Produkt: Robert Cray Special
Robert Cray Special
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Tiefer Schub ohne Ende

Test: Rodenberg LDP

Rodenberg LDP(Bild: Dieter Stork)

Saftig anheben oder in die Zerre treiben – beim Bass ist immer Tiefenschub gefragt. Low Down Pressure verspricht genau das.

Clean Boost und Overdrive in einem Pedal, das bietet doppelte Unterstützung dabei, die Bass-Anlage ins Schwitzen zu bringen. Und natürlich auch einige Reaktionen früher auszulösen, als es mit normaler Aussteuerung möglich wäre. Doch ist das überarbeitete Nachfolgegerät des GAS-728B NG keineswegs nur fürs Grobe gedacht, sondern aufgrund seiner differenzierten Möglichkeiten auch interessant fürs generelle Sound-Management. Fünf Drehregler und sieben Schalter sind schließlich nicht nur zum Angucken da, auch wenn das golden-schwarze Design des LDP durchaus das Hingucken lohnt.

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Vorweg: Beide Fußschalter reichen das Instrumentensignal in der Bypass-Stellung unverändert durch, es kann also keine Klangbeeinflussung stattfinden, wenn keines der beiden unabhängigen Aggregate für Clean Boost und Overdrive aktiviert sind. Zuerst geht der Basston in die Overdrive-Abteilung, wo zur Einstellung Regler für Drive, Tone und Level vorhanden sind.

Schon ganz zurückgedreht, steht eine rauchige Anzerrung zur Verfügung; erreicht man am generell schon wirkungsstark ausgelegten Drive-Regler noch nicht den gewünschten Zerrgrad, kann man per Gain-Boost-Schalter der singenden Übersteuerung noch wirksam nachhelfen. Während der Tone-Regler stufenlos die Dosierung der Höhenanteile erlaubt, lässt sich das Bassfundament per Deep-Schalter konkret stärken.

Und da der Level-Regler nicht nur zum Angleich an den Bypass-Pegel gedacht ist, sondern noch mächtig Schub dazugeben kann, lässt sich der Overdrive für Solostellen auf Wunsch auch sehr viel lauter vorjustieren. Geschmackvoll wird die blaue LED-Anzeige durch die geschliffene Jewel-Glaskappe präsentiert.

Auf den Overdrive folgt in der Signalkette der Clean Boost, der mit einer grün leuchtenden Statusanzeige versehen und mit einem Drehregler für zusätzlichen Ausgangspegel ausgestattet ist, zudem ist auch ein Tone-Regler da, der die Höhenanteile abdämpfen oder auch maßvoll hervorheben kann.

Außerdem ist auch für den Boost ein Deep-Schalter vorhanden, sodass diese Abteilung nicht nur für sauberen Pegelschub, sondern auch als schaltbare Sound-Alternative genutzt werden kann. Und wenn es darum geht, die nachfolgende Bass-Anlage nochmals zusätzlich in die Zerre zu treiben, lässt sich der Boost per Kippschalter nochmals um 20dB verstärken!

Batteriebetrieb ist bei diesem Doppelpedal im stabilen AlugussGehäuse nicht vorgesehen, weil der Saftspender aufgrund der hohen Stromaufnahme spätestens nach zehn Spielstunden leergelutscht wäre – stattdessen akzeptiert die Netzteilbuchse Betriebsspannungen zwischen 9 und 18 Volt, wobei die höhere Spannung für einen erweiterten Aussteuerungsbereich sorgt, wie er bei besonders pegelstarken Aktivbässen Sinn ergibt.

RESÜMEE

In durchweg hochwertiger Weise liefert das LDP-Doppelpedal Overdrive und Pegelschub fast ohne Ende und ist dabei nicht nur auf die angegebenen Grundfunktionen beschränkt. Insbesondere Höhenregler und Deep-Schalter für den Clean Boost lassen sich auch für einen Alternativ-Sound nutzen, selbst wenn man nicht vorhat, mit zusätzlichem Pegelschub den Amp in die Zerre zu treiben. Und der starke Overdrive reicht vom rauchig angezerrten Ton bis tief in harmonisch singende Sustain-Orgien, ohne dass dem Bass dabei das drückende Fundament verloren geht, welches schließlich per Deep-Schalter extra gestärkt werden kann.

PLUS

● hochwertige Signalverarbeitung, weite Einstellbereiche
● Klangregelung auch für Clean Boost
● knackfreie Fußschalter, True Bypass

Rodenberg LDP

(erschienen in Gitarre & Bass 03/2020)

Produkt: Gitarre & Bass Digital 05/2018
Gitarre & Bass Digital 05/2018
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