Neil Murray, Joe Hubbard, Marius Goldhammer

Tag 4 beim Warwick Bass Camp 2016

Tag 4 beim Warwick Basscamp 2016! Die vergangenen drei Tage wollen erstmal verarbeitet werden – da will eine Menge neuer Stoff in die Rübe!

Ein gut gelaunter Neil Murray empfing die Workshop-Teilnehmer zu früher Stunde in der großen Concert Hall. Auf dem Tagesplan des Ex-Whitesnake-, Black-Sabbath- und Queen-Veteranen standen melodische Rockbasslinien. Nach wenigen Minuten war klar, dass es hier um klassisches, bodenständiges Handwerkszeug geht – sehr effektiv und alltagsnah! Die Studenten sollten der Reihe nach Akkordverbindungen zu einem Playback spielen, was erstaunlich gut gelang. Murray ermutigte seine Schützlinge, sich für ihre Basslinien einzusetzen; viel zu oft gingen nämlich großartige Bassarrangements durch einen gitarrenlastigen Mix verloren.

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In der darauf folgenden Stunde zeigte Joe Hubbard eindrucksvoll, wie man eine Gruppe motiviert: Voller Elan hielt der studierte Profi ein Plädoyer für die Geduld – Man müsse üben, üben und nochmals üben, und dabei viele kleine Schritte machen. Stilistische Vielfalt und Hörerfahrungen seien dabei unbezahlbar und durch nichts zu ersetzen. Auf die Frage, wie man am besten Rythmus- und Solospiel verbinde, folgte eine tiefgehende Erklärung, die mit einem reichhaltigen Theorie-Fundament unterfüttert wurde – in dieser Stunde konnte man richtig was lernen! Hubbard sieht Musik in den beiden Dimensionen Content (Melodie und Rythmus) und Context (verschiedene Musikstile) und machte deutlich, wie wichtig Skalen-Kenntnisse für den musikalischen Alltag sein können. Harter Tobak, der einen jedoch weit bringen kann!

 

Mit einer Selbstvorstellung von Marius Goldhammer begann die dritte und letzte Stunde des Tages. Der Kölner Studiobassist widmete sich mit Hingabe dem Thema der wortlosen Kommunikation zwischen Bandmitgliedern. Im Gegensatz zu einigen anderen Professoren ging es bei Goldhammer um elementare Rhythmus-Basics. Im Verlauf der Stunde wurde die Gruppe immer mehr vom Groove gepackt und mitgezogen. Ganz wichtig: Die Saiten immer im Griff haben, sonst verliert man schnell die Kontrolle und damit den Rhythmus. Das Fazit der Stunde? Immer dranbleiben, auch die einfachsten Dinge wiederholen, üben und verinnerlichen. Oder in Marius’ Worten: “Es geht nicht um Schnelligkeit, sondern darum, Spaß zu haben!”

 

Und zu später Stunde gab es da natürlich auch noch die Performance Class von Tetsuo Sakurai. Hier gibt es wie immer eine kleine Kostprobe:

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