Aus dem neuen Heft:

Test: Yamaha Broadbass BBP34 & BBP35

Yamaha Broadbass BBP34 & BBP35
FOTO: Dieter Stork

Die BB-Serie ist der große Klassiker im Yamaha-Bassprogramm, mit dem die Japaner sich einst in der amerikanisch dominierten Qualitätsriege Respekt verschafften, natürlich zu einem günstigen Preis. Japanische Qualitätsarbeit bieten auch die aktuellen BBP-Modelle, allerdings hat sich inzwischen einiges in der Welt verändert.

Schließlich ist die wohlhabende Industrienation schon sehr lange keine billige Werkbank mehr, das haben andere asiatische Staaten übernommen. Vielmehr steht das Land der aufgehenden Sonne jetzt für Hightech-Präzision und Spitzengüte – umso höher die Erwartungen an die frisch aufpolierten BB-Premiumbässe.

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alter stil, aber knackig

Am gewohnten Umriss und dem Vintagemäßigen Passiv-Konzept hat sich nichts geändert, anders als das ehemalige Spitzenmodell BB2000 handelt es sich bei den aktuellen Modellen jedoch um Schraubhals-Konstruktionen. Allerdings um ausgebufft stabile, denn die Hals/Korpusverbindung geschieht einerseits durch sechsfache Verschraubung sehr innig, andererseits ziehen zwei schräg eingesetzte Schrauben dabei den Hals fest in die passgenaue Korpustasche. Die fünfstreifige Halsbauweise entspricht ansonsten dem alten Vorbild, hier wird dreimal Ahorn mit zwei schmaleren Mahagoniteilen kombiniert, im Palisandergriffbrett sitzen sowohl beim Vier- als auch beim Fünfsaiter 21 Medium-Bundstäbchen.

Nicht nur der Hals, sondern auch der Korpus zeigt sich durch laminierte Sandwich-Bauweise „gehärtet“, wobei die äußeren Erleteile eine Lage aus Ahorn in die Mitte nehmen. Während sich der Body in hochglänzendem Polyesterlack präsentiert, wurde die Halsrückseite griffig seidenmatt versiegelt; nur die Kopfplatte ist wieder passend zum Body in Hochglanz lackiert. Kleines Detail: Der nicht abgewinkelte Headstock benötigt für ausreichenden Saitendruck auf den Sattel Niederhalter für die höheren Saiten; statt wie ursprünglich nur für D und G beziehen die neuen BBPs jetzt auch die A-Saite mit ein, beim Fünfsaiter sind es E, A und D.

Yamaha Broadbass BBP34 & BBP35
FOTO: Dieter Stork
Saitenführung beim 5-String, von hinterer Korpuskante aus gesehen. Die Saiten können sowohl von oben, als auch im 45-Grad-Winkel durch den Korpus eingefädelt werden.

Auf die eigenen Pickup-Formate hat Yamaha nun verzichtet und statt derer P/J-Konfigurationen mit konventionellen Maßen montiert; nicht, dass es nötig wäre, die sorgsam im Vintage-Stil mit Alnico-Magneten gebauten OriginalPickups auszutauschen – aber es ist immerhin jetzt ohne größere Komplikationen möglich. Änderungen gibt es auch beim Steg, dessen Blechwinkel-Grundplatte mit Führungsnuten für die Standschrauben der Saitenreiter ausgestattet ist, aber vor allem jetzt auch die Option bietet, die Saiten durch den Body einzufädeln. Um den teuren Drähten exzessive Knickwinkel zu ersparen, geschieht dies im 45- Grad-Winkel.

>>> Den vollständigen Testbericht findet ihr in der aktuellen Ausgabe Gitarre & Bass <<<

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