Tüchtig Saft auf dem Board:

MXR M238 iso-brick im Test

Wer Effektpedale liebt, hat bald einen kleinen Zoo beisammen, der regelmäßig gefüttert werden will. Mit Batterien kann das schnell ins Geld gehen, aber genau dafür sind Netzgeräte erfunden worden.

M238 iso-brick

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Aber wenn man für jedes Kistchen ein eigenes Steckernetzteil betreibt, ist das nicht nur unökonomisch, sondern auch als Sammelsurium in Mehrfach-Steckerleisten unschön anzusehen und prädestiniert für Wackelkontakte und Nebengeräusche. Der nächste Schritt wäre ein Mehrfach-Netzteil, um all die Kistchen zuverlässig mit Strom zu versorgen. Wenn da nur nicht die Vielfalt an Anforderungen zu erfüllen wäre – allein schon ein Vintage-Germanium-Fuzz mit Pluspol auf Masse kann Probleme bereiten, zumal auch manches moderne Pedal etwas anderes als 9 Volt sehen möchte. MXR hat sich der Aufgabenstellung besonders gründlich gewidmet und bietet als Universallösung den isobrick an, der über zehn vollständig isolierte Niederspannungs-Ausgänge verfügt, mit denen sich die allermeisten Schwierigkeiten bewältigen lassen.

Zwei mal 9 Volt mit 100 mA, zwei Mal die gleiche Spannung mit 300 mA, noch zweimal 9 V für hungrige (Digital-) Verbraucher mit bis zu 450 mA Stromaufnahme bilden den Grundstock. Für 18- Volt-Pedale gibt es zwei isolierte 250-mAAnschlüsse, und der besondere Trick beim iso-brick sind die beiden Ausgänge mit zwischen 6 und 15 Volt einstellbarer Spannung. Dafür wurde der 120 × 45 × 80 mm kleine Verteilerkasten intern mit aufwendiger Elektronik bestückt, den Saft fürs Ganze liefert ein leistungsfähiges Steckernetzteil.

Um den Start möglichst einfach zu gestalten, kann das Steckernetzteil zum einen mit diversen Anschlussvarianten, wie sie weltweit gebräuchlich sind, versehen werden. Zum anderen werden für den Brick zehn Standard-Anschlusskabel mit 60 cm Länge mitgeliefert, womit zumindest alle StandardVerbindungen ausgeführt werden können. Die durchdachte Multi-Speisung funktioniert auch im Test mit inhomogener Effektbestückung inklusive Germanium-Problemfall überzeugend. Das gute Stück ist zwar nicht ganz billig, aber wertig gebaut und macht in der Effektespeisung sorglos. Die einstellbaren Spannungen eröffnen gar zusätzliche Experimentierfelder. Klasse!

Vertrieb: Warwick, shop.warwick.de

Preis ca. € 200

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