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Aus dem neuen Heft

Test: Rabenberger guitars & basses Hornbass

(Bild: Dieter Stork)

Hornbach ist in neun europäischen Ländern aktiv und betreibt allein in Deutschland 97 Baumärkte. Da gibt es einiges zu finden, aber dass man dort fast alles zum E-Bass-Bau bekommt, ist neu.

Natürlich ist dafür etwas Phantasie erforderlich, die Mike Bolz von Rabenberger guitars & basses mit hoher Kunstfertigkeit in die Tat umgesetzt hat, Hornbass heißt das Ergebnis. Ein Fretless ist umso sensibler für die Kombination von Zutaten, und so ist es wirklich spannend, was hier aus Baumarkt-Stoffen geschaffen wurde.

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Elegante Klarheit

Zum futuristischen Design kann man nur sagen: Wow. Eine gewagte Schlankform, die bemerkenswert harmonisch gelungen ist und zugleich vollen Praxiswert bietet, in angenehmer Spielhaltung vom tiefsten bis zum höchsten Ton. Gebaut ist der viersaitige Longscale aus vier verschiedenen Hölzern, wie man sie beispielsweise als Terassendielen bei Hornbach bekommt. Der durchgehende Hals ist fünfstreifig aus 3x Thermoesche und 2x Thermobambus gebaut, jeweils mit Ahorn-Furnieren dazwischen.

Die angeleimten Korpusteile sind Sandwiches aus dunkelbraun gebackener Thermoesche auf der Front und heller Douglasie auf der Rückseite, alles ehrlich und gediegen in geschmeidigem Öl-Finish präsentiert. Nochmal Wow für die wirklich attraktiv dargebotenen Hölzer, die ja eigentlich zum Drauftreten gedacht waren!

Sogar das Fretless-Griffbrett, auf den ersten Blick könnte man es für Ebenholz halten, ist in Wirklichkeit harter Thermo- Bambus. Es endet nicht (wie sonst üblich) z. B. bei der 24. Lage, sondern reicht, sanft heruntergeschliffen, bis zum Korpusrand, sodass man bei Bedarf auch die allerletzten Töne vor dem Piezo-geladenen Steg noch spielen kann.

Was für ein schönes Instrument! Sogar die glänzenden Poller, die als Saitenhalter die Ballends aufnehmen, sind ursprünglich als Messingstange bei Hornbach gekauft.

An den Gewindeschrauben kann die Höhe der Saitenhalter-Poller justiert werden. (Bild: Dieter Stork)

OK, was man im Baumarkt nicht bekommt, sind Pickup und elektrische Komponenten, Wilkinson-Tuner und Security Locks.

Um das geschmeidige Design in seiner Klarheit nicht zu verhunzen, sind beim Hornbass die wichtigen Regler für Volume und Tone oben in die Zarge versenkt, der Fishman-Preamp für den Piezo- Steg in die Rückseite. Schönes Detail ist die maßgefertigte Holzblende für das Preamp-Fach, ein weiterer magnetgehaltener Holzdeckel verschließt die untere Elektrokammer mit der 9-Volt-Batterie.

Einziges Manko ist, dass man zur Bedienung der Zargenregler sehr spitze Finger braucht, um die Potiknöpfe zu packen – doch das ließe sich durch schlankere oder weiter hervor ragende Knöpfe lösen.

Aufbäumender Knurr

Das spezielle, ausgeprägt kastenförmige Halsprofil liegt verblüffend gut in der Hand und passt perfekt zum schlanken Griffbrett. Zum präzisen Spielgefühl auf diesem Fretless tragen auch die hellen Markierungen in der Griffbrettflanke bei; außerdem sorgt das lange Korpushorn dafür, dass die Gurtaufhängung in die Höhe der 10. Lage fällt und der ganze Bass nach rechts gerückt wird, sodass die tiefsten Lagen ungewöhnlich nahe sind.

Nicht zuletzt weist auch das angenehm geringe Gewicht von 3,1 kg den Hornbass als entgegenkommendes Komfortinstrument aus. Und wenn man erst seinen Schnurrton hört! …

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