Produkt: 30 Jahre Gitarre & Bass – James Hetfield & Metallica
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Aus dem neuen Heft

Test: Le Fay Singer 5

Le Fay Singer 5(Bild: Dieter Stork)

Was Le Fay als Grundversion des Premium-Modells Singer anbietet, ist durchweg Highend. Natürlich kostet der Fivestring viereckiges Geld, doch das ist spitzenmäßig angelegt.

Hier wird nicht mit besonders exotischen Hölzern geprotzt – aber auf die Spitzenqualität der Zutaten Ahorn, Mahagoni und Palisander geachtet. Und die noch beachtlicheren Qualitäten stecken in der Konstruktion, die mit pfiffiger Durchdachtheit aufwarten kann. Der Singer-Edelbass spielt sich nicht nur wie geschmiert, seine gediegene Sound-Auswahl bedient auch feinste Geschmäcker.

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basis mit finesse

Schon immer steckte in einem Le Fay viel Form, natürlich auch im anschmiegsamen Singer, der in seinem ausgewachsenen Format nicht beschwerlich, sondern durchweg entgegenkommend wirkt. Das große Korpusbrett, sowohl von vorne wie auch von hinten mit geschmeidiger Topographie versehen, ist nicht einfach Mahagoni mit etwas Ahorndecke, das Sandwich besteht zur Hälfte aus dunkelrotbraunem Sappeli, die andere Hälfte macht die kleidsam geflammte Ahornlage aus. Filigran dosierte Beize erzeugt den Farbton „Singer Gold“, wobei die Strukturdetails des wilden Ahorns zusätzlich angefeuert werden.

Der fünfstreifige Ahornhals ist präzise eingeleimt und ragt bis zum dritten Tonabnehmer in den Korpus. Unsichtbar im Inneren, sorgen einzeln angefertigte Carbon-Stäbe für zusätzliche Versteifung, die entschlossen abgewinkelte Kopfplatte ist in aufwendiger Manier an das gerade Halsstück angeschäftet und besitzt einen dicken Front-Aufleimer, der auf die Korpusdecke abgestimmt ist. Stabilität ist sichtbar gegeben und wird der Tonqualität zugute kommen.

Indischer Palisander aus CITES-zertifiziertem Bestand ist für das Singer-Griffbrett ausgewählt worden, und wie die Nummerierung 5 von 262 anzeigt, ist dieser noble Naturstoff nur begrenzt verfügbar. 24 extraschmale Edelstahl-Bundstäbchen minimieren unerwünschte Bundgeräusche und intonieren umso exakter den Ton, die Premium-Bundierung gehört beim Singer zur Grundausstattung.

Die sorgfältig verrundeten Bundkanten enden bereits sichtbar vor der mild abgerundeten Griffbrettkante, die natürlich auch keine hässlichen Bundschlitze aufweist. Aber anders als sonst wird hier nicht mit einem Binding gearbeitet, das Griffbrett bleibt ein einziges Stück.

Le Fay Singer 5(Bild: Dieter Stork)

eigene standards

Auch bei der Hardware hat die Marke eigene Standards; zwar kann Le Fay die hochpräzisen Gotoh-Tuner nicht toppen, hat aber an entscheidender Stelle den eigenen Massesteg platziert. Mit zwei Klemmschrauben pro Saitenreiter, für eine möglichst innige Verbindung mit der 7,5 mm fetten Grundplatte. Damit das Wertstück sicher am Gurt hängt, sind Sicherheitsgurthalter von Gotoh montiert.

An die Sicherheit ist auch an anderer Stelle gedacht, unser Testbass ist der erste Bass mit Identifikations-Chip, auf dem die Seriennummer unlöschbar hinterlegt ist. Und zerstörungsfrei entfernen lässt sich der Chip auch nicht; ausgelesen wird er, genauso wie die verbreiteten Tieridentifikationschips, nach dem FDX-B Standard. Die elektrische Stimme eines Basses wird durch die Tonabnehmer stark geprägt, logisch, dass Le Fay auch hier zu eigenen Entwicklungen greift.

Le Fay Singer 5
Der Zugriff auf die Sounds ist in der Praxis viel einfacher, als es die üppige Ausstattung erwarten lässt. (Bild: Dieter Stork)

Drei Singlecoils sitzen im Singer, über zwei Volume-Regler abrufbar, wobei Hals-PU und das näher am Steg sitzende Paar gemischt werden können. Zur weiteren Variation lässt sich an einem Kippschalter der Mittel-Pickup ausschalten. Speziell für Le Fay hat Andreas Richter den aktiven Zweiband-Booster für Höhen und Bässe konfiguriert – die Abdämpfungen benutzt bei Aktivbässen ja sowieso fast niemand. Und wenn doch, dann steht am Singer – sowohl mit, wie auch ohne Booster – eine passive Höhenblende bereit. Per Kippschalter wird zwischen Aktiv und Passiv umgeschaltet.

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