 2 zu machen. Unser Vintage Modified Superdelay ist schon seit gut zehn Jahren unser Flaggschiff und wir wollten es einfach etwas überarbeiten. Als wir dann losgelegt haben ist das Ganze so ein Riesen Ding geworden, dass es mit dem Superdelay dann gar nicht mehr so viel zutun hatte – also haben wir es Echosystem genannt. Ich denke, es dürfte das vielleicht vielseitigste Delay-Pedal auf dem Markt sein. Es hat zum einen liebevoll gestaltete Emulationen der Klassiker wie die Tape-, Analog- oder auch Digital-Modes aber eben auch echt nützliche Settings wie die Ambient-, Multi-Tap oder auch den Reverb-Mode. Mit den beiden Engines und der Controller-Schnittstelle haben wir versucht, so viele Funktionen in eine möglichst kleine Box zu packen ohne dass wir dabei das intuitive User-Interface verlieren (keine Menüs, Hurra!). Der Nutzer soll wirklich schnell kreative Sounds basteln können ohne dass das Pedal ihn dabei ausbremst.

Was ist dein persönliches Lieblingsfeature beim Echosystem?

Ganz klar die Möglichkeit, zwei Delays miteinander zu kombinieren und dabei die verschiedenen Routing-Optionen zu haben, was einem einfach enorme Möglichkeiten eröffnet. Mein Lieblingssound ist das Tube BB-Setting (Analog-Mode, grüne LED anm. der Red.), welches eine Mischung verschiedener Analog- und Röhren-Delays darstellt. Meistens lasse ich es mit ein wenig Reverb parallel laufen, was dann einen super schönen Sound mit sehr warm klingenden Wiederholungen ergibt. Es macht einen großen Unterschied, ob man einfach zwei Pedale hinter einander schaltet oder eben diese beiden Engines parallel arbeiten.

Welche Art Musiker hattet ihr den im Kopf, als ihr das Echosystem designt habt?

Nun, das Ziel war auf jeden Fall, das Pedal so vielseitig wie nur irgendwie möglich zu machen und dabei ein wirklich einfach zu bedienendes Interface zu behalten. Daher hatten wir gar nicht eine bestimmte Zielgruppe im Kopf sondern wollten einfach ein Werkzeug erschaffen, mit dem jeder Gitarrist seinen eignen Sound erzeugen kann. Was uns aber enorm wichtig war, war es, dass das unbearbeitete Signal wirklich unangetastet bleibt und in keinster Weise verändert wird.

Hier in Deutschland ist der Preis ziemlich hoch – was glaubst du, was das Echosystem von allen anderen Delays unterscheidet und warum sollte man so viel Geld für ein einziges Pedal ausgeben wollen?

Vor allem anderen steht für uns immer der Sound – so fangen wir immer an, wenn wir ein Pedal designen. Ich glaube, es wird ziemlich schwer sein, ein besser klingendes Delay zu finden aber ich bin da natürlich auch voreingenommen. Vergleicht einfach ein paar Pedale und bildet euch eure eigene Meinung. Trotzdem glaube ich, dass das Echosystem in seiner Flexibilität sich letztendlich bezahlt macht. Es kann mühelos den Job mehrerer Echo-Pedale übernehmen die man bräuchte, um all die Soundoptionen abzudecken und am Ende, ist es wahrscheinlich sogar die kostengünstigere Lösung. Mit all den zahllosen Features die das Echosystem bietet, ist das doch eigentlich ein ganz guter Deal. Außerdem ist jedes Pedal von uns hier in Kanada von Hand mit absoluten Spitzenbauteilen gebaut und der Käufer bekommt ein Gerät, was eine Ewigkeit halten wird. 

Wird es noch weitere Pedale aus der System-Reihe geben?

Ja, wir planen so etwas zu machen. Gerade sind wir an einem anderen Projekt, welches wir auf der NAMM Show vorstellen wollen. Aber danach soll es auf jeden Fall weitere Pedale mit dem gleichen Ansatz geben. In unserem Forum haben die User übrigens Möglichkeit, über bestimmte Pedal-Features oder Designs abzustimmen – da werden wir auf jeden Fall sehr genau hinschauen und prüfen, was unsere Kunden wirklich wollen.

>>Den zugehörigen Test gibt es in der aktuellen Ausgabe. Jetzt bestellen!<<<

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