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Selbst ist der Patchworker

Test: Rockboard by Warwick PatchWorks

(Bild: Petia Chtarkova)

Wer sein Pedalboard gut ausnutzen will, braucht unweigerlich eine elegante Verkabelung. Lötfreie Systeme, um kurze Patchkabel perfekt nach Maß anzufertigen, gab es schon vorher. Aber nicht mit den Ideen von Rockboard.

Kabelknäuel und falsche Stecker auf dem Effektbrett verschwenden Platz und steigern nicht die Zuverlässigkeit. Optimal kurze Signalwege wären hingegen nicht nur gut für Packungsdichte und Übersicht, sondern auch für die Klangqualität. Für Meister am Lötkolben wird das kein Problem sein, doch es geht auch einfacher, sogar für den totalen Laien. Man muss nur ein kleines Schräubchen in ein Loch drehen können.

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Bei den PatchWorks im Complete Set handelt es sich um 10 lötfreie Klinkenstecker, 3 Meter passendes Kabelmaterial, einen Cutter und einen Torx-Schlüssel. Englische Instructions mit Bildern liegen bei, sogar ein Beutel mit 10 Ersatzschräubchen, falls so ein Kleinteil einmal im Proberaumteppich verloren geht. 3 Meter Kabel sind übrigens für ein Pedalboard reichlich, mit den zehn Steckern ergäbe das 5 Kabel à 60 cm. Es wird also wahrscheinlich Kabelmaterial übrig bleiben, und dafür sind 2er und 6er-Packungen mit Klinkensteckern erhältlich, natürlich gibt es auch das Kabel einzeln.

Das Besondere an den PatchWorks-Steckern ist zum einen die robust hochwertige und zugleich platzsparende Bauweise, zum anderen die Wahlmöglichkeit, ein und denselben Stecker gerade oder als Winkelklinke zu benutzen. Denn er besteht aus zwei Teilen, die mit einer Schraube zusammengehalten werden. Durch den hinteren Teil des zerlegten Steckers wird das Kabel durchgeführt und fest in den vorderen Steckerteil hineingedrückt. Je nachdem, wie man dann die beiden Teile zusammenschraubt, erhält man einen geraden oder um 90 Grad abgewinkelten Kabelabgang.

So ganz ohne jegliches Geschick geht es freilich auch nicht, immerhin muss man mit der einen Hand die Steckerteile ineinander drücken, zugleich mit der anderen das kleine Schräubchen wieder hineindrehen (vorausschauend beigelegt die Ersatzschrauben).

Der Torx-Schlüssel wird mitgeliefert und kann mehr Kraft ausüben, als benötigt wird – die kleine Schraube muss nicht superfest angezogen werden, ganz ins Loch eindrehen reicht, um dem Kabel eine wirksame Zugentlastung zu geben und den Stecker zusammenzuhalten.

Ebenfalls sehr nützlich ist der Cutter im Complete Set, der für saubere Schnittstellen sorgt, was für die kurzschlussfreie Funktion des Aufsteck-Systems wichtig ist. Das 4 mm dünne Kabelmaterial ist von mittlerer Flexibilität, das ist der dicken Isolierschicht zwischen Innenleiter und Flechtschirm geschuldet: In der Messung zeigt das hochwertige Material sehr geringe Kapazität von weniger als 87 pF pro Meter, da bleibt garantiert nichts in der Leitung stecken!

Und im Test sind auf Anhieb sichere Klinkenverbindungen entstanden. Das Complete Set ist wahlweise mit vergoldeten oder verchromten Klinken zu haben, wobei sich auch die Chrome-Stecker einen vergoldeten Spitzenkontakt nicht verkneifen können. Ein hochwertiges Maßschneider-System mit guten Ideen!

PLUS

  • robuste Qualität, platzsparende Bauweise
  • gerade oder Winkel-Klinke
  • niedrige Kabelkapazität
  • lötfreier Zusammenbau
  • Werkzeuge inklusive

(erschienen in Gitarre & Bass 03/2019)

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