Ibanez-Bass

Ibanez SR520 im Test

Schwarzer E-Bass von Ibanez, stehend

Warum abmühen, wenn es auch bequem geht? Der Ibanez SR520 ist jedenfalls kein Instrument für Bassisten, die eine athletische Herausforderung suchen. Ganz auf der Soundgear-Linie, macht der Ibanez SR520 es dem Spieler nämlich durchweg leicht.

 

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Dazu gehört ein schlanker Hals, der sich mühelos greifen lässt und ein flunderflacher Body, der Gewicht spart, bequem anliegt und den Rücken schont. Und die hochwertige Ausstattung sorgt dafür, dass die guten Klangergebnisse leicht zustande kommen.

 

Konstruktion des Ibanez SR520 

Bei diesem Viersaiter wird ein Mahagonikorpus mit einem aufgeschraubten Ahornhals kombiniert, der ein Griffbrett aus Palisander besitzt. Gegenüber den edleren SR-Modellen aus exotischeren Hölzern geht es hier also in die traditionell bewährte Richtung, aber anders als bei den ganz einfachen Soundgears ist der SR520 aufwendiger gebaut und nicht zuletzt auch nobel ausgestattet. Bei der Internet-Recherche stößt man allerdings mitunter auf falsche Angaben, wo von einem fünfstreifigen Hals die Rede ist und mancher Anbieter als Material (wie bei den größeren Soundgear-Modellen) Bubinga und Jatoba anführt. Nun gut, weil die Halsrückseite wie der Korpus deckend schwarz lackiert ist, kann man das nicht so einfach nachprüfen. Dennoch: Hier ist eindeutig Ahorn das Basismaterial, und auf der Rückseite der Kopfplatte sieht das geübte Auge, wie sich eine dreistreifige Konstruktion in der Lackoberfläche abzeichnet.

Passend zur hochglänzenden Ganzkörperlackierung wurde für die Hardware des Ibanez SR520  eine Schwarzchrom-Oberfläche gewählt, wobei die gekapselten Stimmmechaniken präzise arbeiten und der solide gebaute Steg schon optisch signalisiert, dass hier keine Tonfeinheit auf der Strecke bleiben wird. Dem gleichen Zweck dient die hochwertige Marken-Ausstattung in der Elektro-Abteilung. Mk1-Splitcoil-Humbucker von Bartolini sind für die gepflegte Tonabnahme zuständig, ein aktiver Dreiband-EQ der selben Marke beschert umfangreiche Variationsmöglichkeiten.

 

Praxis

3,4 Kilogramm sind ausgesprochen wenig für einen ausgewachsenen Longscale-Bass, entsprechend angenehm hängt der Ibanez am Gurt, wobei das Leichtgewicht auch verblüffend stabil am Körper liegt. Und schließlich spielt sich das schlanke Halsprofil enorm leichtgängig.

Aber nicht nur im Spielkomfort ist der Soundgear Spitze, auch klanglich hat der elegante Bass viel zu bieten. In der Tonansprache reagiert der Viersaiter bemerkenswert direkt und präzise, wobei der harte Ahorn-Klang ganz dezent durch die Mahagoni-Anteile der Konstruktion abgerundet wird. Auch die Bartolini-Humbucker sorgen dafür, dass harsche Klanganteile zugunsten eines vollen, runden Tons etwas zurücktreten. Die große Stärke liegt hier in der gelungenen Feinabstimmung, sodass man mit den wirkungsstarken Klangreglern sowohl einen explizit brillanten Draht-Sound, aber drückende, tiefmittenstarke Rock-Einstellungen in hoher Güte hinbekommt. Zum definierten Ton tragen übrigens auch die hochwertigen Elixir-Roundwounds bei. Einziges Manko am Testbass ist der leicht kratzende Volume-Regler, bei dem offenbar eine Offset-Spannung von der Elektronik aufliegt.

 

Resümee

Dieses Soundgear-Modell besticht mal wieder durch seinen ausgesprochen leichtgängigen Spielkomfort, ist rundum sauber gebaut und hochwertig ausgestattet. Mit einem klaren Akzent auf präziser Tonbildung ist der SR520 ein überzeugender Allround-Bass, der gleichermaßen für erdige Begleitarbeit wie auch drahtbrillante Fusionsounds und Solo-Einlagen geeignet ist. Wer also sein hart Erspartes gut anlegen möchte und dabei einen möglichst flexiblen Player sucht, sollte den schwarzen Viersaiter in die engere Wahl nehmen!

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