Produkt: Fender Stratocaster
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Aus dem neuen Heft

Test: Torillo FullCustomVoice Volta 5string

Torillo FullCustomVoice Volta 5string(Bild: Dieter Stork)

Man braucht nur kurz hinzuschauen und es ist klar: Hier ist ein begeisterter Bassfreak am Werk, der in die Spitze will. Wenn er dort nicht schon längst ist. Was Thomas Germann liefert, muss sich nämlich auch vor den größten Namen der Edelbass-Welt nicht verstecken.

Dabei nimmt man die Marke Torillo erst seit zwei Jahren wahr. Doch natürlich gibt es eine Vorgeschichte, und Thomas Germann hat schon in den 15 Jahren davor seine Instrumente gebaut. Ohne umfangreiche Erfahrungen wäre ja auch die heutige Reife schlicht undenkbar: Sein Volta 5string zieht als FullCustomVoice-Modell alle Register, vor allem mit spannender Holz-Komposition.

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holzstimme

Genau die Hölzer sind das Thema der FullCustomVoice-Serie, wo dem Instrument vor allem mit ungewöhnlichen Holz-Kombinationen eine ganz eigene Stimme eingehaucht wird. Dabei ist die Decke aus teurem Buckeye Burl (der Maserknolle einer kalifornischen Kastanienart) samt passend verkleidetem Tonabnehmerpaar zwar optisch spektakulär, die darunter liegende Mahagonibasis des Bodys aber ebenfalls sehr bemerkenswert, da sie aus einem Stück besteht.

Natürlich zeigt auch der Fivestring-Hals ein besonderes Voicing, schließlich bekommt man nicht alle Tage extrem geriegeltes Eschenholz geboten, während der breite Mittelstreifen der dreiteiligen Konstruktion aus dunkler Wenge besteht. Das gerade Halsstück verschwindet in der abgewinkelten Kopfplatte, die in stabil aufwendiger Konstruktion angeschäftet ist, in der Mittelzone wieder aus dem rehbraunen Khaya besteht, mit Seitenstücken aus großzelligerem Mahagoni und einem fetten Frontbelag aus Buckeye Burl, der wie beim Body mit schwarz kontrastierendem Zwischenfurnier aufgeleimt ist.

Die perfekte Ausführung der Details ist nicht nur handwerklich anspruchsvoll, sondern sorgt auch für gehörige Versteifung des Headstocks. Stabil geht es auch am anderen Halsende zu, wo der Hals trotz des flachen Übergangs rückseitig vom auslaufenden Korpusholz abgestützt wird und bis zum Neck Pickup in den Body hineinragt. Für die Homogenität der Konstruktion wurde sogar jenseits des Tonabnehmers eine dreistreifige Mittelzone aus Khaya und Wenge in den einteiligen Body eingesetzt, was man im Zargenbereich unter dem Buckeye-Mittelstreifen sehen kann.

Im tiefschwarzen Ebenholzgriffbrett sitzen 24 Jumbos, die Leersaitenlage definiert ein Nullbund, der Sattel ist aus Knochen gearbeitet. Für Holzliebhaber und Fans aufwendiger Verarbeitung ist das knackig in Hochglanzlack präsentierte Instrument ein Traum!

aktivismus

Die Korpuskonstruktion wird nochmals von den Tonabnehmer-Kappen kopiert, die eine Basis aus Khaya mit aufgeleimter Buckeye-Decke besitzen. Bei den Torillo-Humbuckern könnte man natürlich auch alle Schaltungsvarianten der Zweispuler anbieten, doch zugunsten eines charakteristischen Transparenz-Voicings begnügt sich dieser Bass mit der Parallel-Verdrahtung. Auch auf einen Passiv-Umschalter wurde hier verzichtet, dafür gibt es zu Mastervolume und Pickup-Überblender aktive Klangregler für Bässe, Mitten und Höhen. Die Batterie muss man unter dem Mahagonideckel des E-Fachs suchen, wo man etwa alle 200 Spielstunden einmal hineinschauen wird.

Selbstverständlich gibt es auf Wunsch, neben vielen anderen Feinheiten, auch einen Passiv-Umschalter, damit der Torillo gegebenenfalls ohne Strom funktioniert. Gekapselte Gotoh-Tuner bieten sahnig feingängige Präzision, dämpfungsarme Verankerung am anderen Saitenende kombiniert mit dreidimensionaler Einstellbarkeit der solide Schaller-2000-Steg. Die montierten Gurthalter sind mit den Schaller Security Locks kompatibel. Am Gurt hält der 4,3-Kilo-Fünfsaiter stabil in günstiger Spielhaltung und ist angenehm selbstverständlich bis in die höchste Lage spielbar.

Auf dem breiten Griffbrett ist viel Platz, den Fingersatz sauber zu sortieren, am Steg sind die Saitenabstände auf 18,5 mm justiert, damit man beim festen Reinlangen volle Energie auf die Saiten geben kann. Wenn Fodera-Fans von Torillo begeistert sind, wird das seinen Grund haben.

>>> Den vollständigen Testbericht findet ihr in der aktuellen Ausgabe Gitarre & Bass <<<

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Produkt: Gitarre & Bass Digital 10/2018
Gitarre & Bass Digital 10/2018
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Kommentar zu diesem Artikel

  1. Mein Hut, der hat three Ecken…

    „Natürlich zeigt auch der Fivestring-Hals ein besonderes Voicing, …“

    Glauben Sie ernsthaft, daß jemand solchen Sprachenmatsch für besonders „cool“ hält? Das ist die Sprache der Wichtigtuer – Sie sollten ihn nicht nötig haben. Und kommen Sie mir bitte nicht mit der Fachbegriff-Keule!
    Ihr Fachgebiet ist die Musik, an die Öffentlichkeit treten Sie jedoch mit dem Wort und übernehmen damit Verantwortung für die Sprache. Ich glaube nicht, daß sich beides ausschließt. Es erwartet niemand von Ihnen, akademisch in der Gegend herumzustelzen, doch fände ich es schön, wenn Sie Ihrer Sprache etwas mehr Aufmerksamkeit schenkten.
    Dennoch dankeschön für Ihre fundierten Artikel!
    Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr!

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