Produkt: Jimi Hendrix Technik
Jimi Hendrix Technik
Das große Jimi Hendrix Technik Special auf über 30 Seiten aus Gitarre & Bass!
Aus dem neuen Heft

Test: Harley Benton TB-70

Harley Benton TB-70(Bild: Dieter Stork)

Wer gerne den großen Bass spielt, landet automatisch bei bestimmten Modellen. Der legendäre Thunderbird ist sowohl physikalisch, wie auch im Klang eine passende Wumme. Und warum nicht einfach den gnadenlos günstigen Harley Benton ausprobieren?

Denn nicht nur in der imposanten Erscheinung macht der 169-Euro-Viersaiter eine gute Figur, auch in seinen inneren Werten gibt sich diese T-Bird-Interpretation verblüffend stimmig. Und das, wo man aufgrund des Preises eigentlich fast nichts erwarten darf.

Anzeige

ernst gemeint

Eingeleimter Mahagonihals, zweiteiliger Mahagonikorpus mit der typisch dickeren Mittelzone: Harley Benton meint es mit der authentischen Bauweise wirklich ernst. Da mittlerweile Palisander unter besonderem Schutz steht, ist der TB-70 mit einem Blackwood-Griffbrett bestückt, in dem 20 Jumbobünde sitzen. Zum Reversed Body passt die ebenfalls seitenverkehrte Kopfplatte bestens, und an die nach unten weisenden Tunerknöpfe wird man sich schnell gewöhnen. Die Holzkonstruktion gibt sich makellos verarbeitet und ist in Hochglanz lackiert.

Auch die auf drei einstellbaren Pfosten schwebende Guss-Bridge ist eine authentische Zutat wie bei den Seventies-Originalen, zeitgemäß die gekapselten Stimmmechaniken. Nur die konventionellen Gurthalter könnte man gegen arretierbare austauschen, damit der fette Straßenkreuzer nicht vom Gurt flutscht, zur speziellen Ergonomie später. Natürlich kann man nicht erwarten, dass in diesem Bass teure Tonabnehmer zu finden sind, doch eine erfahrene Marke steckt dennoch dahinter, denn Roswell ist aus dem bekannten Tonabnehmer-Ausstatter WSC hervorgegangen.

Im TB-70 arbeiten zwei Mini-Humbucker, und das mit sehr spezieller Anwahlmöglichkeit: Per Zugschalter im gemeinsamen Volume-Poti hat man die Wahl, beide Tonabnehmer parallel oder nur den Steg-PU einzuschalten.

Um die Performance zusätzlich aufzublasen, ist eine aktive Zweiband-Klangregelung chinesischer Herkunft an Bord. In Anbetracht eines mittleren Batteriehungers (Lebensdauer des 9-Volt-Blocks ca. 240 Spielstunden), ist das rückwärtige Klappfach für die Batterie willkommen und erlaubt den schnellen Austausch eines müde gewordenen Saftspenders. In der elektrischen Organisation ist hier generell noch Luft nach oben, schließlich muss man auf den Alleinbetrieb des Hals-Tonabnehmers verzichten, ebenso ist ein Passiv-Modus ohne Aktiv-EQ nicht vorgesehen und im Elektronikfach geistern zwei unisolierte PU-Kabel umher. In der Preislage mag man dies dem sonst so eindrucksvollen TB-70 kaum ankreiden, eher werden sich elektrisch ambitionierte Modifikateure über dieses Schnäppchen freuen.

Harley Benton TB-70
Ungewöhnliche Elektro-Verwaltung mit aktiver Klangregelung (Bild: Dieter Stork)

satte basis

Absolut gewiss ist bei dieser Formgebung eine ernste Kopflastigkeit, die der Greifhand einiges abverlangt, um den schweren Hals in der Höhe zu halten. Legt man den rechten Unterarm auf den Korpus, spielt sich der 4,5 kg schwere T-Bird am bequemsten.

>>> Den vollständigen Testbericht findet ihr in der aktuellen Ausgabe Gitarre & Bass <<<

Produkt: Gitarre & Bass Digital 11/2013
Gitarre & Bass Digital 11/2013
Steve Vai spricht über Perfektion, Musik und Glück.Außerdem: Warwick Bass Camp und Storys von Triggerfinger und Earth, Wind & Fire

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren: