Phil X, Alphonso Johnson, Dennis Chambers, Günther Gebauer

Tag 1 beim Warwick Basscamp 2016

Für 83 gut gelaunte und hoch motivierte Bassisten aus 17 verschiedenen Nationen (darunter Japan, Australien und den USA!!!) wurde es am Montagmorgen ernst: Die Professoren – in unserem Fall Alphonso Johnson, Dennis Chambers und Günther Gebauer – hatten nicht nur weise Worte, Tipps und Ratschläge im Gepäck, sondern es ging auch tief in die Praxis!

Phil X und Angelina Saris
Marie Haacks

In einer angenehmen Arbeitsatmosphäre wurden Erfahrungen ausgetauscht, Spielfehler angegangen und viel gelacht – wobei immer wieder deutlich wurde, dass die scheinbar selbstverständlichsten Grundlagen gar nicht so selbstverständlich sind.

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Los ging das Ganze um 09:00 Uhr mit einem Praxis-Workshop der deutschen Studio-Legende Günther Gebauer. Im Fokus stand die Suche nach einem cleanen, präzisen und studiotauglichen Bass-Sound. Bodenständiges Spiel war also angesagt: Gerade Achtel, tighter Shuffle und sauberes Greifen – alles gar nicht mal so einfach, wie sich herausstellte. Das Mittel zur Lösung: Üben – oder? Nein: SPIELEN!!! Stundenlanges Üben ersetzt keine Live- und Banderfahrung – im Team lernt man eben einfach effektiver!

 

Danach demonstrierte Dennis Chambers eindrucksvoll, wie Bassisten und Schlagzeuger – im Optimalfall – eine Einheit bilden. “Basser und Drummer müssen zusammenpassen wie Hand und Handschuh.” Das leuchtet irgendwie ein, oder? Vier Teilnehmer hatten die Ehre, mit Mr. Chambers zu jammen. Dabei dienten sie natürlich insgeheim als Versuchskaninchen, um zu demonstrieren, was eine gute Rhythmusgruppen-Chemie ausmacht. Was dabei rauskam? Ein gutes Rhythmus-Duo inspiriert und bereichert sich gegenseitig, sodass ein natürlicher Spielfluss und am Ende im besten Falle sogar ein gemeinsamer Song entsteht.

 

Alphonso Johnson ging die ganze Sache mit etwas mehr Theorie an: Nach einer etwa 15-Minütigen Klatsch-Rhythmusübung wurde ein Latin-Song analysiert und anschließend auch gespielt – sicher nicht die einfachste Aufgabe. Die meisten bewegten sich hier auf ungewohntem Terrain, wodurch sich präzise individuelle Stärken und Schwächen herausarbeiten ließen.

 

Nach einem herrlich-krachigen Pedal-Workshop von Juan Alderete, der die Teilnehmer in die tiefsten Abgründe der Noise-Effekt-Hölle zog, legte Phil X  zu später Stunde einen gnadenlos guten Spontan-Auftritt hin! Hier ein kleiner Ausschnitt:

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