Spaßartikel

Mini-Bass-Amp: Blackstar Fly 3 Bass im Test

Kann man diese Bassanlage überhaupt ernst nehmen? Selbst unter den kompaktesten Übungsverstärker-Zwergen ist der Fly Bass von Blackstar ein Winzling – aber eben doch mit allem ausgestattet, was man für den Spaß am Üben benötigt.

Der liegt zunächst einmal daran, dass der unverstärkt doch recht unbassige Klang des E-Basses überhaupt mit Tiefen hörbar gemacht wird, wofür der Blackstar 3 Watt Ausgangsleistung auf den eingebauten 3“-Lautsprecher geben kann. Oder direkt auf die Ohren, sofern man einen Kopfhörer in dessen Miniklinkenbuchse einstöpselt. Dieser Ausgang kann übrigens auch für Aufnahmen verwendet werden. Natürlich macht es noch mehr Spaß, nicht ganz alleine zu spielen, und zum Einspielen von Playbacks ist eine zweite Miniklinkenbuchse vorhanden.

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Der Mini-Verstärker besitzt getrennte Regler für Gain und Volume, wobei der Gain-Knopf nur die Lautstärke des Basses einstellt, während Volume den Bass inklusive eingespielter Playbacks regelt. Da es bei derart miniaturisierten Verhältnissen zumindest über den Lautsprecher etwas viel erwartet wäre, wenn man jede Feinheit des Basstons wahrnehmen könnte, ist auch eine mehrbandige Klangregelung entbehrlich. Stattdessen besitzt der Fly einen einzigen EQ-Regler, der sich auf das beschränkt, was hier wirklich effektiv ist: Er blendet vom fülligen, mittenstarken Originalklang hinüber zu tighter Brillanz mit zurückgenommenen Mitten.

Der Knopf daneben dosiert den eingebauten Compressor, dessen Wirken tatsächlich sinnvoll ist, da bei diesem Miniamp natürlich alles an Tonverdichtung willkommen ist. Und es findet sich sogar noch ein fünfter Regler, der zunächst nicht auffiel, weil er keinen Potiknopf besitzt und mit Sub beschriftet ist; hier lassen sich die Tiefbassanteile eines Octaver-Effekts hinzuregeln. Bei voll aufgedrehter Lautstärke wird man sich wundern, was die 170 x 123 x 100 mm kleine Kunststoffkiste von sich geben kann!

Cleane Wiedergabe sollte man nicht erwarten, dafür macht es umso mehr Spaß, bei gedrücktem Overdrive-Schalter so richtig verzerrt über die Saiten zu jagen. Die kleinen Abmessungen legen nahe, das Fliegengewicht überall hin mitzunehmen, wo man Lust aufs Bassspielen bekommen könnte – und dafür ist auch der Batteriebetrieb günstig. Sechs AA-Standardzellen oder passende Akkus werden dafür benötigt, alternativ kann aber auch das separat erhältliche Netzteil PSU-1 von Blackstar verwendet werden. Und wenn man seinen 3-Watt- Combo erweitern möchte, kann über eine RJ45-Buchse auch der Zusatzlautsprecher Fly 103 angeschlossen werden. Größere Auftritte wird man zwar auch damit nicht absolvieren können, aber die ganze Sache ist ein schöner Spaßartikel, der eben das Üben auf dem E-Bass spaßvoller und abwechslungsreicher macht.

Internet: www.blackstaramps.com

Preis (UVP/Street): ca. € 82/69

Plus

  • Sound-Möglichkeiten, Overdrive, Sub u. Compressor
  • Ausgang f. Kopfhörer/Aufnahme
  • Batteriebetrieb

Minus

  • Begrenzte Lautstärke u. Sauberkeit des Tons

Aus Gitarre & Bass 12/2016

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