Lauschangriff!

Laney Nexus Studio Live – die Bass-Allzweckwaffe

Laney Nexus

Wir haben schon länger nichts mehr von Laney im Bass-Bereich gehört und plötzlich präsentieren die Briten mit dem Nexus Studio Live einen Hybridverstärker mit Class-D-Endstufe, der in Sachen Flexibilität, Anschluss- und Routing-Möglichkeiten sogar Herstellern wie Mesa Boogie das Fürchten lehrt.

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Der unscheinbare blaue Blechkasten hat mit seinen 2x 500 Watt genügend Leistung, die zugehörigen N115 und N410 Leichtbau-Boxen anzutreiben, welche dank ihrer Neodym-Bestückung und Pappelmultiplex-Gehäuse angenehm tragbar sind. Aufgebaut bringt der imposante Stack gerade einmal 48 kg auf die Wage – da gibt es 4×10″-Boxen die schwerer sind. Klanglich ist Laneys vorzeige-Bassanlage auf maximale Vielfalt geeicht und bietet einen entsprechend neutralen Ton ohne dabei blutleer oder charakterlos rüberzukommen.

Den ausführlichen Test von Gitarre & Bass Autor Dirk Groll findet ihr in unserer aktuellen Ausgabe, zusätzlich haben wir mit den Kollegen von Sound & Recording für diese Folge Lauschangriff wieder einige Sound-Samples angefertigt, die neben der allgemeinen Klangcharakteristik auch das Verhalten der verschiedenen Boxen im Bandmix demonstrieren sollen. Alle Klangschnipsel wurden mit einem 70er-Jahre Tokai P-Bass und einem einzelnen Sennheiser MD421 Mikrofon aufgenommen. Die Amp-Einstellung sind bei allen Samples identisch, der Ton ist außerdem völlig roh und unbearbeitet.

>> Sound-Samples weiterer Mikrofone und mehr über die Abnahme von Bassanlagen findet ihr bei unseren Kollegen von Sound & Recording <<

Laney EInstellungen

 

Im ersten Klangbeispiel hören wir den Laney Nexus Studio Live an der zugehörigen 1×15″. Der Ton zeigt die für dieses Boxen-Format typische bellenden Mitten und weiß durch seinen breitbandigen Charakter zu gefallen. In den Höhen bietet die Laney-Combo ausreichend Snap, ohne dabei die bauchigen Tiefmitten zu vernachlässigen. Der kehlige Preci-Ton wird insgesamt akkurat in Szene gesetzt, wobei das erstaunlich stramme Low-End mit hoher Kontrolle und Impulstreue punktet.

 

Im Mix setzt sich die N115 mit ihren präsenten Mitten bestens durch. Besonders in den Strophen hat der Bass keine Probleme, sich neben den abgedämpften Gitarren zu entfalten, sein tiefmittiges Low-End füllt den Mix angenehm auf. Die 1×15″ unterstützt perfekt den Rock-Charakter unseres P-Basses und liefert einen leicht dreckigen Sound mit deutlicher Oldschool-Note.

 

Wie zu erwarten, zeigt sich die N410 im Vergleich deutlich moderner und zivilisierter. Das bei der 1×15″ so präsente Mittenspektrum ist hier merklich zurückgenommen, was die Box aufgeräumter und cleaner erscheinen lässt. Freunde von Pop-, Funk- und Soul-Sounds werden die N410 für ihre recht neutrale Widergabe schätzen, für echte Raubeine könnte sie hingegen schon etwas zu zahm sein.

 

Zuletzt hören wir die 4×10″ im Mix. Hier fällt sofort der im Vergleich zur N115 tiefere Druckpunkt sowie der stark ausgedünnte Tiefmitten-Bereich auf. Der Sound ist insgesamt dienlicher und weniger vorlaut, vernachlässigt dabei jedoch nicht seine Rolle als Fundamentgeber (oder Fundamentalist? 🙂 ). Die durchaus offenen Höhen wirken durch die eher zurückhaltende Hochmitten-Widergabe weniger offensiv, was jedoch der Ortbarkeit im dichten Refrain unseres Demo-Songs keinen Abbruch tut.

Unsere aktuelle Ausgabe mit dem vollständigen Test könnt ihr versandkostenfrei in unserem Shop bestellen!

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